Politik

10 Gründe, weshalb die Wallonie für Jenny Baltus-Möres liebenswert ist

Die ostbelgische Regionalabgeordnete Jenny Baltus-Möres.

Statt zum x-ten Male Kritik an den Missständen und Fehlentwicklungen zu üben, die sie schon oft beklagt hat, seitdem sie im Parlament der Region in Namur sitzt, war Jenny Baltus-Möres zum Jahresende daran gelegen, sich versöhnlich zu geben. Deshalb nannte die PFF-MR-Politikerin 10 Gründe, weshalb ihrer Ansicht nach die Wallonie liebens- und lebenswert ist.

„Denn eines steht fest“, so Baltus-Möres: „Die Wallonische Region hat unglaubliches Potenzial; sie muss nur endlich aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküsst werden.“

Dann nennt die Abgeordnete 10 Gründe, weshalb wir niemals vergessen sollten, dass die „Wallonische Region“ und ihre Bürger nicht mit der „Wallonischen Regierung“ zu verwechseln sind und weshalb die Wallonische Region an sich durchaus liebenswert ist:

1. DIE NATUR: „Die von der Natur gegebenen Vorzüge der Wallonischen Region sind nicht zu unterschätzen: Ausgedehnte mittelgebirgige Regionen, unsere Wälder, das ‚grüne Gold‘, die Ardennen, Grünlandflächen, das Hohe Venn als eine für seine Moore bekannte Hochebene sowie die Talsperren, Seen und Flüsse in der Wallonischen Region bieten ideale Voraussetzungen und viel Abwechslung für Wanderer, Radfahrer, Wassersportler und Tagesausflügler aller Art und sind zugleich wichtiger Lebens- und Erholungsraum für Mensch und Tier wie auch eine solide Grundvoraussetzung für Forst- und Landwirtschaft.“

Lüttich (hier die Montagne de Bueren). Foto: OD

2. REIZVOLLE STÄDTE: „​Ihre reizvollen Städte wie Namur, Lüttich, Ciney, Mons, Tournai, Arlon, Bastogne, Dinant, Eupen, Malmedy, Sankt Vith etc. haben nicht nur touristisches Potenzial, sondern bieten auch ihren Bewohnern selbst eine hohe Lebensqualität. Nicht minder gut – oft sogar noch besser – leben, lässt es sich in den ländlich geprägten Räumen der Wallonischen Region, auch wenn hier ebenfalls weiterhin gewisse Herausforderungen zu meistern gilt.“

3. DIE GASTRONOMIE: „Auch die Gastronomie der Wallonischen Region kann sich sehen lassen: Ob es um ‚Haute Cuisine‘ oder unsere berühmten Frittenbuden geht, bei beiden werden kulinarische Köstlichkeiten angeboten und die Vielfalt unseres HoReCa-Sektors scheint schier unbegrenzt. Auch die Schokoladenkreationen, die Biere und Weine sowie der Käse und überhaupt alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Wallonischen Region erfreuen sich im In- und im Ausland einer bemerkenswerten Reputation.“

4. DIE UNIVERSITÄTEN: „Die Wallonische Region hat vorzügliche Universitäten und Hochschulen zu bieten, die sich regelmäßig an internationalen Kooperationen und Projekten beteiligen und ebenfalls einen guten, teils sogar exzellenten Ruf genießen.“

5. DIE GEOGRAFISCHE LAGE: „Auch wenn leider sowohl die großen Häfen unseres Landes wie auch der Küstenabschnitt ausschließlich auf flämischer Seite liegen, ist die Lage der Wallonischen Region strategisch nicht uninteressant: im Herzen Europas, umgeben von ‚großen‘ Nachbarn wie Deutschland und Frankreich, aber auch kleineren, durchaus wichtigen Partnern wie Luxemburg. Dies eröffnet unserer Bevölkerung Möglichkeiten, fordert aber auch besondere Anstrengungen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.“

„Steh-auf-Männchen“-Mentalität

6. DIE WIRTSCHAFT: „Auch wenn die Industrie in der Wallonischen Region in diesem Jahr einige Rückschläge hat einstecken müssen, gibt es insgesamt doch eine dynamische Unternehmenskultur und viele Spitzentechnologien, die in der Wallonischen Region angesiedelt sind.“

7. DIE MENSCHEN: „​Dieser Mix aus Geselligkeit und Lebensfreude, Offenheit und einem unnachahmlichen Humor hat bereits viele unserer Nachbarn positiv beeindruckt. Auch eine gewisse ‚Steh-auf-Männchen‘-Mentalität, bzw. sich nicht unterkriegen zu lassen, ist gewissermaßen typisch für die Einwohner der Wallonischen Region.“

Namur, Hauptstadt der Wallonischen Region. Foto: Shutterstock

8. KUNST UND KULTUR:  „Auch hier kann die Wallonische Region locker auf internationaler Ebene mithalten. Zum einen gibt es eine Vielzahl von Traditionen, Brauchtum und Gepflogenheiten, die dank des Einsatzes vieler Bürger und Vereinigungen über die Jahre erhalten blieben und unsere Lebensweise prägen. Zum anderen gibt es auch im professionellen Bereich einen weiter aufstrebenden und äußerst kreativen Kunst- und Kultursektor, der Jung und Alt etwas bieten kann und unzählige Möglichkeiten bereithält.“

9. VEREINSLEBEN UND FREIZEIT: „Ja, das Ehrenamt gibt es noch. Und es ermöglicht auch in der Wallonischen Region vielen Menschen, gemeinsam mit anderen ihren Hobbys und individuellen Talenten nachzugehen. Aber auch im Non-Profit-Bereich bietet die Wallonische Region unzählige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.“

10. BERÜHMTHEITEN: „Die Berühmtheiten, bzw. besonderen Talente der Wallonischen Region: Denken wir an Musiker, Schauspieler, Autoren, Journalisten, Professoren, Spitzenköche, innovative Unternehmer etc. Und auch für die sportlichen Aushängeschilder der Wallonischen Region muss man sich ganz bestimmt nicht verstecken; haben sie uns doch noch zuletzt durch olympisches Gold mit einem gewissen Stolz erfüllen können. Ja, die Wallonische Region hat eindeutig Talent!“

 

  1. Liebe Frau Baltus-Möres,
    bei den 10 Punkten bin ich Ihrer Meinung.
    Eins stelle ich aber fest: Bis auf die Wirtschaft (und die läuft in der Wallonie auch nicht überall so toll) und evt noch teilweise die Universitäten, sind dies alles Punkte, bei welchen die Politik nicht oder nur eingeschränkt eingreifen kann.
    Sollte es da wohl einen kausalen Zusammenhang geben?
    Mein Fazit: wir Leben in einem tollen Land/Kontinent mit tollen Menschen, toller Natur, enormen Potential usw. aber die raffgierigen, nur an sich selber denkenden und teilweise nicht kompetenten Politiker (dies ist allgemeint gemeint und nicht auf Frau B-M bezogen) in ganz Europa schaffen es, dass Belgien/Europa den Bach runter geht.
    Was sagt uns das?
    Wann wird dieser riesige, geldfressenden Politapparat endlich verkleinert und dieses freie Budget zusätzlich in die genannten Punkte Natur, Tourismus, Universitäten, usw investiert?

    • Da schreiben Sie die volle Wahrheit, KALAMEE!
      Unser Land wäre um ein „sehr vieles schöner und noch Lebenswerter“ wenn wir nicht dieses viel zu grosse Heer an zu vielen und nicht guten Politiker durch zu Füttern hätten!
      Die profitieren übermässig an vielem was sie sich selber so parat machten, und dieses viele Geld fehlt an viel wichtigeren Stellen an allen Ecken und Kanten!

  2. Ich wohne in der BRD, und komme eigentlich ganz gerne nach Belgien! Besonders Malmédy hat es uns angetan. Ihre Kriterien kann ich aber nicht ganz so nach voll ziehen. Die Wallonie ist sehr nahe bei uns, es gibt dort schöne Gegenden, so die Provinz Luxemburg und die Ardennen. Leider wird an vielen Stellen der Turismus total vernachlässigt! Besonders die grösseren Städte strahlen wenig Sauberkeit noch Attraktivität aus! Besonders natürlich Lüttich, Charleroi und Mons, sind nicht sauber und strahlen wenig an Schönheit aus! da sind in Grenznähe bessere Orte zu besuchen, so Aachen, Maastricht, Trier, und Luxemburg Stadt. Das dies den dortigen Räten nicht auffällt ist uns ein Rätsel? Denn das ist schon seit zig Jahren der Fall, aber nichts änderts sich gross! Es ist sicher Usus bzw den Leuten egal, oder!?
    Eigentlich bedauerlich, denn heute zählt gerade die Sauberkeit, und hat grossen Wert!
    Da Sie ja in der Politik tätig sind, sollten Sie mal intervenieren. Besonders macht uns immer wieder auch der schlechte Strassenzustand Schmerzen, und das auch schon seit sehr langem.

    • …aha? üppiger als anderswo? würd mich wundern Donald! Oder sprechen Sie da etwa aus Erfahrung? Hehe..
      Aber natürlich kann (und sollte) man die Frage stellen, ob wir all diese Politiker und Ebenen wirklich brauchen: In der Wallonischen Region gibt es 75 Abgeordnete und 8 Minister für ca. 3,5 Mio Einwohner – in der DG dagegen sogar 25 Abgeordnete und 4 Minister für nur 77.000 Leute. Aber in der DG tut sich wenigstens was! Es geht bergauf, was man für Wallonien nicht sagen kann… à propos Wallonien: Die haben ja auch zusätzlich nochmal „ihr“ Parlament der Fédération Wallonie-Bruxelles mit 94 Abgeordneten und 8 weiteren Ministern… Und die Region Brüssel und Flandern natürlich ebenfalls! Also da ist schon was zu viel wenn Sie mich fragen. Von den Provinzen ganz zu schweigen… Wäre schon nicht schlecht, den ganzen belgischen Apparat – wie manche Parteien es auch schon gefordert haben – auf genau 4 Regionen zu reduzieren: Brüssel, Flandern, Wallonie und Ostbelgien! Die föderale Ebene müsste das Ganze natürlich weiterhin beaufsichtigen bzw. in den wichtigen Fragen zusammenhalten und die Gemeinden brauchen wir natürlich auch weiterhin! Aber Provinzen? Weg damit! Und Gemeinschaften und Regionen, die sich teils sowohl territorial als auch von den Befugnissen her überlappen? Brauchen wir auch nicht! 4 Regionen mit einem starken föderalen Dach! Nee, war wär dat schön! Und da hätten wir dann auch mit einem mal 100schaften von Provinzabgeordneten, Regionalabgeordneten, Gemeinschaftsabgeordneten, sowie an die 20 Minister mitsamt ihren Kabinetten nicht mehr nötig. Funktionskosten von Parlamenten würden wegfallen und und und. Doch, glaube schon, dass dem belgischen Staat diese Einsparungen gut bekommen würden. Auch wenn die meisten Politiker sich sicherlich Mühe geben, Tag für Tag einen guten Job zu machen und sich auch dementsprechend reinhängen, gibt es, wie überall, schwarze Schafe und Ausbeuter des Systems. Eine übersichtlichere Gestaltung (4Regionen) und die damit einhergehende Reduzierung aufs Nötigste würde Betrügern gewissermaßen den Riegel vorschieben und es ihnen schwerer machen. Wär doch mal was für die 7. Staatsreform! die Hoffnung stirbt zuletzt!

  3. Willy Münstermann

    Frau Jenny Baltus-Möres, nachträglich wünsche von herzen FROHE FEIERTAGE. Vorige Woche ist der Skandal Publifin bekannt geworden.Meine Frage in diesem Zusammenhang, können sie mir den „SOLD“ der der Verwaltungsratsmitglieder von Intradel mitteilen, Ihnen einen Dank im voraus..

  4. Durch die rosarote, bzw. blaue Brille scheint wohl jeder Mist wunderschön?

    St.Vith und Malmedy sind angenehm, das stimmt und ein Ausflug lohnt sich.
    Zentral gelegene Geschäfte, klare Verkehrssituation und gute Parkmöglichkeiten

    Lüttich und Verviers sind dagegen nur Pfui!
    Über die Sauberkeit in diesen beiden Städten sollte man besser kein Wort mehr verlieren. Auch über die Zustände in einigen Viertel und deren Bewohner, schweigt man besser.

    Das ehemalige touristische Aushängeschild der Region, der Bütgenbacher See ist vermüllt und es stinkt im Sommer an einigen Stelle am Seeufer, schlimmer wie in Autobahntoiletten.
    Der Weg nach Bütgenbach selber ist eine Tortur für jeden Stoßdämpfer. Selten so viele Schlaglöcher gesehen, als um und in der Gemeinde Bütgenbach. Übertroffen wird dies nur noch von dem Müll in den Strassengräber und ständig überquellende Mülleimer an den Ortseingängen.

    Eupen ist für Ortunkundige kaum zu bewältigen, Baustellen ohne Ende und ständig veränderte Verkehrssituationen. Das schafft auch das beste Navi nicht.
    Sehenswert sind in Eupen die vielen verlassen Geschäfte im Zentrum und das berühmte Eupen Plaza, als Negativ-Sinnbild von politischem Grössenwahn.
    Interessant ist auch die Tatsache, dass man in der Hauptstadt der deutschsprachigen Gemeinschaft, in einigen Geschäften ohne perfektes Französich, oft nur dumm angeschaut wird, gescheige denn, bedient wird.

    Die Stege im hohen Venn verkommen und einige sind mehr als gefährlich.
    Der verwarloste und vollkommen nutzlose Kreisverkehr im Venn ist ein Schandfleck ohne Gleichen. Auf dem Parkplatz direkt daneben, sammelt sich regelmässig der Müll.

    Leider leben die meisten unserer DG Politiker in ihrer eigenen Welt und sehen solche Missstände wohl nicht.
    Gut, mit den Bombengehältern und der ständigen Selbstbeweihräucherung, sieht man die Welt natürlich nicht aus der Sicht des kleinen Mannes. Und solange man sich nimmt, was man braucht und es nicht das eigene Geld ist, was man zum Fenster rauswirft, soll es einem wohl auch egal sein, oder?

    Hoffen wir bei all dem auf eine nicht zu „strahlende“ Zukunft, denn in Sachen der umstrittenen Atomkraftwerke, scheinen mir unsere DG Politker ja allesamt flatternde Fähnchen im Wind
    .

    • "Baltus-Möres-lacht-sich-ins-Fäustchen"

      Haha „Rundumschlag“, an Ihnen geht ja in Namur ein wahrer Oppositionspolitiker verloren! Dem braucht unsere ostbelgische Regionalabgeordnete ja nichts mehr hinzuzufügen, so schön wie Sie hier einige der von ihr selbst schon oft genannten Kritikpunkte zusammenfassen. Da wird sie sich ja freuen! Und dabei war das ja nicht mal der „Zweck“ der Übung! Eigentlich wollte sie doch – wie oben zu lesen ist – endlich mal was Nettes sagen in Bezug auf die Wallonische Region… (oder hat sie sich schon gedacht, dass das die Leute nur zu neuer Kritik anregen und sie damit gleichzeitig mit neuer „Munition“ versorgen wird?) Wie auch immer! Ich glaube nicht, dass ihr die Probleme künftig weniger bewusst sein werden.
      Und zu den Städten… nun ja, Verviers kann man leider echt nicht in dieser „Positivliste“ nennen (tut sie ja auch scheinbar nicht) – wobei sie mit Lüttich meiner Meinung nach Recht hat! Ist eine tolle und interessante Stadt, auch wenn es sicherlich einige Ecken gibt, die man insbesondere in der Dunkelheit meiden sollte. Also: Ist vielleicht nicht alles immer so schlecht, wie es manchmal dargestellt wird (auch siehe Stadt Eupen), aber bin froh, dass wir Politiker haben, die die Dinge, die nicht laufen, auch ansprechen und die an Lösungen arbeiten, anstatt immer nur zu meckern!

      • Sie lachen sich ja genau so ins Fäustchen wie die Jenny. Ja, nicht alles ist schlecht, aber doch vieles! Und Lüttich als tolle Stadt zu bezeichnen ist wohl etwas daneben gegriffen! Da sind Nachbarstädte wohl um einiges besser aufgestellt! Zumal in Richtung Sauberkeit. Fahren Sie mal nach Aachen oder Maastricht in ein xbeliebiges Parkhaus, und danach nach Lüttich! Ist von weiss nach schwarz! Nur ein Beispiel. Das ganze ist das Resultat von Jahrzehnte langer PS Herrschaft. Die Leute sind das schuld!

    • Rundumschlag, Gratulation.
      Wenn man sich die verantwortlichen Politiker an den jeweiligen Standorten anschaut, versteht man doch alles : Bütgenbach, ausser Krach und Krawall NICHTS; Eupen : unfähiger Bürgermeister und völlig unfähige Grüne in persona Niessen und Genten; Lüttich, Charleroi und Mons : homo corruptus.
      Noch Fragen, Kienzle?

  5. Vieles, hiervor geschrieben, bestätigt und bekräftigt meine „bohrenden Aussagen“ von schon seit langem!
    Was hier in Belgien läuft in der „Richtung“ das übertreibt alles andere in derselben womöglich sogar Europaweit!? Was mögen wohl die “ Granden“ welche Jahr für Jahr eingeladen werden, bzw zurück eingeladen, was mögen die sich wohl denken!? Mensch was ist das doch für ein reicher Staat der sich diesen Luxus leisten darf!? Wetten das die Frau Dreyer und die Frau Kraft das so sehen?
    Wann endlich wird da mal die Bremse angezogen? Man verlangt vom Volke sich der Decke nach zu strecken, jedoch selber erhöht man den Plafong noch immer mehr!

    Weniger ist viel mehr, als soviel!??!

  6. Ja mit dem rotenHahn auf den Augen sieht man eben nur das was man sehen will, vorallem wenn man von dort bezahlt wird.
    Es gibt positive Beispiele aus der wallonischen Region. Allerdings wird in diesen positiven Ecken vorwiegend deutsch gesprochen Zufall?! Alleine wenn ich über die Autobahnbrücke rüber nach Montzen fahre oder die 2KM nach Dolhain. Peinlich für uns wenn Besuch aus dem Ausland kommt. Alles total runterkommen!

  7. Den Hauptgrund hat Sie leider nicht erwähnt. Nur in der Wallonischen Region ist es so einfach einen hochdottierten politischen Posten einzuheimsen und je nach Parteizuge“hörigkeit“ so schnell an bezahlte Posten zu kommen.

  8. Scheinbar geht diese Frau, deren Partei sowie auch alle anderen Parteien nur „SCHLAFWANDELND“ durch den Wald….bei näherem Hinsehen müsste doch auffallen, dass die Wälder nur noch rein wirtschaftlicher Ausbeute dienlich sind….verstopfte Ablaufgräben, die nicht ausgehoben werden….Waldstrassen, ein Desaster für sich….Abholzungen in Übermenge, aber dürftige Neuanpflanzungen….total zerstörte Böden durch den Einsatz von riesigen Forstmaschinen…. reine Stangenfichtenwälder über grosse Distanzen….auch die Jagdgesetze bedürfen einer dringenden Erneuerung…Jahrhunderte alte Wanderwege werden nicht oder schlecht unterhalten….und so geht es weiter….

    • genau, Alfred: am Boden jede Menge Laub und alte Äste, alles modert vor sich hin, sodass ich schon Pilze beobachten konnte,an den Seitenstreifen der Waldwege haben Wildschweine ihr Unwesen getrieben und überall stehen Bäume rum.

    • Plünderung und Zerstörung

      Fred, es geht doch nur darum, zu plündern… Wir sehen uns regelmäßig im Wald, Sie und ich, und stellen jeden Tag fest, fester: Es wird nur geplündert und zerstört. Die hiesige Holzwirtschaft, die dicke Geschäfte mit China macht, interessiert sich nur für eines: $$$. Der Eupener Wald, bzw. der Wald von Petergensfeld bis zur Gebietsgrenze Hertogenwald, gleicht einem Schlachtfeld. Die grünen Schilder „Ruhezone fürs Wild“ sind für den Wanderer die größte Klatsche. Besonders wenn die Lichtungen, die dadurch vor dem bösen Wanderer geschützt werden sollen, so oft in regelrechte Schlammbecken umwandelt werden – Bobcats, Schwertransporter, und so, machen den Weg frei… In der Stadt ist Chaos und Desolation, im Wald inzwischen auch. Eupen, „du mieses Stück Sch…“ – um die PArole der lieben (Kotz) Claudia Roth zu Deutschland zu parodieren…

  9. Ja, die Wallonie hat viele Trümpfe. Sie versteht es nur nicht, sie national und international richtig auszuspielen.

    Ein kleines, aber signifikantes Beispiel: Das Collège Marie-Thérèse in Herve bot vor Jahren auch Deutsch als Wahlfach an. Die Kurse wurden dann irgendwann eingestellt. Grund: Mangelndes Interesse. Und das in einer Gegend, die an das deutschsprachige Gebiet grenzt und an einer wichtigen Verkehrsachse zu Deutschland, einem der bedeutendsten Handelspartner, liegt.

    Was die Wirtschaft anbelangt, ist die Lage durchwachsen. Einerseits Caterpillar, andereseits ein Unternehmen wie die Jost Group, die jetzt gerade Pläne zu seiner beachtlichen Ausdehnunng im Lütticher Hafen (übrigens, was viele nicht wissen, einer der größten (3.?) Binnenhäfen Europas) vorgestellt hat.

    Für jemand, der seit den siebziger Jahren in der Wallonie lebt, kann ich sagen, ich lebe gerne dort, und finde, als Deutschsprachige in Belgien haben wir alle Trümpfe in der Hand. Ein „deutschsprachiger Wallone“ bin ich allerdings immer noch nicht geworden und werde es auch nicht.

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