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USA gedenken der ersten Mondlandung vor 50 Jahren

19.07.2019, USA, Washington: Donald Trump (M), Präsident der USA, trifft Michael Collins (2.v.l) und Buzz Aldrin (2.v.r), beides Astronauten auf der Apollo 11, gemeinsam mit Mike Pence (3.v.l), Vizepräsident der USA, und Melania Trump (4.v.r), First Lady der USA, im Rahmen des 50. Jahrestages der Mondlandung. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

50 Jahre nach der ersten Landung des Menschen auf dem Mond am 20. Juli 1969 (US-Zeit) haben die US-Amerikaner vielerorts dem historischen Ereignis gedacht.

Am Samstag würdigte Vizepräsident Mike Pence im Kennedy Space Center in Florida den Erfolg der Apollo-11-Mission. „Der Mond war eine Entscheidung, eine amerikanische Entscheidung“, sagte er. „Und für einen kurzen Moment waren alle Völker der Erde wirklich eins.“

Pence bekräftigte US-Pläne für eine neue Mondmission namens Artemis, die bis 2024 erneut Menschen auf den Mond bringen soll. „Die nächsten Männer und die erste Frau auf dem Mond werden Amerikaner sein. Wir werden Wochen und Monate auf der Mondoberfläche verbringen“, kündigte er an. „Dieses Mal werden wir bleiben.“

USA, Cape Canaveral: Mike Pence, US-Vizepräsident, verweist auf den Apollo-11-Astronauten Buzz Aldrin (r) während einer Veranstaltung im Kennedy Space Center. Foto: John Raoux/AP/dpa

In Washington waren bereits seit Tagen Fotos und Videoaufnahmen der Apollo-Mission auf das knapp 170 Meter hohe Washington Monument projiziert worden, den Obelisken im Zentrum der Museumsmeile der Stadt. Zu tropischen Temperaturen fand das Spektakel seit Dienstag jeden Abend Tausende Besucher.

Das Luft- und Raumfahrtmuseum Smithsonian hatte zudem ein dreitägiges Festival ausgerufen. Raumfahrtfans hatten außerdem am Samstag zu einer Gedenkminute um 21.17 Uhr (MESZ) aufgerufen, dem Moment, zu dem das Landemodul mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin an Bord im Jahr 1969 auf dem Mond aufsetzte. Rund sechs Stunden später hatten die beiden dann als erste Menschen den Mond betreten.

30.04.1969, USA, Miami: Die Besatzung von „Apollo 11“, die Astronauten Neil Armstrong (l-r), Michael Collins und Edwin Aldrin. Foto: Nasa/epa/dpa

Am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump die beiden noch lebenden Astronauten der „Apollo 11“-Mission im Weißen Haus empfangen. Das Jubiläum am Samstag sei ein „großer Tag“ für die USA, sagte Trump bei dem Treffen mit Michael Collins (88) und Buzz Aldrin (89) im Oval Office. Der dritte Astronaut und erste Mensch auf dem Mond, Neil Armstrong, war 2012 gestorben. Sein Sohn und weitere Familienmitglieder waren bei dem Empfang im Weißen Haus dabei.

Die „New York Times“ würdigte das Ereignis in ihrer Wochenendausgabe mit fast zwei Dutzend Sonderseiten. Sie veröffentlichte unter anderem das originale Titelblatt vom Tag nach der Mondlandung und ein ausführliches Special über Edward Dwight Junior, einen afroamerikanischen Astronauten, der zwar für die Mondmission von der US-Raumfahrtbehörde Nasa trainiert wurde, aber letztlich nicht daran teilnehmen durfte. (dpa)

Zum Thema siehe auch SERIE „Vor 50 Jahren die erste Mondlandung“:

Vor 50 Jahren die erste Mondlandung: Der Wettlauf zum Mond – „Eine Schlacht im Kalten Krieg“ (1)

Vor 50 Jahren die erste Mondlandung: „Die Spannung im Kontrollzentrum war enorm“ (2)

Vor 50 Jahren die erste Mondlandung: Tagebuch einer Mondreise (3)

Vor 50 Jahren die erste Mondlandung: War der „große Schritt für die Menschheit“ überhaupt echt? (4)

50 Jahre nach Mondlandung: Wann fliegt der erste Mensch zum Mars? (5)

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