Politik

UBO-Register: Senator Miesen kritisiert wachsende Bürokratie für die Vereine

Gemeinschaftssenator Alexander Miesen (PFF-MR). Foto: Gerd Comouth

Jede VoG muss sich bis zum 30. September 2019 in das sogenannte UBO-Register eintragen. Für die überwiegend ehrenamtlich organisierte Vereinswelt in Ostbelgien bedeutet dies eine nicht unerhebliche Belastung.

In einer schriftlichen Frage an den zuständigen föderalen Minister Alexander de Croo (Open VLD) verweist Gemeinschaftssenator Alexander Miesen (PFF-MR) auf die wichtige Rolle, die Vereine und Vereinigungen in Ostbelgien spielen. Beinahe alle sportlichen und kulturellen Angebote seien auf Ehrenamtliche in den Vereinen angewiesen. Nicht zuletzt spiele das Ehrenamt auch eine wesentliche Rolle im sozialen Bereich.

„Steigt also der administrative Aufwand für eine VoG, belastet dies automatisch das Ehrenamt und gefährdet so die unverzichtbaren kulturellen, sportlichen und sozialen Angebote meiner Heimatregion“, so Miesen.

08.12.2018, Belgien, Brüssel: Alexander De Croo (Open VLD), Vize-Premierminister, verlässt eine Ministerratssitzung der Regierung und gibt ein Interview. Foto: Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa

Dass eine VoG einem gewissen Maß an Kontrolle unterliegen müsse, stehe nicht zur Diskussion. Allerdings solle dabei aus Sicht des Gemeinschaftssenators unterschieden werden, „ob es sich um eine VoG handelt, die beispielsweise ein Krankenhaus mit hunderten Angestellten und mehreren Millionen Euro Jahresumsatz trägt oder um eine VoG, die einen Fußballklub oder eine Karnevalsgesellschaft trägt“.

Die Eintragung in das UBO-Register knüpft an die Vorschriften für VoG an, die in den letzten Jahren von der föderalen Ebene erlassen wurden. Für die vielen ehrenamtlich organisierten Vereine in Ostbelgien ist die Eintragung in das UBO-Register daher ein weiterer Mosaikstein zur administrativen Belastung der Vereinsvorstände.

Senator Miesen stellte Minister De Croo angesichts dieses wachsenden administrativen Aufwands die Frage, wie er beabsichtige, die ehrenamtlich tätigen Personen in kleinen VoG zu entlasten. Des Weiteren warf Miesen die Frage auf, ob es nicht an der Zeit sei, einen Unterschied zwischen einer großen und einer kleinen VoG vorzunehmen. „Es kann nicht sein, dass die Bürokratie das Ehrenamt erdrückt, hier bedarf es eines Umdenkens“, so Miesen abschließend.

23 Antworten auf “UBO-Register: Senator Miesen kritisiert wachsende Bürokratie für die Vereine”

  1. Also ehrlich

    Also ich habe die Vorstandsmitglieder mit Geburtsdatum innerhalb von 5 Minuten eingetragen – die Seite gibt es für einmal auch auf deutscher Sprache.
    Hat super geklappt.
    Herr Miessen sind sie auch nicht ein Politiker, der Gesetze verabschiedet- also schauen sie eher danach das ein solches Gesetz erst gar nicht zur Abstimmung kommt, dann hätten die Vereine soll eine Mehrarbeit nicht.
    Die Politiker machen die Gesetze und nicht wir Ehrenamtlichen

  2. Ist das nicht ein „helles“ Kerlchen. Erst verabschiedet er jeden Mist mit, (ob Vog’s oder Unternehmen ist egal) die Bürokratie steigt von Jahr zu Jahr und dann jammert er auch noch darüber..
    Glaubt er denn echt Vereine und Ehrenamtliche würden im Rest des Landes keine wichtige Rolle spielen, neeeeiiiiinn, in OB ist das soooo wichtig….

  3. trreesche

    Das „helle“ Kerlchen ist selbst Vorsitzender einer VOG: .KG Treeschland V.o.G.Präsident Alexander Miesen. Er wird mit den Formalitäten bei seiner Vollzeittätikeit etwas überfordert sein Nee wat en Stress!

  4. Ourtaler

    Warum denn jetzt schon klagen Herr Miesen? Jetzt sollten Sie mal bei den Kollegen Erfindern solcher Kujonaden einschreiten! Sie suchen ja Arbeit, de Senat hat ja nur 8 Jahressitzungen, da bleibt ihnen genügend Zeit, oder etwa nicht? Hier helfen sie ja den kleinen Vereinen direkt! Immerhin mehr Salz in der Suppe wie letztes mal mit ihrer vielen Arbeit in der grossen Intervention um die deutsche Sprache.
    Es wäre schon gut wenn sie mal dem Senat die Frage stellten, ob der überhaupt noch so bestehen sollte. Der Club könnte von heut auf morgen gestrichen werden. Kostet den Steuerzahlern horrendes Geld, und total überflüssig!

  5. Guido Scholzen

    wir brauchen nicht mehr politik, sondern weniger politik.
    Als liberaler frage ich mich daher schon lange, was so ein typ wie miesen überhaupt in der PFF zu suchen hat. aber da die PFF seit jahr und tag immer mehr aus systemapparatschiks besteht wie alle anderen politischen bewegungen auch, bin ich zufrieden damit, seit 15 jahren kein mitglied mehr dieser pseudo-liberalen veranstaltung zu sein. miesen kriegt in der gemeinde büllingen nicht mals ne eigene liste fertig, obwohl man dies schon erwarten könnte.
    welches prädikat soll ich dem verpassen? bequemer hund oder faule s…
    dieser ‚liberale‘ typ könnte auch in SP oder CSP oder ProDG oder ECOLO oder oder sein.
    zugegeben, bei vivant würde er doch auffallen. aber da geht er auch nicht hin, denn dann hätte er keinen lukrativen anwesenheitsprämienlebensunterhalt, um sein privatleben zu finanzieren.
    ich will nicht über jeden politiker so harsch urteilen, nicht mals über grüne, aber hier ist das ende der fahnenstange langsam erreicht.

    • "mehr war nicht drin"

      @Guido Scholzen Vor den Wahlen hatte ich viele Diskussionen mit meiner Familie gehabt. Da sind auch auf dieses Thema A. Miesen gekommen. Ich habe gesagt dieses Kerlchen ist kein Liberaler. Ich habe einmal in einer Runde gesessen, da erzählte eine Liberale aus Schönberg „Ich habe nie von der Politik leben müssen und ich konnte aufhören, als ich keine Lust mehr hatte“ Die Gesichtsfarbe von Alex Miesen änderte sich schlagartig. Da merkt ich dieser Möchtegernpolitiker hat keine Substanz. Da steckt rein gar nichts dahinter. Es ist ja auch nicht verwunderlich. In seinem Leben hat Miesen noch nie wirklich gearbeitet oder war selbstständig. Die grösste Schweinerei von dem Jungen aus dem Treeschland war der Überlauf zur Liste Wirtz in Büllingen. Miesen und Stoffels (Berater von I. Weykmans) haben die kleine Opposition in Büllingen in Wohlgefallen aufgelöst. Da hatte der Berater von Weykmans (und Kinobetreiber) massive wirtschaftliche Interessen in Büllingen. Das Fass zum überlaufen brachte meine Kandidatur für die Liberalen. Miesen und Stoffels haben meine Kandidatur blockiert und plötzlich kandidierte die Tochter des Kinobetreibers für die DG. Ein Schelm, der dabei böses denkt. Seit Jahren blockiert Alexander Miesen die PFF in Büllingen. Neue und wirklich liberale Kräfte dürfen nicht aufkommen. Er stellt sich selbst als Sektionschef zur Verfügung. Danach passiert nichts. Hauptsache er behält irgendeinen Posten in der Politik. Dieser Einsatz für VOG’s ist nur Schein. Er möchte seinen Posten behalten. Die Menschen und die Vereine in der DG liegen diesem Vollzeitsenator nicht am Herzen. Welches Prädikat sollte man diesem Opportunisten verpassen: Intrigant, faul, undemokratisch ….. Die Liste ist unendlich lang.

    • Friedrich Meyer

      @Guido Scholzen – An sich lese ich gerne Ihre Beiträge, aber, wie schon an andere Forumteilnehmer gerichtet, möche ich auch hier bemerken:
      Das Lesen ist schon anstrengender, wenn die Regeln für Großschreibung Kleinschreibung nicht eingehalten werden.

    • Ich finde es normal, daß Ach… 180° von allen anderen kommentiert.
      Wenigstens eine Konstante in dieser chaotischen Welt. Die Interventionen der Katja sind jedoch so dick aufgetragen, daß niemand mehr glaubt, sie seien echt. Verspielt, so wie irgendwann die Tüte leer ist, Katjes… Se non e vero, e ben trovato.

    • @AchGott
      Liebe Schwester Katja, du nimmst mir förmlich die Worte aus dem Mund.
      Trotz seines 16-Stunden-Tages als Senator, schaut Herr Miesen auch schon mal über die Lehne seines weichen, purpurnen und gepolsterten Senatssessels in Brüssel zurück ins ländliche Ostbelgien, wo die „unverzichtbaren kulturellen, sportlichen und sozialen Angebote seiner Heimatregion stattfinden“.
      Er kämpft für die Entlastung der Ehrenamtlichen, da er aus eigener Erfahrung weiß, wie Arbeitsüberlastung einer menschlichen Seele schaden kann. Herr Miesen ist übrigens mein Lieblings-Kümmerer, vielleicht noch mehr als der Ihrige.
      Ich belasse es nämlich nicht, wie du, Katja, bei einem schlichten „Danke, Herr Miesen“, bei mir heißt das: tausend -und einsfachen Dank, Herr Senator!!
      Deine Schwester Theresa

  6. Holzheimer

    Früher war Politik auch gleich Ehrenamt, Herr Senator! Und heute? Fangen Sie also mal bei sich und ihrem Job an, und fragen sich:
    Was tue ich hier in Brüssel so als Senator? Und das 8 mal im Jahr? Bin ich nicht überflüssig hier?
    Was tut die Politik für das Ehrenamt? Wer hat da über all die Jahre, all die zigfachen Paragraphen rausgezaubert?
    Steuerämter waren sehr aktiv um Prüfungen zuhauf? Und Auflagen Stappelweise erfunden?
    Wissen Sie überhaupt was Ehrenamt ist, und bedeutet?
    Den ganzen Tag hart gearbeitet, an der Mauer, der Sägerei, an den Maschinen usw!
    Dann Abends schnell zur Versammlung, Training usw, und das Im Xfachen Takt in der Woche, Monat, Jahr!
    Morgens wieder um 5 raus, Kaffee trinken und Büschen zur Arbeit, fast 2 Stunden mal 2, hin und zurück!
    Verantwortung, Nachwuchsmangel, -förderung, Probleme links und rechts, Zeitmangel, Familie, Kinder, und so vieles mehr!
    Alles ömesös! Keine Sitzungsgelder! Abschiedsprämien, Zusatzrente usw!
    Super was!?
    Deswegen sagen die allermeisten sich: Nein danke! Und die anderen lachen sich ins Fäustchen! Spätestens nach der Blechordenverleihung!
    So ist es vielfach beim Ehrenamt!
    Herr Senator!

  7. Als aktives Mitglied in diversen Vereinen finde ich die Anmerkung von Herr Miesen sehr gut!
    Es ist schwer genug motivierte und engagierte Menschen zu finden die sich in den kleinen Vereinen investieren!
    Es geht um den Verein, der in den meisten Fällen sich um die Jugend kümmert und anders ein gesundes soziales Leben in unserer Gemeinschaft bewahrt…
    Hier soll eher unterstützt werden, als immer mehr verlangt werden im Administrativem…
    Außerdem handelt es sich bei dem neuen Gesetz nicht nur um die Registrierung die einem Bauchschmerzen macht, sondern auch um ein neues Statut als Verantwortlicher in einem Verein.

      • Guido Scholzen

        sorry, dass ich erst nun antworte, den kommentar hier hätte ich fast übersehen.
        also, beginn der 90er jahre war ich im vorstand der KG manderfeld als schriftführer.
        aber nur deswegen, weil kein anderer diesen job machen wollte. die bürokratie mit der ‚obrigkeit‘ (paragrafenbürokratie) erledigten andere. ich bin kein geborener bürokrat und bin als schriftführer auch nur bedingt zu gebrauchen. erst nach einigen jahren, als jemand anderer diesen vereinsposten überholen wollte, habe ich den abgegeben, und zwar sehr gerne.
        herr miesen hat selber mit nem verein zu tun, und nun will er die bürokratie runterschrauben. wenn er selber von negativen auswirkungen von politik betroffen ist, dann arbeitet er auch an bürokratievermeidung. auch hier arbeitet er nur für SICH. wäre er nicht in einem verein mit diesem problem, dann würde es ihn eventuell auch nicht kümmern.

  8. Truckerbill

    Es geht doch nicht mehr alleine um das EHRENAMT.
    Wir sollen mal bedenken was das Ehrenamt so alles leistet.
    Kultur, Sport, Tourismus….. jedoch jeder der mal versucht hat eine Veranstalltung organisieren will , wird schnell von der Bürokratie erschlagen.

    Dann gibt es VOG S a la Oxfam, Rotes Kreuz, Josephine Koch………., die für meine Begriffe eigentlich Unternehmen sind. Sie verfügen über Autos, Häuser usw.
    Dass solche VOG seiner Kontrolle unterliegen mûssen , versteht sich von selst da doch Unsummen von Geldern mit im Spiel sind.

    Leider macht das Gesetz keinen unterschied ob nun nur 3Kegelbûder den Verein „Gut Schluck“ als Vog anmelden die einmal im Jahr ne Veranstalltung organsiert die gerade mal 1000€ in die Kasse spielt oder die oben genannten grossen.

    Zudem ist der ganze Verwaltungsaufwand nun digitalisiert, so kônnen die Leute vom Gut schluck dann nicht einfach der verpflichtung der Buchführung so nachkommen dass sie eine Kopie der ein und Ausgaben einfach an die Behörde schicken.
    Nein, dies muss alles Online geschehen.

    Hinter diesem gesamten steckt nur der Jontrollwahn der mächtigen.
    Ich kenne einige die wegen des Aufwandes , die beibehaltung als VOG in Frage stellen.
    Da die 3 Freunde des gut Schluck auch ohne VOG und viel Bürokratie ihrem HOBBY NACHGEHEN KÔNNNEN

    • Das Rote kreuz IST ein Unternhemen wie jedes andere, das sich um „kunden“ bemühen muß. Es tut rein gar nichts aus Nächstenliebe. Eher nicht, würde ich sagen, da der Import den hiiesigen Nächsten schadet.

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