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Transportbetrieb Jost Group im Visier der Steuerfahnder: Haftbefehl gegen drei Personen erlassen

Jost Group unterhält 1.300 Lkws. Foto: Twitter - Renault Trucks

Das ostbelgische Transport- und Logistik-Unternehmen Jost Group mit seinem Hauptsitz im luxemburgischen Weiswampach steht im Verdacht, Sozialbetrug in großem Stil in Belgien begangen zu haben. Inzwischen wurde sogar Haftbefehl gegen vier Personen erlassen.

Unter den Festgenommenen befindet sich Medienberichten zufolge auch der Chef des Unternehmens, Roland Jost. Er sitzt im Gefängnis von Marche-en-Famenne ein. Am Freitag wurde der Haftbefehl gegen Roland Jost durch die Ratskammer bestätigt.

Jost werden unter anderem Menschenhandel, Betrug, Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Am Montagmorgen waren in mehreren Filialen des Betriebes Hausdurchsuchungen durchgeführt worden. Die Föderale Staatsanwaltschaft verdächtigt die Jost Group, zwischen 2014 und 2016 Beiträge zur Sozialversicherung in Millionenhöhe hinterzogen zu haben.

Jost soll Scheingesellschaften in Rumänien und der Slowakei gegründet haben, um Lkw-Fahrer aus diesen Ländern in Belgien arbeiten zu lassen, ohne einen Beitrag zur Sozialsicherheit leisten zu müssen, so der Verdacht.

In Luxemburg soll die Transportgruppe ein ähnliches Geschäftsmodell aufgebaut haben, berichtete der BRF. Der Umfang des Sozialbetrugs werde auf 55 Millionen Euro geschätzt.

Die gerichtlichen Untersuchungen finden nach Informationen der Rundfunksender RTBF und VRT hauptsächlich in der Wallonie statt, wo Jost mehrere Niederlassungen unterhält.

In der Region wurden angeblich die Standorte in Herstal, Bierset und Herve von der Polizei kontrolliert.

Mehr als 30 Beamte seien an der Aktion beteiligt gewesen, hieß es. Sie hätten dabei sogar mehrere rumänische Fahrer geweckt, die vor dem Unternehmen in ihren Lkw mit rumänischem Kennzeichen geschlafen hätten. Das sage viel über die Arbeitsumstände der Trucker aus, so die Staatsanwaltschaft.

„Das vorläufige Ermittlungsergebnis zeigt, dass diese Leute vier bis sechs Wochen am Stück fahren und häufig in ihrem Lkw verbleiben mussten und sie es nicht immer so genau mit den Ruhezeiten nahmen“, wurde der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eric Van der Sypt, vom VRT-Portal flanderninfo.be zitiert.

Jost Group: „Zu Unrecht verdächtigt“

Wie die Staatsanwaltschaft annimmt, verstoße das Unternehmen gegen die Rechte der Fahrer, weil diese zwar in Belgien arbeiteten, aber nicht unter das belgische Sozialversicherungssystem fielen.

„Man richtet in der Tat Briefkastenfirmen und Firmen im Ausland, vor allem in Rumänien, ein. Man tut so, als würden die rumänischen Arbeitnehmer für das rumänische Unternehmen fahren, obwohl de facto alles von Belgien aus organisiert wird“, führte Eric Van der Sypt aus. Letztes Jahr soll das Transportunternehmen 1.100 Arbeiter auf diese Weise beschäftigt haben.

Ein Lkw-Fahrer während der Fahrt: Mit den Ruhezeiten nahm man es nicht so genau. Foto: Shutterstock

Auch in Niederlassungen des Unternehmens in Flandern sowie in Rumänien, der Slowakei und in Luxemburg würden die Räumlichkeiten durchsucht.

Die Jost Group, deren Lkws man auf Autobahnen in ganz Europa antrifft, beschäftigt aktuell 2.300 Personen in Belgien, von denen 1.800 Fahrer sind. Das Unternehmen besitzt 1.300 Lkws. Jost Group verzeichnet einen Jahresumsatz von 270 Millionen Euro.

Das Unternehmen reagierte am Montag auf seiner Website und kündigte eine umfassende Zusammenarbeit mit den Behörden an.

„An all unseren Standorten finden derzeit Kontrollen statt. Wir werden zu Unrecht des Sozialbetruges verdächtigt, wie viele andere Transportunternehmen vor uns, in Belgien und Luxembourg. Wir sind auf allen Ebenen vollkommen in Ordnung. Es handelt sich daher um eine umfassende Zusammenarbeit mit den Behörden. Die Arbeit wird unverändert ausgeführt und der Kundenservice ist zu 100% garantiert“, hieß es auf www.jostgroup.com wörtlich. (vrt/brf/ge.net/flanderninfo.be)

  1. Ostbelgien Direkt

    AKTUALISIERUNG – Das Unternehmen reagierte am Montag auf seiner Website und kündigte eine umfassende Zusammenarbeit mit den Behörden an. „An all unseren Standorten finden derzeit Kontrollen statt. Wir werden zu Unrecht des Sozialbetruges verdächtigt, wie viele andere Transportunternehmen vor uns, in Belgien und Luxembourg. Wir sind auf allen Ebenen vollkommen in Ordnung. Es handelt sich daher um eine umfassende Zusammenarbeit mit den Behörden. Die Arbeit wird unverändert ausgeführt und der Kundenservice ist zu 100% garantiert“, hieß es auf http://www.jostgroup.com wörtlich.

    • R.A. Punzel

      Alles klar. Da hat wieder „jemand“ auf der unteren buchhalterischen Ebene wohl geschlampt. Die delegierende Führungsebene wurde nicht informiert. Tja, kann schon mal passieren, sollte aber nicht. Acht bis zehn Jahre Knast würde denen „da oben“ mal gut tun.

      • Ist mein Kommentar nicht genehm?

        Ich hatte geschrieben:

        Das ist schön, dass Sie Ihr Urteil schon gesprochen haben.

        Ich meinerseits möchte mich nur mal ganz allgemein äussern. Wenn Sie häufig auf der Autobahn Lüttich-Aachen-Köln unterwegs sind, dann kennen Sie die üblichen Speditionen und wundern sich jedesmal, wenn eine der grossen (also deren Namen oft lesen) aus Eupen oder Frankreich dabei ist, denn Sie fragen sich, wie die das wohl machen, mit wahnsinnigen Sozialabgaben und auch mehrfach höheren Stundenlöhnen (Kosten des Fahrers insgesamt doch wohl allermindestens um 20€ pro Stunde, damit er dann wenigstens 10 oder 11 brutto bekommen kann), gegenüber der Konkurrenz aus Osteuropa (Litauen, Estland…), wo der Fahrer ca. 2€ die Stunde verdient und wohl auch keine nennenswerten Sozialabgaben abgeführt werden müssen.

        Von wem bekommen die mit den deutschen oder französischen Namen auf den Planen wohl noch ihre Aufträge, frage ich mich regelmässig, und wenn ich dann einen Artikel wie den hier lese, denke ich in der Kategorie „Notwehr“, wenn denn was dran sein sollte; der Vorwurf von osteuropäischen „Scheinfirmen“ begründet sich wohl auf dem Verdacht, die Geschäftsführung von osteuropäischen Einraumgesellschaften sei tatsächlich von Eupener Schreibtischen aus erfolgt – warum ziehen die einstweilen nicht mit der ganzen Bagage um und halten so ihr Business in trockenen Tüchern, wäre meine nächste Frage.

        Ehrlich wäre es, behördlicherseits klipp und klar zu sagen, wir stellen die EU über alles und möchten, dass das westeuropäische Transportgewerbe abgewickelt wird. Punkt. Oder aber, man drückt beide Augen zu, wohlwissend, auf welchen Wegen westeuropäische Speditionen ihr einstweiliges Überleben sichern, bis dann der automatisch fahrende Lkw kommt und für alle gleich viel kostet, statt dass die Westler weiter zehnfache Personalkosten stemmen müssen.

        Dass das alles so, wie’s uns derzeit offiziell dargestellt wird, nicht gehen KANN, müsste dagegen einem Schulkind in der zweiten oder dritten Klasse bewusst sein.

        Passt das nicht? Wir wissen’s doch alle: Arbeit ist in Belgien viel zu teuer, schon Kleinsteinkommen werden totbesteuert (sodass Arbeitgeber, um gutes, gutausgebildetes Personal zu bekommen, dem sehr hohe Gehälter zahlen müssen, die dann über unmässige Preise beim Kunden wieder hereingeholt werden müssen), von den Sozialabgaben gar nicht zu reden, während andererseits Milliardäre, die von ihren Beteiligungen leben, ins Steuerparadies Belgien flüchten – diese Unwucht ist offenbar politisch gewollt.

        Ist ja auch alles gut und schön, solange es letztlich nur die belgischen Verbraucher (von überteuerten Waren oder unbezahlbaren Dienstleistungen) trifft, aber international lässt sich so nicht konkurrieren.

        Und warum wollten die Engländer mehrheitlich aus der EU raus? Weil sie Angst um ihre Löhne hatten (polnische Handwerker; derzeit geht’s ja dann auch genau darum, dass wenigstens die Polen = EU-Bürger, die schon in England sind, trotz aller Anfeindungen dort bleiben dürfen). Kontinentaleuropa schottet sich derzeit noch nicht vorm Osten ab, und somit werden dann auf den Strassen der gesamten EU nichtmal polnische, sondern litauische Löhne gezahlt.

        Das sind eben die Auswüchse der EU, und so haben eben immer mehr Menschen von ihr die Schnauze voll und wollen wieder raus. Darf man das bei Ostbelgien Direkt nicht sagen?

        • Aber doch! ist Ihr Kommentar genehm! Und zwar sehr!
          Hinter alledem steckt die allpräsente und schlaue, sowie „Möchtegerne Politik“!
          In der E U noch einige Nummern grösser als in Belgien, etwas mehr noch in der Wallonie, und noch etwas mehr in der DG! Das sowas erst nach langer Zeit aufgedeckt wird, wundert doch keinen mehr.
          Bei den heutigen regelrecht über bordenden Instanzen und Behörden die wie Pilze aus dem Boden spriessen, besonders seitens der Politik selber gesät werden.
          Überall und immer mehr werden Schubladen aufgemacht um Posten zu erfinden! Für sich selber, für Parteimitglieder, Plakatkleber und Sympathisanten!
          Wo will, wo kann, wo will man das alles kontrollieren!? Wo man schon von vorn herein weiss, dass fällt nicht so schnell auf, das dumme Volk, die Steuerzahler, die finden das nie!
          So, damit ist das allermeiste schon mal geklärt!
          Womit wurden wir nicht alles bombardiert die letzte Zeit? Mit all den Skandalen in den sogenannten“tollen, rentablen, wichtigen, sehr nötigen : Schubladen, Interkommunalen, Parastatalen, Unterfirmen und Schlupflöchern!?
          Da wo sich die Erfinder und obige genannten sich die Taschen voll machen auf unsere Kosten.
          Nur, und das ist das schlimmste: bis heute kam noch kein einziger für solches hinter Gittern! Im Gegenteil! Alles wird jetzt wieder in die Länge gezogen, bis keiner mehr was weiss vom anderen. So wie schon immer!

    • KERSTGES ANGELA

      @ OD, was Sie !! da veröffentlichen, lässt mir ein „Na und“ entlocken, soll Transport Jost, der fast einzige Transportunternehmer sein, der Solches handhabt ! ?

      • noergeler

        Er ist nicht der einzige. Jost ist ein relativ junger Betrieb und ist eine ernste Konkurenz der alten Gesellschaften.Er ist das sogenannte Bauernopfer. Schaut euch mal in Eupen in der Industriezone an der Herbesthaler Strasse um. Ganz oben in der hintersten Ecke ist ein Gelände wo nur Lkws aus dem Osten Europas parken, deren Fahrer sich mit Gaskocher bei Wind und Wetter das Essen Zubereiten.

  2. Pensionierter Bauer

    Eigentlich ist es an der Zeit, dass man das Problem mit den kleinen Gelb Schwarzen Nummernschilder mal konsequent anpackt. Diese stören vielen kleinen Leuten beim Anblick der europäischen Einigung.

      • Pensionierter Bauer

        Das stimmt Edig, aber so wie man sagt; kann man große Kriminalität damit bekämpfen indem man Bagateldelikte rigoros ahndet. Mit den Nummernschildern beginnt der Betrug am eigenen Staat, von dem sich gerne Unterstützung sichert.

  3. Ich erinnere mich, dass vor einiger Zeit ein zweiseitiges Interview mit Roland Jost im Grenz-Echo zu lesen war. Dort sagte er u.a. sinngemäß dem Reporter: „Ich könnte morgen hundert Fahrer einstellen“. Als ich das las dachte ich spontan : Wenn du die Fahrer dementsprechend bezahlen würdest, wäre es kein Problem diese Anzahl an Fahrern zu bekommen. Ein Schelm der Böses dabei denkt!
    Und jetzt ist die Jost Group im „Visier der Steuerfahnder“. Och, nee! Zählt Herr Roland denn nicht einen Juristen und ehemaligen Rechtsanwalt zu seinen Freunden, bzw Beratern? Und jetzt so was?
    Das kann doch alles nur ein Missverständnis sein, nicht wahr? Mein Gott, diese böse Steuerfahndung…….

    • Tja…. wer diese beiden Herren kennt,kann sich an zwei Finger ausrechnen ,wie dieser Fall ausgehen wird…… Freispruch. Genau wie 2013 vor dem Antwerpener Gericht wegen Steuerhinterziehung…… Da sieht man wieder die Wurmstich Justiz in Belgien.
      Luxemburg,Rumänien und Tschechien….. mal gespannt wie die die Sache dort wirklich aussieht.

    • JOST konnten den Rachen noch nie voll genug zu kriegen. In Rumänien leute ausbeuten und dann auf der Formel 1 den ganzen Paddock reservieren inklusive Catering. Wetten das er wieder wegkommt. Gibt ja einige gute Anwälte in seinem Umfeld.

    • Pensionierter Bauer

      Nachdem ich im GE das Interview mit Roland Jost gelesen hatte, dachte ich der Jost gehört zu recht zu den reichsten Familien Belgiens. Aber der eben in den RTBF Nachrichten gesendete Bericht hat meine Meinung über den Herrn Roland Jost um 180Grad drehen lassen. Wenn dem so ist, dann lebt hier unter uns Ostbelgier ein Ausbeuter, Betrüger und Menschenhändler der übelsten Sorte.

        • Pensionierter Bauer

          Wenn dem so ist, ja dann trage ich dick auf. Auch weil ich verschiedene Transportunternehmer kenne die hier mit allem in Ordnung waren und ihr Geschäft nicht mehr halten konnten, der unlauteren Konkurenz wegen, die von Freunden des ungezügelten Kapitalismus prktiziert wird. Ich erinnere mich gerade an ein Interview mit dem Ex Unternehmer Fraipont aus Eupen im GE.

  4. Joachim Wahl

    Falls alles korrekt gelaufen ist, wird der Vorwurf zerstreut. Allerdings findet man im Grenzraum zu D’land genügend Fahrzeuge, welche mit fremdländischem Kennzeichen laufen. Der Wohnsitz der Fahrzeughalter befindet sich nachweislich auf belgischem Hoheitsgebiet. Hier pennen sowohl die Kommunen, wie auch der Zoll.

    • Alemannia4ever

      Ja, die vermeintlich Kleinen, die ihren Porsche Turbo und BMW X5/6 lieber kostensparend in Deutschland als in Belgien anmelden sollte man auch mal unter die Lupe nehmen.

  5. Ostbelgien Direkt

    2. AKTUALISIERUNG – Mehr als 30 Beamte seien an der Aktion beteiligt gewesen, hieß es. Sie hätten dabei sogar mehrere rumänische Fahrer geweckt, die vor dem Unternehmen in ihren Lkw mit rumänischem Kennzeichen geschlafen hätten. Das sage viel über die Arbeitsumstände der Trucker aus, so die Staatsanwaltschaft.

    „Das vorläufige Ermittlungsergebnis zeigt, dass diese Leute vier bis sechs Wochen am Stück fahren und häufig in ihren Lkw verbleiben und dass sie es nicht immer so eng mit den Ruhezeiten nehmen“, wurde der Sprecher der Staatsanwalschaft, Eric Van der Sypt, vom VRT-Portal flanderninfo.be zitiert.

    Wie die Staatsanwaltschaft annimmt, verstoße das Unternehmen gegen die Rechte der Fahrer, weil diese zwar in Belgien arbeiteten, aber nicht unter das belgische Sozialversicherungssystem fielen. „Man richtet in der Tat Briefkastenfirmen und Firmen im Ausland, vor allem in Rumänien, ein. Man tut so, als würden die rumänischen Arbeitnehmer für das rumänische Unternehmen fahren, obwohl de facto alles von Belgien aus organisiert wird“, führte Eric Van der Sypt aus. Letztes Jahr soll das Transportunternehmen 1.100 Arbeiter auf diese Weise beschäftigt haben.

  6. Disponent seit 15 Jahren

    Fakt ist:
    – Kein Transportunternehmen in Westeuropa findet hier noch genügend Fahrer (dies hat nichts mit Bezahlung, sondern mit dem respektlosen Umgang, auf der Strasse und bei den Kunden gegenüber dem Fahrpersonal, und der Schwierigkeit sich ein gut funktionierenfes Familienleben aufzubauen, zu tun).
    – Die Konkurrenz aus Osteuropa ist so gross geworden und bietet ihre Dienste zu Dumping-Preisen an, sodass den hiesigen Unternehmern nichts anderes übrig bleibt als selbst auch Osteuropäer zu beschäftigen. Ansonsten würden hier noch viele Disponenten, Fahrer, Verwaltungsangestellte, etc. arbeitslos sein!
    -Die EU hat es von Anfang an (seit Osterweiterung 1. Mai 2004) versäumt, klare Regeln festzulegen und vor allem die aufgestellten Regeln rigoros zu kontrollieren und ahnden. Viele Osteuropäer haben Ihren Fuhrpark ihren Fuhr seit 2004 verzehnfacht und mehr, während hier zahlreiche kleine Unternehmer nicht mehr mitziehen konnten (siehe Mommer Henri Chapelle, Emonds Welkenraedt,…)
    -…
    An alle die hier nur 1 Seite dieser Geschichte kennen, bitte zuerst informieren und dann schreiben!
    Ich nehme die Firma Jost hier nicht in Schutz, sondern möchte einfach auf Einiges aufmerksam machen und die Leute ein bisschen mehr zum Nachdenken anregen!
    Viele haben gar keine Ahnung unter welchem Druck im Transportsektor gearbeitet!

    • EU-Kritiker

      „-Die EU hat es von Anfang an (seit Osterweiterung 1. Mai 2004) versäumt, klare Regeln festzulegen und vor allem die aufgestellten Regeln rigoros zu kontrollieren und ahnden.

      Genau so ist es, Disponent! U.a. wegen solchen Gegebenheiten mag ich diese EU-dioten nicht.
      Anstatt sich eines Problems, wie etwa diesem anzunehmen und zu lösen, welches Sie vollkommen zurecht anprangern, tun diese Lakeien in Brüssel nichts anderes als die Bürger mit ihrer unsinnigen Regulierungswut zu schikanieren ( vom Glühbirnenverbot, KW-Stärke von Staubsaugern bis zu den Krümmungsgraden der Gurken). Wie gesagt, das Problem der Beschäftigung osteuropäischer Arbeitskräfte im Verbund mit unlauterem Wettbewerb, welcher zum Nachteil der hiesigen korrekt handelnden Unternehmer gereicht, rigoros anzugehen, dazu sind diese zahnlosen Tiger in Brüssel nicht in der Lage, bzw. wollen es erst gar nicht lösen

    • @ Disponent

      Fakt ist:
      – Es sind die Transportunternehmer die mit ihren Fahrern respektlos umgehen. Wer ständig gezwungen ist gegen Gesetze zu verstoßen, Stichwort Lenk und Ruhezeiten, und mit dem Risiko lebt auf eine „schwarze Liste“ zu kommen wenn er sich nicht an die Anweisungen hält, hat wenig Lust sich dem Betrieb anzuschließen.
      – Es ist nicht die Konkurrenz aus Osteuropa sondern hiesige Unternehmer die „Ausflaggen“ um Steuern und Sozialabgaben zu sparen. Ostblockkennzeichen und auf der Plane steht Schenker, Betz oder Jost.
      – Die Regeln gibt es aber, und da gebe ich Ihnen Recht, sie werden zu wenig kontrolliert und Verstöße zu wenig geahndet. Die „kleinen Unternehmer“ verschwinden nicht einfach, sie werden von den Großen entweder aufgekauft oder in den Ruin getrieben. Es ist ein ruinöser Wettbewerb, angefacht von den Logistikkonzernen und ihren Netzwerken.
      Viele haben gar keine Ahnung unter welchem Druck im Transportsektor gearbeitet!
      Stimmt, aber von wem geht der Druck aus? Von Logistikkonzernen die Bernd und Jacques gefeuert haben weil die mit ihren „mitteleuropäischen Tarifverträgen“ zu teuer geworden sind, und dafür Pavel und Boris engagiert haben weil die doppelt so lange fahren und das zum halben Preis.

      • Reflexion

        Alles richtig meine Herren,

        Wenn wir uns bitte einmal zurückversetzen in der Zeit wo Länder wie SL in die EU aufgenommen wurden galt in Brussel das Berufsparten mit niedriger Wissens.vorraussetzung wie z.B. in der Logistikbranche, bewusst diesen Lãndern als Eintritt zum gemeinsamen Markt zugesprochen wurde. Man war sich darüber im klaren das hiesige Staaten diesen und andere Wirtschaftszweige abzutreten hatten.

        • Man war sich darüber im klaren das hiesige Staaten diesen und andere Wirtschaftszweige abzutreten hatten.

          @ Reflexion

          Wir haben diesen Wirtschaftszweig aber nicht abgetreten sondern aufgekauft.

  7. Die Ausführungen von Disponent sind absolut treffend. Es gibt immer 2 Seiten bei einer Medaille. Der Druck in der Branche ist groß. Was ist falsch daran die gesetzlich erlaubten Spielräume auszunutzen. Man muss dieses tun um wettbewerbsfähig zu bleiben. Alle wollen niedrigste Preise. Kein Verbraucher beschwert sich wenn ein Produkt günstig oder billig zu kaufen ist. Und da fängt es ja an. Mit billigen Preisen kann Kunden erreichen. Billige Preise kann der Handel nur darstellen wenn alle Stufen in der „Wertschöpfungskette“ günstigst sind. Dazu gehören nicht nur die Transporte, dazu gehören Produktion, Handel etc.. Nur wer seine Gewerk günstigst organisiert und strukturiert hat, hat unter den jetzigen Erwartungen eine echte Überlebenschance. Da wird Kreativität verlangt. Wenn diese Kreativität im Bereich des Legitimen bleibt, kann man keinem einen Vorwurf machen. Anders ist es wenn die Kreativität abgleitet ins Illegale.

    • „Anders ist es wenn die Kreativität abgleitet ins Illegale.“

      Schön ausgedrückt, Noenner. Wobei die „ins Illegale abgleitende Kreativität“ doch eine „reizvolle“ Komponente, da finanziell erfolgreiche „Alternative“ darstellt, oder?

    • @ Noenner

      Die Beschreibung von Disponent ist schon desshalb unzutreffend weil es unsere Spediteure sind die „Ausflaggen“ und damit den ruinösen Wettbewerb angezettelt haben, Den „Preiskrieg“ haben Betz Jost & Co angefangen.

  8. Trapatoni

    War nicht ein Politiker aus Kelmis in der EU um Transportgeschichten zu regeln ?
    Was hat diese Person die ganzen Jahre in Brüssel und Strasburg gemacht ?
    Fragen über Fragen,keine Leistung und keine Antworten !

    • Réalité

      Der hatte Flasche lär, Giovani Edi! Genau wie viele andere! Jetzt kümmert sich das Volk mal was drum. Vorher liess man die gewähren, jetzt ist das passé! Richtig so, mit den dicken Salärs müssen die liefern, Sonst war’s das. Deren glorreiche Zeiten sind vorbei! Das Volk ist es satt die immer noch durch zu füttern, und es bewegt sich nichts. Im Gegenteil, immer mehr Steuern und Schulden!

    • @ Trapatoni

      Inzwischen scheint das Ganze ja, wie das Grenz Echo heute meldet, noch andere Dimensionen anznehmen.
      Zitat:
      Dem Chef des Transport- und Logistikunternehmens Jost Group mit Sitz im luxemburgischen Weiswampach wird unter anderem Menschenhandel, Betrug, Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Laut belga-Informationen ist neben Roland Jost außerdem gegen zwei weitere Personen Haftbefehl erlassen worden.

  9. Naja wer die Chefs dort kennt wundert sich nicht.
    Für die Verteidiger hier : Menschenausbeutung und genau darum geht läßt sich durch nichts entschuldigen.
    Die aus der belgischen Eifel kommenden Bosse können nie genug haben.

  10. Es reicht!

    Bei uns fährt doch fast jeder Selbstständige mit einer Luxuskarosse nebst Luxemburgischen KFZ Zeichen durch die Gegend. Die Firmen haben meist zwei Sitze einen in Belgien und einen in Luxemburg. Jedoch gibte es zwei Möglichkeiten entweder ist alles egal dann muss die Steuerungerechtigkeit von unseren unfähigen Politikern endlch angepackt werden oder die Machenschaften könnten ilegal sein dann ist es höchste Zeit das die Beamten aktiv werden? Komischerweise ist ja genug Personal vorhanden den kleinen Mann mit Blitzattacken das Geld aus der Tasche zu ziehen? Man darf jedoch bei allem nicht vergessen das die JOST GROUP einer der grössten Arbeitgeber ist und somit vielen ihr täglich Brot garantiert.

  11. Ein Känguru geht um in Europa. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetztjagd gegen das Känguru verbündet, (-).
    Wo ist die Oppositionspartei, die nicht von ihren regierenden Gegnern als Asozialisten verschrien worden wäre, wo die Oppositionspartei, die den fortgeschritteneren Oppositionsleuten sowohl wie ihren reaktionären Gegnern den brandmarkenden Vorwurf des Asozialismus nicht zurückgeschleudert hätte?
    Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor.
    Das Känguru wird bereits von allen europäischen Mächten als eine Macht anerkannt.
    Es ist hohe Zeit, dass das Känguru seine Anschauungsweise, seine Zwecke, seine Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegt und dem Märchen vom Asozialismus ein Manifest des Kängurus entgegenstellt.
    -aus „Das Känguru-Manifest“ von Marc-Uwe Kling

  12. Na, was meint Ihr denn, wie viele von den so genannten Consulting Firmen da oben „Am Hock“ vor Angst mit den Knien geschlottert haben ?
    Die ganzen St Vither die die „Hocken“ mit den dicken Lux. Karren.

    • zinkejupp

      Die Haasen werden die Ohren anlegen, vorsichtig sein, registrieren wie es einem gehen kann der etwas macht ( und sie machen viel) und, ihr werdet es sehen , sie werden die Unternehmen von ihrem Freund Roland übernehmen.

        • An die „Geschmackspolizei“,

          Irgendwie beschleicht mich das Gefühl das einige diesen Sender nur einschlaten um all ihre Vorurteile bestätigt zu bekommen. Die können doch senden was sie wollen, jedem können sie es ohnehin nicht recht machen. Wenn ich den Sender, die Leute, die aufdringliche Wrnung nicht mag schalte ich einfach nicht ein. Noch werden wir nicht gezwungen staatsnahes Radio zu hören. Es gibt Alternativen.

  13. Jeder sollte da seine sozialen Lasten wo er auch arbeitet. So sollte es doch sein, oder etwa nicht?
    AUSSER, die EU-Angestellten. Die laufen über Luxemburg, arbeiten aber in Brüssel oder Strassburg.

  14. Unabhängig von der Frage der persönlichen Schuld, das kann nur die Justitz ermitteln, ist es höchste Zeit der Ausbeutung der Osteuropäischen LKW Fahrer ein Ende zu setzen. Ein LKW transportiert oft Waren im Wert von mehreren 100.000 €/Monat, da muss es möglich sein die Fahrer anständig zu bezahlen! Umgerechnet auf den Ladenpreis macht sich das doch kaum bemerkbar. Hier ist die Politik gefordert!

  15. War noch nicht in U-Haft.

    Wie ist das, wenn man in U-Haft sitzt: kann man seine Zelle auch individuell einrichten?
    Z.B. mit persönlichen Sachen wie erhaltene Preise,( Pokale , Zertifikate usw) ?

      • el verde 2

        Stimmt. Zusätzlich wurde 2014 von Mathieu Grosch (1994-2014: Member of the European Parliament, Member of the EPP bureau) ein Antrag eingereicht, der es Fernfahrern erlauben sollte bis zu 3 (drei!) Kuscheltiere in ihrer Gefängniszellen zu halten. Dem Antrag wurde allerdings nicht stattgegeben da er am Veto der Europagruppe Grüne scheiterte, die dadurch den Tierschutz ausgehöhlt sah.
        [Zusatz MG zu Eu-Richtlinien U-Haft in europ. Ländern §397 Absatz 032 Handhabe v. Kuscheltieren].

  16. Bitte nachforschen, es kommt Interessantes raus:
    – Wer war in 2004 Vorsitzender der Transportunternehmer in Belgien?
    – Wer hat in diesen Jahren die belgische Transportunternehmer Scheinadressen , Briefkastenfirmen in den Ostblockländer vermittelt ( Vater war Vorsitzender des Transportunternehmer Verbandes )?
    – Welcher Politiker war damals in der EU für den Transport zuständig?

    Alles Politiker aus der DG die sich im DG Parlament nicht „grün“ waren aber international Abgezockt haben.

  17. „Jeder sollte da seine sozialen Lasten wo er auch arbeitet. So sollte es doch sein, oder etwa nicht?“

    Klingt logisch. Ist auch einfach zu handhaben bei vielen „sesshaften“ Berufen.

    Ist aber nicht so evident im Transportsektor.
    Konstruiertes, aber durchaus realistisches Beispiel: Eine Logistikfirma aus Belgien, Gesellschaftssitz nach Luxemburg verlegt, besitzt eine Filiale in Rumänien. Der Fahrer, ein Slowake, fährt mit dem in Rumänien angemeldeten Lkw und einem in Finnland regristierten Auflieger nach Rotterdam, um dort einen Container mit Waren aus China zu laden, die er dann nach München transportiert. Dort übernimmt er einen polnischen Auflieger mit Waren für Kopenhagen…

    Quizfrage: Wo arbeitet der Fahrer, und welches Land ist für die Sozialgesetzgebung und sonstige Vorschriften zuständig?

    Denn das Problem ist noch viel schlimmer: Technische Kontrolle der Fahrzeuge? Es lief mal ein Beitrag im Fernsehen, dem zufolge viele dieser „rumänischen“ Lkws ihr „Mutterland“ nie zu sehen bekommen. Eine technische Überwachung findet schlicht und ergreifend nicht statt, das nötige Zertifikat wird per Bakschisch aus der Ferne erworben…

    • Wenn ein LKW Fahrer in Polen angestellt ist darf er seine Lieferung (in D oder anderswo) zustellen und einen Rücktransport auf dem Heimweg machen. So ähnlich (mit % Arbeitstagen) ist das auch in anderen Berufen geregelt.

  18. Hallo,
    wieso veröffentlichen die Medien nicht die Namen der anderen Personen, die eingebuchtet worden sind ? Man liest immer nur R. Jost? Kann hier jemand mal aufklären ?
    Danke

  19. Komisch, dass alle immer so „verwundert“ tun wenn solche Sachen auffliegen! Lässt mich irgendwie an Panama und Luxembourg denken, da wurde ja sogar noch der Wistleblower eigesperrt und kämpft immer noch für seine Freiheit! Glücklicherweise greift unsere Polizei, auch hier in der Eifel, mal durch und kontrolliert alles was kontrolliert werden kann! Die Steuerfahndung hat anscheinend auch mal Personal aufgestockt und spezielle Dienste befassen sich jetzt mit diesen Firmen, die so gross sind, dass man weltweit venetzt sein und Daten abfragen können muss um denen auf die Schliche zu kommen. Wenn illegale Praktiken nicht bestraft werden, dann sind alle, die sich an die Gesetze halten, die Vollidioten!

  20. „Denn das Problem ist noch viel schlimmer: Technische Kontrolle der Fahrzeuge? Es lief mal ein Beitrag im Fernsehen, dem zufolge viele dieser „rumänischen“ Lkws ihr „Mutterland“ nie zu sehen bekommen. Eine technische Überwachung findet schlicht und ergreifend nicht statt, das nötige Zertifikat wird per Bakschisch aus der Ferne erworben…“

    Dass ich so schnell eine Bestätigung dieser Aussage erhalten würde, hätte ich nicht gedacht. Im GE von heute sagt Herr Willems, früher Polizist:

    „Die Sozialabgaben sind ja nur eine Sache, mit den technischen Zuständen der Fahrzeuge wird ja auch hantiert. Sie können in Bulgarien eine TÜV-Bescheinigung kaufen, obwohl das Fahrzeug nie im Leben in Bulgarien gewesen ist und absolut nicht den technischen Anforderungen entspricht.“

    Nun glaube ich nicht, dass die Firma Jost auf solch dubiose Praktiken zurückgreift, sehen ihre Fahrzeuge doch immer tipptopp aus, zumindest äußerlich, unter die Haube kann man ja nicht schauen…

    Aber ein konkretes Beispiel für das, was so auf unseren Straßen unterwegs ist, gibt es zufällig auch heute: „Trucker mit fahruntauglichem Lkw in Raeren unterwegs“
    ( http://www.grenzecho.net/region/eupener-land/raeren/trucker-mit-fahruntauglichem-lkw-in-raeren-unterwegs )

    Man braucht also nicht mal nach Rumänien oder Bulgarien zu gehen, um Schrottkisten in den Verkehr zu bringen.

    Leider, leider wird da viel zu wenig kontrolliert, auch was die Überladung etwa der vielen Holztransporter angeht, die unsere an sich schon schlecht gebauten Straßen in Buckelpisten verwandeln.

  21. „Jeder sollte da seine sozialen Lasten (zahlen), wo er auch arbeitet. So sollte es doch sein, oder etwa nicht?“

    Aber wo „arbeitet“ der Lkw-Fahrer in meinem oben beschriebenen Fall?

    Wäre Marine Le Pen gewählt worden und hätte sie Frankreich aus der EU geführt, die daraufhin auseinandergebrochen wäre, würde das Problem folgendermaßen gelöst werden können:

    Ein in Belgien immatrikulierter Lkw von einer in Belgien registrierten Firma, die auch dort ihren effektiven Sitz hat, und mit einem Fahrer belgischer Nationalität, der auch dort effektiv wohnhaft ist, fährt einen Container von Antwerpen bis zur deutschen Grenze.

    Dort erfolgen Zoll- und andere Kontrollen (Drogen, Illegale), Einfuhr- oder Transitgenehmigung, Mautzahlung und sonstige früher übliche Formalitäten.

    Es wird umgeladen und eine deutscher Lkw von einer deutschen Transportfirma mit einem echt deutschen Fahrer übernimmt bis zur Grenze nach Österreich. Dort dieselbe Prozedur. An der italienischen Grenze ebenso.

    Der Globalisierung wäre dadurch Einhalt geboten, und viele neue Arbeitsplätze würden entstehen. Wer schon mal im Antwerpener oder Rotterdamer Hafen war, wird zugeben, dass das durchaus ein realistisches Szenario sein könnte. Bei den paar Containern, die sich da stapeln..

  22. Massen-Kündigung

    Und kein Wort hier im Forum über die 26 entlassenen Fahrer, die durch billige Arbeitskräfte aus Rumänien ersetzt worden sind. Nur durch ihre Anzeige ist der Sozialbetrug überhaupt ins Rollen gekommen.

  23. EU-Kritiker

    Soeben wurde gemeldet, dass die U-Haft für Roland Jost um einen Monat verlängert wurde.
    Vielleicht kann OD eine neue Aktualisierung in Gänze zu diesem Thema bringen

    • Ostbelgien Direkt

      @EU-Kritiker: Ist gemacht, wenngleich solche Haftbefehle zumeist von der Ratskammer bestätigt werden. Überraschender wäre, wenn der Haftbefehl nicht bestätigt und damit aufgehoben würde. Gruß

  24. Was soll der ganze Aufzug gegen Roland Jost eigentlich? Wo geht man heutzutage noch einen Unternehmer suchen der eine Flotte von ein paar Tausend Brummis auf Europas Strassennetz am flitzen hat ? Das es bei solchem Unternehmen mal zu einem Gerangel kommt , ist doch eine normale Sache . Jeder Hetzer auf diesen Unternehmer soll mal bedenken , wieviel Familien Roland Jost in Lohn und Brot hält , ganz abgesehen davon noch die hohe Anzahl Zugmaschinen mit Aufleger , wo noch zusätzliche Industriezweige davon profitieren .

      • Allseits geehrter Edig ; Wenn eine Person eine solche Intelligenz besitzt , indem er Tausende Personen beschäftigt , ja dann hat diese Person auch das Recht sich auch Vorteile zu beschaffen wo nicht jeder Schmarotzer aus unserer berühmten Politszene nicht mit einverstanden ist . Beobachten sie mal bitte Mister EDIG , oder besser ausgedrückt befahren sie die Autobahnen und jeder dritte Brummi ist einer aus der Jost Group , ja alle diese Gefährten sind Fahrzeuge in sehr gutem Zustand . Befahren sie mal bitte zur jeder Tageszeit die Industriezone Kaiserbaracke , dort befindet sich das allseits sehr geschätzte Truck Center Jost . Auf diesem Gelände steht immer eine Flotte neuer Fahrzeuge , zwecks Unterhalt oder sei es Inspektion der Jost Group .

  25. Seltsam, wie sich die Perspektiven ändern.

    Während sonst nicht genug gegen die Konzerne, die Multis und international agierende Unternehmen gehetzt wird und es Vorverurteilungen nur so hagelt,, ist derselbe Kreis von Leuten doch auf einmal sehr nachsichtig, wenn es sich um einen Konzernchef aus Ostbelgien handelt.

    Wie dem auch sei, Roland Jost und Mitverdächtige gelten bis auf Weiteres, d.h. bis zu einer eventuellen Verurteilung, als unschuldig. Es wird erst mal „untersucht“; daher die Bezeichnung „Untersuchungshaft“.

  26. @ Jupp hat recht , auch in Bolivien gibt es Barone im Kokaingeschäft die lassen Kleinbauern viel Geld verdienen, ebenso Zwischendealer und die Konsumenten sind glücklich. Jupp überlege warum werden dann diese Barone noch verfolgt, ist doch nicht normal in deiner Logik.

  27. Miri Ahleeennn

    Tjo, hab Ich mir schon damals gedacht als der so rumgeprollt hat im Grenz Echo das er noch hunderte Fahrer einstellen kann pipapo , Millionenumsätze dies das , es Herrn Jost wohl einen Freifahrtschein ins Gefängnis bescheren wird. Jetzt sitzt er da anstatt einfach seinem Profilierungsdrang zu wiederstehen, hatte seine 5 Minuten Fame jetzt kommen die Monate der Schande über Ihn. Ein Sprichwort sagt wo Qualm ist da is Feuer , Herr jost hat das Feuerchen selber angemacht, klar das mal einer nach den Flammen gucken kommt

    • @ Miri; Vor etlichen Monaten hatte ich mal eine Unterhaltung auf der Autobahnraststätte Winterspelt mit zwei Fernfahrer der Jost Group . Diese beiden Fahrer waren Bulgarischer Nationalität , aber ich konnte mich gut mit ihnen auf meiner Muttersprache verständigen . Diese Fahrer waren so glücklich , das sie bei Jost fahren durften , egal das sie mal übers Wochenende auf dem Rastplatz verweilen mussten . So glücklich waren sie , das sie nun mal richtig Geld verdienten und ihre Familien in Bulgarien sich etwas mehr leisten könnten . Von vielen Bekannten aus Bulgarien werden sie permament kontaktiert , um ebenfalls eine Arbeitsstelle bei Jost Group zu erhalten . Was sie bei Jost verdienten , ist das vierfache was sie in ihrem Heimatland erhalten würden . Meiner Ansicht nach ist es korrekt nachvollziehbar , das Roland Jost sich diesem Arbeitsmarkt widmet und diesen jungen Fahrer eine Arbeitsstelle bietet . Wieso soll er nicht das Recht haben , sich Vorteile zu verschaffen um dort eine Briefkastenfirma zu eröffnen . Letztendlich gelten die EU Rechte für jedes Mitgliedsland und sollen auch gehandhabt werden . Das sich nun diese Belgische Verwaltungen inclusive Justitia hier quer stellen , ja das ist absolut Volksverdummung und stellt denen ein Armutszeugnis aus . Was soll diese Jost Group verbrochen haben?? Warum wollen alle diese jungen Fahrer aus Bulgarien , Slowakei oder Litauen alle bei Jost Group eine Arbeitsstelle erhalten?? ganz einfach , weil es ihnen dann besser geht um ihre Familien in ihrem Heimatland zu ernähren . Nun ein Frage , wie steht es eigentlich hier in unserem Belgien ? wenn hier die Fernfahrer auch das dreifache verdienen sollten , was ich stark bezweifle , so geht es hier zusehends dem Bach herunter in allen Belangen . Bart De Wewer lies Heute in der Presse verlauten , das die Pensionen der Beamten und den Gerichtsfritzen mit den roten Leppen mit hoher Mützen unser Land in den Abgrund stürzen werden . Beobachten sie mal aus nächster Nähe wie es hier um so manche Familie bestellt ist , trotz doppeltem Verdienst hapert es bei so manchen . Egal wie es weitergehen soll , man muss nicht von Intelligenz protzen , aber jeder sieht doch das kurz oder lang noch mancher hier froh wäre , um bei Jost Group eine Arbeitsstelle zu erhalten .

      • @ Jupp

        Zum Ersten schafft Jost unterbezahlte Jobs im Osten zulasten von Jobs in Belgien. Ein bulgarischer LKW-Fahrer verdient das dreifache des Durchschnittslohnes in Bulgarien und 1/3 des Durchschnittslohnes in Belgien.
        Zum Anderen nochmal die Frage; Rechtfertigt das alles kriminelles Verhalten?

        • Réalité

          Edi! Gewiss der Herr Jost hat vielleicht nicht alles richtig gemacht!? Macht unsere Politik denn alles richtig!?
          Aber ganz sicher nicht, denn diese Gilde war, und ist am Ursprung von so vielem Unnützen und übertriebenem im Lande Belgien!
          Geradezu deren Ver“schulden“! Aufgebaut und erfunden um immer mehr an Löchern zu stopfen, und gegenteilig auch „auf zu machen“!
          Hürden auf Hürden wurden immer wieder und mit Gesetzen und Paragraphen verbunden und erfunden!
          Sich selber aber immer genügend an Löchern und Schlupfwinkeln dabei offen zu halten!
          Sei es das vertuschen von Sitzungsgeldern in x beliebigen Schubladenfirmen, oder zum Ende der Laufbahn die süffigen Abschiedsprämien! Wohlbedachte Pflaster auf nicht vorhandenen Wunden!
          Wir haben die Spitzenplätze inne Weltweit in den Steuern und den Schulden!
          Paarweise getürkte Schandflecken der Verursacher!
          Das schlimme ist: man lässt sie weiter hantieren! Denen geschieht schon NIX. Die belohnen sich noch selber für den ganzen Mist, den sie eigens selber verursachten.
          An der richtigen Stelle sparen? Nein! Die Maggy will Kliniken schliessen bzw zusammenlegen. Friedensgericht St Vith wird eiskalt nach Eupen verlegt, dass von Malmédy nach Spa.
          Überall wird gespart, sehr oft an falscher Stelle!
          So müssen die Ourener in Zukunft nach Eupen um eine Gerichtssache! Anstatt das das Gericht fûr solche Sachen sich selber nach St Vith bemüht, etwa 3 mal per Monat, für zu regelnde Sachen!? Nein der Bürger hat sich gefälligst nach Eupen zu begeben, 75 Km weiter, und das im Winter übers Venn!?
          Unfähige Politik!

          • @ Réalité

            Ihr übliches langweilige Gejammer, hat zwar nix mit dem Thema zu tun aber Hauptsache Sie haben Spass. Verschonen Sie uns doch endlich mit Ihren Allgemeinplätzen gründen Sie Ihre Partei und machen es besser.
            Auch Fehler der Politik rechtfertigen nichts von dem was Herrn Jost vorgeworfen wird.

            • Réalité

              Ihren Verzähl kennt auch das ganze Forum, Edi! Sie halten der Elite die Fahne hoch, und verteidigen sie noch!
              Sind Sie Richter?_? Ich nicht! Also dann urteilen Sie nicht noch vor dem Richter!
              Und Parteien haben wir noch viel zu viel, und damit auch dummerweise viel zu viele Politiker und Möchtegerne davon!
              Da muss der Hebel angesetzt werden! Sehr viel weniger Politiker, dafür aber Bessere! Erst dann geht es dem Lande besser, und wir werden weniger an Schulden und damit Steuern haben!
              Ich bleibe dabei! Das ist die einzig wahre Krankheit unseres Landes!! OHNE neue Partei!
              Schönen Sonn- und Muttertag!

        • Disponent seit 15 Jahren

          @EdiG: Warum fahren die Jungs aus dem Ostblock lieber für Firmen aus Westeuropa, statt für Transportunternehmer aus dem eigenen Land? Warum müssen Polen sich Fahrer in der Ukraine suchen?
          Glauben Sie mir, die Jungs werden nicht gezwungen, sondern sind froh Ihren Kindern jetzt Ihr Studium bezahlen zu können und jeder von Ihnen hat ein eigenes Haus, dass Sie sich vor 2004 nicht leisten konnten, da sie für 300-350 € netto mehr arbeiten mussten als jetzt.
          Ein Beispiel von vielen: Ein kroatischer Fahrer erzählte mir, dass er teilweise früher 2-3 Tage durchfahren musste und nur schlief, wenn er bei Kunden warten musste. Er ist jetzt überglücklich hier für einen „Westeuropäer“ tätig zu sein und geregelte Arbeitszeiten zu haben. Leider werden nur immer die schwarzen Schafe in der Presse genannt, aber es funktioniert auch anders.
          Auch das Argument, dass die Arbeitsplätze von belg. Fahrern durch Osteuropäer ersetzt wird ist nur bedingt richtig. Viele hier haben keine Lust mehr auf den Job und es herrscht ein riesiger Mangel an Nachwuchs. Wir alle würden lieber mit hiesigen Fahrern arbeiten, aber die Zeiten sind vorbei!

          • @ Disponent

            Natürlich gibt es Solche und Solche. Publik werden aber nur die schwarzen Schafe.
            Auch wenn der Lohn in Kroatien oder Bulgarien beim 2-3 fachen des Durchschnitts liegt ist er doch wesentlich niedriger als bei uns. Hinzu kommt der nahezu kriminelle Umgang mit der Sozialversicherungs- und Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.
            Heute ist ein großer Teil der Fahrer selbstständiger „Subunternehmer“. Das heißt nichts anderes als das er für Steuer und Versicherung, ja selbst für den Unterhalt des Fahrzeiuges selbst verantwortlich ist. Viele haben weder eine Kranken- noch eine Rentenversicherung weil am Ende nach Abzug aller Kosten das Geld gerade für Miete und Lebensmittel reicht.
            Das Dilemma wird noch größer wenn man die Interna der Branche kennt. Kein Fahrer kann „aussteigen“ da er als Selbstständiger keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat. Das bedeutet er gleitet sofort in die Sozialhilfe ab.
            Bei einer anderen Spedition als Fahrer anheuern geht auch nicht weil es, entgegen der Beteuerung des Unternehmerverbandes, eine schwarze Liste gibt auf der ein Fahrer der „die Brocken Hinwirft“ vermerkt wird. Er ist für die Branche „verbrannt“. Das Märchen von den Fahrern die man gerne einstellen würde, wenn sie denn da wären, können Sie auch vergessen. Es sind die kleinen Fuhrunternehmer die einheimische Fahrer beschäftigen. Sie sind meist besetzt und suchen nur wenn ein Fahrer aufhört, die Großen stellen hier keine Fahrer ein wenn sie für das gleiche Geld 3 Rumänen bekommen können.

  28. Die EU Osterweiterung auf Staaten die wirtschaftlich 50 Jahre hinter uns her hinken, hat zu solchen Verwerfungen geführt. Warner mit ökonomischem Sachverstand (Prof. Sinn) hat es genug gegeben, wurden alle vom Tisch gewischt. Jetzt haben wir den Salat….

    • @Dax: Unsinn, gerade im Norden von Luxemburg gibt es xx Firmen, die transportieren und trotzdem nicht bei Sozialabgaben bescheissen.
      Ich behaupte mal frech: Durch gewisse Vormachtsstellungen (unter anderem der Betrieb der hier kritisiert wird) haben auch etliche Konkurrenten das Leben schwer gemacht. Es liegt weniger an der Nichtmachbarkeit, als viel mehr an der komischen Einstellung, man könnte den Hals nie voll kriegen. Gerade ein Unternehmen wie Jost wäre jedenfalls nicht auf rumänische LKW-Fahrer angewiesen, das Unterfangen dient (lediglich!) der Gewinnmaximierung.

  29. Kerstges Angela

    @Disponent seit 15 Jahren. Somit dürfte Ihnen bekannt sein, dass des Öfteren nicht wenige Fahrer in große Terminschwierigkeiten gelangen und zu gleicher Zeit die Tachoscheibe im Auge behalten müssen,.Zudem gibt‘ s Unternehmen, die nicht bereit sind, kann man dem Fahrer Tacho- Probleme nachweisen: Folge Strafmandat, häufig darf der Fahrer blechen, liegt an der Firmenkulanz

    • Disponent seit 15 Jahren

      Die Ursachen der Terminschwierigkeiten liegen nicht beim Fahrer, sondern sehr oft bei Absender und Empfänger. Leider ist der ausführende Transportunternehmer oft der Leidtragende. Fahrer und Unternehmer sind verantwortlich, dass Lenk- und Ruhezeiten eingehalten werden. Die Probleme entstehen meist, durch lange Wartezeiten bei Absender/Empfänger, die leider quasi nie mit zur Verantwortung gezogen werden bei Problemen mit den Zeiten. Hinzu kommen die fehlenden Stehplätze auf Rasthöfen, etc.! Frau Kerstges, es hängt davon ab, wer Schuld ist und der sollte dann auch bezahlen bei Überschreitungen. Der Fahrer sollte dies nicht sein, wenn er fehlerfrei ist. Es gibt allerdings leider auch Fahrer, die sich ihre Zeiten nicht einteilen können!

  30. Merowinger

    Hier haben einige Schreiber eine sehr komische Auffassung von Recht und Gesetz.
    Herr Jost soll durch die Einrichtung von Schein und Briefkastenfirmen, unter anderen in Rumänien, in den vergangenen zwei Jahren 55 Millionen Euro an Sozialbeiträgen in Belgien hinterzogen haben.
    Sollten sich der Verdacht bestätigen ist Herr Jost ein krimineller Ausbeuter der irgendwelche armen Schweine aus dem Osteuropäischen Ausland ausbeutet.
    Politiker haben diese Missstände ebenfalls mit zu verantworten da sie solche Machenschaften erst ermöglicht haben. Länder mit einer Selbstbereicherungsmentalität der politischen und wirtschaftlichen Elite wie Rumänien hätte man niemals in die EU aufnehmen sollen.
    Zuerst alles radikal liberalisieren in einen Europa mit riesigen Lohnunterschieden und danach die Gesetzeslücken und Grauzonen die sie selbst geschaffen haben anprangern.

    • Wenn Herr Jost tatsächlich schuldig sein soll, sehe ich nicht die Verantwortung bei der Politik.
      Dem Transportgewerbe geht es an den Kragen, aber es kann komischerweise nie genug dieser „Transportfirmen“ geben. Dabei sagt man doch schon seit Jahrzehnten z.B. den Bauern, sie seien an ihrer Wirtschaftslage selbst schuld? Da stimmt doch etwas nicht.

      Wo bleibt denn jetzt eine Frau Baudimont die aufschreit und sagt, dass Konkurrenz das Geschäft belebt? Die mutmaßlichen Praktiken von Jost Group sind genauso ein schwerer Stein für alle Konkurrenten, die nicht den Staat hinterziehen und ihre Fahrer korrekt anmelden.

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