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Stickoxid-Belastung in 25 NRW-Städten – darunter Aachen, Eschweiler und Düren – über dem Grenzwert

08.06.2018, Aachen: Kraftfahrzeuge fahren über die Wilhelmstraße. Die Umwelthilfe klagte für die Einhaltung des Grenzwerts für Stickstoffdioxid. Foto: Oliver Berg/dpa

Immer noch wird in 25 NRW-Städten der EU-Grenzwert für das Stickoxid nicht eingehalten. Das gab das Bundesamt für Umwelt bekannt. Die Zahlen könnten die Debatte um Diesel-Fahrverbote wieder anheizen.

Die für Diesel-Fahrverbote maßgeblichen Stickoxid-Werte sind im vergangenen Jahr in 25 NRW-Städten zu hoch gewesen. Das hat das Umweltbundesamt am Montag mitgeteilt.

Das Amt mit Sitz in Dessau gab die neuen Durchschnittswerte für das Jahr 2018 bekannt. In den meisten Städten sanken die Werte, in einigen wenigen stiegen sie. Der EU-Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm. 2017 hatten noch 28 NRW-Städte den Grenzwert überschritten.

08.06.2018, Aachen: Ein Vertreter der Umwelthilfe demonstriert für ein Dieselfahrverbot in Aachen. Foto: Oliver Berg/dpa

Sogenannte Intensivstädte mit Werten über 50 Mikrogramm waren 2018 Köln (59), Düren (54), Düsseldorf (54) und Dortmund (51). Knapp darunter lagen mit 50 Mikrogramm Bonn und Hagen, gefolgt von Bochum (48). Stickstoffdioxid kann als Schadstoff in der Luft die Lunge schädigen.

Weitere NRW-Städte mit Messwerten über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm waren Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Aachen, Neuss, Paderborn, Witten, Wuppertal, Herne, Hürth, Leverkusen, Duisburg, Eschweiler, Mülheim/Ruhr, Schwerte, Bielefeld, Overath und Siegen.

Im grünen Bereich von 40 Mikrogramm oder weniger lagen im vergangenen Jahr Gladbeck (40), Mönchengladbach (40), Dinslaken (39) und Solingen (35). Diese Städte lagen 2017 noch über dem Grenzwert. Verschlechtert hat sich die Situation in Eschweiler (42), das damit 2018 über den Grenzwert rutschte.

Bundesweit waren in 57 deutsche Städten war die Luft im vergangenen Jahr zu stark mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid (NO2) belastet. Der Anteil der NRW-Städte liegt somit bei fast der Hälfte.

Was tun gegen die verpestete Luft in Aachen und anderen Städten?Foto: Shutterstock

Die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, forderte eine schnelle Nachrüstung älterer Dieselautos mit wirksamen Katalysatoren, um den EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel überall einzuhalten.

Überhöhte NO2-Werte sind der Grund für Fahrverbote für ältere Diesel in Hamburg und Stuttgart. Andere Städte könnten folgen.

NO2 in Städten stammt zu einem großen Teil aus Dieselabgasen. Die höchste Belastung hatte im Jahr 2018 Stuttgart mit 71 Mikrogramm vor Darmstadt mit 67 und München mit 66 Mikrogramm. Im Mittel lagen die Jahresmittelwerte an verkehrsnahen Messstationen rund 1,5 Mikrogramm unter denen des Jahres 2017.

Wie schon im Vorjahr lag die Belastung in bundesweit 15 Städten über 50 Mikrogramm. Sie gelten als „Intensivstädte», für die es besondere Hilfen gibt. Dortmund ist in NRW neu dabei, Bochum liegt nun unter der Marke. (dpa)

9 Antworten auf “Stickoxid-Belastung in 25 NRW-Städten – darunter Aachen, Eschweiler und Düren – über dem Grenzwert”

  1. Guido Scholzen

    Die grünen lügner kriegen den hals wohl nicht voll genug.
    die NOx-belastung geht seit 1990 deutlich zurück in deutschland, beim stickoxid im verkehr sogar um 2/3. nur ein drittel dessen was früher war. und das soll immer noch aber tausende von toten verursachen? alles gelogen.
    die luft wird immer sauberer, nicht dreckiger.

    hier ein diagramm des bundesumweltministeriums.
    https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/2_abb_stickstoffoxid-emi_2018.png

    und hier was realistisches aus NRW
    https://ruhrkultour.de/argumente-gegen-den-irrsinn-des-diesel-verbots

  2. Wenn die Adventskranzkerzen brennen ist der NO2 Grenzwert ebenfalls überschritten. Von daher, nicht die Kerzen sind das Problem sondern der Grenzwert!
    Für unsere Grünen Moralapostel:
    https://www.eike-klima-energie.eu/2019/06/17/klima-katastrophe-china-kids-reisen-europa-ist-mittelalter/
    ….
    In diesem Moment wurde mir eines nochmal sehr deutlich. Nämlich, dass die Chinesen damit nicht aufhören werden, ganz gleich, was Luisa Neubauer, Doktor Greta oder Kerosin-Kathi predigen. Denn während die Deutschen sich den Kurztrip nach Barcelona oder Rom verkneifen sollen, um lieber klimaneutral durch die Rhön zu wandern und bei der Freitagsdemo demnächst vielleicht vegane Häppchen gereicht werden, bestellen chinesische Touristen im „Svejk“ Schweinshaxe mit Meerrettich und Senf, um sich anschließend in offenen Oldtimern und nur zum Spaß durch die Stadt kutschieren zu lassen. Ihre Zahl ist Legion und es spielt keine Rolle, ob meine Landsleute sich für das moralische Gegengewicht halten und mit Verzicht kasteien. Selbst wenn unsere Verhaltensanpassung einen Unterschied im Promillebereich machen würde, käme aus Peking und Shanghai nur ein lächelndes „Xièxiè“ („Danke“), weil man dort dank deutschen Verzichts den neu errungenen Lebensstil zwei Stunden länger pflegen könnte.
    ….
    In dem Sinne: wir schaffen uns….

  3. Der Artikel ist zwar interessant aber die Statistiken zeigen das es keinen Grund gibt in Panik zu fallen. In den nächsten Jahren werden noch viele Euro5 Diesel durch Euro6 ersetzt werden. Eine verteufelung des Diesels wäre eine falsche Politik.Es könnten höchstens Anreize geschaffen werden um den Umstieg auf AdBlue zu fördern aber auch das erledigt sich mit der Erneuerung der privaten Dieselfahrzeuge in den kommenden Jahren.

  4. DenAhlen

    Dürfen in Kiel dann auch keine Kreuzfahrtschiffe mehr fahren? Und wie ist’s im Rheinland mit den Braunkohlekraftwerken? Ach, die ‚fahren‘ nicht in die Innenstadt und verbrennen kein Diesel. Trotzdem produzieren sie mehr Feinstaub als die Autos. Wo kämen wir hin, wenn wir uns auf die Lösung des Problems fokussiert? Dann doch besser Diesel-Fahrzeuge verbieten. Bringt zwar nichts aber wen kümmert das…

  5. schlechtmensch

    Im Grunde geht es doch nicht darum die Umwelt zu retten. Das ist ohne die Hauptverursacher völlig unmöglich. USA, China, Indien, Schiffahrt etc. Und das wissen auch die Klimajünger. Einziges Ziel ist es die Bevölkerung weichzuklopfen damit sie höhere Steuerabgaben akzeptieren. CO2 Steuer ist da nur der Anfang. Die werden uns allen die Ohren lang ziehen und die anderen qualmen fröhlich weiter.

  6. Belgofritz

    Aachen liegt gut unter 50, also gibt es keine Fahrverbote. Warum auch? Klar, dass der „Abmahnclub“ nochmal schnell auf sich aufmerksam machen will, bevor der Grund dieses Schmierentheaters noch ganz wegfällt.
    Mittlerweile wurde zudem mehrfach festgestellt, dass die NOx Belastung an autofreien Tagen (wegen Veranstaltungen) nicht wie erwartet sank…

  7. RaymondW

    Der NO2 – Wahn geht weiter. Zuerst wird der Diesel verteufelt, dann kommt der Benziner dran und zum Schluss dürfen beide nicht mehr fahren. Unsere abgeschobenen Fahrzeuge laufen weiter in Osteuropa oder Afrika, weil dort das Klima ein anderes ist. Herr lass Hirn regnen!

  8. Naja dafür braucht Deutschland doch noch unbedingt und dringend die ( Ausländer) PKW Maut…. wie es sich denn damit verhält wenn alle, aber wirklich auch alle die ach so sauberen 🤮🤮🤮 E-Autos fahren ist doch mehr wie fraglich. Die Grünen sind jedenfalls auch nicht viel besser wie all die andren, denn womit sind die aufgewachsen ? Was haben die denn bis zum Eintritt in den Ökowahn selber getan, selbst konsumiert um jetzt den Moralapostel zu spielen ? Wenn man danach geht was die da einem vorjammern, dürfte man selbst noch nicht mal pfurzen….Sorry Leute.

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