AKTUALISIERT – Die internationale Presse ist sich nach dem WM-Finale weitgehend einig: Spanien ist ein verdienter Weltmeister. Fast überall wird die spielerische Überlegenheit der Mannschaft von Luis de la Fuente hervorgehoben, während Argentiniens äußerst defensive Spielweise vielfach scharf kritisiert wird.
In Spanien herrscht entsprechend große Euphorie. Die Zeitungen feiern den zweiten WM-Titel nach 2010 als Triumph des attraktiven Fußballs und würdigen insbesondere die Geduld und Dominanz der „La Roja“, die sich trotz des hartnäckigen Widerstands der Argentinier schließlich durchsetzte. Der Titel wird als Belohnung für eine Mannschaft verstanden, die das Turnier mit einer klaren spielerischen Identität geprägt habe.

19.07.2026, USA, East Rutherford: Der Spanier Ferran Torres küsst bei der Siegerehrung den WM-Pokal. Foto: Julio Cortez/AP/dpa
Die argentinischen Medien zeigen sich dagegen zwar tief enttäuscht, würdigen aber den kämpferischen Einsatz der eigenen Mannschaft. Zeitungen wie La Nación sprechen vom „Ende eines Traums“, während TyC Sports einräumt, dass Spanien insgesamt die bessere Mannschaft gewesen sei. Gleichzeitig steht Lionel Messi im Mittelpunkt der Berichterstattung: Sein vermutlich letztes WM-Spiel wird als emotionaler Schlusspunkt einer außergewöhnlichen Karriere beschrieben.
Auch in England, Frankreich, Italien und anderen europäischen Ländern lautet das Urteil ähnlich. Zahlreiche Kommentatoren sehen Spaniens Erfolg als Sieg des offensiven und kreativen Fußballs. Argentiniens destruktive Defensivtaktik, die vielen Fouls und die kaum vorhandene Offensivgefahr werden vielfach kritisiert. Besonders scharf formulieren es einige deutsche Medien mit Schlagzeilen wie „Fußball 1, Verbrecher 0“ oder „Spanien hat den Fußball gerettet“.

19.07.2026, USA, East Rutherford: Der Argentinier Lionel Messi reagiert mit seiner Silbermedaille nach dem Siegerehrung. Foto: Stephanie Scarbrough/AP/dpa
Auch in Belgien wird Spaniens Titel als logische Konsequenz eines überragenden Turniers gewertet. Die französischsprachige Zeitung „Le Soir“ hebt hervor, dass Spanien über die gesamte Weltmeisterschaft hinweg die spielstärkste Mannschaft gewesen sei und den Titel mit Geduld, taktischer Reife und defensiver Stabilität verdient habe. Das Finale selbst wird als arm an Spektakel beschrieben, weil Argentinien fast ausschließlich auf Zerstörung des gegnerischen Spiels gesetzt habe.
Die Tageszeitung „La Dernière Heure – Les Sports“ verweist zudem darauf, dass Belgiens Viertelfinal-Niederlage gegen den späteren Weltmeister im Nachhinein die eigene Turnierleistung aufwerte, weil Spaniens Torhüter Unai Simon während der gesamten WM nur ein einziges Gegentor kassierte – das von Charles De Ketelaere. Spanien habe sich als Maßstab des internationalen Fußballs erwiesen. Auch in belgischen Kommentaren überwiegt die Anerkennung für den neuen Champion; vielfach wird betont, dass der Titel den offensiven Fußball belohnt habe. (cre)
Spanien ist zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister
Nach einem 1:0-Sieg gegen enttäuschende Argentinier ist Spanien zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister geworden. Der amtierende Europameister siegte im Endspiel in East Rutherford in einem total einseitigen Spiel.
Spanien hat dank Ferran Torres die erneute Krönung von Argentiniens Superstar Lionel Messi verhindert und ist zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister. Die Iberer siegten in dem lange einseitigen Finale von East Rutherford hochverdient mit 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung und sicherten sich zwei Jahre nach dem EM-Pokal auch die WM-Trophäe.
Vor dem Triumph unweit von New York, bei dem Spanien über die komplette Spieldauer dominierte, hatten sie den wichtigsten Pokal im Weltfußball 2010 in Südafrika geholt. Für den bei dieser WM mit acht Toren und vier Assists herausragenden Messi ist der Traum von der Titelverteidigung mit 39 Jahren jäh geplatzt.

19.07.2026, USA, East Rutherford: Lamine Yamal (Spanien) schießt einen Freistoß. Foto: Tom Weller/dpa
Torres erzielte vor 80.663 Zuschauern in der 106. Minute das entscheidende Tor für die Spanier. Der 65 Jahre alte Luis de la Fuente gewann als ältester Trainer der WM-Historie den Titel. Argentiniens Mittelfeldmann Enzo Fernández musste in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit wegen eines Foulspiels mit Gelb-Rot vom Rasen. Die erste Verwarnung hatte er vom slowenischen Schiedsrichter Slavko Vincic wegen Reklamierens gesehen.
– Trump, Infantino und etliche Stars schauen zu: Neben US-Präsident Donald Trump und FIFA-Boss Gianni Infantino saßen zahlreiche weitere Promis aus der Sport- und Show-Welt auf der Tribüne: Tom Cruise, Rihanna, David Beckham und Jay-Z etwa. Sie sahen eine zähe erste Halbzeit – und dann eine klare Steigerung der Spanier.
Die Argentinier hätten als drittes Team nach Italien (1934, 1938) und Brasilien (1958, 1962) den WM-Titel erfolgreich verteidigen können. Stattdessen wurde der Champion von 2022 entthront. Messi, der achtmalige Weltfußballer, war im Endspiel kaum zu sehen, in der Verlängerung senkte sich eine Flanke auf das Tornetz. Generell enttäuschte Argentiniens Offensive komplett und blieb über die ersten 110 Minuten vollkommen wirkungslos.

19.07.2026, USA, East Rutherford: Enzo Fernández (Argentinien) sieht von Schiedsrichter Slavko Vincic die Gelb-Rote Karte. Foto: Tom Weller/dpa
– Argentinien setzt auf Messi, Spanien auf Kontrolle: Messi hatte die Argentinier bei seiner sechsten WM ins Finale getragen. Und das nicht nur mit seinen Toren und Vorlagen. Der Routinier ist für die Teamkollegen Idol und Fixpunkt gleichermaßen. Wann immer es eng für sie wurde, suchten sie den Ausnahmekönner in der Offensive. So kämpfte sich die Albiceleste in der K.o.-Phase Runde für Runde weiter. Mit späten Aufholjagden und zweimal sogar über die Verlängerung.
Die Spanier erwiesen sich als unüberwindbar. Nur ein Gegentor kassierten die ballsicheren Iberer im gesamten Turnier – beim 2:1 im Viertelfinale gegen Belgien. Wie sie beim souveränen 2:0 im Halbfinale die Offensiv-Zauberer aus Frankreich abkochten, war beeindruckend. Kein Wunder, dass de la Fuente im Endspiel auf exakt die gleiche Startelf setzte.
– Wenig Spektakel im Duell der Trainer-Freunde: Spaniens Lamine Yamal und Argentiniens Messi standen schon vor der Partie im Fokus – nicht zuletzt wegen ihres legendären gemeinsamen Badewannen-Fotos vor knapp 19 Jahren. Und sie hatten auch gleich die ersten Szenen im Spiel.
Ein Abschluss von Yamal landete in den Armen von Argentinien-Keeper Emiliano Martínez (5.). Im Gegenzug tauchte Messi, der als erster Spieler der WM-Historie sein drittes Finale von Beginn an bestritt, frei vor Unai Simón auf. Doch Spaniens Schlussmann eilte rechtzeitig aus seinem Kasten und klärte.

19.07.2026, USA, East Rutherford: Lamine Yamal (Spanien) (l) und Nicolás Tagliafico (Argentinien) kämpfen um den Ball. Foto: Tom Weller/dpa
Ansonsten? Viele Pässe beim Europameister und zunächst nur wenig Spektakel. Die Spanier streuten auf dem viel kritisierten Finalrasen von East Rutherford ungewohnte Ungenauigkeiten ein, die auf Konter lauernden Argentinier konnten die Angebote aber nicht nutzen. Beiden Teams war der Respekt voreinander anzumerken.
Womöglich hatten de la Fuente und Scaloni ihre Mannschaften aber auch einfach perfekt auf den jeweiligen Gegner eingestellt. Die beiden Coaches sind befreundet. De la Fuente war einst Scalonis Lehrer, als der in einem Sonderprogramm des spanischen Verbands seinen Trainerschein machte.
– Cucurella einmal mehr ein Aktivposten: Die erste Halbzeit neigte sich bereits dem Ende zu, als die Spanier doch noch für Torgefahr sorgten. Torjäger Mikel Oyarzabal prüfte Torhüter Martínez mit einem Flachschuss aus knapp 20 Metern (39.). Ein Versuch von Marc Cucurella zischte rechts am Gehäuse der Argentinier vorbei (43.). Spaniens Wuschelkopf war auch diesmal einer der auffälligsten Spieler auf dem Rasen.
Nach der stimmungsvollen Halbzeit-Show mit den Popstars Madonna, Shakira und Justin Bieber hofften die Fans im gigantischen Football-Stadion vor den Toren New Yorks auch auf mehr sportliche Unterhaltung. Spaniens Álex Baena versuchte sich direkt, sein Schuss war aber zu ungenau (46.).

19.07.2026, USA, East Rutherford: Lamine Yamal (Spanien) (l) und Nicolás Tagliafico (Argentinien) kämpfen um den Ball. Foto: Tom Weller/dpa
Nach und nach entwickelten die Iberer mit ihrem Kombinationsspiel nun aber mehr Zug zum Tor. De la Fuente versuchte, die Offensive unter anderem durch die Hereinnahmen von Pedri und Torres vom FC Barcelona weiter anzukurbeln. Dazu zeigte der ansonsten herausragende Martínez im Tor der Argentinier Unsicherheiten – vor allem bei einem Schuss des früheren Leipzigers Dani Olmo (64.).
– Torres trifft in der Verlängerung: Die Spanier erhöhten zunehmend den Druck, Martínez musste mehrfach eingreifen – auch gegen Yamal (90.+8). Von Argentinien kam offensiv weiter gar nichts. Als Fernández nach einem Foul vom Feld musste, ging es für den Titelverteidiger nur noch darum, sich ins Elfmeterschießen zu retten. Ein Tor des eingewechselten Spaniers Nico Williams zählte nicht, nachdem Nicolas Otamendi im Zweikampf mit Mikel Merino zuvor zu Boden gegangen war (96.).
Dann erlöste Torres die Spanier direkt zum Start der zweiten Halbzeit in der Verlängerung. Per Direktabnahme verwandelte der Joker mit links und machte damit Spaniens zweiten WM-Triumph perfekt – 2010 hatte Andrés Iniesta gegen die Niederlande ebenfalls das 1:0-Siegtor in der Verlängerung geschossen. Danach traute sich Argentinien mehr, hatte auch zwei gute Torchancen, doch zum Ausgleich reichte es nicht. (dpa/cre)
Wer braucht denn Italienische Heulsusen, wenn man Argentinier hat?
Bin kein Spanien-Fan, aber heute mit dem Ausgang zufrieden. Messi hat seine Zeiten gehabt. Und die fallsüchtigen Millionäre brauchen keinen Pokal.
Nach dem Spiel von gestern frage ich mich :
Wie konnte England denn gegen Argentinien verlieren?
Immerhin haben unsere Nationaljungs gegen Spanien “ nur“ 2-1 verloren. Wir waren also kurz davor, den Weltmeister zu schlagen. Das Fell des Bären weht heute aber verdientermaßen über Spanien.
Das sehe ich genau so!
Ausserdem haben wir als Einzige gegen Spanien 1 Tor geschossen.
Wer weiss was passiert wäre wenn wir gegen 1 andere Mannschaft ins Viertelfinale gespielt hätten ?
Wir Belgier haben uns bei dieser WM nicht zu verstecken!
Belgien hat als einziger ein Tor gegen Spanien geschossen aber die Cap Verden haben immerhin ein Unentschieden geschafft und als einzige nicht gegen den Weltmeister verloren 😉
Verdienter Sieg. Spiel schwach.
Dieses Endspiel war eine dreistündige Katastrophe. Das wird viele abgeschreckt haben, noch je einmal ein Fußballspiel anzuschauen. Es tat weh, einen Messi zuschauen zu müssen, wie er auf dem Feld herumspazierte. Nur gegen Ende der Nachspielzeit musste Spaniens Torhüter einen Ball halten. Dieses ganze Endspiel war eine Blamage für den Weltfußball. Zum Glück ging es nicht ins Elfmeterschießen, wo Argentinien womöglich trotz seiner miserablen Leistung noch gewonnen hätte.
Felicidades por convertirte en campeón del mundo
@ Kevin de B., RICHTIG!!! Eine einzige Enttäuschung!!! England-Frankreich war das eigentliche Endspiel!!!
Zum Glück nicht angeschaut.
Korruption wo man nur hinschaut.
Fußball,Politik, Regeln zählen nur fürs Fußvolk.
Jetzt Bilder nach dem Abpfiff gesehen, die „Vorbild“ Balltreter zeigen unseren Kindern was. an machen muss ,weiter so.
Was passiert nochmal wenn man als normal Bürger jemanden angreift?
Rrrrichtig, Strafverfahren, Stars und Korrupte Gestalten dürfen das aber öffentlich verherrlichen, Klatsch noch ein wenig und umjubelt diese .
Ihr armen, armen Brot und Spiele Befürworter.
Dicke verdient! E viva Espana!
Verdienter Sieg Spaniens, ganz klar.
Fussball spiegelt unsere Gesellschaft wieder.
Was im ganzen Turnier und gestern wieder an Unsportlichkeiten, Unfairness, Ausrastern und Unfähigkeit oder Unwille das zu unterbinden zu sehen war, ist ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft und wenn die Entwicklung so weiter geht, der Tod des Sports
Wer so brutal spielt wie Argentinien, sollte auch nicht Weltmeister sein.
„Schlechte Menschen“ sind die Spanier (laut Trump). Nun auch Weltmeister. Herzlichen Glückwunsch!
Chips, passt echt zu dem Drecksk…..!! Ein Weltmeister steckt sowas liebend gerne weg, zumal von dem Ekel!
Das ein Teil Deutschlands doch noch gewinnt, freut auf Mallorca jedes Kind ;-)
Der Spanier hat bewiesen dass er nicht nur Tourismus kann, sondern auch am Ball bleibt, ganz gut dran .
Glückwunsch den original Europäern,
wodurch wir uns anderen Kontinenten,
zum Gratulieren, nicht brauchen zu nähern.
Europa ist Weltmeister 😉
Und nachträglich herzlichsten Dank,
für die Gastfreundschaft, an Donald Trump 🟥
AKTUALISIERT – „Spanien hat den Fußball gerettet“: Internationale Presse rügt Argentiniens destruktive Defensivtaktik https://ostbelgiendirekt.be/spanien-fussball-weltmeister-440910
Finde die Kommentare manchmal etwas heftig. Spanien hat verdient gewonnen. Sie sind die Meister des Ballbesitz Fußballs. Argentinien dagegen sind die Cleversten und Stärksten in der Ballrückeroberung. Das kann kein Team so gut wie sie. Somit ergab sich das besagte Bild des Spiels. Sie hatten zwar einen Messi aber keinen kopfballlstarken De Keetelaere.
Ludwig Laschet, so sehe ich die spanische Nationalmannschaft seit Jahren, auch die weibliche, die amtierende Weltmeisterin ist. Dazu ist eine enorme Passsicherheit nötig. Sie kreist die gegnerische Mannschaft ein und lässt den Ball kreisen, bis sich eine Torschussmöglichkeit ergibt. Sie kann sich aber gut gegen einen Gegenangriff verteidigen. Für den Zuschauer ist das am Ende langweilig.
Garcia ist Vergangenheit. Er musste gehen !.
Bei all dem Lobe, vergesst nicht den Trainer dabei! Er ist bei dieser Namhaften Mannschaft seit einigen Jahren, Die Spieler und er kennen sich seit den Ü 17 bis jetzt! Ein ganz toller Trumpf, da kennt jeder jeden, In – und Auswendig! Laufwege, Spielart usw usw…! Toll!