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Schweiz erkämpft ersten Sieg gegen Bosnien-Herzegowina

18.06.2026, USA, Inglewood: Der Schweizer Johan Manzambi jubelt nach seinem Tor zum 1:0. Foto: Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa

Mit einem hart erarbeiteten 4:1 (0:0) gegen Bosnien-Herzegowina ist die Schweiz der K.-o.-Phase der Fußball-WM einen großen Schritt näher gekommen.

Erst der eingewechselte Johan Manzambi vom SC Freiburg knackte die bosnische Defensive in der 74. Minute. Der ebenfalls eingewechselte Rubén Vargas (84.), erneut Manzambi (90.) und Granit Xhaka (90.+7/Foulelfmeter) sorgten für die weiteren Schweizer Tore.

Die Schweiz geht nun mit vier Punkten ins letzte Gruppenspiel gegen Co-Gastgeber Kanada. Bosnien, das von der 80. Minute an wegen einer Roten Karte für Tarik Muharemovic in Unterzahl spielte, hat mit nur einem Zähler aus zwei Spielen dagegen keine guten Karten mehr. Ermin Mahmic (90.+3) erzielte den Ehrentreffer.

18.06.2026, USA, Inglewood: Der bosnische Torhüter Nikola Vasilj (hinten) kann den Ball des Schweizers Johan Manzambi nicht abwehren. Foto: Andre Penner/AP/dpa

– Bosnische Fans auf den Rängen klar in der Überzahl: Die Schweiz wurde ihrer Rolle als Favorit zwar gerecht, übernahm sofort die Spielkontrolle und kam auch rasch zu ersten Chancen, doch Dan Ndoye fehlte die Präzision im Abschluss für echte Torgefahr. Bosnien-Herzegowina hatte im hochmodernen Los-Angeles-Stadion vor 70.022 Zuschauern dafür akustisch auf den Rängen ein deutliches Übergewicht.

„Wir versuchen das auf dem Platz zu regeln und nicht auf der Tribüne oder den Zuschauerrängen“, hatte der Schweizer Trainer Murat Yakin vor dem Spiel gesagt. Auf dem Feld bekam es die Schweiz auch mit Edin Dzeko zu tun, der in der Startelf stand. Beim 1:1 gegen Kanada war der Kapitän noch eingewechselt worden.

– Schweizer Annäherung an den Strafraum: Volles Risiko vermieden beide Mannschaften, die Konstellation in der in alle Richtungen offenen Gruppe B spielte dabei wohl eine Rolle. Bis etwa 30 Meter vor dem Tor durften die Schweizer kombinieren, dann aber störte die Defensive um Schalke-Profi Nikola Katic konsequent und erfolgreich. Ndoye von Nottingham Forest war der Einzige, der es im Strafraum zu Abschlüssen brachte, der Versuch von Remo Freuler (23.) aus der Distanz stand symbolisch für die Schwierigkeiten der Eidgenossen.

18.06.2026, USA, Inglewood: Der Schweizer Michel Aebischer (l) und der Bosnier Amar Memic kämpfen um den Ball. Foto: Mark J. Terrill/AP/dpa

Für das Team von Trainer Sergej Barbarez hatte Dzeko die erste Halbchance, nach 32 Minuten traf er aber im Strafraum den Ball nicht richtig. Als er in der 41. Minute wieder zum Abschluss kam, davor für seinen Geschmack aber zu lange auf den Ball warten musste, reagierte der Aufstiegsheld des FC Schalke 04 aufgebracht. Nach 62 Minuten war dann Schluss, für ihn kam Esmir Bajraktarevic von PSV Eindhoven. Kurz zuvor hatte erneut Ndoye die bis dahin spektakulärste Gelegenheit der Partie, sein Fallrückzieher in der 55. Minute klärte St.-Pauli-Torwart Nikola Vasilj aber zur Ecke.

– Umjubelte Führung durch Freiburg-Profi: Amar Dedic zwang BVB-Keeper Gregor Kobel in der 68. Minute dann zu einer Parade, nach der zweiten Trinkpause reagierte Yakin mit einem Dreifach-Wechsel und brachte Djibril Sow, Vargas und Manzambi. Der Freiburger war keine drei Minuten auf dem Platz, als er für die Führung sorgte. Erst trieb er den Ball selbst in den Strafraum und stand dann genau richtig, um mit einem satten Schuss aus elf Metern die Schweizer Fans glücklich zu machen.

In der Folge schwächte sich Bosnien-Herzegowina selbst. Muharemovic versuchte, den frei auf das Tor zulaufenden Embolo zu stoppen – und konnte sich nur noch mit einer Notbremse behelfen. Die Rote Karte war die richtige Entscheidung. Wenig später beseitigte Vargas mit seinem Tor alle Zweifel an dem Schweizer Sieg, ehe in einer unterhaltsamen Schlussphase noch drei weitere Treffer fielen. (dpa)

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