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SPD macht Olaf Scholz zu ihrem Kanzlerkandidaten

25.10.2019, Thüringen, Gera: Olaf Scholz (SPD), stellvertretender Parteivorsitzender und Bundesfinanzminister, spricht beim Wahlkampfabschluss der SPD Thüringen. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Rund ein Jahr vor der Parlamentswahl in Deutschland will die SPD Vizekanzler Olaf Scholz zu ihrem Kanzlerkandidaten küren. „Olaf hat den Kanzler-Wumms“, schrieben die Parteichefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans am Montag auf Twitter.

Scholz selbst erklärte, er freue sich auf einen „tollen, fairen und erfolgreichen Wahlkampf in einem starken Team“. Präsidium und Vorstand hätten ihn einstimmig nominiert.

Die Personalie war lange vermutet worden, galt in der Partei aber zugleich als extrem umstritten. „Wir wissen, dass diese Entscheidung für einige eine unerwartete Wendung darstellt“, erklärten die Parteichefs daher. „Wir bitten um Vertrauen in unseren Weg. Wir sind entschieden, diesen Weg gemeinsam zu gehen.“

16.05.2020, Berlin: Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen, geht auf dem Weg zu einem Pressestatement in der SPD-Parteizentrale an der Willy-Brandt-Statue vorbei. Die SPD will Vizekanzler Olaf Scholz zu ihrem Kanzlerkandidaten küren. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Esken und Walter-Borjans galten lange als Gegner von Scholz, setzten sich im vergangenen Jahr bei der Wahl des Parteivorsitzenden auch gegen ihn durch. Seitdem habe es einen „engen Schulterschluss“ und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Parteispitze, Fraktionsführung und den sozialdemokratischen Ministern gegeben, erklärten die Parteichefs.

„In dieser engen Zusammenarbeit haben wir Olaf Scholz als einen verlässlichen und am Team orientierten Partner erlebt, der für sozialdemokratische Politik für dieses Land kämpfen kann und will und der mit uns die Vision einer gerechten Gesellschaft teilt.“

Scholz ist bei der Bevölkerung Umfragen zufolge der beliebteste SPD-Politiker und hatte sich in der Corona-Krise mit beherztem Handeln und dem Schnüren milliardenschwerer Hilfspakete profiliert. In der SPD selbst ist er allerdings umstritten – vor allem beim linken Flügel. Zuletzt hatten sich vor allem Mitglieder der Bundestagsfraktion und andere SPD-Minister für ihn als Kanzlerkandidaten ausgesprochen. (dpa)

11 Antworten auf “SPD macht Olaf Scholz zu ihrem Kanzlerkandidaten”

    • Walter Keutgen

      Mondschein bei dem Eber, von zaghaftem Gelaber habe ich bei Scholz nie was gesehen. Im Gegenteil, auf eine Journalistenfrage, die als Falle mit Ja oder Nein zu beantworten ist, antwortet er lange aber zutreffend ohne die Miene zu verziehen, so dass man nicht weiß, ob er die Regierungsmeinung, die er vertritt, wirklich gut heißt.

  1. Ewald Scholzman

    Eine Partei schafft sich ab! Ein Musterbeispiel an Inkompetenz und Verworrenheit! Vieles ist im Hauruck Verfahren getan bei denen! Und immer wieder Fehler gemacht worden, welche lange Nachhacken. Auch Scholz wird’s nicht Hinkriegen, das steht jetzt schon fest!
    Der neueste Hammer: die Esken bietet sich sogar als „Juniorpartner der neuen Regierung an“! Skuriler geht’s nicht! Überhaupt ist diese Frau und der WoJaBo schon ein urkomisches Köppelchen?! Na ja…!??

    • Walter Keutgen

      Ewald Scholzman, Scholz wird verheizt wie Steinbrück vor ihm. Dax beschreibt hierunter zutreffend, was aus der SPD geworden ist. Die norddeutsche SPD ist nun mal der rechte, realpolitische Flügel der Partei, der es schafft. Jetzt ist der linke Flügel an der Macht, möchte aber auf die Kompetenz der Könner wie Schmidt, Apel, Schröder, Steinbrück und Scholz zurückgreifen. Ich denke das Scholz genau weiß, dass die SPD nicht den Kanzler stellen wird, vermutlich nicht einmal in der Regierung sitzen wird und dass das sein Abschied von der Politik ist.

  2. Die SPD erinnert an eine gealterte Diva die ihren Zustand nicht akzeptieren will und sich weiterhin auf Filmrollen der jungen Verführerin bewirbt. Da werde ich eher Papst als dass die SPD den Kanzler stellt…..

  3. Pensionierter Bauer

    Dann hoffen wir, dass der nicht so verheizt wird wie einst der Martin Schulz. Seine Gegner, sowohl inner- als auch außerparteilich werden wohl recht schnell aus den Büschen herauskommen und die Leute von der Presse haben wahrscheinlich die Fettnäpfchen auch schon bereit stehen.

  4. marcel Scholzen eimerscheid

    Scholz ist ein guter Krisenmanager. Auch ein guter Finanzminister. Nur nutzt das wenig. Die SPD hat viel Vertrauen verloren wegen der „Reformen“ von Gerhard Schröder. Eine schwere Hypothek für die Zukunft.

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