Politik

ALLES NUR SATIRE – Die gefährlichen Pyramiden in Eupen sind „Radabweiser“

(Zum Vergrößern Bild anklicken) - Eupens Bauschöffe Michael Scholl (rechts) beim BRF-Interview. Foto: Gerd Comouth

Der Bericht von „Ostbelgien Direkt“ über die seltsamen kleinen Pyramiden, die u.a. in der Nörether Straße nahe dem Kreuzverkehr mit der Simarstraße angebracht wurden, ist auf große Resonanz gestoßen. Kaum jemand hat Verständnis für das, was der Eupener Bauschöffe Michael Scholl (PFF) „Radabweiser“ nennt.

“Eupen installiert Radabweiser zur Verkehrsberuhigung“ meldete der BRF etwas beschwichtigend auf seiner Internetseite.

„Das sind Radabweiser, die hierhin gesetzt worden sind, weil wir mehrere Beschwerden von Fußgänger hatten, die immer wieder darauf hinwiesen, dass Fahrzeuge hier die Kurve schnitten“, so Schöffe Michael Scholl im Interview. Man habe sich für diese Pyramiden entschieden, „um vor allen Dingen den schwächeren Verkehrsteilnehmer zu schützen“.

Die beiden Pyramiden bzw. „Radabweiser“ nahe dem Kreisverkehr zwischen Nörether Straße und Simarstraße. Foto: OD

Nur die wenigsten können diese Maßnahme nachvollziehen. Sie ahnen schon das Schlimmste, sollte es an einem dieser „Radabweiser“ mal zu einem schweren Verkehrsunfall mit Personenschaden kommen. Zumindest ließ Schöffe Scholl die Möglichkeit offen, noch etwas zu ändern.

„Man kann natürlich immer noch andere Alternativen finden“, räumte der PFF-Politiker im BRF ein. „Aber ich denke für die erste Phase ist es auf jeden Fall schon eine gute Lösung.“

Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Maßnahme der Stadt Eupen in Sachen Mobilität und Verkehr so gut wie kein Verständnis in der Bevölkerung findet, das Gemeindekollegium aber mit großer Sturheit daran festhält.

Man erinnere sich nur an das große Theater um die vom damaligen Ecolo-Schöffen Arthur Genten initiierte Umwandlung der Kirchstraße in eine Fußgängerzone. Es musste letztlich sogar eine aufwendige Volksbefragung her, um Klarheit zu schaffen in einer Angelegenheit, die von Beginn an klar war – jedenfalls für die übergroße Mehrheit der Eupener Bürger.

Ähnlich war es bei den Blumenkästen, die von Beginn an auf große Ablehnung stießen, aber heute noch da sind – wenngleich in etwas weniger nerviger Konstellation als zu Beginn. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

 

18 Antworten auf “ALLES NUR SATIRE – Die gefährlichen Pyramiden in Eupen sind „Radabweiser“”

  1. Bromfietser

    Ganz großes Kino, diese Satire. Das könnte ja eine wahre Prozesslawine geben, wenn der erste Motorradfahrer, z:b. ein Tourist aus dem EU-Ausland, bei einem Sturz zusätzlich durch diese Dinger sein Leben verliert oder in den Rollstuhl gesetzt wird.

  2. Die Dinger sind der Helle Horror
    Wer lässt sich so ne sch…….. einfallen
    Aber nicht der Herr Scholl , habe immer gedacht er wäre
    Kompetent . Aber so ändern sich die Zeiten
    Rausholen und hohe Poller mit Ketten und alle sind Zufrieden
    Fußgänger mit Kinderwagen und die „bösen Autofahrer“

  3. Kanaldeckel!

    Hätte man dieses Geld in die Angleichung des Kanaldeckels im Hook gesteckt, dann hätte man tausenden Menschen einen Gefallen getan und eine für Motorrad- und Fahrradfahrer sehr gefährliche Stelle beseitigt!

    • Liebe Mimi,

      sehr interessant zu erfahren, dass Sie wissen, woher die Mehrzahl der Bürger aus Eupen her kommen. Ich würde nur gerne wissen wie gut sie sich in ,, Kairo,, auskennen, um solch einen Vergleich zu starten ? Wäre vielleicht toll wenn Sie mir das Mal begründen könnten? Hilft mir vielleicht bei der Urlaubsplanung ;)

      • Gastleser

        Ja, das passt nicht zum unsinnigen Verkehrskonzept-Kontext.
        Dennoch ist das ein weiterer Punkt um Eupen zu meiden.
        Es ist schon bunt geworden…
        Die Zeit wo man das Auto/Haus nicht abschliessen musste sind gar nicht mal so lange vorbei.
        Man kann auch gleich nach Aachen oder Verviers fahren- oder Holland (da gibt/gab es sogar einen Parkplatz Service – für ein wenig Kleingeld an Junkies konnte man hoffen das Auto heil wieder auf dem Parkplatz vorzufinden)

        • Ossenknecht

          Wer so krank ist, diese fabulierte Hetze zum Anlass zu nehmen, Eupen zu meiden, tut der Stadt einen Gefallen. Rassisten gehören anderswo hin, nämlich auf den Müllhaufen der Geschichte.

  4. Corona2019

    @ – Kanaldeckel!

    Ich verstehe nicht das Eupener immer wieder in dieses Kanaldeckel Loch Fallen beim abbiegen von der Hook in die Vervierserstrasse

    Ein wenig mehr Links halten beim abbiegen , und man lässt den Deckel, beziehungsweise den Krater mittig unter sich , ohne ihn mit den Rädern zu berühren .

    Das bedeutet natürlich nicht das ich solche Schlampigen Arbeiten als Normal ansehe .

    In Belgien scheint man einfach zu Blöd zu sein die Passende Gummi Dichtung zu finden die zwischen Deckel und Auflage gehört .
    Auf der Herbestahlerstrasse sieht das ja auch nicht besser aus .
    Eine Strasse die wann komplett neu gemacht worden ist ?
    Gibt es für Schlampige Arbeiten Bonus Punkte ?????
    Und wer die Meisten Punkte hat , bekommt den nächsten Auftrag ?
    Oder wie funktioniert das System ?

    Unglaublich , Eine Garantie muss es doch auch Geben ?

    ob Jetzt National Strasse oder nicht ,
    Die Stadt könnte das Problem an einem Abend zu später Stunde erledigen , wenn wenig Verkehr ist .
    Richtige Dichtung bestellen
    Deckel auf ,
    Dichtung rein ,
    Deckel Zu .
    Rechnung dem Staat oder Schlampigen Bau Unternehmen zukommen lassen
    FERTIG!!!!

  5. Franz König

    Die Dinger stellen eine Gefahr auf Leib und Leben dar, Wenn man auf die Pyramiden drauf fällt, war es dass. Dann ist der Notarzt überflüssig. Der dass genehmigt hat, gehört in die Klapse.

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