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Randale bei Kundgebung des Militärs in Brüssel: Polizei setzt Wasserwerfer und Tränengas ein

Die Polizei fuhr schweres Geschütz gegen die demonstrierenden Militärs auf. Foto: Belga

In Brüssel haben am Dienstag mehr als 8.000 Angehörige der Armee gegen Pläne der föderalen Regierung demonstriert, die das Rentenalter beim Militär auf 63 Jahre erhöhen will. Während der Kundgebung kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

Nach dem Willen der Regierung von Charles Michel (MR) soll in der Armee das Rentenalter schrittweise von 56 auf 63 Jahre erhöht werden.

Für Armeeangehörige gilt ein Streikverbot. Deshalb entschieden sich die Gewerkschaften für eine Kundgebung am 15. November, dem „Fest des Königs“, wenn Soldaten einen freien Tag haben.

Wie flanderninfo.be berichtete, begann die Soldatendemo friedlich, sie eskalierte aber gegen Mittag. Vor dem Verteidigungsministerium versuchten die Demonstranten, die Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Daraufhin setzte die Polizei Wasserwerfer und Tränengas ein.

Belgische Soldaten bei der Parade am Nationlfeiertag 2012 in Brüssel. Foto: Shutterstock

Künftig erst mit 63 in Rente: Belgische Soldaten (hier bei der Parade am Nationalfeiertag 2012 in Brüssel). Foto: Shutterstock

Verteidigungsminister Steven Vandeput (N-VA) reagierte auf die Kritik an seiner Rentenreform. Diese sei notwendig und eine Pflicht gegenüber zukünftigen Generationen. Eine längere Lebensarbeitszeit der Soldaten sei keine Gefahr für die Sicherheit des Landes.

Ein höheres Rentenalter sei die einzig mögliche Antwort auf die Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft stehe, so der Minister. Das Rentenalter werde sowieso nur schrittweise erhöht. Erst 2030 würden Soldaten mit 63 Jahren pensioniert.

Die letzte Kundgebung der Armeegewerkschaften fand 2009 gegen Reformpläne des damaligen Verteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V) statt. (flanderninfo.be)

25 Antworten auf “Randale bei Kundgebung des Militärs in Brüssel: Polizei setzt Wasserwerfer und Tränengas ein”

    • Ludovic Cruchot

      Was die meisten nicht wissen, ist dass der Militär während seiner gesamten Laufbahn 20 Prozent mehr in die Rentenkasse bezahlt hat um mit 56 in Rente gehen zu können. Jetzt soll er länger arbeiten, auch gut, andere (außer unsere Politiker) müssen es ja auch. Aber was passiert mit dem Geld welches er mehr eingezahlt hat, und das 35 oder 40 Jahre lang ? Und nicht nur das, der Soldat der morgen später in Rente gehen soll wird weniger Pension bekommen als jener die heute mit 56 gehen darf ? Ist das fair ?

  1. Pensionierter Bauer

    Wir Milchbauern arbeiten im Allgemeinen bis 65. Dazu kommt auch noch dass wir das ganze ohne echtes Wochenende und mit wenig Urlaub getan haben und tuen. Die Herren Soldaten sollen sich darüber im klaren sein, dass sie von der arbeiten Bevölkerung bezahlt werden und dafür sollen sie genau wie wir Bauern ihre Leistung bringen.

      • Pensionierter Bauer

        Stimmt mein Freund Bürger ll , allerdings hat das auch dazu geführt dass das Volk mit bezahlbaren, einer qualitativ und quantitativ nie dagewesenen Nahrungsmittelauswahl versorgt ist.
        Dies war noch lange nicht immer so. Zu den Zuschüssen welche meine aktiven Kollegen sei gesagt dass diese an jede Menge Bedingungen geknüpft sind, welche bei schon geringen Verstössen gleich gekürzt werden.
        Die volle Pension gibt es wie bei allen in der Privatwirtschaft tätigen mit 65, allerdings mit dem feinen Unterschied 45/45………365/365…….und der Tag hatte in den wenigsten Fällen acht Stunden.

  2. Warum bekommt ein Zöllner ( die eh die halbe Zeit frei haben ) soviel Gehalt,fast keine Abgaben .
    Dazu gehen fast alle Blut sowie Plasma spenden wobei es jede Menge freie Tage gibt .
    der einfache Arbeiter geht am Tag nach der Blutspende seiner Arbeit nach ohne freie Tage .
    Ich habe mein Dienstjahr beim Militär verbracht,wobei die meisten die sich für längere Zeit dem Militär verschrieben hatten fast alles Alkoholiker waren /sind und dafür noch dicke Pensionen.
    Welcher politiker bremmst diese Pensionen und Vorteile für sehr viele Beamte ?
    Da traut sich keiner ran ! Feiglinge

  3. Hallo Herbert

    Ein bekannter Soldat wurde mit 50 in Vielsalm pensioniert!
    Ein bekannter Lokführer mit 55 in Gouvy!
    Ein bekannter Lehrer mit 56 in St Vith!
    Ein bekannter Polizist mit 57 in St Vith!
    ALLES schwere Berufe….

  4. Johann Klos

    Ausbildung miserabel, Material miserabel oder unvollständig. Im Ernstfall nicht zu gebrauchen.

    Frage: Warumtuen Länder in unserer Größe sich das noch an?
    Warum überweisen wir nicht einen fixen Betrag an Frankreich ( Wallonie) und die
    Den Niederlabden ( Flandern) und übertragen usnseren Devensifauftrag. Alles andere
    Schluss.

    Innere Sicherheit: Wann endlich stoßen wir eine Debatte los damit ein Corp wie die Gendarmerie wieder eingeführt wird. Es wäre endlich Schluss mit lustig.

  5. Marc Van Houtte

    Lieber Herr Klos
    Ich glaube Sie haben wohl nicht lange gedient.
    Ja die Finanzierung der Armee ist unter alller Sau aber bei der Ausbildung irren Sie gewaltig.
    Unsere Kader sind erheblich besser ausgebildet als viele unserer Europäischen Nachbarn.
    Was diese Leute mit dem Budget leisten grenzt an Wunder.

  6. hastalavistababy

    Im Ernstfall haben die mit ihrer eigenen Verteidigung mehr zu tun. Da bleibt für den Schutz des Bürgers
    keine Zeit. Das belgische Militär ähnelt der Augsburger Puppenkiste.
    Beschäftigungstherapie für Leute die für einen normalen Job zu blöd sind.
    Und dann wollen die mit 56 auch noch in Rente.
    Im Prinzip spielt das aber auch keine Rolle mehr.
    Hier wird für so viele Faulenzer bezahlt da kommt es auf die paar Männekes auch nicht mehr an.

  7. Also ich kenne etliche die bei der Armee „angestellt“ sind.
    Freizeit ohne Ende, ein Anruf genügt, und schon kann man zb ein Stündchen Tennis spielen, schwimmen gehen, usw.. dafür muss ich mir ein paar Stunden freinehmen.
    Wieso sollten diese nicht wie jeder andere Bürger bis zum vollen Alter arbeiten ?
    Wenn eh etwas geschieht und die Armee gebraucht wird, schliessen die sich doch eher ein und vermelden dies als Terrorgefahr und dürfen die Schotten dicht machen (sowie unsere Polizei).
    Diese kriegt noch ncihtmals einen kleinen Einbrecher geschnappt.

    • Reuter N

      @ Eifeler , das mit der Freizeit kann schon sein , die haben nämlich 30 Tage Urlaub , doch was soll’s die Stelle war auch für Sie da .Ich glaube aber kaum das unsere Soldaten sich verstecken , denn wie wars denn nach dem Terroranschlag in Brüssel , es waren hunderte und aber hunderte von Soldaten im Einsatz in den Strassen , dafür haben Sie sehr warscheinlich keine Eier in der Hose . Das diese Männer Monate lang nicht nach Hause kamen bei ihren Familien , da schert sich keiner drum , es ist ja ihr Job wie viele sagen .Es ist ja auch so , es ist denen ihr Job , und ich bin heil froh das ich es nicht machen muss , deshalb gönne ich den Frauen und Männer vom Militär ein paar Tage mehr Urlaub.

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