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Explosionen an Gas-Pipelines: Wer waren die Täter?

28.09.2022, Schweden, --: Das Nord Stream 1-Gasleck in der Ostsee, fotografiert aus einem Flugzeug der schwedischen Küstenwache. Foto: Swedish Coast Guard/dpa

AKTUALISIERT – Mehrere hundert Kilogramm Sprengstoff sollen für die Zerstörungen an den Ostsee-Pipelines gezündet worden sein. So viel steht schon fest. Anderes wird erst klar, wenn die heftig Gas abblasenden Röhren in der kommenden Woche zugänglich sind. Die Spurensuche hat begonnen.

Eine länderübergreifende Ermittlung soll Licht in die offenkundige Sabotage der Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee bringen. Drei von inzwischen vier entdeckten Lecks an den Gasröhren liegen in wenigen Kilometern Abstand zueinander, wie die schwedische Küstenwache am Donnerstag mitteilte.

Aus Brüssel hieß es, die Lecks seien wohl eine gezielte Tat. „Alle derzeit verfügbaren Informationen deuten darauf hin, dass dies das Ergebnis vorsätzlicher, rücksichtsloser und unverantwortlicher Sabotageakte ist“, hieß es in einem Statement des Nordatlantikrats der 30 Mitgliedstaaten. Ein möglicher Drahtzieher wurde nicht genannt.

Nord Stream 1 wurde im November 2011 in Betrieb genommen und verläuft von Wyborg nach Lubmin bei Greifswald. Nord Stream 2 verläuft von Ust-Luga weitgehend parallel ebenfalls nach Lubmin, jene des zweiten Stranges im September 2021. Karte: Shutterstock

Die Ermittlungen haben bereits begonnen – auch ohne dass man bislang an die Lecks herankommt. EU-Kommissarin Ylva Johansson äußerte sich zuversichtlich, dass herausgefunden werden kann, wer hinter dem mutmaßlichen Sabotageakt steckt. Bislang gibt es dazu zwar nur Arbeitshypothesen, doch die Auswertung der Radar- und Satellitendaten von Booten, Schiffen und U-Booten, die sich im fraglichen Zeitraum in dem Gebiet aufhielten, läuft auf Hochtouren.

Im Blick haben die Ermittler aus Dänemark, Schweden und Deutschland beispielsweise die Frage der Reichweite, also wie weit ein Militärtaucher mit einer größeren Last maximal schwimmen könnte. Immerhin geht man davon aus, dass für die beobachteten und von Sensoren registrierten Explosionen insgesamt mehrere Hundert Kilogramm Sprengstoff verwendet wurden.

Dass Sprengstoff in einer Art Kommando-Operation erst in den letzten Wochen angebracht wurde, ist mitnichten klar. Genauso könnte ein „staatlicher Akteur“ Sprengsätze vor schon längerer Zeit angebracht haben – vor Monaten oder gar Jahren.

27.09.2022, Dänemark, Bornholm: Das Foto zeigt das Nord Stream 2-Gasleck in der Nähe von Bornholm aus der Luft. Foto: Danish Defence Command/dpa

Die Herausforderung ist die Rekonstruktion der Tat in einem Gebiet, das intensiv genutzt wird. Erst im Juni hatte die Nato ihre Marine-Übung Baltops 22 in Gewässern vor der dänischen Insel Bornholm abgehalten. Derzeit läuft in der Ostsee das Seemanöver Northern Coasts 22.

Der Sicherheitsexperte Johannes Peters vermutete am Donnerstag Russland hinter dem mutmaßlichen Sabotageakt. „Das wirkt vordergründig natürlich etwas widersinnig, die eigenen Pipelines zu zerstören“, sagte der Experte vom Institut für Sicherheitspolitik der Universität Kiel im ARD-„Morgenmagazin“. Es gebe aber gute Gründe. Ein Grund sei sicherlich, ein „starkes Signal“ an Europa zu senden, vor allem an Deutschland und Polen, dass man dasselbe auch mit Pipelines machen könnte, die für unsere Versorgungssicherheit deutlich wichtiger seien. Ein weiterer möglicher Grund für einen möglichen russischen Sabotageakt sei, dass man im Winter „die noch intakte Nord-Stream-2-Röhre dazu nutzen kann, um Druck auf Deutschland zu erhöhen, wenn beispielsweise der innenpolitische Druck auf die Regierung wachsen sollte, weil die Gaspreise hoch sind, weil wir vielleicht doch nicht genügend Gas haben für den Winter“.

09.04.2010, Russland, Portowaja-Bucht: Ein russischer Bauarbeiter spricht während einer Zeremonie zum Baubeginn der Nord Stream-Pipeline in der Portowaja-Bucht, etwa 170 km nordwestlich von St. Petersburg. Foto: Dmitry Lovetsky/AP/dpa

Auch der Kreml vermutet nach eigenen Angaben einen Staat hinter der Tat und spricht von einem Terrorakt, wie Sprecher Dmitri Peskow nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen sagte. Vermutungen westlicher Sicherheitsexperten, wonach sein Land selbst hinter dem mutmaßlichen Sabotageakt stecke, wies er als „dumm“ zurück. Im Gebiet der Lecks an den Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 hätten sich weit mehr Schiffe und Flugzeuge der Nato aufgehalten als russische, betont er.

Auch der Außenminister Litauens, Gabrielius Landsbergis, sprach von einem „Terrorakt“, sah allerdings als Ziel, Angst zu schüren und die Versorgung Europas mit Gas zu erschweren. Und: „All dies entspricht zumindest aus politischer Sicht der Definition eines terroristischen Aktes, die rechtliche Bewertung wird später erfolgen.“  (dpa)

57 Antworten auf “Explosionen an Gas-Pipelines: Wer waren die Täter?”

  1. alter weißer mann

    Auch das gehört dazu:

    Neue EU-Sanktionen gegen Russland

    Reichlich vage sind auch die Angaben zu den Handels-Beschränkungen. Es gehe um ein Volumen von 7 Milliarden Euro, sagte von der Leyen. Im Gespräch ist unter anderem ein Einfuhrverbot für russische Diamanten. Dies würde allerdings Belgien hart treffen – in Antwerpen hängen tausende Arbeitsplätze vom Handel mit den Edelsteinen ab. Ob die belgische Regierung dem zustimmt, ist unklar.

    Der Verlust von tausenden Arbeitspläten scheinen von der Leyen und Michel nicht zu interessieren. Hauptsache gut aussehen….

    • DR ALBERN

      @ alter weisser mann, auch das gehört dazu, im deutschen TV wurde soeben verkündet, die gedachte Pipeline für Erdgas von Spanien nach Deutschland wurde von MACRON abgelehnt! Schulz wendete sich mit seinem gesamten Aufgebot von Ministern enttäuscht ab! Auch so funktioniert EUROPA!

  2. alter weißer mann

    Auch das gehört dazu:

    Neue EU-Sanktionen gegen Russland
    Reichlich vage sind auch die Angaben zu den Handels-Beschränkungen. Es gehe um ein Volumen von 7 Milliarden Euro, sagte von der Leyen. Im Gespräch ist unter anderem ein Einfuhrverbot für russische Diamanten. Dies würde allerdings Belgien hart treffen – in Antwerpen hängen tausende Arbeitsplätze vom Handel mit den Edelsteinen ab. Ob die belgische Regierung dem zustimmt, ist unklar.

    https://taz.de/EU-Reaktionen-auf-Scheinreferenden/!5884822/

    Der Verlust von tausenden Arbeitsplätze scheien von der Leyen und Michel nicht zu interessieren. Hauptsache gut aussehen….

  3. schlechtmensch

    Die Sache ist doch eindeutig. Nachdem die Russen bei dem Kernkraftwerk in der Ukraine wochenlang ihre eigenen Stellungen beschossen haben, hat jetzt Putin persönlich die Gasleitungen gesprengt. Da der Absperrhahn auf russischer Seite defekt ist blieb ihm keine andere Wahl als sich mit nacktem Oberkörper von einem Hubschrauber abzuseilen und dann die Sprengladungen anzubringen. Die umher fahrenden Kriegsschiffe der Nato die dort gerade Manöver machen haben natürlich nichts bemerkt. Und Sleepy Joe weiß von nix. Wahrscheinlich auch nicht dass er genau dieses Szenario Anfang des Jahres angekündigt hat. Zufälle gibts…

  4. Solange Diamanten an Russland geliefert werden ist die ganze Sanktionspolitik eine Farce.
    Man beschützt lediglich die Diamantenhändler. Die bisherigen Folgen der Sanktionen sind doch für das kleine Volk viel bedeutender als ein Ausfuhrverbot der Diamanten. Aber es gibt auf der ganzen Welt eine Gruppe Menschen welche es immer wieder schafft selbst von den größten Krisen verschont zu bleiben, aber das darf man ja nicht schreiben den das ist strafbar.

  5. Im Moment ist alles reine Spekulation.Ich bezweifele aber,dass Russland diesen Trumpf Nordsream 1 und 2 aus der Hand geben würde.Vielleicht ist es auch eine Reaktion der USA auf den zunehmenden westlichen Druck der Bevölkerung N2 zu öffnen,um so eindrucksvoll zu dokumentieren,dass eine N2 Öffnung auf gar keinen Fall in Frage kommt.Also eines steht fest.Wir stehen haarscharf vor dem 3.Weltkrieg.Die Eskalationsspirale wird unaufhaltsam weitergedreht.Von dringend notwendigen Diplomatischen Bemühungen ist weit und breit Nichts zu sehen.Auch weil die AMIS uns vielleicht nicht lassen.Kein westlicher Politiker hat die „Eier“ hier das Ruder rumzuwerfen, im Gegenteil ,“Kriegsministerin“ Baerbocks feuriger Hass auf Russland und ihre endlose Liebe zur Ukraine geht sogar soweit,die Vernichtung des Westens in Kauf zu nehmen.

  6. Joseph Meyer

    @Kevin Giebels
    Sie sagen es: „Welchen Nutzen hätte das denn? Mit intakter Pipeline hat er ein Druckmittel ganz nach dem Motto „Haltet euch da raus, dann gibts wieder Gas“. So hingegen nicht.“

    Die Qualitätsmedien, ARD, ZDF, Spiegel, Welt, usw. natürlich auch dpa, zeigen sofort auf Russland, nur bitter für sie, diesmal ist es kompliziert, Russland den schwarzen Pater zuzuschieben! Ein ganzes Indiziennetz deutet eindeutig auf die USA bzw. die US-Marine als verantwortlicher Saboteur! Wie schlimm muss diese Erkenntnis jetzt für unsere us-hörigen politischen Führungspersonen sein?! Fallen gelassen zu werden vom angebeteten Hegemon wie eine unnütze Kartoffel …
    Hier einige Veröffentlichungen mit den angesprochenen Indizien.

    – 28.09.2022
    USA zerstörten Versorgungsleitungen in der Ostsee | Von Anselm Lenz (1)
    Dänemark meldet zwei große Explosionen im Meer. Aus Lubmin wird ein Druckabfall gemeldet. Auf See bilden sich gigantische Wirbel an der Wasseroberfläche. Rohstoffe im Wert von zwei Milliarden Euro strömen massenhaft in die Ostsee bei Bornholm. Die Versorgungsleitungen auf dem Meeresgrund sind Leck geschlagen, heißt es. Dann stellt sich heraus: Es ist ein Anschlag: Die USA haben am Montag die Versorgungsleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 mit Sprengsätzen zerstört.
    Bereits am 22. Februar 2022 hatte es der unter dubiosen Umständen inaugurierte US-Präsident Joseph Biden angekündigt: Der Washingtoner »Tiefe Staat« wird die Versorgungsleitungen in der Ostsee sabotieren. (1)
    Für den 2. September 2022 hatten russische Nachrichtenagenturen bereits ein Manöver mit US-Militärhubschraubern über der Ostsee gemeldet, bei der auch Unterwasserdrohnen mit Sprengsätzen eine Rolle spielten (2).
    Am 26. September 2022 nun war es so weit. Die US-Spezialtorpedos zerstörten am Nachmittag und in der Nacht von Montag auf Dienstag die Versorgungsleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 in der Ostsee nahe der dänischen Urlaubsinsel Bornholm. Aus den Lecks strömt seither massenhaft Erdgas ins Meer und bildet auf der Wasseroberfläche sehr große Wirbel. … Der Anschlag der USA auf die Versorgungsleitungen muss als offen kriegerischer Akt gegen Europa bewertet werden. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, …

    – 28.09.2022
    Joseph Biden kündigt Zerstörung von Nord Stream 2 an (2)

    – 14.06.2022
    Manöver und US-Unterwasserdrohnen
    BALTOPS 22: A Perfect Opportunity for Research and Resting New Technology  (3) Experimentation was conducted off the coast of Bornholm, Denmark, with participants from Naval Information Warfare Center Pacific, Naval Undersea Warfare Center Newport, and Mine Warfare Readiness and Effectiveness Measuring all under the direction of U.S. 6th Fleet Task Force 68. 

    In diesem Zusammenhang ist folgende Information ebenfalls relevant!
    – 29.09.2022
    Dokumenten-Leak: Wie die Bundesregierung an einer „Narrativ-Gleichschaltung“ zum Ukraine-Krieg arbeitet – Teil 1
    Ein Artikel von: Florian Warweg (4)
    Den NachDenkSeiten wurde exklusiv ein internes Dokument der Bundesregierung zugespielt. Wir konnten das Papier verifizieren und uns ist auch die Identität des Whistleblowers bekannt. Das Dokument gibt einen erhellenden Einblick in das Ausmaß der horizontalen und vertikalen Strukturen der, man kann es nicht anders sagen, bundesdeutschen Staatspropaganda, insbesondere was die behördliche Einbindung von Medien (z.B. Spiegel und Stern), westlichen Social-Media-Konzernen, Bildungseinrichtungen und den sogenannten „Faktencheckern“ angeht. Selbst Grundschulkinder werden ins Visier genommen. Aus all dem ergibt sich der konzertierte Versuch einer Informations-Gleichschaltung durch die Bundesregierung.

    Da könnte man nun lamentieren und sagen: „Schöne Neue Welt“ …, besser ist zu sagen: „Schluss jetzt damit, wir wehren uns!“

    (1) https://apolut.net/usa-zerstoerten-versorgungsleitungen-in-der-ostsee-von-anselm-lenz/
    (2) https://t.me/DemokratischerWiderstandTelegram/6398
    (3) https://seapowermagazine.org/baltops-22-a-perfect-opportunity-for-research-and-resting-new-technology/
    (4) https://www.nachdenkseiten.de/?p=88618#more-88618

    • Napoleon

      Hallo wann verstehen die Amikriecher mal was dahinter steckt? wen trifft es uns in Westeuropa hier stehen die Räder gleich still die kleine Baerbock sollte schnell zu ihrem guten kleinem Freund nach Ukraine ziehen und dableiben hier wird die nicht mehr gebraucht!

  7. Wenn Putin die Gasliferung nach Europa zerstören möchte, würde er erst die ukrainische Pipeline sprengen / bombardieren. Aber das ist nicht der Fall. Trozt dem Krieg fließt Gas immer wieder nach Europa. Unsinn, oder?
    Also, wer soll damit profitieren?
    Logischerweise, darf man dann das nicht ausschließen, dass USA / NATO das nächste Gleiwitzt (oder Tonkin) haben möchte. Und falls Gleiwitzt nicht funktioniert, dann mindestens wird Deutschland nicht in der Lage sein, die Ampel Regierung rauszuwerfen, mit Russland Frieden zu schließen und die Nord Stream 1 und 2 wieder zu eröffnen. Die Deindustrialisierung Deutschlands muss gesichert werden.
    Kann man bitte sagen, ob diese Logik falsch ist?

    • schlechtmensch

      Im Grunde weiß doch jeder der bis zwei zählen kann wer das war. Jeder weiß es, keiner sagt was. Die Menschen und die Medien verhalten sich genauso wie damals vor dem zweiten Weltkrieg. Besser wegschauen und sich das schönreden. Einer gibt die Meinung vor und alle machen mit.

      • Willi Müller

        „Im Grunde weiß doch jeder der bis zwei zählen kann wer das war.“

        Tschuldigung, ich kann zwar bis 2 zählen, aber ich weiß nicht wer es war. Haben Sie da einen Verdacht? Wenn ja, welchen?

        • Aber Herr Müller !
          Das wir Badman sicher nicht tun!
          „Sie würden es ja sowieso nicht glauben. Sie haben ihre Scheuklappen auf. Wenn sie sich ein wenig Mühe geben und selber recherchieren und zwar in allen medien und weltweit. Dann würden sie evtl. die Zusammenhänge verstehen. Aber geben sie es zu. Sie wollen das alles garnicht wissen. Es ist bequemer gleichgeschaltet wie der Mainstream in die gleiche Richtung zu trotten. Hirn aus und alle Kraft voraus.“ (Zitat Ende) 🤣😂😂

  8. Eastwind

    Ich glaube, hier melden sich wieder Putinversteher und Westen-Hasser zu Wort. Morgen werden werden sie wahrscheinlich behaupten, die Ukraine hätte den Überfall von Russland provoziert, Putin hätte keine andere Wahl gehabt, so wie Hitler 1940 von Polen provoziert worden sei und quasi gezwungen wurde, in Polen einzumarschieren.

  9. Olivier Peters

    Alles wird doch klarer… Doel 3 ist doch auch vermutlich mit absoluter Sicherheit durch Vivant IT-Spezialisten auf direktem Befehl des Kremls heruntergefahren worden. Das bestätigt doch wovor Frau Creutz und Herr Franssen schon lange gewarnt haben : Vivant ist Staatszersetzend und demokratiefeindlich…

  10. Schon Trump wollte Nordstream mit allen Mitteln verhindern. Vielleicht erinnert sich jemand an die US-Sanktionen. Altmaier kroch 2019 denn auch in Washington zu Kreuze und unterzeichnete die Verträge über den Kauf des „our beautiful fracking gas“ (Donald Trump).
    Biden legte im Februar 2022 eine Schippe drauf, indem er bei einer Pressekonferenz grinsend verlauten ließ, dass man Nordstream nicht nur verhindern werde, sondern dazu auch in der Lage sei.
    Nun ist es so, dass am 22. September 2022 ein großer US-Flottenverband den Fehmarnbelt in Richtung Westen passierte. Die USS Kearsarge, das größte Kriegsschiff der Navy, wurde begleitet von den Landungsschiffen USS Arlington und USS Gunston Hall, an Bord 4.000 Soldaten, man kam von einem NATO-Manöver.
    Hinzu kommt, dass die Gewässer vor der dänischen Insel Bornholm seit 30 Jahren Trainingsgebiet der Navy Seals sind, also jener Eliteeinheit von Kampftauchern, die unter anderem darauf spezialisiert sind, Haftminen und sonstige Sprengladungen an diversen Zielen zu installieren.
    Natürlich werden in Nord- und Ostsee auch immer wieder russische U-Boote gesichtet und ebenso natürlich verfügt auch die russische Armee über Kampftaucher.
    Und doch sollte man beachten, dass es seit sehr langer Zeit erklärte angelsächsische Außenpolitik ist, ein wirtschaftliches Zusammenkommen Russlands und Deutschlands zu verhindern. Dass das auch 21. Jahrhundert immer noch so ist, wird dadurch belegt, dass zwei politisch wie ideologisch komplett gegensätzlich tickende US-Präsidenten sich aber in einem Punkt einig sind: Kein russisches Gas für Deutschland.

  11. #Fluppz
    30/09/2022 07:07

    👍

    „Trump bietet sich als Vermittler zwischen Russland und USA an

    Trump wiederholte auch seine Behauptung, dass der Ukraine-Krieg nie stattgefunden hätte, wenn er noch Präsident wäre. „Die Katastrophe zwischen Russland und der Ukraine hätte nie passieren dürfen, und sie wäre definitiv nicht passiert, wenn ich Präsident wäre“, erklärte er:

    „Verschlimmern Sie die Situation nicht durch die Sprengung der Pipeline. Seien Sie strategisch, seien Sie klug (brillant!), bringen Sie JETZT eine Verhandlungslösung zustande. Beide Seiten brauchen und wollen es. Die ganze Welt steht auf dem Spiel. Ich werde die Gruppe leiten???“

  12. Alessandro Vega

    Was viele von Putins Speichelleckern hier in den Kommentaren nicht erwähnen ist, dass Russland seine Vertraglichen Pflichten zur Gaslieferung absichtlich nicht einhällt auch schon vor der Sabotage und Deutschland will dagegen aktuell mit einer Milliarden Klage vorgehen.

    Nun hat Russland natürlich einen triftigen Grund nicht zu liefern, für den es auch nicht verklagt werden kann.

    Da die Pipline sooderso kurz bis mittelfristig ausser Betrieb genommen würde verlieren die Russen nichts durch die Sprengung ausser einer Milliardenklage zu entgehen.

    Denkt mal früber nach…

    • Joseph Meyer

      @Alessandro Vega
      Das haben Sie offensichtlich nicht mitbekommen: Russland d.h. Gazprom wollte über die Pipeline
      North-Stream II gas an Deutschland liefern … die tolle Ampel, die „dümmste Regierung die Deutschland je hatte“, wollte aber, zum Wohlgefallen ihrer WWF-Mentoren, partout North-Stream II nicht öffnen …
      Während der letzten Wochen gerieten nun Habeck, Baerbock, Scholz in den Neuen Bundesländern massiv unter Druck: Überall in Städten und Gemeinden kam es zu Protestzüge mit dem Slogan „Öffnet North-Stream II“, „Öffnet North-Stream II“ …
      Frage: Wer war jetzt froher, am frohesten, dass diese verdammten Leitungen noch gerade rechtzeitig erledigt waren, was meinen Sie, dreimal dürfen Sie raten …?! Im Übrigen hatte Freund „Sleepy Joe“ es Scholz ja auch versprochen, sinngemäss: „We have the means, we will deal with North-Stream II, once and for all!“
      https://stine113blog.com/2022/09/27/nato-triumphiert-anschlag-auf-nordstream-2/

  13. Zuhörer

    Immer wieder das gleiche Spiel. Zuerst wird versucht, uns in einem Krieg zu verwickeln. Wenn wir nicht mitmachen wollen, dann kommen Terroristische Anschläge, um uns emotional auf Krieg einzustimmen. Immer wieder wird dieses Theaterstück vorgetragen. und die ganze Welt fällt auch immer drauf rein.
    Korea, Vietnam, Philippinen, und, und, und. Wir haben eine Demokratie nach Amerikanischem Vorbild. Wie sagte damals George Busch?: Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns. (Diese Worte stammen von einem uns sehr bekannten Diktator) Mit diesen Worten wollte er uns in den Irak-Krieg verstricken.
    Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte sich aber nicht auf Krieg eingelassen. Er sagte, Deutschland hat genug schlechte Erfahrungen mit krieg gemacht.Dass war das einzige was er in seiner Amtszeit wirklich gut gemacht hatte.
    Am meisten verwundern mich die Grünen, wenn es nach ihren ginge, wären schon Bundeswehr und andere Nato Mitglieder an der Front. Frieden schaffen ohne Waffen, war doch immer deren Motto !
    Stecken da eventuell auch wieder Finanzielle Interessen hinter ?

    • Robin Wood

      @Zuhörer
      Stimme Ihnen zu.

      Ich wüsste gerne, wer von den einstmals friedliebenden Grünen freiwillig für die Ukraine an der Front kämpfen würde. Oder wer von denen, die Waffenlieferungen befürworten.

    • @Zuhörer.
      Vollkommen richtig.Einfach unerträglich diese fremdgesteuerte Grüne Scheinheiligkeit und Doppelmoral.ImBezug auf die Pipelineanschläge;wenn man sieht wer die Untersuchungen durchführt,steht eh jetzt schon fest,wer der Bösewicht war.

  14. #Zuhörer

    „Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte sich aber nicht auf Krieg eingelassen. Er sagte, Deutschland hat genug schlechte Erfahrungen mit krieg gemacht.Dass war das einzige was er in seiner Amtszeit wirklich gut gemacht hatte.
    Am meisten verwundern mich die Grünen, wenn es nach ihren ginge, wären schon Bundeswehr und andere Nato Mitglieder an der Front. Frieden schaffen ohne Waffen, war doch immer deren Motto !“….
    👍

    Die Grünen haben sich total verrannt und sind unglaubhaft geworden.
    Oder wie es früher bei der Schießausbildung hieß: „Links unten abgekommen“…

    • Kevin Giebels

      „Am meisten verwundern mich die Grünen, wenn es nach ihren ginge, wären schon Bundeswehr und andere Nato Mitglieder an der Front. Frieden schaffen ohne Waffen, war doch immer deren Motto.“

      Solange man denn nur die grünen an die Front schickt würden wäre wohl jeder dafür.

      „Lieber ein Haus im Grünen als einen Grünen im Haus“ – Christian Lindner

  15. Krisenmanagement

    Wem hilft die Zerstörung der Nord Stream Gaspipelines? Zerstört Russland wirklich ihre eigene Pipeline, die ihr viel Geld bringt. Der Verdacht wiegt schwer. Ein Manöver der USA fand in der Nähe statt.
    https://www.welt.de/politik/ausland/article241303381/Nord-Stream-1-2-Von-der-Leyen-fuehrt-Pipeline-Lecks-auf-Sabotageakt-zurueck.html;
    https://www.nzz.ch/international/nord-stream-kritische-infrastruktur-im-meer-schwer-zu-schuetzen-ld.1704867;
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=88662; Terror gegen Pipelines könnte Proteste gegen Medien, Regierung und USA auch anfachen
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=88589 Die Folgen der Nord-Stream-Anschläge für Proteste und Betriebe

  16. Werner Naujoks

    Im Wind- und Wassermühlen-Museum Gifhorn steht eine Russisch-orthodoxe Holzkirche des Heiligen Nikolaus. Ihr Vorbild stand ursprünglich in dem zentralrussischen Dorf Kosljatjewo und wurde 1965 wegen ihrer besonders wertvollen Architektur in das russische Freilichtmuseum Suzdal versetzt. Nach dem Vorbild dieser Kirche entstand zwischen 1994 und 1996 am Rande des Mühlenmuseums die Kirche „als Geschenk zur Versöhnung zwischen dem deutschen und dem russischen Volk 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.“. So steht es in einem Faltblatt dieses wunderbaren privaten Museums, das ich etwa 2017 besuchte. Heute ist dieses Faltblatt ein zeitgeschichtliches Dokument, das wie kaum ein anderes geeignet ist, die Russen von dem Verdacht zu entlasten, sie wären es gewesen, das deutsche Volk, mit dem sie sich erst vor kurzem auf so ergreifende Weise versöhnt hatten, durch Sprengung der Pipelines ins Mark treffen. Dass deutsche Politiker und Bürger solches fernab von jeglichem Geschichtsbewusstsein bwhaupten, ist eine nur schwer erträgliche Schande, mehr noch die offen geäußerte Feindschaft gegen hier lebende Russen vom einfachen Staatsbürger bis zum Dirigenten in München.

  17. Hans Eichelberg

    „US-Starökonom Jeffrey Sachs beschuldigt USA der Sabotage von Nord-Stream-Pipelines

    TV-Moderatoren versuchen ihm noch ins Wort zu fallen, doch der renommierte US-Ökonom Jeffrey Sachs ist überzeugt, dass die USA die Nord-Stream-Pipelines sabotiert haben. Dafür, sagt er, gebe es Beweise.

    Der Starökonom und ehemalige Harvard-Dozent Jeffrey Sachs (67) ist überzeugt, die Saboteure hinter den Nord-Stream-Explosionen vergangene Woche in der Ostsee zu kennen. In einem Gespräch mit «Bloomberg» am Montag sagte der renommierte US-Ökonom, die Explosionen seien das Werk der USA und vielleicht Polens.

    Die TV-Moderatoren versuchten so schnell wie möglich das Thema zu wechseln, doch Sachs beteuerte, der grösste Teil der Welt sehe die derzeitige Konfliktlage nicht so, wie es westliche Medien beschreiben würden. Dabei befinde sich Europa in einem «sehr starken wirtschaftlichen Abschwung», so Sachs. Der Kontinent werde von Energieengpässen heimgesucht.

    Die Energiekrise werde durch die Zerstörung der Nord-Stream-Pipeline noch verschlimmert. «Ich wette, das war eine Aktion der USA – vielleicht der USA und Polens», so Sachs. Dafür gebe es keine Beweise, versuchen die Moderatoren Sachs zu widersprechen. Dieser will von «direkten Radarbildern» wissen, «die zeigen, dass US-Hubschrauber, Militärhubschrauber, die normalerweise in Danzig stationiert sind, über diesem Gebiet kreisten». Dies, obschon unabhängige Recherchen offenbar ergeben haben, dass ein fraglicher Helikopterflug FFAB123 nicht direkt über die Gaslecks verlief. (Blick)“

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