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Terror-Ermittlungen nach Autoattacke auf Champs-Elysées: Täter ein Islamist

Die Pariser Prachtstraße Champs-Elysées mit dem Arc de Triomphe im Hintergrund. Foto: Shutterstock

Nach der Autoattacke auf einen Kleinbus der Gendarmerie im Herzen von Paris haben die Behörden Ermittlungen wegen Terrorverdachts aufgenommen. Ein mutmaßlicher Islamist hatte am Montag auf dem Prachtboulevard Champs-Élysées mit seinem Wagen den Bus gerammt, sein Auto ging danach in Flammen auf.

Der Angreifer sei tot, berichtete Innenminister Gérard Collomb am Nachmittag. Weder Sicherheitskräfte noch Passanten wurden verletzt.

Der 31-Jährige war als radikaler Islamist polizeibekannt und stamme aus einer salafistisch orientierten Familie, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Sicherheitskreise meldete.

Die Champs-Élysées sind eine beliebte Touristenmeile mit vielen Geschäften. Erst am Sonntag hatten die Franzosen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen ihr neues Parlament gewählt.

Innenminister Collomb sprach an Ort und Stelle von einem „versuchten Anschlag“. In dem Auto seien Waffen und Explosivstoffe gefunden worden. Nach Medienberichten hatte der Mann mindestens eine Gasflasche, ein Kalaschnikow-Gewehr sowie Faustfeuerwaffen in dem Fahrzeug dabei.

Der Bereich wurde großräumig abgesperrt, es kam zu einem Verkehrschaos. Ein bekanntes Ausstellungsgebäude, das Grand Palais, wurde laut Medienberichten geschlossen.

Fernsehbilder zeigten, wie das Auto des Angreifers unmittelbar nach dem Zusammenprall in Flammen aufging. Zu sehen war, wie die Gendarmen sofort zu dem brennenden Wagen liefen, um die gelblichen Flammen zu ersticken. Die Gendarmen hätten den Mann aus seinem Auto herausgeholt, berichtete eine Polizeisprecherin. Sprengstoffexperten waren zur Stelle. (dpa)

  1. Graf Ortho

    „Zu sehen war, wie die Gendarmen sofort zu dem brennenden Wagen liefen, um die gelblichen Flammen zu ersticken.“

    Nun ja, Flammen sind nun mal meist gelblich. Was hätten die Gendarmen denn gemacht, wenn diese Flammen grünlich gewesen wären?

  2. Das wusste gleich schon mein Papagei, daß es ein Moslem war. Wozu Untersuchungen? Jetzt kommt wahrscheinlich die übliche Sülze, er sei „isloiert“, „seit Kurzem erst (alleine) radikalisiert“, ein „Junkie“, ein „Säufer“, der in der Psychiatrie gehört und nicht auf dem Galgen. Ach ja, das Ding ist ja schon entsorgt. Und EdiG wird dem Musel wieder „mildernde Umstände“ zusprechen.

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