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Cavendish fehlt nur noch ein Sieg bis zum Merckx-Rekord

06.07.2021, Frankreich, Valence: Mark Cavendish aus Großbritannien vom Team Deceuninck-Quick-Step jubelt im Grünen Trikot des Führenden in der Sprintwertung auf dem Podium. Foto: Christophe Ena/AP/dpa

Nachdem im Fußball der Pole Robert Lewandowski in der deutschen Bundesliga den historischen und vermeintlich unerreichbaren Torerekord des legendären Gerd Müller übertroffen hat, könnte in diesem Sommer auch im Radsport ein Rekord fallen.

Bei der Tour de France hat Altstar Mark Cavendish seine große Chance vor der Kletter-Qual am Mont Ventoux am Mittwoch genutzt und steht unmittelbar vor der Einstellung des Uralt-Rekords von Eddy Merckx.

Der in den vergangenen Jahren tief gefallene Brite sprintete bei der Tour de France am Dienstag zu seinem 33. Etappensieg und liegt damit nur noch einen Erfolg hinter der Rad-Legende aus Belgien. Für Cavendish, der das Finale knapp vor den beiden Belgiern Wout van Aert und Jasper Philipsen gewann, war der Triumph auf dem 190,7 Kilometer langen Teilstück vom Olympia-Ort Albertville nach Valence bereits der dritte Tagessieg in diesem Jahr.

06.07.2021, Frankreich, Valence: Mark Cavendish aus Großbritannien vom Team Deceuninck – Quick-Step bejubelt, im Grünen Trikot des Führenden in der Sprintwertung, seinen Etappensieg bei der Zieleinfahrt. Foto: David Stockman/BELGA/dpa

Der Ex-Weltmeister vom Team Deceuninck-Quick-Step wird damit neben Gelb-Träger und Titelverteidiger Tadej Pogacar immer mehr zum Star dieser 108. Frankreich-Rundfahrt. Nach seinen Siegen in Fougères, Châteauroux und Valence wird es zudem weitere Chancen geben, um nicht nur mit Merckx gleichzuziehen, sondern schon 2021 alleiniger Rekordhalter für Tagessiege beim wichtigsten Radrennen der Welt zu werden.

Nach der perfekt vorbereiteten Sprint-Show von Routinier Cavendish, der ein nervöser Etappenverlauf vorausging, dürfte sich der Fokus schon am Mittwoch wieder komplett auf den neuen Tour-Dominator Pogacar richten. Der Slowene düpierte in den Alpen am vergangenen Wochenende die komplette Konkurrenz und gilt bei der schweren Etappe, bei der am Mittwoch der legendäre Mont Ventoux in der Provence erstmals gleich doppelt überquert wird, als heißester Anwärter auf den nächsten großen Coup.

Im Gegensatz zu den harten und kalten Alpen-Etappen am Wochenende hat die nächste Corona-Testreihe keine Folgen für das Feld ergeben. 164 von 165 Fahrern konnten das Rennen zum Start der zweiten Tour-Woche fortsetzen.

Schon seit dem Wochenende nicht mehr dabei ist der von einem Sturz geplagte Primoz Roglic. Der Jumbo-Visma-Profi galt als einer der Topfavoriten auf Gelb, nachdem er sich 2020 nur knapp seinem Landsmann Tadej Pogacar geschlagen geben musste. (dpa/cre)

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