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Justizgebäude in Eupen: Ein Prosit auf die Spätgeburt [Fotogalerie]

Die Kammerabgeordnete Kattrin Jadin (PFF) hat einige Male im Parlament in Bezug auf das neue Justizgebäude in Eupen eine Frage an den jeweiligen Justizminister stellen müssen. Zur Belohnung durfte auch sie am Montag auf der Baustelle selbst Hand anlegen. Foto: Gerd Comouth

Wie in einem Bericht an anderer Stelle, direkt unter diesem Artikel, zu lesen, fand am Montag in Eupen die Grundsteinlegung für das neue Justizgebäude statt. Unser Fotograf Gerd Comouth war dabei. Hier sind seine Bilder.

Innenminister Jan Jambon (N-VA) für die Gebäuderegie und Justizminister Koen Geens (CD&V) waren eigens nach Eupen gekommen, um die Grundsteinlegung vorzunehmen. Das neue Justizgebäude bietet dem Gerichtspersonal in Eupen Arbeitsbedingungen, von denen viele Kollegen, die inzwischen längst in Rente sind oder demnächst in den Ruhestand wechseln, immer geträumt haben.

Das größte Problem war bis jetzt die räumliche Unterbringung der Justizbehörden. „Allein in Eupen sind sie an vier verschiedenen Standorten untergebracht“, so der ehemalige Gerichtspräsident Rolf Lennertz über die Zustände bisher.

Die beiden föderalen Minister Koen Geens (links) und Jan Jambon (rechts) bei der Grundsteinlegung für das neue Justizgebäude in Eupen. Foto: Gerd Comouth

Lennertz: „Alle vier Gerichtsstandorte sind eigentlich ungeeignet. Es gibt kein einziges Gebäude, das behindertengerecht ist. Einige Gebäude entsprechen nicht den elementarsten Anforderungen in puncto Sicherheit. Vor allen Dingen sind die Bürger verwirrt, weil sie nicht wissen, wohin sie sich begeben müssen. Das Ganze ist mit unnötigen Laufereien verbunden. An manchen Tagen finden Gerichtsverhandlungen sowohl an der Klötzerbahn als auch am Rathausplatz statt. Die Anwälte müssen hin- und herpendeln. So kann man nicht vernünftig arbeiten.“

Damit wird nach der Fertigstellung des neuen Justizgebäudes Schluss sein (für weitere Einzelheiten zum Neubau siehe Bericht mit Fotos vom Gebäude, wie es nach der Fertigstellung aussehen wird, an anderer Stelle).

Zusammen mit dem Eupener Bürgermeister Karl-Heinz Klinkenberg (PFF) versteckten Jambon und Geens am Montagnachmittag eine handsignierte Ausgabe des GrenzEcho in den Grundmauern des neuen Justizpalastes.

Natürlich wurde auch gefeiert. Auch vom Empfang im Eupener Rathaus gibt’s Bilder.

Nachfolgend die FOTOGALERIE mit Bildern von Gerd Comouth von Grundsteinlegung und Empfang am Montagnachmittag in Eupen. Zum Vergrößern Bild anklicken. Um von einem Foto zum anderen zu gelangen, genügt ein Klick auf den rechten Bildrand:

 

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

  1. Wenn die Damen und Herren ,welche an dieser Feier teilgenommen haben ,eine Kollekte machen würden,
    um dem armen Maurer einen neuen Schubkarrenreifen zu kaufen,wäre das wohl eine schöne Geste.
    Somit stände einem zügigen Baufortschritt nichts mehr im Wege. Oder….??? Hat ja lange genug gedauert,mit all den Verzögerungen….

  2. Frau Jadin hat aber im Radio Interview gesagt sie hätte seid Jahren an der Verwirklichung gearbeitet. Da soll sie Stolz drauf sein ich würde mich schämen nach 30 Jahren !!!!!! zu sagen ich habe mich drum gekümmert. Für so eine STARKE Leistung auch noch soviel Geld zu bekommen. Ein Glück das sie sich selbst loben kann sonst wäre niemand auf so einer Leistung aufmerksam geworden.

  3. „Die Kammerabgeordnete Kattrin Jadin (PFF)…Zur Belohnung durfte auch sie am Montag auf der Baustelle selbst Hand anlegen.“ Müssen wir nun alle applaudieren, das die Dame auch mal an ihre körperlichen Grenzen gehen musste? PS. Schönes Taufkleidchen. :-)

      • Ach, der Stress von KHL wird sich in Grenzen halten, so üppig sind die Tagesordnungen des Senats nun auch wieder nicht. Hier das Protokoll der Sitzung vom 9. Juni:

        https://www.senate.be/www/?MIval=/index_senate&MENUID=24300&LANG=fr (Nur auf FR und NL, Resolution hin oder her)

        Beginn: 10 Uhr, Ende: 11 Uhr, dazwischen langatmige Ausführungen, bei denen man so schön schlafen, twittern, lesen oder tagträumen kann.
        Aber war der Senator der DG überhaupt anwesend? In der Liste der Abstimmenden taucht sein Name jedenfalls nicht auf.

        Die Sitzung vom 12. Mai dauerte allerdings dann fast volle zwei Stunden, von 10:03 Uhr bis 12:02 Uhr. So genau gehen da die Uhren…
        Der Senator der Deutschsprachigen Gemeinschaft glänzte da auch schon durch Abwesenheit, ausdrücklich vermerkt auf der Liste mit den namentlichen Abstimmungen. Na ja, er hatte wohl Wichtigeres zu tun. Kann man verstehen.

        Frage: Wäre diese „aufreibende“, aber gut bezahlte Tätigkeit im Namen „Ostbelgiens“ nicht ein lohnendes Ziel für etwas investigativeren Jornalismus als Berichte über den Kegelabend des JV Mackenhausen?

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