Politik

Ernüchternd: Nur sehr wenig Interesse für Plenardebatten im PDG

Eine Plenarsitzung des DG-Parlaments. Foto: Gerd Comouth

An diesem Montag, dem 26. Februar 2018, tritt das Parlament der DG erneut zu einer Plenarsitzung zusammen. Im Prinzip ist die Debatte öffentlich. Fragt sich nur, ob die Öffentlichkeit an dem, was da an so einem Montagabend im Parlament passiert, überhaupt teilhaben möchte. Die Frage war Gegenstand eines Online-Votings auf „Ostbelgien Direkt“.

Früher war es schon etwas ganz Besonderes, wenn Plenarsitzungen des RdK, RDG oder PDG im Hörfunk live übertragen wurden. Seit vielen Jahren kann man sie im Fernsehen bzw. im Internet per Video über den sogenannten Livestream verfolgen.

Aber machen auch viele Bürger von dieser Möglichkeit Gebrauch?

Im Rahmen des Votings von „Ostbelgien Direkt“ wurde folgende Frage gestellt: Verfolgen Sie die Plenarsitzungen des PDG? Und wenn ja wie?

Foto: Shutterstock

Das Ergebnis ist ernüchternd: 60 Prozent der knapp 200 Teilnehmer gaben an, sich für die Plenarsitzungen im DG-Parlament überhaupt nicht zu interessieren.

24 Prozent erklärten, sich über die regionalen Medien über den Verlauf einer Plenardebatte zu informieren.

Insgesamt nehmen nur 14 Prozent das Stream-Angebot des PDG in Anspruch, um die Debatten im Parlament zu verfolgen: 5 Prozent benutzen diese Technik zeitversetzt, also als Aufzeichnung im Internet, weitere 4 Prozent schalten sich nur sporadisch ein, wenn „etwas ganz Wichtiges“ ansteht, und gerade mal 5 Prozent verfolgen die Sitzungen live im Internet über den Livestream.

2 Prozent begeben sich selbst zum Parlament und wohnen der Debatte vor Ort im Sitzungssaal des Parlaments bei.

Das Online-Voting ist hiermit beendet. Danke fürs Mitmachen. Demnächst gibt es eine neue Umfrage zu einem anderen Thema. 

Vielen Dank für Ihre Abstimmung.

Anzahl Stimmen: 189

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43 Antworten auf “Ernüchternd: Nur sehr wenig Interesse für Plenardebatten im PDG”

  1. Nicht so wichtiges!

    Nein! Ich habe wichtigeres zu tun! Ist schon vollkommen genug, sogar zu viel, all diese Steuern ab zu arbeiten! Wir haben schon genug Mühe alle Enden zusammen zu bekommen! Während dessen fliegen und fahren unsere Gewählten in der ganzen Welt herum, genau so als wenn es keine billigeren und viel schnellere andere technische Möglichkeiten gäbe! Es ist schon traurig, eher blamabel wie mit dem Bürger umgegangen wird. Die pumpen sich ihre Taschen voll und wir können es auch noch bezahlen. Ungerechtigkeit bis zum Himmel ist das.

  2. Bernstein

    Wenn KH Lambertz sich über den Vergleich mit Erdogan aufregt und die Skandale seiner sozialistischen Freunde in Lüttich und Brüssel als normal betrachtet, dann ist mir der Quatsch im DG Parlament scheiß egal.

  3. Vereidiger

    Brauche meine wertvolle Freizeit für die Familie und verschiedene Vereine bzw. Hobbies!

    Wer wirklich die Muße und das Interesse dafür aufbringt, sich die „Debatten“ anzuschauen, muss schon ein Freak (komischer Kauz) sein. Ganz selten tut sich jemand das aus beruflichen Gründen an (z.B. Journalisten oder vereinzelt Fraktions-/Kabinettsmitarbeiter)…

  4. Rednermullet

    Wenn man den tollen Saalbau schon sieht!? Mein Gott was für ein Geschmack? Kann nur von der Politik kommen? Und dann die Farbe? Braun wie K……? Die Redner? Allerhöchstens Zwei, der MP und der Balter. Den Rest kann man sich aber sowas von „Sparen“. Zumal den vorigen MP, den Herrn Lambertz. Der kritzelt immer etwas auf dem Papier, und hatte nicht mal den Anstand als der oberste von allen, den anderen Rednern zu zu hören? Tolle Athmosphäre?

  5. Ich schau mir die Sachen nie an, aber ich lese, was in der Zeitung im Titel und m Anriss und unter dem Bild über die Debatte steht. Das ist viel bequemer. Die liefert mir meine Meinung zum Gesagten gleich mit. So brauch ich mich nicht mehr anzustrengen. Wenn mir das nicht genügt, lese ich die anonymen Kommentare hier bei OD. Die sind ja bekanntlich sooo sachlich, da kann ich mir echt eine fundierte Meinung zu allem bilden ;-)

  6. Parlament abschaffen. Demokratie ist überbewertet. Einfach eine Diktatur, dann braucht man auch nicht mehr nachzudenken. Und die Steuern? Ja Gott, dann sind sie eben weg. Dann kann ich auch nichts mehr machen. Solange es genug zu essen und zu trinken gibt, ist doch alles gut. Und wenn nicht mehr genug da ist, macht das auch nichts, weil man dann auch nicht mehr meckern kann.

    Leute, Leute, manches hier geht es zu gut, wenn ich hier die Kommentare lese!

    • Ja ich schaue

      @OD
      Ja, ich schaue gelegentlich rein, wenn mich ein Thema anspricht. Habe aber nicht für nötig befunden, mich an ihrem Votum zu beteiliegen weil ich ganz einfach den Sinn dafür nicht sehe. Mein Gefühl ist, sie stellen ihre Umfragen ins Netz, nicht um daraus Schlüsse zu ziehen (wie könnten sie auch), sondern um gewisse Themen anzuheizen. Ich bin beileibe auch nicht immer mit allem einverstanden, was Politiker so entscheiden aber bei ihnen habe ich das Gefühl, dass sie manchma,l auf eine gewisse Weise, etwas zu populistisch breitklopfen wollen.

  7. Es wird diskutiert und Nabelschau betrieben, bzw. PR-Arbeit geleistet. Auif die Wünsche der Bevölkerung wird nicht eingegangen, es wird nur von oben herab regiert und auferlegt. Wozu sich also die Show antun?

  8. Ekel Alfred

    Als Ostbelgier schaue ich mir abends die DEUTSCHEN TV-Nachrichten an….da sehe ich genug, was so los ist….die DEUTSCHEN haben doch eh das Sagen in der EU….und diktieren alles….was soll ich denn mit dem Geplapper im PDG?….

  9. Réalité

    Diese Recherche unterstreicht einmal mehr die skurile „Selbsterfindung“ des Monstrums „D.G.“! Einzig die Politiker erfreuen sich daran! Viele „Drumherum“ und „Wichtigtuerei“, sowie „Selbstlob“, um das ja keine Realität da einkehren soll!
    Wo gibt es auf der ganzen Welt ein gleichwertiges Gebilde?!
    Da ist ein teures Unikum am werkeln, welches der Steuerzahler mit bitter verdientem Steuergeld alles berappen darf!
    Wenn man alleine die Funktions- und Personalkosten alle sieht, da wird es einem schwindelig vor den Augen!
    Überall wird gespart und herausgeholt was zu viel und überflüssig ist!
    Nur hier nicht!!!
    Daher abschaffen, was unnötig und überzählig ist!
    Dazu dann sich noch einen Senator leisten, der auf die Sitzungen pfeifft, und trotzdem seinen „Dicken Lohn“ kassiert!?
    Eine Haushohe Frechheit, vor den Leuten, den Alten Rentnern usw, welche knapp über die Runden kommen!
    Nochmals! Politik muss sein, aber wie mit allem, „in Massen“, und nicht wie hier in Ostbelgien! Lachhafte, aber bittere Wahrheit!
    Die Parteien sollten sich zusammentun, und endlich was tun!

    • Diese Recherche unterstreicht …….

      @ Réalité

      Das Sie eine Umfrage unter Gleichgesinnten für Recherche halten unterstreicht nur Ihre Unwissenheit. Ansonsten kommen von Ihnen die gewohnten Phrasen.
      OD hat mit Recherche ungefähr genausoviel zu tun wie Sie mit Politik, nämlich gar nichts.

      • Ostbelgien Direkt

        @EdiG: Recherche ist nicht unbedingt Recherche zu einem einzigen Thema. OD ist auch Recherche, weil wir aus dem ganzen Nachrichtenangebot, das wir über dpa und alle anderen Medien empfangen – und das sind unzählige Informationen jeden Tag -, das herausfiltern, von dem wir meinen, dass es für unsere Leser interessant oder informativ oder diskussionswürdig ist. Was Sie unter Recherche verstehen, können sich heute nur noch ein paar Journalisten großer Medienverlage erlauben. Sie entspricht auch einer eher romantischen Vorstellung von Journalismus, den es so heute kaum noch gibt. Aber sich den ganzen Tag durch einen dichten Wald von Informationen zu mühen, um die wenigen Infos herauszufiltern, die für das eigene Medium geeignet erscheinen, das kostet sehr viel, viel Zeit. Sie können mich gerne mal einen Tag begleiten. Im Übrigen kann das Ergebnis unserer Recherchen nicht so schlecht sein, sonst hätte OD nicht den Erfolg, den es hat, und Sie würden nicht auf OD praktisch zu jeder Meldung Ihre Meinung äußern. Gruß

    • Ostbelgien Direkt

      @Jessie James: Sie werden sich wundern, aber anonyme Votings wie dieses kommen der Realität unter Umständen viel näher als sogenannte „repräsentative“ Umfragen, die zwar als solche angekündigt werden, es aber nur bedingt sind. Nicht von ungefähr sind die Prognosen von Demoskopen bei Wahlen schon seit Jahren stets völlig daneben. Auch an der Repräsentativität der Umfragen von forsa im Auftrag des BRF bestehen immer erhebliche Zweifel. Weshalb? Weil viele Leuten nicht unbedingt die Wahrheit sagen, wenn sie per Telefon oder auf der Straße von Mitarbeitern eines Meinungsforschungsinstituts befragt werden. Was glauben Sie, wie viele Wähler in den USA vor der Präsidentschaftswahl von November 2016 es nicht gewagt haben, bei einer Umfrage vorher zu sagen, dass sie für Trump stimmen werden. Das haben viele vorher den Demoskopen verschwiegen, es aber am Wahltag in der Anonymität der Wahlkabine dann doch getan. Gruß

  10. wiesonicht

    Wenn die Politiker alles im Stillen Kämmerlein abwickelten, würden die Proteste hier in diesem Forum sehr laut schallen. Nun bietet das Internet nun mal die Möglichkeiten, den Debatten live und in Farbe zuzuschauen und es wird wieder genörgelt!
    Wenn lieber „GZSZ“ auf RTL geschaut wird, ist das halt die freie Wahl, die freie Meinung… und die ist ja nicht überall garantiert (siehe Beispiel Türkei). Dann sollte man auch die Leute, die sich gerne diese Art Debatten reinziehen auch in Ruhe lassen. Mit Kosten ist das sicherlich nicht verbunden – sind doch stationäre Kameras und ein Techniker muss ohnehin immer vor Ort sein. Also weshalb aufregen? Es gibt sicherlich Wichtigeres.
    An anderer Stelle ist das übrigens nicht anders. Bei einer Gemeinderatssitzung vor einigen Jahren an der ich zufällig als einziger Besucher teilnahm unterbrach der damalige Bürgermeister die Sitzung und fragte mich, ob „mir speziell etwas auf dem Herzen liege“.
    Politik findet in den Gremien, in den Ausschüssen und im Schöffenkollegium statt. Alles andere sind nur „Debatten“, die aber wenig Ergebnis orientiert sind. Vielmehr ist es oft eine Selbstdarstellung vereinzelter Leute mit „Populismus“Affinitäten.

  11. Alfons_gent@yahoo.de

    Wer glaubt, dass hier in Gent die oeffentlichen Gemeinderatssitzungen von Besuchern ueberlaufen sind, glaubt auch, dass im Himmel Jahrmarkt ist! Zwischen 4 & 5 Besucher in drei Monaten maximum!
    Als Mitglied der SP.a und bei dem was mir so von Bekannten und Freunden erzaehlt wird, verstehe ich gut, dass wenig Interesse vorhanden ist. Man sollte mal bei allen Parteien, die Vorstandsitzungen oeffentlich zugaenglich machen, da sieht es dann schon etwas anders aus. Wir in in Gent machen als einzige Abteilung unsere Vorstandssitzungen oeffentlich und sind geregelt ueberlaufen. Das allerdings ist bei anderen Parteien unerwuenscht, weil die Vorstandssitzungen ans sogenannte „Eingemachte“ gehen, was andere Parteien sehr gerne verstecken, wenn Klartext geredet wird !

  12. Ich habe es mir gut 20 Minuten angetan. Es bringt aber nichts der Diskussion um die Standortmarke Ostbelgien oder DG oder Ostbelgische Regierung zu verfolgen, zumal die Qualität der Beiträge daran erinnert:
    https://www.youtube.com/watch?v=xGNb-0uMuNo
    Erschreckend wie amateurhaft die Redebeiträge vorgetragen werden. Deutsche Sprache, schwere Sprache…. Wenn man sich jetzt noch vor Augen führt wieviel diese Leute dafür kassieren, lachen oder weinen, man kann sich nicht entscheiden. Es genügt aber sich eine solche Plenardebatte anzuschauen um den Irrsinn der DG als Institution brutalstmöglich zu erkennen. Wofür da Steuergeld verbrannt wird, unglaublich….

    • Réalité

      Herr Dax, Sie denken genau so wie die meisten Leute! Nur, was wird der Edi jetzt wieder dagegen wettern!?_?_? Bin sehr gespannt?_?_? Der Apparat ist nun mal viel zu gross aufgepumpt, und entspricht niemals der Minigrösse der DG! Die ganze Welt lacht doch über den Minister- und Regierungsprotz.
      Das viele Geld was da verpulvert wird, dieses könnte sehr viel besser und nützlicher investiert werden!

  13. Zaungast

    Hier die Tagesordnung der Plenarsitzung vom 26.02.:

    http://www.pdg.be/desktopdefault.aspx/tabid-4026/7847_read-44165/

    Ernüchternd! da kann man dem Bürger nicht verdenken, wenn er dafür kaum Interesse zeigt.

    Gleichzeitig sieht man an diesem Programm, wie hirnrissig die belgische Staatsform inzwischen geworden ist.
    Das PDG muss beraten und abstimmen über
    „Dekretentwurf zur Zustimmung zu dem Abkommen zwischen dem Königreich Belgien und den Kaimaninseln über den Informationsaustausch in Steuersachen, geschehen zu George Town, Grand Cayman, am 24. April 2014 – Dokument 209 (2017-2018) Nr. 1,“

    Wahnsinn! Die DG und die Kaimaninseln!
    Was hat die DG mit solchen Problemen zu tun? In jedem anderen Staat wäre das Sache der Nationalregierung.

      • Nachhilfe

        Die Gemeinden und Regionen, nicht aber die DG sind zuständig für den Unterhalt der Strassen. Die DG gewährt den Gemeinden eine jährliche Dotation. Die Gemeinden entscheiden dann, wie und wo diese dann für den Strassenunterhalt verwendet werden. Es wäre demnach eine Kompetenzüberschreitung, sollte der PDG über Strassenreparaturen und Behebung von Shlaglöchern befinden.Was wollen sie mit ihrer Aussage suggerieren?

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