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Monika Dethier-Neumann

Die Ecolo-Regionalabgeordnete Monika Dethier-Neumann im PDG. Foto: Gerd Comouth

Die Regionalabgeordnete Monika Dethier-Neumann (Ecolo) beklagt zum Weltfrauentag, dass die Frauen auch in der DG in den Gemeinderäten noch immer unterrepräsentiert sind. Deshalb plädiert sie für das „Prinzip der strikten Wechselbesetzung von Mann und Frau auf kommunalen Listen“.

„Die ECOLO-Fraktion im Regionalparlament hat zu Beginn des Jahres einen Dekretvorschlag zum Prinzip der strikten Wechselbesetzung von Mann und Frau auf kommunalen Listen eingereicht“, heißt es in einer Pressemitteilung von Dethier-Neumann zum Weltfrauentag: „Nachdem das sogenannte ‚Reißverschlussdekret‘ bereits im Januar durch den Wallonischen Innenausschuss einstimmig angenommen worden war, hat auch die Plenarversammlung diesen ECOLO-Vorstoß zur Gleichstellung der Geschlechter auf den Gemeindewahllisten ab 2018 am 20. Februar 2013 gutgeheißen.“

Mandatare von Ecolo beim Neujahrsempfang in Kettenis.

Mandatare von Ecolo beim Neujahrsempfang in Kettenis.

Vor dem Hintergrund des Weltfrauentages möchte ECOLO darauf hinweisen, „dass auch in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Frauen in den kommunalen Räten weiter unterrepräsentiert sind und dieses Dekret eine Hilfestellung bieten soll, die gesellschaftliche Vielfalt auf die politische Ebene zu transportieren“.

Laut Ecolo beträgt in der DG der prozentuale Anteil weiblicher Mandatare 33%, wobei ein deutliches Gefälle zwischen einzelnen Gemeinden wie Amel (24%) und Sankt-Vith (43%) erkennbar ist. ECOLO vertritt die Ansicht, dass dieser Anteil den gesellschaftlichen Gegebenheiten in keiner Weise gerecht wird: Nur jeder dritte Mandatar ist weiblich, obwohl Frauen mehr als die Hälfte der Bevölkerung stellen.

Weiter möchte ECOLO durch das Dekret eine günstige Listenpositionierung auch für Kandidatinnen erreichen: „Damit Frauen sichtbar sind, müssen ihnen vorteilhafte Listenplätze zugewiesen werden, die eine Wahl in tragende Positionen ermöglichen.“

Abschließend heißt es in der Mitteilung von Dethier-Neumann: „Bei den vergangenen Kommunalwahlen ist ECOLO hier selbst exemplarisch vorgegangen, indem in Eupen, Kelmis und Raeren auch Kandidatinnen auf strategisch günstigen Plätzen positioniert wurden. So sehr ECOLO den eingeschlagenen Weg gutheißt, so sehr bemängeln wir Grünen, dass solch eigentlich selbstverständliche Gleichstellung auch im Jahre 2013 dekretal festgelegt werden muss.“

19 Antworten auf “Monika Dethier-Neumann”

  1. vereidiger

    In der Theorie klingt das alles toll. Doch trotzdem, dass sowieso schon die Hälfte der Plätze auf den Listen dem „anderen“ Geschlecht vorbehalten werden müssen, bildet sich dies nicht in der Geschlechtsaufteilung der Gewählten wieder. Ich würde das als „natürliche Selektion“ bezeichnen.
    Dass St.Vith da so „gut“ dasteht, hat auch nur den Grund, dass bis auf eine Frau sämtliche Kandidaten der Mehrheitsliste gewählt worden sind…
    Es ist einfach ein Irrglaube, mit solch widernatürlichen Vorschriften, aus denen Ecolo sich ein Steckenpferd gemacht hat, ein offenbar von den Wählern benachteiligtes Geschlecht nach oben bomben zu können/müssen. Zu dumm aber auch, dass die Wähler (ich verzichte hier bewusst auf das dämliche, weil sprachlich unsinnige Genderisieren) ihren Stimmensegen nicht schön gleichmäßig auf Männer und Frauen verteilen…
    Lieber greift man dann zur Diktatur der Gleichmacherei um der Gleichmacherei willen…

    • Sehe ich genauso, „vereidiger“.Frau Dethier-Neumann hat wahrscheinlich nicht mitbekommen, wie schwierig es war, Frauen überhaupt dazu zu bewegen, sich für die Gemeinderatswahlen aufstellen zu lassen.Ich selbst habe erlebt, wie solche „Anwerbungsversuche“ kläglich scheiterten. Selbst Frauen empfinden diese „Zwangseinberufung“ als blanken Unsinn! Sie sagen es treffend: „Diktatur der Gleichmacherei um der Gleichmacherei willen“. So was ist man ja schon von der EU-Kommission her gewohnt.

  2. Gleichberechtigung durch Diskriminierung

    Hier wird zum VORTEIL des einen der andere DISKRIMINIERT (ein kompetenter Mann könnte sich zb nicht auf die Liste setzen lassen, weil der Platz für eine Frau reserviert ist, die vielleicht bei weitem nicht so geeignet ist und umgekehrt auch, könnte eine Frau, die super auf die Liste passen würde nicht drauf, weil ein Platz für einen Mann reserviert ist, der nicht so geeignet ist wie diese Frau).
    Wie wäre es mit einem Aufruf vor den Wahlen, dass jeder, der auf die Liste will, sich meldet und dann geguckt wird wie die geschlechtliche Aufteilung in dieser Gruppe ist und nach dieser Aufteilung die Liste besetzt wird, mit einem gewissen Spielraum versteht sich. Dann hätte man nicht zu wenig Frauen, die es eigentlich nicht wollen, aber die Frauen, die sich tatsächlich engagieren wollen, haben eine faire Chance und immer noch genug Platz für Männer, die sich engagieren wollen auch wenn schon 50% der Plätze männlich belegt sein sollten (oder eben anders herum).

    • Irene Reinertz-Maraite

      @ „Gleichberechtigung…“ Schön wäre es, wenn ein solcher Aufruf zum Ziel führen würde. Ich kann nur vom Gegenteil berichten. An allen Wahlen, an denen ich in der Vergangenheit teilgenommen habe, wurden solche Versuche gestartet. Das Resultat war überaus dürftig.
      Für die mangelnden Zusagen von Frauen gibt es meiner Meinung nach einige Hauptgründe:
      1. Viele Versammlungen finden vielfach zu Uhrzeiten statt, die unvereinbar für die oftmals doppelt engagierten Frauen (Beruf, Kinder und Haushalt) sind.
      2. Die Frauen, die sich für die Politik entscheiden, müssen Rückendeckung und tatkräftige Hilfe von Ehepartner und Familie haben. Ansonsten sind sie nicht frei genug, sich konsequent zu engagieren. Die Belastung wird zu groß.
      3. Die Geringschätzung, Respektlosigkeit und Verachtung, die den Politikern aus der Bevölkerung oft entgegenschlägt. Nicht alle Politiker sind korrupt, faul oder von Lobbyisten beeinflusst. Viele sind im Grunde sehr engagiert und von Idealen geleitet.
      Und nur die „obere Liga“ verdient auch wirklich gut mit ihrem Engagement. Die breite Mehrheit der einfachen Mandatare muss viele Stunden opfern, um die zu behandelnden Dossiers zu bearbeiten. Für diese nebenberufliche Zeit muss ein Minimum an Vergütung ausbezahlt werden, da die meisten dieser Politiker währenddessen Einbußen in ihrem Hauptberuf auf sich nehmen müssen.
      4. Die politischen Debatten in der DG, in denen ebenfalls häufig Geringschätzung und Respektlosigkeit an den Tag gelegt werden, tragen nicht gerade zu einem positiven Bild bei.
      Schlussfolgernd kann ich sehr gut verstehen, dass Frauen dann zum Schluss kommen, „diesen Stress und Ärger tue ich mir nicht an“.
      Es ist übrigens bezeichnend, wie die Haltung in den einzelnen Gemeindekollegien der DG ist, wenn sich einige verantwortliche Mandatarinnen noch nicht einmal konkret oder nur andeutungsweise äußern wollen. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Einstellung zu diesem Thema bei vielen Männern in Wirklichkeit noch zu wünschen übrig lässt.
      Deshalb müssen am Weltfrauentag nach wie vor Aktionen – auch hier, zum Wohle der hiesigen Frauen – gestartet werden, um eine gerechtere Welt zu erhalten.
      Dabei darf natürlich nicht außer Acht gelassen werden, dass wir hier bei weitem auf der Sonnenseite leben. In vielen Ländern der Welt werden den Frauen wenige bis gar keine Rechte eingeräumt.

      • vereidiger

        Ja, wer sich politisch engagieren möchte, muss auch ein paar Freiräume dafür freimachen können. Das ist beileibe in der heutigen Zeit kein exklusives Problem der Frauen!
        Aber wer kaum Zeit freimachen kann, ist schon irgendwie von der aktiven Politik ausgeschlossen, so leid es derjenigen Person und der Gesellschaft auch tut…

      • Gleichberechtigung durch Diskriminierung

        Ich antworte mal zuerst auf den ersten Punkt, und dieser erste Punkt lässt leider ihre gesammte Argumentation zusammenfallen (ich betone leider, denn es ist tatsächlich ein Leid, dass es so ist):
        „1. Viele Versammlungen finden vielfach zu Uhrzeiten statt, die unvereinbar für die oftmals doppelt engagierten Frauen (Beruf, Kinder und Haushalt) sind.“
        Wie sollen bitte Menschen (nicht nur Frauen haben dieses Problem, das ist ein Stigma!), die so engagiert sind und die zu den betroffenen Uhrzeiten keine Zeit haben, Zeit finden, sich in der Politik einzusetzen und die Wähler zu vertreten?
        Des weiteren, wieso merkt keiner, dass, wenn solche Versuche gestartet wurden und sich kaum interessierte Frauen gemeldet haben, dass es zu wenig Frauen gibt, die wirklich engagiert sind? Ist es denn wirklich im Wohl der Allgemeinheit Positionen zwangsweise mit Frauen zu besetzen, wenn bei einem offenen Aufruf noch nicht mal genug Frauen zusammen kommen? Definitiv nicht.
        Ich bin zwar absolut für Gleichberechtigung, aber ich habe lieber eine Liste mit 3/4 Männern und 1/4 Frauen, von denen aber jede(r) einzelne höchst motiviert und geeignet ist als 2/4 Männer und 1/4 Frauen, die motiviert sind, die sich mit 1/4 nicht motivierter und vielleicht ungeeigneten Frauen (oder andersrum) rumschlagen müssen.
        zu 2. Sie sagen Frauen brauchen den Rückhalt vom Ehepartner. absolut einverstanden, aber brauchen die Männer diesen Rückhalt Ihrer Meinung nach etwa nicht?
        Zu 3. und 4. verstehe ich wiedrum nicht, warum das nur auf Frauen zutreffen sollte, das trifft auf jeden zu, ob Frau oder Mann, da schiessen Sie im Zusammenhang mit 1. ein Eigentor. Ich verstehe zwar, wie Sie schlussfolgern können, dass Frauen denken „diesen Stress und Ärger tue ich mir nicht an“, aber ich kann nicht verstehen, warum das nur auf Frauen zutreffen soll, Männer sind ebenso der Öffentlichkeit ausgesetzt und kommen häufig zum selben Schluss.

        Ein grosser Teil der Gleichberechtigung besteht auch darin einzugestehen, dass solche Punkte nicht nur Frauen betreffen sondern beide Geschlechter treffen. Es gibt viele Punkte, wo Frauen benachteiligt sind, es gibt aber auch viele Punkte, wo sehr schnell zu unrecht victimisiert wird und dazu gehören zum Beispiel Ihr 1.,2.,3. und 4.

        • Irene Reinertz-Maraite

          @ „Gleichberechtigung durch Diskriminierung“ :
          Es stimmt schon, dass auch Männer oft ein Zeitproblem haben. Aber da die Frauen – in vielen Berufssparten ist das so – noch immer einen niedrigeren Lohn für die gleiche Arbeit erhalten als die Männer, betrifft das die Frauen stärker. Wenn Frauen für die Politik ihre hauptberufliche Tätigkeit etwas einschränken, ist der finanzielle Verlust ungleich höher als bei einem reduzierten Stundenplan mit dem höheren Gehalt/Lohn von Männern. Einige Berufsgruppen bilden hierbei glücklicherweise eine Ausnahme.
          Die nicht motivierten Frauen, wie Sie sie nennen, kristallisieren sich meist schon in der Vorwahlzeit heraus. Mein Eindruck ist, dass der Wähler das auch manchmal fühlt, sodass die „zwangsweise Besetzung“ nicht automatisch zu einem Mandat führt. Hier sind die jeweiligen Listen also gefordert, ernsthaft motivierte Frauen zu finden.
          Ich bin jedoch felsenfest davon überzeugt, dass die Frauenquote erst eine größere Beteiligung von Frauen in der Politik ermöglicht hat. Ich gebe Ihnen aber Recht, was die Kompetenz der Kandidaten beider Geschlechts anbetrifft. Sie muss maßgeblich bei der Listenbildung bleiben.
          Auf jeden Fall haben auch die Männer den Rückhalt ihrer Familie nötig, das habe ich ja gar nicht ausgeschlossen. Einverstanden, Männer kommen vielleicht auch zum Schluss, den ich zitiert hatte. Möglicherweise habe ich Vorurteile in diesem Punkt, aber mir kommt es so vor, als könnten viele Männer besser damit umgehen.

          • Gleichberechtigung durch Diskriminierung

            Eiegntlich schiessen Sie schon wieder ein Eigentor. Ich bin absolut einverstanden, dass der Gehaltsunterschied existiert und nicht akzeptabel ist. Aber gerade die Vergütung in der Politik ist absolut gleich und daher wäre ein Engagement in der Politik aus dieser Sichtweise für betroffene Frauen ja noch am sinnvollsten. Es ist aber wie Sie sagen schon so, dass, wenn kein Schöffenamt in frage kommt, dass die Vergütung meistens auf Präsenzgelder beschränkt bleibt. Allerdings verlangen solche Posten auch nicht eine massive Reduzierung im Arbeitsleben!
            Was den finanziellen Verlust angeht, so schiessen Sie schon wieder ein Eigentor. sollte es nötig sein, die Arbeitszeit zu reduzieren, wäre nach aktueller Situation der finanzielle Verlust pro Stunde Arbeit bei Männern grösser als bei Frauen! Da diese Einschränkung erst nötig wird, sobald eine wichtigere Position eingenommen wird und bei dieser Position ein absolut gleiches Gehalt bei beiden Geschlechtern besteht, wäre der finanzielle Gewinn bei Frauen sogar grösser als bei Männern!

            zu folgender Aussage: „Die nicht motivierten Frauen, wie Sie sie nennen, kristallisieren sich meist schon in der Vorwahlzeit heraus. Mein Eindruck ist, dass der Wähler das auch manchmal fühlt, sodass die „zwangsweise Besetzung“ nicht automatisch zu einem Mandat führt“ Das hätte zur Folge, dass man eine Partei, deren Idee man eigentlich gerne wählen würde nicht wählt, weil die Liste zuviele Leute enthält, die nicht richtig motiviert sind. Dadurch würden Resultate entstehen, die nicht den wahren Willen des Volkes repräsentieren und das nur, weil man dem einen sagt, du darfst nicht auf die liste, du hast einen P***s und du bitte bitte bitte komm auf unsere Liste, du hast keinen P***s. Geht gar nicht!
            Auf Jeden fall hat die (politische) Frauenquote dazu beigetragen, dass Frauen mehr in die Politik eingebunden sind, aber von allen Seiten hört man, wie schwer es ist, diese zu finden und wie sehr diese angebettelt werden. Und direkt daneben steht jemand, der keine Frau ist und gerne auf den Platz will, zu dem man aber eher versucht eine Frau zu finden, die sich überreden lässt. Von Anfang an ist diese Frauenquote eine Münze mit zwei Seiten! Deshalb bin ich für Initiativen, die keine Ecken und Kanten haben, also keine Rückseite, dh Initiativen, die die Gleichberechtigung fördern ohne den einen zum Wohle des anderen zu diskriminieren. Mir ist bewusst, dass das sehr schwer ist und ich weiss selber nicht, wie genau das aussehen soll, aber bestimmt nicht ein Problem durch ein anderes ersetzen.

            • Irene Reinertz-Maraite

              @ “Gleichberechtigung durch Diskriminierung” :
              Andere Mandate als Schöffenämter, d.h. außerhalb der Exekutive, verlangen zwar keine massive aber dennoch eine gewisse Reduzierung im Arbeitsleben, will man das Amt redlich ausfüllen und die Dossiers gut kennen. Ist das nicht so, bleibt einiges auf der Strecke, ob in der Familie oder im Beruf. Ich spreche aus Erfahrung. Das klingt hoffentlich nicht verbittert. Ich habe meine frühere Tätigkeit gerne ausgeübt und auch die Einschränkungen in Kauf genommen, im Bewusstsein auf das, was damals auf mich zukam.
              Ihre Schlussfolgerung , „dass man eine Partei, deren Idee man eigentlich gerne wählen würde, nicht wählt, weil die Liste zu viele Leute enthält, die nicht richtig motiviert sind“, kann ich nicht teilen. Denn der Wähler kann sich die Personen ja auf der Liste raussuchen, die er wirklich im Amt haben möchte.
              Recht haben Sie, wenn Sie anführen, dass die Frauenquote eine Münze mit zwei Seiten ist. Daher glaube ich – und das wird mittlerweile auch in der DG praktiziert – ist es unabdingbar, dass schon in den Schulen/Primarschulen mit dem Erfassen und Analysieren von Zeitungsartikeln, von politischer Bildung im Allgemeinen, mit der Verbesserung der Lesekompetenz und dem kritischen Beurteilen von Sachlagen Schritt für Schritt ein wichtiger Beitrag dazu geleistet wird. Ich hege die (vielleicht illusorische?) Hoffnung, dass daraus mehr interessierte Bürger heranwachsen, die sich dann eventuell freiwillig und voller Kompetenz engagieren werden.

    • @ „Gleichberechtigung durch Diskriminierung“
      Ihr Ansinnen mit dem Aufruf vor den Wahlen, in Ehren. In der Praxis funktioniert das leider in den meisten Fällen eben nicht. Zumindest nicht in den kleineren Gemeinden. Wie gesagt, ich weiß wovon ich spreche.
      Die Forderung der Frau Dethier-Neumann passt allenthalben noch zu Pionier-Zeiten einer Alice Schwarzer.Ich war der Annahme, dass Frau Dethier als Regionalpolitikerin noch mit beiden Füssen auf dem Boden steht. Wenn ich sie so reden höre, denke ich unwillkürlich an den Unsinn, den EU-Politiker meist von sich geben.

      • Gleichberechtigung durch Diskriminierung

        Wie Ich oben schon erwähnt habe, denke ich sollte der Fakt, dass ein solcher Aufruf vielleicht auch einmal so gedeutet werden, dass eben die interessierten Frauen rar sind. Des weiteren bin ich überzeugt, wenn die Idee mal richtig entwickelt würde und in die politische Kultur richtig integriert würde, dass das bestimm klappen könnte. Aber wie gesagt, das war nur ein Denkanstoss und der ist sehr roh und entwicklungsbedürftig

    • Zappel Bosch

      Die Idee mit den – nachprüfbaren – Bewerbungen ALLER Kandidaturen (w/m) für eine Liste finde ich gut. Danach kann man von oben mit wechselnden Geschlechtern anfangen (die Rangfolge bestimmten ohnehin schon immer die Parteien, ggf. auch demokratisch oder im Konsens), und wenn von einer „Sorte“ keine(r) mehr da ist, „darf“ die Liste „einspurig“ zu Ende geführt werden.
      Bald müsste aber auch mal ein weltweiter Männertag ausgerufen werden, da das ja nicht nur etwas mit Gleichberechtigung zu tun hat, haben sollte …. ;)

      • Gleichberechtigung durch Diskriminierung

        Ich bin mit Ihren Vorschlag bis auf ein Detail einverstanden. Ich finde, man sollte die Leute, die schlussendlich auf die Liste kommen alle in einen Topf werfen und dann wie bei Listennummern zwischen den verschedenen Parteien die Listenzahl ebenfalls durch Los ziehen ermitteln. Mit eventueller Ausnahme für einige Spitzenpositionen und Frontmänner und -frauen, das ist aber auch wieder ein Detail.

  3. Pierre Verger

    Meine Frau wurde von 3 Parteien angesprochen nicht weil sie sich engagiert, nicht weil sie sich für Politik interessiert und auch nicht wegen ihr Diplom in Wirtschaftswissenschaften…Das alles ist sie nähmlich nicht…sie wurde angesprochen weil sie eine Frau ist…Ist das logisch? Ist das wirklich die Lösung? Ist es wirklich noch an der Zeit die Frauenrechte zu erweitern? Ja sicher, aber im Irak…Jetzt übertreibe ich…Sicher sind die Verhältnisse in den Gehältern noch unterschiedlich, dies sollte geregelt werden, aber STOP dem feministichen unnötigen unsinn…
    Sollte unser LAnd nicht von Kompetenten LEUTEN (mann oder Frau) regiert werden?

  4. Die Wahrheit

    Ich habe nun alle Kommentare gelesen. Warum gründen die Frauen keine Frauenpartei. So können Frauen Frauen wählen. Oder Männer Frauen. Nicht vergessen zu erwähnen ist ferner, dass Frauen auch durch ihren weiblichen Charm öfters Vorteile gegen Männer haben, oder?
    Ich weiß, dass hinter einem erfolgreichen Mann sehr oft eine starke Frau steht. Oder anders formuliert, der Erfolg des Mannes ist dank einer starken Frau an seiner Seite nur möglich.

  5. Es reicht!

    Frau Dethier Neumann und ihre grüne Partei hat wieder Mal den Vogel abgeschossen.
    Anstatt sich für die sterbende Gattung der Landwirte stark zu machen kommt Sie jetzt mit so einem Schwachsinn.
    Die jetzige Frauenquote hatte zur Folge dass weniger Listen bei den letzten Wahlen dem Wähler zur Auswahl standen mangels interessierter Frauen (Dies kann nicht im Interesse der Demokratie sein). Dies jetzt noch auszuweiten ist reine Idiotie!

  6. Powerfrauen ?

    Es ist nicht das erste Mal, dass ECOLO eindrucksvoll dokumentiert, wie dogmatisch die Partei an gesellschaftliche Themen herangeht und wie weltfremd ihre Lösungsansätze sind. Frau Neumann sollte besser ihren Sitz im Eupener Gemeinderat räumen und einer Person (Frau) Platz machen, die mehr Zeit als sie für dieses Mandat aufbringen kann kann. Schließlich bekleidet Frau Neumann bereits zahlreiche politische Ämter und Funktionen, was natürlich der grünen Philosophie diametral entgegen steht. Zudem ist sie noch als selbständigen Innenarchitektin tätig.
    Nicht Worte zählen sondern Taten. Die Politik von ECOLO gerät immer mehr zu populistischem Klamauk. Frau Niessen, Frau Franzen und Frau Neumann stehen für diese Entwicklung. Powerfrauen an die Macht ? Nein danke !

  7. Ja, all‘ die vorherigen Kommentare klingen plausibel.
    Hier aber noch meinerseits einige Gedanken zu dem Thema. Aber Vorsicht: Satire. Nicht nur in der Politik soll ein ausgeglichenes Verhältnis Mann/Frau angestrebt werden, nein auch in verschiedenen Berufszweigen müsste es eine „Regulierung“ geben. Nachstehend nun einige Beispiele, die ich anführen möchte, bevor die EU-Kommission noch auf die Idee kommt:
    – in den Kindergärten müsste es mehr KinderGÄRTNER geben (gefühlte 99% Frauenanteil,) einfach inakzeptabel! Selbst in der Grundschule sind männliche Lehrpersonen in der Regel unterrepräsentiert.
    – im Einzelhandel, wie Bäckereien, Metzgereien usw., desweiteren in Frisiersalons, fast nur Frauen. Geht doch nicht!
    In der Modebranche das gleiche Missverhältnis usw. und so fort.
    Bitte für Abhilfe sorgen, Frau Dethier-Neumann, ich bin total frustriert!

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