Leute von heute

Monika Dethier-Neumann

Monika Dethier-Neumann (rechts) mit der Europaabgeordneten Isabelle Durant (links) zu Besuch in einem landwirtschaftlichen Betrieb.

Auf Einladung der ostbelgischen Grünen und zur Unterstützung der Milchproduzenten besuchte die Ecolo-Europaabgeordnete Isabelle Durant in Begleitung von Monika Dethier-Neumann, Ecolo-Regionalabgeordnete und Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses der Wallonischen Region, kürzlich zwei landwirtschaftliche Betriebe im Herver Land.

Ziel des Treffens waren nach Angaben von Ecolo „Sensibilisierung und Austausch zur Krise am Milchmarkt“. Die Politikerinnen besuchten die Höfe der Landwirte Luc Hollands, Mitglied des European Milk Board, und Rémy Hardy, Bio-Landwirt in Moresnet. Sie bekräftigten dabei, dass Ecolo bezüglich der Unterstützung der Milchproduzenten auf allen politischen Ebenen mit einer Stimme spreche.

Folgen des Preisdumpings allgegenwärtig

„Aufgrund des hohen Wettbewerbs am Milchmarkt wird den Produzenten derzeit etwa 30 Eurocent pro Liter Milch gezahlt, während die Produktion bis zu 40 Eurocent kostet. Die Entlohnung der Landwirte hat heute das Niveau von 1995 – während sich die Kosten zur Milcherzeugung verdreifacht haben“, heißt es in einer Pressemitteilung von Ecolo: „Die Folgen dieses Preisdumpings sind allgegenwärtig. So ist die Anzahl der Milchviehhalter in der Wallonischen Region in den vergangenen zehn Jahren von 8000 auf 5000 Einheiten gefallen – eine Entwicklung, die sich fortsetzen wird, sollten umfassende Regulierungsmaßnahmen nicht umgehend getroffen werden.“

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Ecolo solidarisiert sich mit den Milchbauern. Foto: Shutterstock

Ecolo solidarisiere sich auf allen politischen Ebenen mit den milcherzeugenden Landwirten und halte folgende Vorschläge bereit: „Auf Ebene der Region muss die wallonische Landwirtschaftsgesetzgebung bis zum Ende der Legislaturperiode in 2014 grundlegend und im Hinblick auf die Gesundung der hiesigen Milchproduktion reformiert werden. Gütesiegel und neue Lieferstrukturen mit Fokussierung auf den regionalen Markt müssen geschaffen und nicht zuletzt landwirtschaftlicher Umweltschutz und eine Milchproduktion auf Graswirtschaft basierend gefördert werden.“

Beobachtungsstelle für Preise

Auf europäischer Ebene müsse eine Beobachtungsstelle für Preise geschaffen werden, damit das Angebot der Nachfrage entsprechend erhöht oder gesenkt werden könne und der Milchpreis eine gerechte Entlohnung für die Produzenten darstelle. Auf internationaler Ebene schließlich müssen sich nach Darstellung der Grünen der belgische Föderalstaat und die EU für eine Änderung der internationalen Handelsregeln stark machen, da den Akteuren auf nationaler und regionaler Ebene die Hände gebunden seien.

2 Antworten auf “Monika Dethier-Neumann”

  1. Frau Dethier- Neumann, dass Sie und ihre Partei bis heute aber auch garnichts für die Landwirtschaft unternohemen zeigt nach wie vor, dass das Höfesterben kontinuierlich weiter geht.Wenn Sie glauben, dass sie mit ihren Vorschlägen, der Selbstvermarktung landwirtschaftlicher Produkte, der Föderung des Verzehrs regionaler(teueren) Bio-Produkte die Masse der Konsumenten begeistern könnten, dann sind sehr schlecht Informiert. Gehen Sie bitte im benachbarten Ausland BRD in den Supermärkten Aldi Lidl, Kaufland usw und zählen die Belgier, Holländer die dort ihre Einkäufe tätigen, warum?? Fakt ist, dass diese dort zum Verkauf angebotenen Lebenmittel oft eine bessere Qualität haben als Bio-Produkte und bedeutend billiger sind. Sie Trämen Frau Dethier-Neumann wie MIG und EMB. Leider wird die Landwirtschaft und nicht nur die Landwirschaft den sehr rauhen Wind der Globalisierung erfahren.

  2. Es reicht!

    Die EU hat setzt nun Mal in der Landwirtschaftspolitik auf Industrialisierung. Sonst hätte die EU nicht enorme finanzielle Mittel an die Landwirte gegeben für den Neubau von neuen Viehställen (1/3 Kapitalzuschuß).
    Die EU will doch nur mehr industrielle Landwirtschaft. Das Höfesterben wird also in den kommenden Jahren rasant zunehmen. Dies stellt jeder in seinem Dorf besonders gut fest wenn er Mal die Anzahl Hauptberufslandwirte zählt.
    Damit die EU GrÜnen diesen Kuhhandel mitspielen hat man Ihnen als Ausgleich Natura 2000 gegeben, weil diese Flächen sind ja ohnehin nicht zu industrialisieren.

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