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Harald Mollers’ „Neue-Medien-Schelte“ [Kommentar]

Bildungsminister Harald Mollers (ProDG) im November 2018 bei seinem Auftritt anlässlich des Gedenkkonzerts „Eine Mohnblume für den Frieden“ in Eupen. Foto: Gerd Comouth

Wenn ein Minister spektakuläre Aussagen macht oder sogar zurücktritt, tut man gut daran, zumindest einige Stunden verstreichen zu lassen, ehe man sich als Journalist dazu eine Meinung bildet. Denn dann sieht man vielleicht ein paar Dinge, die man unter dem Eindruck der ersten Ankündigung übersehen hat.

Mit seinem Rücktritt und vor allem mit seiner Stellungnahme dazu hat Bildungsminister Harald Mollers (ProDG) viele Menschen berührt. Er hat auch den richtigen Ton getroffen und vor allem ein Reizthema in unserem Internetzeitalter angesprochen. Sehr nüchtern, sachlich, ohne überzogene Polemik.

Kurzum, ich würde Mollers glatt als Kolumnist für „Ostbelgien Direkt“ engagieren, wenn er dies wünschen würde. Denn sein Statement war wirklich sehr gut.

DG-Minister Harald Mollers. Foto: Gerd Comouth

Trotzdem bleiben einige Fragen offen, die womöglich erst später beantwortet werden können, wenn überhaupt.

Sind es wirklich die neuen Medien und die tägliche Kritik in den sozialen Netzwerken, die Mollers dazu veranlasst haben, die Reißleine zu ziehen? Oder diente die „Neue-Medien-Schelte“ des Ministers hauptsächlich nur als Vorwand, um die Demission plausibel zu erklären?

Darüber lässt sich nur spekulieren. Der einzige, der die Antwort kennt, ist Harald Mollers selbst. Die Frage muss man trotzdem stellen.

Jetzt zu den neuen Medien, die angeblich so viel Unheil anrichten. Ich erhielt noch heute Morgen eine E-Mail von einem Bürger aus St. Vith, der sich durch die Aussagen von Harald Mollers sozusagen ermuntert fühlte, mir als Herausgeber von OD die Leviten zu lesen. Offenbar war Mollers‘ Rücktritt für den Mann der ideale Anlass, um mal richtig Dampf abzulassen.

Bildungsminister Harald Mollers (rechts) am 1. Schultag 2016 bei seinem Besuch im Athenäum St. Vith. Foto: Kabinett Mollers

Ist natürlich dessen gutes Recht, genauso wie es das Recht von Harald Mollers ist, Kritik an den neuen Medien zu üben und zurückzutreten, auch wenn sich Mollers schon die Frage gefallen lassen muss, ob es verantwortungsvoll ist, mitten in der Corona-Krise zurückzutreten. Immerhin hätte er ja deren Ende abwarten können.

Nein, die wichtigste Frage, die sich stellt, ist folgende: Wenn die neuen Medien denn tatsächlich so schrecklich sind, wie dies Politiker behaupten, warum benutzen viele von ihnen diese Netzwerke dann selber? Und vor allem: Was ist die Alternative? Wollen wir zurück zur guten alten Monopolpresse, deren Direktor alleine entschied, was gedruckt werden darf und was nicht?

Und wenn Harald Mollers behauptet, dass „die Informationen, die in den neuen Medien verbreitet werden, de facto keiner wirksamen Qualitätskontrolle unterliegen“, dann frage ich, wer denn bei den etablierten Medien Grenz-Echo und BRF diese angeblich so fundamentale Qualitätskontrolle gewährleistet.

Ich war sechs Jahre Grenz-Echo-Redakteur und weitere siebeneinhalb Jahre GE-Chefredakteur, in all den Jahren habe ich keine Qualitätskontrolle gesehen – wenn man davon ausgeht, dass jeder Journalist seine eigene Qualitätskontrolle durchführen sollte, egal ob sein Medium nun alt oder neu ist.

Isabelle Weykmans (l, PFF) und Harald Mollers (r, ProDG). Foto: Gerd Comouth

Fazit: Wir leben heute nicht mehr in den 1960er und 1970er Jahren, sondern im Jahr 2020. Wir leben in einer Internetwelt, die natürlich ihre Vor- und Nachteile hat, wie ja auch Harald Mollers selbst in seiner Stellungnahme einräumt. Also bitte, statt sich nur über die Nachteile zu empören, sollte man festhalten, dass diese Internetwelt für die Menschen unglaublich viele Vorteile hat.

Ein Letztes noch zu Harald Mollers: Wer sich ins „Haifischbecken“ Politik begibt, der muss sich darüber im Klaren sein, dass dieses Becken fordernd und belastend ist, man dafür aber auch als Minister zünftig entlohnt wird. Andere Menschen haben auch ihre Probleme, mit denen sie fertigwerden müssen. Diese Menschen verdienen nur einen Bruchteil dessen, was ein DG-Minister erhält. Und sie können nicht einmal zurücktreten, denn dann haben sie gar nichts mehr.

Wie dem auch sei, lieber Harald Mollers, ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft und möchte an dieser Stelle auch ausdrücklich betonen, dass ich in all den Jahren mit Ihnen und Ihren Mitarbeitern nie ein Problem gehabt habe. GERARD CREMER

Zum Thema siehe auch folgende Artikel auf OD:

83 Antworten auf “Harald Mollers’ „Neue-Medien-Schelte“ [Kommentar]”

  1. Tom Jones

    Von einem Journalisten erwarte ich, dass er Quellen prüft.
    Privatpersonen können oder wollen das nicht und haben durch Foren und soziale Netzwerke trotzdem eine große Reichweite. Das ist der Unterschied.
    So werden dann Fakenews verbreitet auf deren Grundlage dann z.B. Minister beschimpft werden.

    • Ostbelgien Direkt

      @Tom Jones: Der Leser weiß aber auch zu unterscheiden zwischen einem Artikel und einem Kommentar zu einem Artikel. Auch in Leserbriefen in der Tagespresse werden Fake News verbreitet. Gruß

    • Der Journalismus in den Leitmedien besteht zum großen Teil aus Relotius Geschichten, also Gesinnungsjournalismus, ansonsten werden einfach dpa Texte weitergeben. Ich habe noch selten eine Quellenangabe in einem von Journalisten verfassten Beitrag gesehen die über dpa, afp… also Agenturen, hinaus geht. Aber vielleicht verstehen Sie nicht was eine Quellenangabe darstellt und was nicht….

    • Mitläufer

      Wie wärs mit dem Vivant-Balter. Der würde hier aufräumen, davon bin ich überzeugt 8 Oder?
      Ach nee, der lief ja zuletzt gemeinsam mit Rechtsradikalen durch die Berliner Strassen und forderte in Deutschland seine verbrieften und in der belgischen Verfassung verankerten Rechte und Freiheiten ein.
      Oder etwa ein Ingeniör Schmitz, diesem redegewandte Schwachkopf aus St. Vith. Nää, besser auch nicht. Der hat sich schon von Porsche massiv übers Ohr hauen lassen. Dem würde schon der erste clevere Elternrat den Marsch gehörig blasen.
      Tja und von den ganzen Anonymus, Besserwisser, Kritikern, … hier wagt sich auch keiner aus der Deckung.
      Ich werde also wohl oder übel in den sauren Apfel beissen müssen!
      Da ihr mich ja alle kennt, brauche ich mich ja nicht weiter vorzustellen. Ich bin der von nebenan.

      • Blöder gehts nimmer!

        Du warst sicher zuviel in die Sonne @Mitläufer!? Hast dabei nen Hitzschlag abbekommen? Als wenn die von Dir genannten die Lösungen wären? Du kannst es ja mal angehen? So einer wie Du den suchen die in Eupen! Aber ganz sicher!

  2. Alles Egal

    Wenn ich mir so manche Artikel auf Facebook durchlese mit den dazugehörigen Kommentaren wundert es mich dass er der einzige ist der zurücktritt. Ich sehe dass so. Es gibt überwiegend beschimpfende erniedrigende und bösartige Kommentare. Habe selten etwas positives gelesen. Warum sollte ein Minister sich fertig machen und beschimpfen lassen nur weil er gut verdient ? Hat er mit seinem Gehalt die Menschlichkeit abgegeben. Ich finde es beschämend wie unüberlegt und schnell hier
    manche Kommentare gepostet werden. Das hat nichts mit 60er Jahre oder 2020 zu tun. Die Leute haben Spass am hetzten und einfach keinen gesunden Menschenverstand mehr. Es wird quer Beet gemotzt und geschimpft. Bei allen Politikern. Ob es jetzt so oder so entschieden wird. Ich glaube dass interessiert die meisten gar nicht. Hätte Herr Möllers gegen die Maskenpflicht entschieden wäre er garantiert als verantwortungsloser Minister beschimpft worden. Man kann es heute keinem mehr Recht machen

  3. Krisenmanagement

    Ich denke, das mit den gar nicht so neuen Medien ist nur vorgeschoben. Jeder weiß, dass die in der Politik ihr Privatleben gerne vernachlässigen. Vielleicht verschieben sich die Prioritäten grade sehr zum Privatleben. War Mollers wirklich im richtigen Beruf? Aber im tiefsten Herzen war er doch Musiker! Wirklich vorbereitet war er doch bei den letzten Sitzungen nicht! Wer heute nicht mit den Medien umgehen kann, sollte nicht in der Öffentlichkeit stehen.

  4. Jockel F.

    Wenn am Montag wirklich der Code orange für die Schulen kommt, was mindestens ein Spatz schon vom Schulgebäude in der St.Vither Klosterstraße pfeift, dann kennen wir den wahren Grund für Mollers Rücktritt.

  5. Man sollte sich zumindest die Frage stellen, ob die unkritische Haltung der üblichen Medien und deren finanzielle Abhängigkeit von der Regierung den Unmut in den sozialen Netzwerken nicht befeuern. Und hier meine ich nicht speziell die Corona-Zeit.

  6. Was noch aus der Stellungnahme von Mollers deutlich hervorgeht, ist, dass die etablierten Print- und Hörfunkmedien „an Bedeutung verlieren“, dixit Mollers. Übrigens ist das Urteil von Mollers sehr pauschal, zu pauschal. Er hätte besser Ross und Reiter nennen sollen, statt alle neuen Medien über einen Kamm zu scheren.

    • @Presse: Gegen die neuen Medien hat Mollers nichts einzuwenden. Lediglich die persönlichen Angriffe und Diffamierungen, die teils unter die Gürtellinie gingen, haben ihn und seine Familie zu schaffen gemacht.

        • Mitläufer

          So wie wir ihren Aussagen vertrauen so müssen sie auch den Aussagen des Ministers vertrauen. Aber da haben wir es wieder. Sie dürfen nach eigenem Ermessen hier tönen und alles zum Besten geben, die Gegenseite muss jedoch alles belegen und jeglichen Nachweis erbringen. Glauben sie einfach seinen Erläuterungen! Oder wollen sie doch nur stänkern?

            • Mitläufer

              Freut mich. Jetzt brauchen sie nur noch den heutigen Kommentar im GE zu lesen, dann haben sie schon eine gewisse Ahnung, welche Art von Musik dort gespielt hat.
              Einen Minister u.a. nur mal so als pädophil zu bezeichnen ist scheinlich übliche Praxis geworden.
              Ich denke, sie möchten noch mehr erfahren um sich dann daran zu ergötzen, oder ?

              • „Ich denke, sie möchten noch mehr erfahren um sich dann daran zu ergötzen, oder ?“
                Nein, aber solche “ Gerüchte sind mir tatsächlich neu und ich möchte jetzt von Ihnen,@Mitläufer, nichts mehr hören!

                • Frank Martin

                  Theresa,glaube kaum das @Mitläufer ihrem Willen nachkommen wird ….und Sie werden genauso wenig dagegen unternehmen können,gleich Hr.Mollers und vielen anderen . Außer Sie bleiben diesem Forum fern ! Tja wer andere Menschen mit Dreck bewirft,sollte auch mit dem Feedback leben können.Daher danke @Mitläufer Ach ja weshalb verstecken Sie sich in der Anonymität? Wer was zu sagen hat kann das auch unter seinem Namen tun ……

                  • Hausmeister

                    Klar, Herr Frank Martin. Sie verstecken sich ja nicht und sind dann sicher der Komponist:

                    Frank Martin (Komponist) – Wikipediade.wikipedia.org › wiki › Frank_Martin_(Komponist)
                    Frank Martin (* 15. September 1890 in Eaux-Vives; † 21. November 1974 in Naarden, Niederlande) war ein Schweizer Komponist.
                    ‎Leben · ‎Werke · ‎Vokalmusik · ‎Orchestermusik

                    Aber eigentlich müssten Sie jetzt tot sein…Komisch!

                • Walter Keutgen

                  Theresa, Logik, Mitläufer, Frank Martin, vorab, das Grenzecho beziehe ich nicht und bin in keinem Internetverein Mitglied. Pädophilievorwürfe sind mir auf OD-Direkt nur in Bezug auf US-amerikanische Politiker aufgefallen. Ansonsten wäre es ein Leichtes für die Staatsanwaltschaft bei Anzeige oder aber auch spontan, dem nachzugehen und Verleumdung (oder Tatsache) herauszufinden.

        • meinemeinungdazu

          Unter anderem wurde ihm von Personen aus ihrem Dunstkreis vorgeworfen, eine „Marionette der Maskenlobby“ oder „pädophil“ zu sein.
          Der Strafbestand der Verleumdung, Ehrenschändung oder böswillige Bekanntmachung ist durchaus gegeben. Er müsste sogar noch nicht mal klagen. Es handelt sich nicht nur um eine Zuwiderhandlung sondern um Vergehen, und diese sind auf Basis der belgischen Strafgesetzgebung von Amtswegen zu verfolgen. D.h. die Staatsanwaltschaft müsste, ohne jegliche Klage übrigens, Untersuchungen dazu einleiten.
          Dann würden endlich mal hier bei so einigen die Finger ziemlich lahm werden.

    • Nachdenker

      Alle „neuen“ oder „sozialen“ Medien, in denen unter dem Deckmantel der Anonymität, Hetze, Diffamierung,.. betrieben wird oder Fake-News verbreitet werden und/oder es keine Moderation oder konsequente Überprüfung einer Netiquette gibt, laufen aus dem Ruder und tragen zur Spaltung der Gesellschaft bei.
      In dieser Hinsicht leistet auch OD nicht genug, da es geschäftsschädigend wäre, manche Kommentatoren in ihre Schranken zu verweisen oder wenn nötig gar zu sperren.
      Herr Cremer macht es sich zu einfach, die Erfolgsstorry von OD allein auf die Resonanz und nicht das Ergebnis zu beziehen.
      Was die Stimmung in und den Zusammenhalt der Gesellschaft betrifft, ist diese Bilanz nämlich eine Katastrophe.
      Dies ist wohl auch die Sichtweise von H. Mollers, der die Konsequenzen am eigenen Leib erfahren musste.
      Ihm vorzuschlagen, er hätte doch besser das Ende der Pandemie abgewartet und seinen Akku soweit runterzufahren, dass nur noch Antidepressiva oder eine Therapie hilft, ist zynisch und empathielos zugleich.

      • Das ist der Grund ich sage: wo waren Antoniadis un Paasch, als Mollers durch den Wolf gedreht wurde! Warum kommt Antoniadis erst jetzt mit der Aussage, daß man die Zahlen in eine Relation bringen muss. Wo war unser Ministerpräsident, als die anderen Unterrichtsminister vom vereinbaren Kurs abwischen? Mollers wurde zerrieben zwischen den Fronten. Die einen wollten mehr Schutz, die anderen weniger. Wo waren die beiden Anderen? Haben die es vorgezogen sich raus zu halten um selber nicht ins Rampenlicht zu treten? Zu dritt und mit gehalten Kräften wäre das nicht so weit gekommen. Aber, zu spät, Mollers ist weg und dann muss ein Anderer jetzt herhalten.

  7. We, the People

    Es steckt idT viel Wahrheit in ODs Kommentar.
    Ich möchte hinzufügen, daß es auch ein Zeichen der Zeit ist, daß gern ausgetragen wird, aber sobald es in die andere Richtung geht, owei owei. Generell, nicht auf Herrn Moller bezogen, den ich nicht kenne. Ich findes dies ist besonders typisch bei „Jüngeren“, die es nicht mehr gewohnt sind (die Kuschelpädagogik und das nicht „Nein sagen“ der letzten Jahrzehnte hat, besonders in den USA, horrende Folgen, da die „Jüngeren“ immer meinen sie wüßten und könnten alles).
    Die Politiker (in der DG ist essowas von eklatant! Denken wir nur an die Grüne Bürgermeisterin oder MP OP) bestimmen nicht mehr im Auftrag, also FÜR den Bürger, sondern oft GEGEN diesen. Dann wird erzogen: Die Politik mit Oberlehrermenatlität, à la Germania. Auch das sind die Bürger leid! Auch das führt dann zu Kommentaren, die oft NICHT mehr suggerieren, daß der Bürger nicht mit dieser Politik einverstanden ist, sondern er läßt seinen Frust direkt raus, er „grollt“ direkt. Weil wir immer mehr ignoriert und bevormundet werden. Das „Social engineering“ , das die Gesellschaft auf den Kopf stellt, sind viele, sehr viele satt. Und wie!
    Ein gutes Beispiel heute (zwar internationale Politik, aber es ist alles eins):
    « La Commission européenne veut octroyer plus d’emplois aux sans-papiers et favoriser l’arrivée de nouveaux immigrés »
    https://www.fdesouche.com/2020/09/15/europe-un-nouvel-avantage-pour-les-sans-papiers-algeriens/
    Immer mehr, gerade jetzt, wegen Covid, sind Bürger arbeitslos und doch wird darauf gepocht mehr Migranten zu importieren und den Illegalen (« sanas-papiers », also de facto Illegale !) Arbeit beschaffen!
    Und dann kommt noch die Frage der Veranwortung: Politiker, die (wie Herr Mollers) Minister oder hohe Ämter bekleiden, verdienen sehr viel Geld. Aber was ist mit Verantwortung? Nichts, nada, sie werden nie belangt, sie brauchen nie gerade stehen.
    Also, ich vermute mal, daß Herr Mollers vielleicht kapiert hat, daß er den richtigen Job… doch nicht gemacht hat.

    • @We, the People: Ich frage mich gerade, wer stellt Menschen ohne Papiere ein? Ich nicht, denke auch nicht, dass es sonst jemand tut, außer man würde dafür Bezuschussung erhalten und diese müsste nicht zu knapp ausfallen.
      Also auf welche Stellen sollen diese „neuen“ Menschen kommen? Staatsstellen?
      Oder sind es unsere neuen Ärzte, in KH auf der D Seite habe ich so einige gesehen ohne dass diese die Sprache beherrschten, verarzten dürften diese aber. Nach so Erlebnissen ist man froh, selbst nichts von so jemanden zu benötigen.
      Oder sind diese Menschen gedacht für den Aufräumdienst? Da sind sich viele aber zu schade für, denn auch für Nichts erhält man Geld.
      In den vergangenen Jahren, sah ich welche vor dem Laden Wasser ausschütten um danach den Pfand zu erhalten, auf Nachfrage bei der Kassiererin, wurde mir mitgeteilt, dass es an der Tagesordnung ist, mit den Bons können die nicht viel anfangen und wollen das Bargeld.

      So frage ich mich, was soll das Ganze?!
      Das ist blanker Hohn und Vorwand, wenn nicht sogar kriminell was da betrieben wird!

    • @We, the People
      Die Politiker (in der DG ist essowas von eklatant! Denken wir nur an die Grüne Bürgermeisterin oder MP OP) bestimmen nicht mehr im Auftrag, also FÜR den Bürger, sondern oft GEGEN diesen.

      Dies ist der beste Satz den ich Heute hier auf OD gelesen habe. Kann Ihnen nur voll zustimmen.
      Zu viele Politiker haben den Auftrag des Bürgers leider vergessen und arbeiten leider nur in ihrem eigenen Interesse oder Partei. Wer gegen den Bürger arbeitet sollte dann aber auch bei den nächsten Wahlen die Quittung für sein tun erhalten. Der Bürger ist es vor Allem Leid immer wieder von kommunalen oder föderalen Politikern bevormundet zu werden indem gegen den Willen des Bürgers Beschlüsse gefasst werden.

      • We, the People

        Merci.
        Ferner, das problem der Doxa: Die Politiker in den großen Parteien (auch Mollers) reden nur eine und dieselbe Gü**e, die auch andere Meinungsmacher (dominante Medien), „Eliten“, usw. von sich geben. Alles, ALLES andere ist Verschwörung. So sind „die da oben“ auch nicht mehr in der Lage gegen Fakten zu argumentieren, außer mit ihren Lügen und mit „Verschwörung! Nazi! Rassist! Keugner!“.
        3 mal dise Woche habe ich die Erfahrung gemacht, daß SEHR gebildete Menschen (wovon eine ÄRZTIN!) nicht wahr haben wollen, also LEUGNEN; daß AIDS patentiert ist! In der Diskussion um Covid als Kunstprodukt (Prof. Montagnier hat darin Sequenzen aus AIDS wieder gefunden), wie auch Aids, Ebola, SARS1 u.a., die patentiert sind, mußte ich mir anhören „Ich glaube dem US-PAtentamt nicht!
        https://science.sciencemag.org/content/239/4843/970
        Vielleicht meint auch Herr Mollers er sei unfehlbar und stünde über allen? Und kann sich Kontra nicht vorstellen, was ihn psychologisch zu sehr belastet hat?
        Ich weiß es nicht; ich habe weder seine Arbeit verfolgt, noch sein ganzes Statement gelesen und kenne ihn nicht. Er machte auf mich einen sympathischen Eindruck.

      • Ruhig Blut !
        Wieder einmal Fake-News, oder besser gewollte Desinformation der Rechtsradikalen. Auch wenn man in einem Artikel zig-mal „sans-papiers“ wiederholt, werden aus Flüchtlingen oder Migranten keine „Illegalen“.
        Wer ist schlimmer : der der den Stuss verzapft, oder der der so blöd ist, ihn zu verlinken ? Noch eher der, der darauf hereinfällt !

  8. Philippe Rombach

    Vom Bankfilialenleiter (oder?) zum „Minister“ im Rampenlicht, dazu braucht man normalerweise längere politische Erfahrung und ein …. dickes Fell,. Nicht jeder heisst K-H L.

  9. Molli H.

    Eine sehr gute Analyse von OD.

    Einerseits spielt die Politik gerne mit allerlei digitalen Medien um sich hervor zu tun. Die“Berufsschreiber“ und Sympatisanten der Minister nutzen ja auch eifrig anonyme Foren. Andererseits darf es dort aber nicht allzu kritisch gegen besagten Politiker selbst zugehen … das erinnert an Ex-Kanzler Gerhard Schröder, der vom einstigen Liebling der Medien plötzlich zum Medienhasser wurde, als die Berichterstattung kritisch und unliebsam zu sein begann.

    Ist mit „Qualitätskontrolle“ klassischer Medien seitens Herrn Moller vielleicht die Linientreue und Instrumentalisierung des Grenz-Echo durch die Regierung (als Sponsor) gemeint ? Da ist mir die private und vielleicht unrecherchierte aber ehrliche Meining von „Lieschen Müller“ in einem Forum aber lieber und zumindestens „transparent subjektiv“, ohne den Anschein von Wahrheit und Neutralität vermitteln zu wollen.

    Was die Rücktrittsgründe betrifft, ist die Frage von OD ebenfalls berechtigt: Allein das (sehr gekonnt vorgebrachte) Thema soziale Medien und Bürgerschelte war es wohl nicht und Herr Mollers und möglicherweise seine Partei sowie insbesondere Herr MP Paasch, der sich hier erneut und wie in anderen „heiklen und unpolulären“ Fragen erstaunlich gut aus der Schusslinie hält, könnten wohl vielleicht genaueres dazu sagen …

    • @Molli H: Auch das ist eine neue Sitte der Medien: Mollers nennt seine Beweggründe, aber schwupps wird die Frage in den Raum gestellt, ob das die wahren Beweggründe waren. Das sind alles nur Spekulationen gewisser Medien, um das Thema so lange wie möglich heiß zu halten. Und die meisten Leser fallen auf den Trick herein. Nicht wahr, OD?

      • Ostbelgien Direkt

        @Logisch: Das ist die ureigene Aufgabe der Presse, eine Behauptung – in diesem Fall des Ministers – zu hinterfragen. Das muss sie sogar tun. Dass dies Spekulation ist, steht auch im Text. Glauben Sie alles, was ein Minister behauptet? Ich wüsste auch nicht, wo da ein „Trick“ sein soll. Gruß

        • Mithörer

          @OD
          Die Sache ist doch gegessen, warum müssen sie da noch nachkarten und spekulieren? Die Entscheidung ist definitiv gefallen und eine neunseitige ausführliche Begründung wurde geliefert.
          Ihr Kommentar verfolgt nur einen Zweck, die ganze Sache hier noch ein wenig am kochen zu halten, mehr nicht!
          Wie wäre es, wenn sie das augenblickliche Spiel hinter den Kulissen bei der CSP mal hinterfragen und aufdecken würden ?

      • Molli H.

        @logisch : ich zähle ganz sicher nicht zu den “Medien” und habe mir – wie viele – die Frage sofort gestellt, was da wohl noch im Argen liegt… Wie geschrieben: Partei und Paasch sind äußerst zurückhaltend und auch ohne geheimnisvolles Insiderwissen vorgaukeln zu wollen, kennt man in der kleinen DG schnell einige unliebsame Dossiers, Fehlentscheidungen, Kommunikationsprobleme und Personalien, die zu diesem Schritt zumindest auch beigetragen haben können … Coronavirus und soziale Medien sind sicher nicht unbeteiligt, unzweifelhaft aber die am leichtesten zu publizierenden und politisch zu betretenden Rücktrittsgründe …

        • @Molli H: Sie vermuten hinter dem Rücktritt unliebsame Dossiers, Fehlentscheidungen, Kommunikationsprobleme und Personalien, die zu diesem Schritt zumindest auch beigetragen haben können. Sie können ruhig noch zehn weitere mögliche Gründe aufzählen: Es sind und bleiben Spekulationen, die sich jeder an den Haaren herbei ziehen kann. Mit anderen Worten: Mollers kann behaupten, was er will, in Ihren Augen lügt er. Beweise brauchen Sie keine.

    • Bravo Herr Cremer! Mit Niveau das Statement des Herrn Minister (welches auch Niveau hat!) kommentiert.
      Vielleicht wird oft vergessen, wie schwer es die Politiker in der kleinen Gemeinschaft habe, wo jeder jeden kennt. Da wird von gehässigen Nachbarn die private berufliche Aktivität durch den Kakao gezogen, da kann keiner mehr unbescholten einige Meter vor der eigenen Haustür machen…
      Diese neidischen Anspielungen erschienen dann ungefiltert auf den Internetmedien. Und ich glaube, dass das hier in der Gegend schwieriger ist, als für die Regional- oder Nationalpolitiker. Vielleicht auch, weil diese „Fulltime“ politisch engagiert sind und die Millionen der Parteien im Spucken haben…
      Da sin so dumme rechtsradikale Verlinkungen wie hier oben von „We, the people“, das kleinste Übel. Heute meint jeder dass, sobald er sich ein Käppchen mit irgendeinen Mumpitz d’rauf anzieht, zur entscheidenden Mehrheit gehört.
      Alles was einem passt wird „ohne Qualitätskontrolle“ verlinkt. Da ist der von mir erwähnte Post über angebliche „sans-papiers“ ein gutes Beispiel. sans-papiers wird immer wieder wiederholt, obwohl von Migranten, Flüchtlingen die Sprache ist.
      Zu oft muss man sich die Frage stellen „ist der so blöd oder ist es Absicht“ ?

  10. Stella Gibson

    Zum Thema soziale Medien ein #mustsee Hinweis:
    „The Social Dilemma“ – neue Dokumentation auf Netflix …. wir alle müssen uns gut überlegen wie wir mit diesem Thema umgehen!
    Ich weiß nicht ob der Weg von Herrn Mollers sich aus diesem Grund zurückzuziehen der richtige war. Es ist schade das er es nicht öffentlich und im Amt thematisiert hat .

  11. Luka Hennen

    Die „neuen Medien“ sind eine echte Bereicherung. Sie erlauben direkte und simultane Beteiligung der Rezipienten am gesellschaftlichen Diskurs. Die „neuen Medien“ haben deshalb selbstverständlich ihre Daseinsberechtigung; allerdings nicht in der Form, wie sie beispielsweise hier geboten wird.

    Es gehört zur journalistischen Verantwortung, dass Autor und Quellen klar sichtbar und transparent sind. Unter anderem daran macht man die Qualität und die Verlässlichkeit einer Meldung und eines Mediums fest. Dies tut OD als Berichterstatter. Deshalb respektiere ich z.B. auch die Meinung von Herrn Cremer, die er in seinen Kommentaren kundtut.

    Den selben Standard erwarte ich allerdings von jedem, der in den gesellschaftlichen Diskurs und die Diskussion einsteigt: Jeder kann und darf seine Meinung kundtun – frei und unzensiert. Allerdings muss man dann auch mit seinem Namen zu dieser Meinung stehen. Und OD zeigt mit seinen berühmt-berüchtigten Kommentarspalten jeden Tag aufs Neue, dass eben diese Transparenz in den „neuen Medien“ oftmals nicht stattfindet. Man versteckt sich hinter der Anonymität. Wenn ich einen Standpunkt habe, muss ich aber dazu stehen. Sonst bin ich ein Feigling oder ein Fähnchen im Wind, ein Mitläufer. Unter anderem aus diesem Grund etabliert sich in den Internetmedien eine ~Parallelwelt, in der jeder etwas sagt, aber das Gesagte unplastisch und gesichtslos bleibt. Es sind nur leere Worte, ohne das, was Meinung ausmacht: eine Person, ein nachvollziehbarer Akteur der Gesellschaft.

    Wer sich tatsächlich für Gesellschaft interessiert und diskutieren möchte, etwas verändern und bewegen will, wer möchte, dass er in einer Demokratie gehört und respektiert wird, der muss zu seiner Meinung mit seinem Namen stehen. Das geht der Gesellschaft im Internet leider ab. Übrig bleibt nur viel „heiße Luft“ und großes Palaver.

    Wie sagte Oli (K., nicht P.) einst: „Eier! Wir brauchen Eier!“ – Richtig. Eier, zu dem zu stehen, was wir sagen. Nur so kann Diskussion – auch in den „neuen Medien“ – funktionieren und die geäußerte Meinung respektiert werden. Dann gäbe es auch weniger Beleidigungen samt blindem Hass und stattdessen mehr niveauvollen, produktiveren Austausch – und letzteres sollte doch das Ziel sein, oder nicht?

    Vielleicht sollte man sich bei Nutzerkommentaren den gleichen Standard wie bei journalistischen Kommentaren aneignen:
    – Ausdruck einer persönlichen Meinung durch nüchterne und sachliche sprachliche Argumentation.
    – Klare Kennzeichnung des Beitrags als Kommentar, mit Nennung des Autors.

    • Die Anonymität hat Nachteile, aber auch Vorteile. Wer als Mitarbeiter einer Institution mit Klarnamen diese kritisiert riskiert seine wirtschaftliche Existenz, besonders in OB wo jeder jeden kennt. Bestes Beispiel die Kommentarseiten von BRF und GrenzEcho da trauen sich auch nur wenige zu sagen was sie wirklich denken. Ein anonymisiertes Forum muss natürlich eng überwacht werden um Auswüchse zu vermeiden; aber das ist dann der Job von Herrn Cremer….

  12. Alter Schwede

    Zitat: „Wenn die neuen Medien denn tatsächlich so schrecklich sind, wie dies Politiker behaupten, warum benutzen viele von ihnen diese Netzwerke dann selber?“

    Leider hat der Autor dieser Zeilen, der ja auch selber solch ein Medium betreibt, nicht begriffen worum es Herrn Mollers geht. Es sind nicht die neuen Medien als solches die Herr Mollers anprangert, sondern die um sich greifende Unsitte, sich darin hinter dem Deckmantel der Anonymität im Ton zu vergreifen.

    Es behauptet ja auch niemand, dass ein Messer von Grund auf schrecklich ist, jeder der sich schonmal ein Butterbrot geschmiert hat weiß den Nutzen zu schätzen. Aber wenn man das gleiche Messer in den Rücken gerammt bekommt ist das weniger angenehm. Und das muss man dann auch nicht gut finden oder hinnehmen.

    Manche Menschen haben anscheinend ein Bedürfnis, unerkannt ihren Müll loszuwerden. Das sieht man im Seitenstreifen an jeder Autobahnausfahrt. Und manche posten ihre Kommentare im Internet nach dem gleichen Prinzip. Ist das ein Zeichen von schlechter Erziehung des Einzelnen oder allgemeiner Verrohung der Gesellschaft, man weiß es nicht.

    Bzgl. der angesprochenen Qualitätskontrolle bin ich mir sicher, dass sich Herr Cremer in seiner langen Zeit beim GE an einen gewissen journalistischen Kodex gehalten und nicht jeden Mist geschrieben hat. Er war in gewisser Weise seine eigene Qualitätskontrolle. Und wenn er mal übers Ziel hinaus geschossen ist stand sein Name unter dem Artikel, andere haben es gelesen, es gab vielleicht einen Leserbrief und eventuell hat es sogar schonmal im Nachhinein eine Richtigstellung gegeben. Also quasi eine peer review. All das fehlt den anonymen Kommentatoren in den neuen Medien. Den Medien selbst kommt dann eine gewisse Kontrollfunktion zu. Und die wird, wie man auch auf OD immer wieder sehen kann, sehr lasch gehandhabt.

    Ich würde nicht soweit gehen, dass man die Anonymität der Kommentare verbieten müsste. Aber es müsste eine klare Linie gezogen werden zwischen sachlicher Kritik und Meinungsäußerung auf der einen und persönlichen Angriffen auf der anderen Seite. Natürlich darf eine sachliche Kritik anonym veröffentlicht werden wenn sie im Diskurs hilfreich ist. Auf der anderen Seite wird eine persönliche Diffamierung auch nicht besser dadurch, dass ein Name darunter steht (es wäre nur einfacher, denjenigen juristisch zu belangen…). Das GE würde wahrscheinlich keinen Leserbrief veröffentlichen, in dem Herr Mollers als pädophil bezeichnet wird, auch wenn ein Absender drunter steht. Das ist mit Qualitätskontrolle gemeint, und die fehlt vielerorts in den neuen Medien. Jedes Forum hat eine Netiquette, wenn sich jeder daran halten würde wäre schon viel erreicht. Und wenn die Schreiber das nicht machen müssen die Moderatoren eben darauf achten. Auf OD dürften manche Posts nicht erscheinen wenn die Netiquette konsequent eingehalten würde.

    Man kann darüber streiten, ob der Rücktritt von Herrn Mollers eine angemessene Reaktion war und/oder zum richtigen Zeitpunkt geschehen ist. Aber im Endeffekt ist es seine persönliche Entscheidung und die gilt es zu respektieren. Die Argumente „er wusste ja worauf er sich einlässt und wurde dafür entsprechend bezahlt“ als Begründung dafür, dass er sich alles gefallen lassen muss, sind an den Haaren herbei gezogen. Man sagt ja auch nicht zu einem dunkelhäutigen Fußballer, er solle sich mit Bananen bewerfen lassen weil das Stadion eben ein Haifischbecken für Rassisten ist und er dafür entsprechend bezahlt wird.

  13. Arno Nühm

    Herr Cremer versucht natürlich, OD in einem guten Licht stehen zu lassen. Dabei erwähnt er aber gar nicht, dass es nicht gegen die neuen Medien, sondern die Art und Weise geht, WIE viel zu häufig gepostet wird: alle Politiker sind Dreck und wollen nur Geld verdienen; alle, die anderer Meinung sind, werden beschimpft; u.v.m.
    Ich glaube nicht, dass es dem Herrn Cremer recht ist, dass sich OD auch zum Tummelplatz von Verschwörungstheoretikern, Klimaleugnern usw. entwickelt hat.

    • Neusprech

      Und wieder Neusprech… Merkt ihr nicht, wie dumm ihr euch selber präsentiert indem ihr immer alles, was euch nicht in den Kram passt, als VErschwörungstheorie und *Leugner“ bezeichnet? Stimmt, kleine Kinder haben nun einmal einen begrenzten Wortschatz…

      • deuxtrois

        Was eine Verschwörungstheorie ist, darf auch als solche bezeichnet werden. Das fällt unter freier Meinungsäußerung, denn das Wort ist keine Beleidigung. Genauso wie man Unsinn als Unsinn bezeichnen darf.

        • Unlogisch

          Merkt ihr denn gar nicht wie kindisch, ideologisch manipuliert und schaafig ihr seid, indem ihr alles, was euch nicht in den Kram passt, immer als „Verschwörungstheorie“ bezeichnet? DAs ist Andrea Nahles Niveau: ätschi, bätschi. Ihr entlarvt euch immer als bloße Abnicker, indem ihr die dummen neussprachlichen Begriffe nutzt.

  14. Im Schutz der Anonymität sinkt bei Einigen natürlich die Hemmschwelle beträchtlich. Ihre Sichtweise untermauern sie in aggressivem Ton. Auch vor Beleidigungen schrecken sie nicht zurück. Doch diesen Usern als Forums-Verantwortlichen das Wasser abzugraben, ist schwer bis unmöglich. Sie verstecken sich meist hinter der Meinungsfreiheit. Am besten ist es, die Einträge dieser Menschen zu ignorieren. Nicht leicht, aber meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit, diesen Sumpf auszutrocknen.

  15. Krisenmanagement

    Im Wahlkampf konnten alle Kandidaten nicht genug von den Medien bekommen. Auch wenn ich ein Pseudonym hier gebrauche, muss O.D. meine Mailadresse rausgeben. Falls die Mailadresse nicht stimmt ist es ein leichtes für die Staatsanwaltschaft die Daten zu bekommen. Ach so anonym ist das Internet dann doch nicht. War nicht einfach die Luft raus bei Herrn Mollers? Die Regierungsbildung war ja in der DG sehr schnell und übereilt. Mollers hatte schon damals nicht mehr soviele Stimmen. Im Wahlkampf hatten die etablierten Parteien nicht den Mut für neue Gesichter. Viele kleben regelrecht an ihren Posten. Viele haben regelrecht ganzes berufliches Leben auf die Politik aufgebaut, obwohl nicht viel beim Bürger rüberkommt. Bei Anfragen an den Minister, kam gerne die Antwort „Da ist der oder der verantwortlich“ (das katholische Unterrichtswesen wird komplett von der DG finanziert, dann muss auch der Unterrichtsminister sich um die Schüler kümmern) oder auch keine Antwort. Diese Regierung stand schon damals nicht wirklich hinter ihrer Bevölkerung. Wenn es nur ein halber Prozentpunkt war! Aber es war immer eine Minderheitsregierung. Dann wundern sich die politisch Verantwortlichen, dass sie irgendwann keinen Rückhalt mehr haben. Wenn man sich in dieses Haifischbecken begibt, so muss man auch mit Shitstorms umgehen können.

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