Politik

Arimont: „Mettlen-Studie wurde von der DG-Regierung mitfinanziert“ – Politologe erstattet Strafanzeige wegen Verleumdung und Rufmord gegen EU-Abgeordneten

Mike Mettlen aus Recht hat mit seiner Studie über eine andere Besetzung des EU-Mandats der DG viel Staub aufgewirbelt - und tut dies auch noch kurz vor der Wahl am kommenden Sonntag.

AKTUALISIERT – Mit großem Erstaunen stellt der ostbelgische EU-Abgeordnete Pascal Arimont (CSP-EVP) fest, dass die so genannte Mettlen-Studie, die vor einigen Monaten in Ostbelgien für mächtig Wirbel sorgte, von der DG-Regierung mitfinanziert wurde. Unterdessen hat der Politologe angekündigt, dass er „Strafanzeige wegen Verleumdung und Rufmord“ gegen Arimont erstatten werde.

In der Studie des Politologen Mike Mettlen aus Recht wird u.a. vorgeschlagen, den aktuellen Wahlmodus des ostbelgischen EU-Abgeordneten abzuändern, so dass dieser nicht mehr direkt durch die Bevölkerung, sondern über eine Einheitsliste mit Rotation bestimmt wird.

Mettlen räumte inzwischen in einem Interview mit dem Grenz-Echo ein, dass seine Studie von der DG-Regierung mitfinanziert worden sei. „Mir ist keine DG-bezogene Studie bekannt, welche nicht in irgendeiner Form von der DG zumindest mitfinanziert wurde“, so Mettlen. Die DG habe einen Teil der „Funktionskosten“ mitfinanziert.

Der Europaabgeordnete und Spitzenkandidat der CSP-EVP für die Europawahl, Pascal Arimont. Foto: Gerd Comouth

Wie Arimont in einer Pressemitteilung betonte, war bis zu diesem Interview von Mettlen im Grenz-Echo im DG-Parlament – von Mettlen und den Regierungsparteien selbst – immer wieder versichert worden, dass es sich um eine unabhängige Studie handele. In der Vergangenheit habe Mettlen stets den Verdacht zurückgewiesen, von irgendwelchen politischen Kräften instrumentalisiert worden zu sein.

„Die Beteiligung der Regierung an den Kosten der Studie wurde dem DG-Parlament und der Öffentlichkeit zu keinem Zeitpunkt transparent mitgeteilt“, so Arimont.

Bei der Diskussion der Studie im Parlament der DG (Ausschuss I) betonte der Kabinettschef von Oliver Paasch, Alfred Velz, am 7. Januar 2019: „Es ist interessant, dass von außen eine Studie über die Deutschsprachige Gemeinschaft gemacht wird. Aber zum jetzigen Zeitpunkt wird die Regierung, weil sie auch institutionell nicht zuständig ist, zu dem Thema keine weitere Stellung beziehen.“

Mettlen: „Arimont zieht meine Studie durch den Dreck“

Arimont: „Offenbar hat es die Regierung hier mit der Informationspflicht nicht so genau genommen. Wir erwarten Aufklärung, denn es deutet nun noch mehr als zuvor darauf hin, dass diese Studie politisch motiviert war und das Ziel verfolgte, die demokratische Legitimation des aktuellen EU-Abgeordneten zu hinterfragen und EU-Abgeordnete der eigenen Couleur zu installieren.“

Arimont wirft der DG-Regierung vor, bis zuletzt keinen transparenten Einblick in die Finanzierung der Studie gewährt zu haben. In einer schriftlichen Frage habe sich der CSP-Abgeordnete Robert Nelles noch im April nach einer detaillierten Auflistung aller von der DG-Regierung in Auftrag gegebenen Studien für den Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis zum 31. März 2019 erkundigt. Dabei sollten auch diejenigen Studienaufträge aufgelistet werden, die noch in Arbeit waren und für die noch kein Endbericht hinterlegt werden konnte.

Am 17. März 2019 fand im Kloster Heidberg in Eupen eine Podiumsdiskussion der ostbelgischen Studenten-Vereinigungen zur Europawahl teil. V.l.n.r.: Pascal Arimont (CSP), Alain Mertes (Vivant), Lydia Klinkenberg (ProDG), Matthias Zimmermann (SP), Yves Derwahl (PFF), Shqiprim Thaqi (Ecolo) und Donovan Niessen (Volt). Foto: Gerd Comouth

„In seiner Antwort vom 7. Mai 2019 erwähnte Ministerpräsident Oliver Paasch an keiner Stelle die Mitfinanzierung der so genannten Mettlen-Studie“, so der amtierende EU-Abgeordnete Arimont. „Wir erwarten Transparenz in dieser Angelegenheit. Die Regierung muss klar zu erkennen geben, welchen Zweck sie mit der Finanzierung der Mettlen-Studie verfolgt hat und warum sie diese wichtige Information der Bevölkerung vorenthalten hat“, so Arimont.

Möglicherweise wird die Finanzierung der Mettlen-Studie auch in der Wahldebatte des BRF zur Europawahl ein Thema sein, die am Mittwochabend ausgestrahlt wird. Alle Debatten zu den Wahlen 2019 werden im Radio auf BRF1 und BRF2 jeweils ab 19 Uhr und im Fernsehen immer nach dem Blickpunkt ab 17.45 Uhr mit zweistündlicher Wiederholung ausgestrahlt.

Unterdessen kündigte Politologe Mike Mettlen, Doktorand an der Universität des Baskenlandes (UPV-EHU), in einem Schreiben an „Ostbelgien Direkt“ an, „dass morgen früh eine Strafanzeige wegen Verleumdung und Rufmord gegen Herrn Arimont bei der Polizei eingehen wird, denn es geht nicht, dass meine Studie nun in den letzten Tagen des Wahlkampfs wieder durch Unwahrheiten ‚durch den Dreck gezogen’ wird und meine Unabhängigkeit bzw. die Unabhängigkeit der KUL in Frage gestellt wird“.

Weiter schreibt Mettlen: „Im Wahlkampf ist nicht alles erlaubt. Es ist nachweisbar falsch, was Herr Arimont ‚behauptet‘, und diesmal sind rechtliche Schritte notwendig. Hunderte Studienprojekte werden jährlich durch die Politik co-finanziert, da Studenten, Wissenschaftler und die Unis nicht alles alleine stemmen wollen/können, jedoch Schlüsse daraus zu ziehen, dass die Politik einen Auftrag gegeben hätte bzw. dass die Politik dahinter stecken würde, werde ich nicht länger hinnehmen.“ (cre)

102 Antworten auf “Arimont: „Mettlen-Studie wurde von der DG-Regierung mitfinanziert“ – Politologe erstattet Strafanzeige wegen Verleumdung und Rufmord gegen EU-Abgeordneten”

    • Es ist ungeheuerlich, mit welchen fragwürdigen Methoden und welcher Energie, hier von Seiten der Regierung und von Seiten Mettlens bis zum bitteren Ende versucht wird, Herrn Arimont zu diskreditieren.

      Von Paasch und Lambertz ist man sowas in Ostbelgien ja schon gewohnt, aber mit Mettlen, der sich hier als vermeintlich Außenstehnder und quasi unbeteiligter Dritter darzustellen versucht, erreicht die Niedertracht der ostblegischen Politik eine ganz neue Ebene. Mit dieser Anzeige von Mettlen wird das zudem immer grotesker. Ist nicht eigentlich Mettlen derjenige, der unbegründete Behauptungen und Unterstellungen in den Raum stellt?

      Ich kann mir das Ganze nur so erklären, dass Mettlen irgendeine Stelle oder Position dafür in Aussicht gestellt wurde. Wirklich niemand würde sich sonst so vehement in den Vordergrund stellen wollen und so verbissen und krampfhaft versuchen, einen angesehenen Politiker und sein Amt derart zu verunglimpfen.

  1. Klingel Klüngel

    Hier wurde dann doch eine Studie mitfinanziert, mit dem eigentlichen Ziel den politischen Gegner los zu werden. Die Einheitspartei ProDGSPPFF nimmt es wohl nicht so Ernst mit der Wahrheit und Transparenz.

    • Philippe Feltes

      1. Herr Mettlen erstellt ein Papier und gibt zu, dass dieses von der Regierung mitfinanziert wurde, lässt aber zugleich nicht einmal die Vermutung (von Kritik noch gar keine Rede) an einer möglicherweise fehlenden Unabhängigkeit gelten.

      Wenn Monsanto Forschern finanzielle Vorteile gewährt, damit diese bei Veröffentlichungen positiv über Glyphosat berichten, ist das nicht ok, aber Herrn Mettlens Unabhängigkeit darf niemand in Frage stellen?

      2. Es findet über mehrere Wochen eine Debatte zu Mettlens Thesen statt, d.h. es gab genug Zeit und Anlässe, die Bevölkerung über die Mitfinanzierung zu infomieren, aber weder Herr Mettlen noch die Regierung hielten das für nötig oder angebracht, und stritten dies sogar stes ab. Warum diese Verschwiegenheit, wenn alles mit rechten Dingen zuging?

      3. Die dennoch sachlich geführte Debatte nimmt seinen Lauf, aber Herr Mettlen und die Regierung sind nicht glücklich, weil am Ende nicht alle applaudieren. Ich kann nachvollziehen, dass sich Herr Mettlen zu diesem Zeitpunkt in seinem Stolz zwar etwas verletzt fühlt, aber bloß weil er selbst von seiner Arbeit überzeugt ist, müssen das noch lange nicht alle anderen sein.

      4. Ein paar Wochen Stille, dann heute – kurz vor der Wahl zum EU-Parlament – meldet sich Herr Mettlen aus dem Nichts ganz plötzlich wieder zu Wort. Herrn Arimont reagiert darauf und fordert legitimerweise in dieser Sache von Seiten der Regierung mehr Transparenz und Aufklärung. Statt abzuwarten, was die Regierung hierzu zu sagen hat, droht Herr Mettlen unverzüglich mit juristischen Schritten gegen Herrn Arimont. Vermutlich in der Hoffnung, Herrn Arimont für die Fernsehdebatte morgen zu verunsichern, ihn einzuschüchtern und um seinem Ansehen zu schaden.

      Ich persönlich finde, dass Herr Mettlen in dieser Sache eine äußerst zweifelhafte Rolle einnimmt. Ob von sich aus oder weil ihn jemand dazu drängt bzw. ihm für seine „engagement“ Versprechen macht, bleibt unklar, aber in Ordnung ist sein Verhalten nicht.

      • Parteiloser

        „Statt abzuwarten, was die Regierung hierzu zu sagen hat, droht Herr Mettlen unverzüglich mit juristischen Schritten gegen Herrn Arimont. Vermutlich in der Hoffnung, Herrn Arimont für die Fernsehdebatte morgen zu verunsichern, ihn einzuschüchtern und um seinem Ansehen zu schaden.“

        Das wird P Arimont ,welcher Jurist ist, wohl kaum beeindrucken. Im Übrigen kann man jemanden gerichtlich wegen einer eventuellen Verleumdung belangen, nicht aber wegen „Rufmord“. Dieser Begriff ist eher im „Volksmund“ gebräuchlich. Mich wundert so wie so nichts mehr. Genau wie diese „Umfrage“ zum BRF, wo dieser als“ beliebtester“ und/oder „meist gehörter“ Sender hervorgeht.
        Tss, „Nachtigall ick hör dir trapsen……“

      • Vor allem verscherzt es sich der Herr Mettlen gerade mit dem grössten Gegner seines Konzepts- welches auf einen Konsenz aller Parteien beruht. Er schaufelt also gerade das Grab für seine eigenes Konzept! Schade! Also wenn der Herr Mettlen so dünnhäutig ist hat er, als angehender Politologe, eindeutig das falsche Studium gewählt!

        • Parteiloser

          „Also wenn der Herr Mettlen so dünnhäutig ist hat er, als angehender Politologe, eindeutig das falsche Studium gewählt“

          Sehe ich etwas anders, „Someone“ Nach dem Studium ist ein Job bei der DG quasi „gesichert“! Dort landet (fast) jeder Uni-, bzw. Hochschulabgänger, der, bis bei „drei gezählt sich nicht auf einem Baum gerettet hat“,in einen krisenfesten Job.
          (Siehe die fast täglichen Job-Annoncen der DG in der Lokalpresse)

        • @ Someone

          Konzept? Ich lese allenfalls von einer ziemlich abstrakten und bedeutunglosen Studie, also ein wissenschaftliches Denkmodell. Alles in allem den Hype der darum gemacht wird nicht wert.

          • Wir reden ja aber noch über eine DOKTORarbeit, wo auch für gewöhnlich richtig Inhalt drin ist. Also sooo bedeutunglos wird’s nichter nicht sein.. „who knows“. Wir bekommen es ja erst später zu lesen, wenn überhaupt…

            • Walter Keutgen

              Someone, ich dachte, dies sei eine Nebenarbeit zur Doktorarbeit. Solche Nebenarbeiten wurden auch im naturwissenschaftlichen Bereich zum Erlangen des Doktorgrads verlangt. Ob sie es noch werden? Was mich erstaunt, ist das es dafür jetzt Finanzierung von außerhalb der Universität gibt.

    • Pensionierter Bauer

      Hätten ProDG, SP und PFF den Arimont wirklich aus dem EU Parlament drängen wollen, dann wäre das doch ohne große Anstrengung mit einer Einheitsliste und einer (einem) integrem Kandidatin/ Kandidaten ohne weiteres möglich gewesen.
      Die immer weniger werdenden Freunde der CSP müssen den anderen Parteien eigentlich auf den Knien dafür danken, dass diese NOCH einzeln zur EU Wahl antreten.

  2. Strafanzeige

    Ich behaupte keineswegs, dass die Studie gezielt von der Regierung der deutschsprachigen Gemeinschaft in Auftrag gegeben wurde. Nichtsdestotrotz verstehe ich nicht, wieso die Regierung und Herr Mettlen nicht unverzüglich zugegeben haben, dass die DG diese Studie mitfinanziert hat? Im Gegenteil, es erscheint sogar so als hätte man dies verschleiern wollen? Hier besteht Aufklärungsbedarf!

    • Fakenews? Ich kann es nicht mehr hören. Dieser Regierung fehlt es an Transparenz. Ich erinnere mich auch an die Sache mit dem Kindergeld. Man hätte von Seiten der Regierung einfach die Zahlen veröffentlichen können. Dann wäre jedoch klar geworden, dass die CSP mit ihrer Kritik Recht hat. Stattdessen spricht man lieber und ständig von Fakenews. Und mit der Mettlen-Studie ist es das Gleiche. Einfach nur noch widerlich.

    • Jockel F.

      Da schreibt einer, der es sich mit der Regierung verscherzt hat eine ziemlich durchsichtige Studie, die vorschlägt, eben jener Regierung deutlich mehr Macht und mehr Platz an den steuergeldgefüllten Fleischtöpfen zu verschaffen.
      Dann kommt heraus, was viele schon vermuteten, besagte Regierung hat die Studie mit bezahlt.
      Darüber wundert sich nun der aus der Opposition, der den Fleischtopf bewacht.
      Das können Sie gleich wie bezeichnen aber wer das für Fake-News hält oder gar den Gang zum Staatsanwalt erwägt, dessen Motivation ist doch sehr deutlich.

  3. Ecologasmus

    Also die Studien, die von großen Ölfirmen „mitfinanziert“ werden und gaaaaaanz eindeutig „beweisen“, dass es den Klimawandel gar nicht gibt, weisen ja gaaaar keine Parallelen auf.
    Wenn der werte Herr Mettlen sich damit nicht die Finger verbrennt.

    • Können Sie das belegen? Studien mitfinanziert von der Ölindustrie die belegen sollen das es den Klimawandel nicht gibt?
      Ich denke mal Sie haben was falsch verstanden…..
      Und sowieso: belegt hat auch noch keiner von den Hysterikern das DER MENSCH schuld am Klimawandel trägt
      und n.B: Klimawandel gab’s schon immer, sogar bevor’s den Menschen gab

  4. Gott sei Dank ist wieder der Mettlen da um die Presseleser zu beschäftigen bzw abzulenken, dann brauchen die Presseschreiber bzw Journalisten nicht über andere Misstânde oder Vergehen von Kandidaten zu berichten obwohl es die Spatzen schon von den Dächern pfeifen. Armes Ostbelgien, eine“ Protostudie“ die so wertlos ist wie eine Wettervorhersage, lenkt von Tatsachen ab über die jeder Journalist ,der etwas von Pressefreiheit hält längst schon geschrieben hätte. Bin mir mittlerweilen sicher ,dass hier in Ostbelgiendirekt eine tolle Debatte „nach“ den Wahlen starten wird und viele wieder „das Blaue “ vom Himmel lügen. In so einer kleinen Welt hat ja jeder seine Interessen zu reden oder zu schweigen.

    • Genau! Und vor allem hat ja keine Partei Mettlens Rat befolgt! Also, warum nachkarten? Ich kann mir das denken: die CSP würde in ein schlechtes Licht gerückt und wollte das noch vor den Wahlen klären! Legitim, wie ich finde, angesichts der Undurchsichtigkeit: Jeder weiß was, Keiner sagt was und Jeder verdächtigt den Anderen. Wer die Suppe Anfang des Jahres angesetzt hat muss sie jetzt auch ausloeffel!

      • Transparenz

        Sie sind nicht informiert. Meines Wissens haben die vier Parteien ProDG, PFF, SP und ecolo Herrn Arimont den einzigen sicheren Platz auf einer gemeinsamen Liste angeboten und sich selbst mit Ersatzplätzen begnügen wollen. Dafür hätten sie als Gegenleistung gerne einen überparteilichen Mitarbeiterstab und ein neutrales Europahaus Ostbelgien aufgebaut. Das wollte Pascal nicht. Er will alles: den EP-Sitz, die Mitarbeiter für die CSP allein, das Europahaus für die CSP allein. Ich glaube, da hat er einen Fehler gemacht, der ihm noch leid tun wird. Beim nächsten Mal wird es meiner Meinung nach eine gemischte Liste geben.

        • @ Transparenz

          Es wäre eine blöde Idee sich an die CSP anzuhängen. Statt dessen, und ich gehe davon aus das die anderen Parteien das wissen, wäre es einfacher von der EU oder den „Mutterparteien“ Gelder zu akquirieren um eine Parteieigene Infostelle zu eröffnen.
          Eine gemeinsame Liste ist illusorisch da Kandidaten aus verschiedenen Parteien im Laufe der Legislatur die Fraktionen wechseln müssten. Da es hier auch zu Mehrheitsverschiebungen kommen könnte ist das sehr unwahrscheinlich.

  5. Intipuca

    Herr Mettlen ist es selbst, der seine Studie unterläuft. Er ist es, der sich in die Diskussionen mit Politikern reinreißen lässt und dadurch seine Arbeit unwissenschaftlich erscheint. Zumindest findet er nicht die kritische Distanz, die einem Wissenschaftler zu eigen ist. Auch daß er sich nun Rückgrad bei der KUL holen will, was er doch selbst verantworten oder klären müsste.

    • unüberlegte Übereaktion

      In erster Linie ist es Mettlens Aufgabe, etwaige Interessenkonflikte zu vermeiden bzw. diese offen zu legen und nicht die der Universität.

      Durch sein zorniges und unüberlegtes, ja schon fast kindisches Verhalten vergiftet Mettlen seine eigene Arbeit und macht diese für etwaige folgende Debatten völlig unbrauchbar. Es ist ein Jammer, dass ihm das nicht selbst einleuchtet. Oder er wird – von wem auch immer – sehr schlecht beraten und durchschaut das alles nicht.

  6. „wenn einer oder eine Regierung x 1000 € bezahlt für Arbeiten , die er/sie nicht bestellt haben sollte “ ja ,das Argument ist so glaubwürdig wie die Wissenschaftlichkeit dieser Studie. Der Mettlen kann Minister werden in Ostbelgien , Niveau stimmt,

  7. Jockel F.

    Demokratie ist, wenn drei Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen, was es zum Abendessen gibt.

    Widerlich, dieses Schauspiel. Ich glaube, ich mache am Sonntag beide Augen ganz fest zu und hoffe, dass das Kreuz bei Vivant landet.

    • Vivant hat ganz zu Beginn die Mettlenstudie überschwänglich begrüßt. Dann haben sie den Schwanz eingezogen und sich um 180 Grad gedreht, als es konkret wurde mit der Mehrparteien-Liste. Nur ecolo blieb dann noch. Dass ecolo dann auch zurückgezogen hat, kann man nachvollziehen. Wer will sich als kleinste Oppositionspartei schon zum Prügelknaben der größeren Oppositionsparteien machen lassen ?
      Vivant hat damit bewiesen, dass mit ihnen nix los ist. Sie schwenken um, wie es ihnen taktisch in den Kram passt. Genau so haben sie schon zweimal (2009 und 2014) eine auf ihrer Liste an zweiter Stelle gewählte Frau nach ihrer Wahl abgesäbelt und durch Mertes ersetzt. Das ist dann sicher die andere, neue Politische Kultur, die Balter vor sich her trägt.

    • Jetzt vergleichen Sie Äpfel mit Birnen! Es hat keiner ein Problem mit Fördergelder von egal welcher Seite. Sonst wäre es ja auch nicht so, dass alle Studien öffentlich finanziert werden! Wer es bezahlt hat muss aber, wenn ja sogar explizit nachgefragt wurde, immer gesagt werden! So wie das hier geschildert wird war das aber nicht der Fall! Und den Fehler macht ausgerechnet ein Politologe?

  8. Hermann B.

    Dieses Mal geht es Herrn Arimont nochmals durch. Bei den nächsten Europa-Wahlen wird es anders aussehen. Ob es demokratisch ist, wenn jemand mit 30 % Zuspruch ein Mandat gegen 70 % dauerhaft besetzen darf, sollte doch einer Diskussion wert sein!!

  9. Wogegen will Mettlen den klagen? Das es eine DG-Finanzierung gab hat Mettlen ja im GE Interview selber zugeben. Selbst wenn alle Studien so finanziert werden musste Mettlen dennoch von Anfang an transparent kommunizieren und das vor allem wenn es die DG nicht tut! Dann wäre es auch nicht zu diesem Verdacht gekommen, dass durch diese Finanzierung das Ergebnis beeinflusst wurde bzw diese Diskussion würde nicht 5 Tage vor den Wahlen stattfinden! Und ich frag mich immer noch was den jetzt in der Studie drin steht, wieso Teile davon, obwohl sie nicht abgeschlossen ist, dennoch schon publik wurden. Das alles nährt ja noch den Verdacht, das es doch ein Interesse gab! Zumindest konnte jemand den Abschluss nicht abwarten und die Diskussion zum Thema sollte noch vor den Wahlen stattfinden. Wer war das denn, der die Diskussion angestoßen hat und wieso vor dem Abschluss? Auch in diesen Punkten wünsche ich Klarheit! Ich finde, dass bei diesem Streit der Herr Mettlen das Opfer seiner eigenen Fehler ist! Schade, denn diese Doktorarbeit ist die Visitenkarte für die weitere Karriere des jungen Politologen.

  10. ….
    Hunderte Studienprojekte werden jährlich durch die Politik co-finanziert,
    ….
    Weshalb man jeder „Studie“ bis zum Beweis des Gegenteils mißtrauen sollte. Vor allem „Sozialstudien“ sind manipulierbar bis es kracht. Bei technischen Studien wird das auch gemacht, aber hier kann man nachrechnen (wenn man es kann…) ob die Resultate plausibel sind oder nicht. Bei einer Studie über z.B. „Die Erfolge der Integration arabischer Clans in die Mehrheitsgesellschaft“ kann man nur noch den Mülleimer öffnen….

  11. treesche

    Mir stellen sich viele Fragen zum Ministeriellen Apparat in Eupen: Warum werden überhaupt solche Studien finanziert? Warum ging es eigentlich bei dieser Studie? Ich gebe mir mal selbst Antworten: Die jetzigen Regierungsparteien wollten ganz billig an das EU-Mandat der DG. Viele Parteien nehmen das EU-Mandat nicht wirklich ernst, obwohl es so viele Auswirkungen auf unser Leben/Arbeitsleben haben kann. Besonders Landwirte wissen, dass die EU sehr wichtig ist. Die meisten Parteien stellen irgendeinen Gefälligkeitskandidaten auf die EU-Liste. Bestes Beispiel ist z. B. die PFF aber auch die PRODG ist nicht besser. Der PFF-Kandidat hat von z. B. Grenzüberschreitenden Problemen keine Ahnung. Für die Landwirtschaft kann er sich auch nicht einsetzen. Wahlkampf so gut, wie gar nicht. Die PRODG-Kandidatin hat ebenso wenig Ahnung von diesen Themen …. Die Studie sollte dazu dienen, dass das Mandat ohne viel zu tun erworben wird. Aber warum studiert ein junger Mensch Politik? Menschen aus dem wirklichen Leben können das nicht wirklich nachvollziehen. Wahrscheinlich wird Herr Mettlen uns auf irgendeiner Liste demnächst begegnen. Bitte nicht wählen! Die wissenschaftliche Karriere sollte doch mit dieser unsauber geführten Studie beendet sein. Es ist traurig, wie die Ministerien mit dem Steuergeld der Bürger umgehen, um den Wählerwillen zu beeinflussen.

  12. abendland

    politologen sind die theologen in der politik.
    und was sind theologen? das sind leute, die fragen beantworten, die vor ihnen keiner gestellt hat.

    ist das wirklich so wichtig, wer für ostbelgien im EU-parlament sitzt?
    ob bei dieser künstlich herbeigeführten diskussion der mettlen oder der arimont auf der strecke bleibt, ist absolut egal.
    aber zum glück kann politik mit sich selbst beschäftigen, dann haben die was zu tun.

    theologie und politologie sind ziemlich brotlose künste.
    theologen werden von religiös aktiven menschen bezahlt, z.b. kirchenleute.
    also werden politogen wie der mettlen von wem bezahlt??? genau!!! 😀
    vielleicht sollte ein gutverdienender europaabgeordneter arimont auch mal einen theologen …äh… politologen beauftragen, der das gegenteil von möchte-gern-superstar mettlen daherredet.
    un honi qui mal y pense.

  13. WERBE MINISTER?

    Einer von den Vieren muss sich wohl um all die Werbespots im BRF kümmern!? Alleine diese Masse an Werbeblöcken verlangt nach einem Minister. Zig male pro Tag läuft „mit der Unterstützung der DG“, mit der Unterstützung der Regierung der DG“!? Lachhaftes und überflüssiges Getue!?
    Habt ihr nichts wichtigeres zu tun, anstatt das Geld zum offenen Fenster raus zu werfen!?

  14. Jupp vom Süden der DG

    Wann endlich kommt mal eine Studie über die Ministerdichte in unserm Land? Die wäre viel nötiger wie diese K….? Unser Belgien ist voll von den Leuten, wogegen vieles andere dahin siecht…..

  15. Wie wäre es denn, wenn die CSP -anstatt hier auf beleidigte Leberwurst zu machen- transparent erklären würde, wie der PDG-Wahlkampf finanziert wird…. Es wäre doch sicher eine Sache für den Staatsanwalt z prüfen, ob jeder seine Werbung vollständig bezahlt hat ODER ob eine europäische Milchkuh am Werke war….. ungerechtfertigte Bereicherung, illegale Parteienfinanzierung, Fälschung etc. Das Eis ist dünn….

  16. Der einarmige Bandit

    Wer noch Achtung und Respekt für diese Schaumschläger des Einheitsbrei hat , das können nur Profitören und Nutznießer dieses Klan sein . Es ist nur traurig das unsere kleine DG mit knapp 75000 Einwohner von solchem pompösen Apparat regiert wird , dem nicht mehr zu trauen ist . Es ist einfach ekelhaft diese Gesichter zu erblicken.

  17. Verleumder

    Vielleicht sollte man Herrn Mettlen mal über die Definition der Verleumdung aufklären:

    Um eine Verleumdung handelt es sich nur wenn der Übeltäter ganz klar und wissentlich die Unwahrheit sagt um die andere Person herabzuwürdigen oder zu diskreditieren. Sprich es dürfte schon nicht stimmen was der Herr Arimont hier behauptet (sprich dass die DG die Studie mitfinanziert hat) und noch dazu müsste er wissen dass er die Unwahrheit verbreitet. Da Herr Mettlen aber selber zugegeben hat dass die DG in einer Form finanziell an der Studie beteiligt war, hat er dieses Argument somit selber ausgehebelt. Vielleicht hätte sich Herr Mettlen besser alternative Finanzierungsmethoden gesucht über die EU oder einen Thinktank..
    https://www.juraforum.de/lexikon/verleumdung
    Der Link betrifft zwar das deutsche Strafrecht, nur ist die Definition in Belgien die gleiche auch wenn die Artikel natürlich nicht übereinstimmen.

    • karlh1berens

      Genau, so einfach ist die Sache. Der Mettlen will sich wahrscheinlich für das Kabinett Weykmans empfehlen. Dort geht und steht man auch über Gesetze wenn’s nutzt oder man gar einfach nur annimmt, es könne irgenwie irgendwann nutzen.
      Bei Weykmans weiß ich Bescheid. Sie kann’s aber gerne auf einen Prozess ankommen lassen. Dann wird’s ihr ergehen wie demnächst dem Mettlen( ͡° ͜ʖ ͡°)

    • Besser überlegen

      Richtig, was Sie betreffend „Verleumdung“ schreiben. Und „Rufmord“ ist, wie jemand anders schrieb, eher dem Volksmund zu zu ordnen. Wie gesagt, ich habe den Eindruck, dass Mettlen irgendwie von einer Panik erfasst worden ist und nicht weiß, wie er reagieren soll. Seine „Studie“ ist durch das ganze Theater
      so wie so für „die Tonne“

  18. Hirn Ein

    Wir sind schon nur 70.000 Menschen und die Politik schaft es noch für Ärger zwischen der Bevölkerung zu Sorgen. Das sind nicht unsere Kriege die da geführt werden. Es geht doch nur um Posten. Dann wundert man sich, dass die Leute einfach die Schnauze voll von der Politik haben. Wählt Vivant damit dieser Apparat mal einen Warnschuss verpasst bekommt!

  19. schlechtmensch

    Was ist los? Noch keine Ibiza Koks Videos aufgetaucht? Geht doch noch. Dieser ganze Parteienkram stinkt zum Himmel. Wir werden von vorne bis hinten beschissen und das seit Jahren. Meine Stimme bekommen die etablierten Parteien nie mehr wieder!

    • Hellseher

      Ich glaube, Arimont hat Hellseher-Fähigkeiten. Wie anders könnte ich mir sonst erklären, dass seine Pressemitteilung, die Antwort auf ein Interview von Herrn Mettlen schon in der Presse stand und hier auf OD diskutiert wurde BEVOR das Interview selbst in der Zeitung stand ?
      Oder sollte es beim GE immer noch die undichten Stellen und den Klüngel mit Arimont geben wie zur Zeit von Chefredakteur Lutz Ichweißnichtmehrwie ??

  20. Ist doch ganz einfach zu verfolgen. Wenn DG-Gelder geflossen sind, müssen diese ja von einem Konto überwiesen worden sein. Anhand dieser Nummer kann man ganz einfach feststellen, von welchem DG-Konto das Geld geflossen ist. Auch die Mitteilung könnte Aufschluss geben.

  21. Achtes Gebot

    Die CSP trägt doch den Stempel „C“ vor sich her. Gibt es das achte Gebot nicht mehr ?
    Müsste Herr Arimont nicht noch einmal den Beichtspiegel herausholen und reuig bekennen, dass seine Behauptung, die Regierung habe die Mettlen-Studie in Auftrag gegeben, eine glatte Lüge war, drei „Gegrüßet seist du …“ beten wund bei Mettlen um Entschuldigung bitten ?

  22. Wer jetzt noch diese Klüngelgemeinschaft von ProDGSPPFF wählt ist selber Schuld und soll sich danach auch nicht mehr beschweren. Vivant hat es verdient eine Chance zu bekommen und zu zeigen, dass es auch anders gehen kann. Als Wähler sollte man sich von solchen Politikern der ProDGSPPFF nicht noch einmal verschaukeln lassen.

      • VIVANT ist wenigstens noch eine Partei, deren Kandidaten ihr Geld ehrlich und hart als Handwerker, Kaufmann, usw. verdienen und nicht in Eupen auf irgendeinem Posten Däumchen drehen und das auch noch völlig überbezahlt.

        • Vegder : Sie bilden sich wohl was ein. Je tölperhafter und ungebildeter umso wählbarer, scheint ja Ihr Leitmotiv zu sein. So kommen wir nicht weit. Es kann doch nicht sein, dass die intellektuell Schlecht-Weggekommenen das Zepter in die Hand nehmen. Kommen Sie noch mal auf den Boden. Auch wenn Balter ein mächtiges Organ hat, so verbreitet er inhaltlich nur Müll, heisse Luft und Latrinenparolen. Und so was will die Welt regieren…Ein Glück, dass 80 % der Wähler dies anders sehen!!

    • Wähler ( )

      Für Ihren blöden Kommentar hätten sie einen anderen Namen wählen können. Ich bin mit der Regierung zufrieden und die Kritik im Zusammenhang mit der Mettlen Studie ist ja nun zu 100% widerlegt . Ein wenig intellektuelle Ehrlichkeit sollte jeder haben

  23. schlechtmensch

    Aha, normalerweise kostet eine solche Studie 63000 Euro. Aber die DG hat nur 3000 Euro beigesteuert. Und das darf man dann nicht „mitfinanziert“ nennen? Wie nennt man das denn? Weiß die DG denn wenigstens dass sie irgendwelche Studien mitfinanziert bzw. unterstützt? Oder wird das Geld nach dem Gießkannenprinzip verteilt? Und warum muss die DG die Steuergelder an Universitäten geben, erhalten die kein Budget? Da wäre mir ein kostenloser Schületrtansport lieber ;o)

  24. standpunkt

    Laut Mettlen würde so eine Studie 63000 Euro kosten. Das glaub ich auch, wenn man den Stundenlohn eines Politikers auszahlen müsste….bei einem Arbeiter, Pflegekraft…würde diese Studie wesentlich billiger sein.
    Aber das ist eine Studie die von keinem verlangt wurde. Sie dient als Studienarbeit für Herrn Mettlen. Also wieso wird so etwas von der DG MITFINANZIERT (so wie es Herrn Arimont sagte und nicht wie hier gesagt wurde finanziert) oder unterstützt. Da waren sich unserer Regierung glaub ich schnell einig diese Studie zu unterstützen . Sie wurde zwar nicht realisiert aber nur weil es den Eindruck erweckte das die jetzige Regierung den Posten gerne haben mochte. Und so kurz vor den Wahlen das doch eher negativ sich auswirken könnte.

  25. Unpolitisch und Neutral

    Mir stellt sich nur eine einzige elementare Frage:
    Warum kritisiert Herr Mettlen NUR P. Arimont? Er sei nicht der Kandidat aller Ostbelgier?!?
    -Katrin Jadin PFF ist mit Sicherheit Föderalabgeordnete aller Ostbelgier?!?
    -Karl-Heinz Lampertz SP ist zum Glück auch Senator aller Ostbergier?!?
    und vertritt uns auch alle im Europäischen Ausschuss der Regionen?!?
    -Edmund Stoffs ist seit 1999, man glaubt es kaum, unser aller Mann im Wallonischen
    Regionalparlament?!?
    -… die Liste ist ewiglang…
    Aber Herr Mettlen reitet nur auf P. Arimont rum… warum bloß?!?
    …es zeichnet ein ziemlich verwirrter neutraler und parteiloser Ostbelgier

  26. Das nervt ...

    Ich habe so das Gefühl da kommt sich einer sich sehr wichtig vor …
    Was für einen “Kindergarten Kram“ veranstaltet der Herr Mettlen hier..!
    Die „Studie“ passte gerade zeitlich in den Wahlkampf ( oder besser gesagt, wurde pünktlich für den Wahlkampf “ bestellt“).
    Die Funktionsweise für den Posten Senator und die Federal- Abgeordnete(r) wird auch nicht angepasst, warum sollte der Posten vom EU Abgeordneten angepasst werden?
    Es bleibt wie es ist … Punkt. !

    Legt diese „Studien“ in die Schubblade zu den anderen unnützen Dingen und gut ist ! Nach den Wahlen interessiert sich kein Mensch mehr dafür. Nur Schade für die verlorene Zeit, man hätte über wichtigere Dinge reden können.

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