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Linke und SPD zeigen Schwäche: In der Stadt Aachen hängen ihre Wahlplakate immer noch

Ein Wahlplakat der Partei "Die Linke" am Mittwoch am Elsenbrunnen in Aachen. Foto: OD

Nach der Wahl haben es bekanntlich die Sieger leichter, die vielen Wahlplakate, die an Masten und Bäumen hingen, zu entfernen. Die Verlierer tun sich damit ganz besonders schwer, wie man am Mittwoch nach der nordrhein-westfälischen Landtagswahl in Aachen feststellen konnte.

In Aachen waren drei Tage nach dem Urnengang, bei dem die CDU landesweit stärkste Kraft wurde und mit dem Aachener Armin Laschet den nächsten Ministerpräsidenten stellt, die Plakate der CDU weitgehend von der Bildfläche verschwunden.

Die Plakate der SPD und vor allem die der Partei Die Linke hingen jedoch immer noch. „Zeig Stärke“ lautete bei der Wahl der Slogan der Linken, die in diesem Fall allerdings eher Schwäche zeigt.

Auf diesem Plakat der SPD auf dem Aachener Markt warb Hannelore Kraft am Mittwoch immer noch um die Gunst der Wähler, obwohl es für die scheidende Ministerpräsidentin nichts mehr zu werben gab. Foto: OD

Die Enttäuschung darüber, dass die Linke den Einzug in den Landtag nicht geschafft hat, sitzt wahrscheinlich noch tief, auch wenn die Partei in den beiden Aachener Wahlkreisen mit einem Ergebnis von rund 6% besser abschnitt als im Landesdurchschnitt (4,9%).

Auch SPD-Plakate wurden am Mittwoch gesichtet. Hannelore Kraft trat noch am Sonntagabend nach der „krachenden Niederlage“, wie der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz das Debakel der Sozialdemokraten im bevölkerungsreichsten Bundesland nannte, von ihren Ämtern in der SPD zurück. Sie zog damit die Konsequenz aus ihrem Scheitern. Ihre Wahlplakate jedoch sind noch nicht zugetreten – jedenfalls nicht an mehreren Stellen in Aachen.

Es kann aber auch sein, dass man die Plakate noch bis nach der Bundestagswahl vom 24. September 2017 hängen lässt. Die Plakate mit dem Slogan „Zeig Stärke für einen Mindestlohn, der vor Armut schützt: 12 Euro“ könnte die Partei Die Linke ohne Weiteres vor der Bundestagswahl noch einmal einsetzen. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

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