Aus dem Geschäftsleben

Die Coronakrise erfordert von Restaurants kreative Ideen: Kostenloser Lieferservice und Abholer-Rabatt

Wer die telefonisch bestellten Speisen selbst abholt, erhält einen „Abholer-Rabatt“ von 30 Prozent. Foto: Gerd Comouth

Die Coronakrise erfordert von Restaurantbetreibern kreative Ideen. Statt über die angeordnete Schließung ihres Lokals und die befürchteten Umsatzeinbußen zu klagen, haben in der Gastronomie einige ihr Angebot angepasst. Sie liefern nach Hause oder haben sogar einen Abholservice eingerichtet.

Nachdem der Nationale Sicherheitsrat letzte Woche beschlossen hatte, dass alle Restaurants wegen des Coronavirus geschlossen werden müssten, meldete das Restaurant „Maison“ (früher „Mesopotamia“) an der Aachener Straße 152 in Kettenis gleich am darauf folgenden Tag auf seiner Facebookseite:

Der Betreiber des Restaurants „Maison“ in Kettenis wirbt für seinen Liefer- und Abholservice während der Coronakrise. Foto: Gerd Comouth

„Liebe Gäste, keine Panik, dank uns müsst ihr auch in den nächsten Wochen nicht am Hungertuch nagen! Ab sofort und bis auf Weiteres könnt ihr all unsere Gerichte zu euch nach Hause liefern lassen (Mindestbestellwert 25 € Tel. 087/330220) oder bei uns im Restaurant Maison zu den gewohnten Öffnungszeiten abholen. Bleibt gesund. Euer Maison Team.“

Seit Mittwoch dieser Woche wirbt der Betreiber vor seinem Restaurant an der Aachener Straße mit einem großen Transparent, das für Passanten kaum zu übersehen ist. „Maison“ bietet einen „Abholer-Rabatt“ von 30 Prozent, solange der Inhouse-Restaurantbetrieb wegen der Coronakrise geschlossen ist.

So wie das Restaurant „Maison“ in Kettenis versuchen auch noch andere Gastronomen, auf die verschärften Maßnahmen wegen des Coronavirus zu reagieren und einen Lieferdienst und/oder Abholdienst einzurichten. (cre)

Die Bestellung erfolgt telefonisch. Foto: Gerd Comouth

 

14 Antworten auf “Die Coronakrise erfordert von Restaurants kreative Ideen: Kostenloser Lieferservice und Abholer-Rabatt”

  1. So ist das immer in Zeiten großer Krise: Da setzen sich die Kreativen durch, während andere, die sich in ihr Schicksal ergeben, die Flügel hängen lassen, weinen und nach dem Staat rufen, von dem sie in normalen Zeiten nicht viel halten. Wenn es später darum geht, den Horeca-Sektor zu entschädigen, sollten die Verantwortlichen schon prüfen, wie sich der jeweilige Betreiber während der Krise verhalten hat. Hat er sich etwas einfallen lassen oder nicht? Das gilt aber für alle Wirtschaftszweige.

      • Das Rabatt Verbot bezieht sich auf Geschäfte und Supermärkte um das Hamstern der diversen Produkte zu unterbinden. Restaurant Gerichte sind eher nicht zum Hamstern geeignet. Ansonsten gilt weiterhin, daß nur eine Person ein Gericht abholt bzw. such liefern lässt. Alternativ kann man sich eine Bestellung auch zum Pkw bringen lassen (Drive In).

    • HohleNuss

      Erbarmen vor soviel Dummheit,
      Was hat das bitte mit Kreativität zu tun Essen außer Haus zu verkaufen.
      Der Aufwand rechnet sich nicht da die Leute ihr Essen genau so wie ihr Toilettenpapier lieber
      im Discounter kaufen.
      Gerade in Zeiten wo keiner mehr weiß wie es weiter geht hält man sein Geld zusammmen.
      Außerdem kennt ( oder will nicht kennen) der Betreiber die belgische soziale Gesetzgebung nicht.
      Wir sprechen da noch nicht von der Einhaltung der Hygieneverordnungen und der
      Temperaturkette.
      Da unter anderem die Sklaverei abgeschafft und ehrenamtliche Helfer nicht auf den Bäumen
      wachsen ist es unter den gegebenen Umständen unmöglich kostendeckend zu arbeiten.
      Wer jetzt auch noch so dämlich ist zu glauben das die 1266 € reichen um seine laufenden Geschäftskosten und sein Privatleben zu finanzieren, das man übrigens erst bekommt wenn man den Beweis erbracht hat auf dieses Geld angewiesen zu sein.(Hört sich einfach an, ist es aber nicht)
      schaltet sich die Bürokratie ein und dann wird es richtig lustig, muss nicht ganz dicht sein eine
      solche Aussage öffentlich zu tätigen.

      • Sportler

        Vielen Dank für Ihre kompetenten Äußerungen! Ich kann nur hoffen, dass die „Hiesigen“ nach der Krise die hiesige Gastronomie – in dem sie vermehrt dort einkehrt – unterstützt.
        Die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen lassen sich medial sehr gut verkaufen, befasst man sich allerdings genauer hiermit bzw. erfasst den Bürokratieaufwand, ist die Enttäuschung sehr gross.

  2. Walter Keutgen

    Man geht doch ins Restaurant nicht um sich zu ernähren, wenn man von den Mittagstischen absieht. Das Ambiente zählt in der Regel und das hat man nicht zuhause, geschweige denn den Kontakt zu Freunden, Kollegen und Verwandten. Es ist nicht nur eine Frage der Kreativität.

  3. Der Horeca-Sektor wird danach nicht mehr der selbe sein.
    Bei Freigabe 2-3 Tage Party und wir unterstützen.
    Da das Virus-Risiko aber noch gerne ein Jahr andauert, wird man sich danach wieder an Lieferservice und Grillpartys erinnern.

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