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„Killerbande von Brabant“: Ermittler erhoffen sich von altem Foto neue Hinweise

16.06.2020, Belgien, Brüssel: Das von der belgischen Polizei veröffentlichte Foto zeigt einen Mann mit Sonnenbrille, der im Wald steht, militärähnliche Kleidung trägt und eine Waffe hält. Der auf dem Foto abgebildete Mann könnte im Fall der Mordserie „Killer von Brabant“ eine wichtige Rolle spielen. Foto: Polizei/BELGA/dpa

Fast 40 Jahre nach der Mordserie der „Killer von Brabant“ hat sich die belgische Polizei mit einem Foto an die Öffentlichkeit gewandt. Der auf dem Foto abgebildete Mann könnte in dem Fall eine wichtige Rolle spielen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Das Bild zeigt einen Mann mit Sonnenbrille im Wald. Er trägt militärähnliche Kleidung und hält eine Waffe in den Händen.

Die sogenannten „Killer von Brabant“ (oder „Killerbande von Brabant“) sollen in Belgien in den Jahren 1982 bis 1985 bei brutalen Überfällen 28 Menschen ermordet haben. Sie schlugen vor allem in Supermärkten zu, wie zuletzt im November 1985 in Aalst bei Brüssel.

Die Mordserie gilt als einer der undurchsichtigsten Kriminalfälle der belgischen Geschichte. Die Täter konnten bisher nicht gefasst werden, auch über das Motiv wird seit Jahren spekuliert.

Polizisten suchen am 26.10.2017 im Kanal Brüssel-Charleroi in Ronquières nach Beweismaterial im Zusammenhang mit der Mordserie der „Killer von Brabant“. Foto: Benoit Doppagne/BELGA/dpa

Gemutmaßt wurde unter anderem, dass das Land destabilisiert werden sollte und Politik oder Sicherheitsbehörden beteiligt gewesen sein könnten. Die Spekulationen hatten Auftrieb bekommen, nachdem ein früherer Polizist aus Aalst seinem Bruder 2015 auf dem Totenbett seine Verwicklung in den Fall gestanden haben soll.

Das am Dienstag veröffentliche Foto wurde den Ermittlern laut der föderalen Kriminalpolizei bereit 1986 übergeben. Die Person hätte damals gesagt, der Mann auf dem Bild spiele eine wichtige Rolle in dem Fall. Er konnte aber nie identifiziert werden. Nachdem die föderale Staatsanwaltschaft den Fall vor knapp drei Jahren übernommen hatte, sei das Foto wieder aufgetaucht, sagte ein Sprecher. Mit der Veröffentlichung erhoffen sich die Ermittler, mehr über den Mann zu erfahren.

Auch fast vier Jahrzehnte nach der Mordserie würden die Ermittler alles versuchen, um den Fall zu lösen, hieß es. Die Ermittlungsakte enthalte mittlerweile eine Liste von 3.000 Menschen, die mit dem Fall in Verbindung stehen könnten. Bei verdächtigen Personen habe man DNA-Tests im großen Stil durchgeführt. Das sei zu Beginn der Ermittlungen nicht möglich gewesen, betonte der Sprecher. Die technischen und personellen Kapazitäten hätten sich in den vergangenen Jahren verbessert. (dpa)

29 Antworten auf “„Killerbande von Brabant“: Ermittler erhoffen sich von altem Foto neue Hinweise”

  1. Arnold Heck

    Das ist so lächerlich: 40 Jahre danach…
    Ich hätte da noch einen Verdacht auf Hexerei zur Anzeige zu bringen; so im November 1455. Geht da noch was?
    Diese Belgier, keine Regierung zusammen kriegen, aber 40 Jahre alte Coldcase aufwärmen. Einfach bekloppt.

      • Achrrogante

        Klar, Dr. Daniele Ganser, der seine Dissertation zum Thema geschrieben hat (das Buch ist die veröffentlichte Fassung) hat keine Ahnung, aber du schon… Klar… DAnn mußt du die Uni Basel verklagen, arrogantes Weib.

        • Zitat Wikipedia:

          „Daniele Ganser (* 29. August 1972 in Lugano) ist ein Schweizer Historiker und Publizist. Er wurde mit seiner 2005 veröffentlichten Dissertation NATO-Geheimarmeen in Europa bekannt. Seitdem publiziert Ganser zu Militäraktionen von NATO-Staaten, die er als völkerrechtswidrig beschreibt, und zum globalen Erdölfördermaximum. Er verbreitet Verschwörungstheorien, insbesondere Verschwörungstheorien zum 11. September 2001.“

          Mehr ist dem nicht hinzuzufügen.

          • Achrrogante

            Wiki… Oh oh… Also ist Wiki schlauer und wissenschaftlicher als die Uni BAsel? Du bist verrückt. Ich frage mich wirklich welchen MEhrwert die Kommentare von AchGott hier haben. Sie schrauben das gesamte Niveau um 10 Etagen nach unten.
            Es kann doch nicht dein Ernst sein?

      • DR DAMIEN FRANCOIS

        Und womit kommst du morgen? Dem Wunsch, ein Pony zu besitzen? Kinder wollen immer ein Pony…

        aus DANIELE GANSER; GEHEIMARMEEN… (S. 393)
        „1990 – In Belgien leugnet die NATO kategorisch die Unterstellungen von Premierminister Andreotti hinsichtlich der Beteiligung an der Operation Gladio und an verdeckter Kriegsführung in Westeuropa. Am nächsten Tag erklärt die NATOd, dass das Leugnen vom Vortag falsch war, weigerte sich jedoch, weitere Fragen zu beantworten.
        1990
        In Belgien verurteilt die Europäische Union die NATO und die Vereinigten Staaten in einer Resolution scharf wegen der Manipulation europäischer Politik durch die Stay-behind-Armeen“

        * Der geheime Krieg in Belgien, S. 202-236

        Da du anscheinend nicht lesen kannst, schau dir die Bilder an:
        https://www.youtube.com/watch?v=zygPxUFOjKs

        • Dr. Frank Saalfeld

          Herr Kollege, gegen diese wirren Agstzustände und Wahnvorstellungen haben wir doch gute Medikamente, die heutzutage auch kaum mehr Nebenwirkungen haben. Kommen Sie in meine Sprechstunde, dann sprechen wir über Ihre Einstellung mit den Helferlein.

        • Dr. Gruene

          Hallo, Kollege Dr. Damien Francois
          Sie und auch ich wissen, dass neben den BOB- und KOB-Netzwerken noch das auf Initiative des US-Geheimdienstfunktionärs James H. Critchfield gegründete POB (Pullach Operation Base) existiert, die innerhalb der Organisation G. beheimatet ist. Von Pullach aus wurde das bundesweit agierende ZIPPER-Stay-behind-Netzwerk mit Einheiten in München, Frankfurt, Bremen und Hannover (u. a. mit der Einheit SATURN) geleitet. Das 150 Mann umfassende ZIPPER-Netzwerk wird lt. Quellen vom US-Geheimdienstfunktionär R. Helms geführt.
          Aber erzählen Sie das mal den hier anwesenden „Ponys“.
          Noch ein Tipp für Sie, geschätzter Kollege: Hören sie mal das Lied“ Blau, blau blüht der Enzian“ von Heino und achten Sie auf die letzten Zeilen, ab 2/35 : die versteckte Botschaft ist eindeutig und wurde schon u.a. von Herrn Dr. Dr. Engels als revolutionäre Offenbarung gefeiert.
          https://youtu.be/yy-ujMo8bdM

          Ihr Dr. Gruene

          • DR DAMIEN FRANCOIS

            Mein Titel ist echt, Ihr nicht, Sie Marsmännchen. Also sind wir keine Kollegen, verklagen Sie Ganser, die E.U., Andreotti, die Uni Basel und auch die Realität nicht vergessen! Sie alle sagen 180° etwas anderes als Sie aus. Schönen Gruß in den All!

            • Dr. Gruene

              Wenn wir, laut Ihnen schon keine Kollegen sein sollen, so können wir doch Freunde sein und uns weiter austauschen. Ich freue mich auf weitere interessante Unterhaltungen und Streitgespräche mit Ihnen.
              PS: das Dr. steht für Drago, mein Vorname
              Bis bald Drago Gruene

  2. Grausam!

    Es ist heute noch grausam für die Opferfamilien! Eine grössere Schande gibt’s wohl nicht! All die Jahre, nichts, aber rein gar nichts herausgefunden! Alles Nullen die da am werkeln waren! Angefangen bei den jeweiligen Justizministern, bis hinunter zum Polizeiwesen! Eine Blamage sondergleichen für den Belgischen Justizapparat! Schämt euch allemal!

    • Grausam: Zu dem Unvermögen kommt noch hinzu dass die Null-Aufklärung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewollt war. Der Bürger ist mal wieder kräftig verarscht worden. Ganz vorne dabei die Politik.

    • DR DAMIEN FRANCOIS

      Lesen Sie das oben erwähnte Buch, schauen Sie sich den Vortrag von (inwzischen) PROFESSOR GANSER an! Und hören Sie nicht auf AchGott, die hat einfach einen Schuß an der Waffel.

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