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Aachener Karneval weitgehend ohne Konfetti

Die Papierschnipsel verteilen sich in der Stadt, sind rutschig und schwer zu entfernen. Foto: Shutterstock

Konfetti, Kamelle, Karneval. Doch in Aachen verzichtet man weitgehend auf die bunten Schnipsel. Gründe sind Sicherheit und Nachhaltigkeit, sagt der AAK-Präsident. In Köln ist eine prominente Karnevalssängerin auf glattem Boden ausgerutscht.

Konfetti und Kamelle gehören zum Karneval. Doch in Aachen wird weitgehend ohne die bunten Papierschnipsel gefeiert. Das Werfen von Konfetti ist im Aachener Rosenmontagszug sogar verboten.

Wer sich nicht daran hält, dem droht ein Zugverweis. Die Papierschnipsel verteilten sich in der Stadt, seien rutschig und schwer zu entfernen, sagt der Präsident des Festausschusses Aachener Karneval (AAK), Frank Prömpeler.

Illustration: Pixabay

„Das Zeug muss man wieder wegkriegen“, meint er. Das Konfetti auf dem Kopfsteinpflaster in der historischen Innenstadt könne so glatt sein, dass Karnevalswagen dort keinen Halt hätten. Auf Konfetti im Zug verzichten die Aachener Jecken schon seit einigen Jahren.

Dass die bunten Papierstückchen auf dem Boden tückisch glatt sein können, hat die Kölner Karnevalssängerin Marita Köllner erlebt: Sie rutschte auf dem Weg zur Bühne auf Steinboden und Konfetti aus: Prellungen und ein blutiges Knie waren die Folge.

„Ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist und dass kein Tanzmädel ausgerutscht ist“, kommentierte sie. Für Tanzgruppen sei das Konfetti megagefährlich, meint sie. „Et fussich Julche“ setzt die Karnevalssaison fort.

Schauplatz vieler Karnevalssitzungen in Aachen ist das Kongresszentrum Eurogress. Auch hier ist Konfetti auf dem glatten Parkett seit mehreren Jahren tabu. „Es wird gefährlich für Künstler und für das Publikum im Saal“, sagte eine Sprecherin. Die Papierstückchen könnten auch auf den Boden abfärben und in die Bühnenmaschine gelangen. (dpa)

8 Antworten auf “Aachener Karneval weitgehend ohne Konfetti”

  1. Frank Prömpeler sollte den Karneval ganz abschaffen, dann bekommt er was er verdient.
    Kein Karneval
    kein Konfetti
    keine Betrunkene
    keine Schlägerein
    usw……

    Frank Prömpeler kann dann der Industrie einen Verlust-Ausgleich zahlen.
    Wirte dürfen schließen und Konkurs anmelden.

    Vorteil: die in den vergangenen Jahren ausgerutschte Karnevalswagen wegen Konfetti
    würde es nicht mehr geben. ps: ist schon mal einer ausgerutscht ?

    beste Lösung wäre, Frank Prömpeler würde abdanken.

  2. Gastleser

    Ja, das ist schon dramatisch.
    Erst der Schnee und dann noch Konfetti und erst der Reis bei den altmodischen Hochzeiten – wer kennt nicht einen Invaliden dieser heidnischen Bräuche…
    Besser verbieten!

  3. Peer van Daalen

    Ich habe mich schon die letzten 48 Jahre in Aachen immer wieder gefragt, weshalb jedes Jahr zu Karneval hunderte von Krüppeln in der Stadt zurückbleiben.

    Der Präsident des Festausschusses Aachener Karneval (AAK), Frank Prömpeler scheint einer von ihnen zu sein, als er auf den Kopf gefallen ist.

    Und in den Siebzigern und Achtzigern habe ich in der Bühnen- und Lichttechnik des Eurogress gearbeitet. Auch während des Karnevals. Die, die sich auf dem Boden kullerten waren meistens schlichtweg nur besoffen.

    Alaaf …

  4. Anonymos

    „In Köln ist eine prominente Karnevalssängerin auf glattem Boden ausgerutscht“

    Lag wohl mehr am Alkohol „Marita Köllner“ als wie am Konfetti.

    Tatsache ist doch, die deutschen Politiker sind auch glitschig und gefährlich und nur schwer zu entfernen. Würde mal sagen wir verbieten die auch aus Sicherheitsgründen, damit keiner Verletzt wird.

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