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Kampf gegen Kriminalität – Polizeikontrollen am Grenzübergang Lichtenbusch

06.02.2020, Nordrhein-Westfalen, Aachen: Ein Polizist winkt ein Kraftfahrzeug zur Kontrolle heraus. Bundes- und Landespolizei haben am Grenzübergang Aachen-Lichtenbusch an der Autobahn 44 Kontrollen gegen Kriminalität durchgeführt. Foto: Oliver Berg/dpa

Mehr als 1.000 Polizisten kontrollieren seit dem Donnerstagmorgen an den deutschen Grenzen zu Belgien und den Niederlanden Fahrzeuge und Personen.

Der gemeinsame Aktionstag von Bundes- und Landespolizei solle den Druck auf Kriminelle erhöhen, die aus den Nachbarländern in das deutsche Land Nordrhein-Westfalen kommen wollten, um dort Straftaten zu begehen, teilte das Innenministerium mit. Dabei gehe es unter anderem um Schleuser, Wohnungseinbrecher und Schmuggler.

06.02.2020, Nordrhein-Westfalen, Aachen: Polizisten kontrollieren einen Lkw. Bundes- und Landespolizei haben am Grenzübergang Aachen-Lichtenbusch an der Autobahn 44 Kontrollen gegen Kriminalität durchgeführt. Foto: Oliver Berg/dpa

„Grenzen sind kein Einfallstor für Kriminelle“, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU), der bei Kontrollen an der Autobahn 44 am Rastplatz Lichtenbusch-Süd dabei war.

An der landesweiten Aktion, die im Rahmen regelmäßiger Fahndungs- und Kontrolltage stattfand, waren den Angaben zufolge erstmals alle Polizeibehörden mit Grenzbezug beteiligt. „Kriminalität macht nicht an Zuständigkeitsgrenzen halt“, sagte der Präsident der für NRW zuständigen Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, Andreas Jung. „Gemeinsame Einsätze wie der heutige ermöglichen 360-Grad-Kontrollen.“ (dpa)

25 Antworten auf “Kampf gegen Kriminalität – Polizeikontrollen am Grenzübergang Lichtenbusch”

    • Ex-Eupener

      Belgische Polizei ? Mit welchen Leuten ?Auf Köpfchen habe ich die Deutsche Polizei gesehen , ich fahre jeden Tag da rüber . Um die Uhrzeit sind die Belgier noch nicht wach . Wie mir mal ein Eynattener Polizeibeamter sagte , er wäre Polizist von Montags bis Freitags von 8 Uhr bis 17 Uhr und von 12 – 13 Uhr ist Mittagspause . Wenn mir etwas illegales am Wochenende auffallen würde , sollte ich Fotos machen und die dann Montags rein bringen . Jetzt mach mal Fotos von einem illegalen Autohandel wo 10-12 Autos stehen und auch genau soviel Südländische Verkäufer und Käufer , dann musst du mal sehen wie du nachher aussiehst.

  1. Captain Future

    Deshalb tummelten sich gegenüber der Quinta in Eynatten ein paar „Südländer“ und schauten verstohlen die Strasse rauf und runter. Weitere liefen, mit Sack und Pack, in Richtung Aachen durch die Felder.
    Bei einem Kilometer langen Stau vor der Kontrolle, der auch noch fröhlich im Radio angekündigt wird, hat man ja alle Möglichkeiten sich der Kontrolle zu entziehen.

  2. Peer van Daalen

    @Mork: „Wenn es, wie imText dargestellt, um Wohnungseinbrecher geht sollte vielleicht eher Belgien Grenzkontrollen durchführen.“

    Macht unser Zoll und die Polizei doch (oft auch gemeinsam mit der TEC-Kontrolle) ab und zu zumindest. Leider viel zu selten. Da war doch vor ein paar Tagen was von Unseren zu sehen… Finde ich gerade nicht… Ich glaube Lichtenbusch oder Köpfchen.

    Da sind die Deutschen jedenfalls viel weiter und häufiger in Aktion zu sehen, wie gestern in Bildchen.

    An der TOTAL-Tanke kurz vor der Autobahn auf der Rue Mitoyenne in Welkenraedt stehen ständig Kastenwägen mit lose angeschraubten belgischen Kennzeichen zum tanken rum und sind im Laderaum pickepacke voll mit allerlei Dingen zweifelhafter Herkunft.

    Wenn die südlich ausschauenden Insassen der Fahrerkabinen die leeren Bierdosen aus dem Fahrerräumen entsorgen die sie leer getrunken haben, dann sind die Mülltonnen vom „Le Point Bleu“, dem „Café Bonjour“ und der Tanke schon mal voll …

    Die Damen an der Sandwicherie „Le Point Bleu“ könnten Romane schreiben …

    Was man da so „ernten“ könnte an seltsamen Gestalten mit zweifelhaften Ruf ???

  3. Kapitän Blaubär

    Als erfahrener Seemann der es mit Piraten vor Somalias Küste aufgenommen hat, die schwer bewaffnet im Auftrag mächtiger Warlords handelnd, unser Handelsschiff kapern wollten, aber am Widerstand meiner Mannschaft und an meiner Taktik scheiterten, kann ich nur raten das sich die anderen hier im Forum, in ähnlicher Lage im ehemaligen Grenzgebiet vereinigen und eine schlagkräftige Bürgerwehr gründen. Das sie Mut haben zeigen ja ihre bereits durchgeführten Observationen gestern, vielleicht haben sie noch Erfahrung aus DDR Zeiten die man jetzt wieder nutzen kann. Die Rechtslage erlaubt es ihnen nach dem Jedermannsrecht bei Straftaten einzugreifen.

  4. Ostbelgien Direkt

    Pressemitteilung der Polizei Aachen (07/02/2020) zu den Grenzkontrollen:

    Bundes- und Landespolizei führten gestern (07.02.2020) gemeinsam in Nordrhein-Westfalen im Grenzraum zu den Niederlanden und Belgien Kontrollen durch. Auch die Aachener Polizei beteiligte sich an diesen. Die unmittelbare Grenznähe wird seit jeher von Straftätern als Möglichkeit genutzt, sich einem drohenden Strafverfahren zu entziehen. Dies gilt insbesondere für die Deliktsfelder des Wohnungseinbruchs, des BTM-Handels und der Kfz-Kriminalität.

    Im Zuständigkeitsbereich der Aachener Polizei kontrollierten die Polizisten 435 Fahrzeuge und 413 Personen. Die Beamten ahndeten über 40 Ordnungswidrigkeiten in Form von Verwarnungsgeldern und Anzeigen. Im Rahmen der Kontrolle fielen sechs unter Drogen stehende Fahrzeugführer auf. Die Polizisten ordneten Blutproben an und leiteten ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Aufgrund einer defekten Bremsleitung wurde ein Lkw stillgelegt.

    Ein verurteilter Straftäter konnten aufgrund eines Haftbefehls festgenommen werden. Insgesamt 17 Strafverfahren u.a. wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und BTM-Delikte wurden eingeleitet.

    Ebenfalls ging den Polizisten ein im vergangenen Jahr in Frankfurt entwendeter Pkw ins Netz. Es folgte die Festnahme der vier Fahrzeuginsassen. Die Ermittlungen dauern an.

    Polizeipräsident Dirk Weinspach ist der Überzeugung:“Gemeinsame Kontrollen sind die richtige Antwort und unverzichtbar in unserem Grenzgebiet. Die Kriminalität macht in der heutigen Zeit nicht vor Grenzen Halt. Dies stellt die Sicherheitsbehörden vor viele schwierige Aufgaben. Insbesondere gibt diese Offenheit der Grenzen den Tätern Gelegenheit, Rückzugsmöglichkeiten in den Nachbarländern zu nutzen. Unser Ziel, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in der Region zu stärken, kann nur durch solche Grenzkontrollen und der engen Zusammenarbeit im Rahmen der NeBeDeAgPol (Arbeitsgemeinschaft der niederländischen, belgischen und deutschen Polizeibehörden) erfolgen.“

    • Zaungast

      Da ist sie ja, die Bilanz. Hatte ich bei der Flut an Infoormationen doch glatt übersehen.
      Es ändert aber nichts an der Festellung: Ausser Bagatelldelikten war da nichts. Aber das Sicherheitsgefühl ist dadurch sicher enorm gestärkt worden.

      Übrigens: früher hatte jedes Städtchen seine Stadtmauer mit Toren, an denen eine Wache saß, die jeden, der hinein wollte, kontrollierte … und Zoll verlangte. Abends wurden diese Tore geschlossen. Das müssen in Punkto Sicherheit goldene Zeiten gewesen sein. Sollten wir das nicht wieder einführen?

    • Die Grenzen sind und waren nicht verschwunden; es wird nur weniger (offensichtlich) und anders kontrolliert. Auch in der guten alten Zeit als die Welt noch in Ordnung war, wurde nicht jeder Feldweg in Bataillonstärke kontrolliert.

  5. Zaungast

    Ein Kernsatz:
    „Unser Ziel, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in der Region zu stärken,“
    Darum geht es, um Gefühle.
    Ansonsten gilt: Dicke Fische fängt man damit nie. Bagatelldelikte, wie die Bialnz einer früheren Aktion zeigt: https://brf.be/regional/1307055/ Eine Spielzeug-Kalaschnikow und 50 kg Frischfleisch für eine Hochzeitsgesellschaft, fünfzig Protokolle und Bußgelder für mehrere Tausend Euro, vor allem wegen fehlender Pflichtversicherung oder technischer Kontrolle, Überschreitung von Fahrtzeiten und technischen Mängeln am Fahrzeug.

    „Ich sage die Grenzen müssen zurück… die ganzen Einbrecher, Dealer usw. haben es viel zu leicht.“
    Wie oft fahren Sie über die Grenze? In Eupen oder Kettenis wohnen, in Aachen arbeiten? Zwei Mal am Tag gründlich gefilzt werden, wie früher an der DDR-Grenze? Anders hat das doch wohl keinen Sinn.

    Grenzen zurück? Bei den heutigen Personen- und Warenströmen? Eine Illusion. Wissen Sie, wie viele Container jeden Tag im Hafen von Antwerpen gelöscht werden? 90 % davon rollen weiter quer durch Europa.

    Die ganz großen Verbrecher sind sowieso nicht die, die bei Nacht und Nebel über dir Grenze wollen. Die operieren in Luxussuiten und Bürotürmen ganz woanders.

    „schlagkräftige Bürgerwehr gründen. Das sie Mut haben zeigen ja ihre bereits durchgeführten Observationen gestern, vielleicht haben sie noch Erfahrung aus DDR Zeiten die man jetzt wieder nutzen kann. Die Rechtslage erlaubt es ihnen nach dem Jedermannsrecht bei Straftaten einzugreifen.“
    Da dreht einer aber komplett durch. Nach „Jedermannsrecht“? Was ist das?

    WDR: „In Aachen-Lichtenbusch wurde bereits nach einer Stunde die erste Festnahme gemeldet. Ein Mann wurde festgesetzt, der wegen einer unbezahlten Rechnung per Haftbefehl gesucht wurde. “
    Was für ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität.
    Und das hier: „Auch ein Lkw musste seine Fahrt beenden, weil der Aufbau zu hoch war.“ Toller Erfolg, bei 1000 Mann im Einsatz! Sogar der Minister war vor Ort.

    „Wie effektiv die heutigen Kontrollen waren, will das Düsseldorfer Innenministerium am Freitag (07.02.2020) bekannt geben.“ Weiß jemand Näheres?

    • steht fest

      Ich denke das Ergebnis der nächsten Kontrolle steht jetzt schon fest, bevor sie gewesen. Man lügt uns doch ständig Ergebnisse und Statistiken vor. Nur ums dumme Volk zu beruhigen und klein zu halten. Und das in allen Bereichen.

    • Na denn......

      „Wie effektiv die heutigen Kontrollen waren, will das Düsseldorfer Innenministerium am Freitag (07.02.2020) bekannt geben.“ Weiß jemand Näheres?“

      Weiß ich schon jetzt und zwar :
      zusätzlich zu den bereits festgestellten Straftaten :

      -Ein polnischer PKW mit abgelaufenen Reifen,
      -Ein LKW eines Eupener Spediteurs mit einem nicht funktionierendem Bremslicht ( ob rechts oder links stand nicht im Polizeibericht)
      -Eine PKW-Fahrerin, welche mit ihrem Handy mit ihrem Ex telefonierte……
      – eine türkische Familie, welche von ihrem Urlaub in der Türkei wieder nach Belgien einreisen wollte, dabei aber eine Ziege unsachgemäß mit transportierte, und zwar nicht wie vorgeschrieben in einem
      entsprechenden Viehanhänger, sondern auf dem Rücksitz des Autos, zwischen zwei Personen ( was ein absoluter no go darstellt)
      – Ansonsten noch einige Verkehrsübertretungen wie sie auch innerstädtisch vorkommen oder wie zwischen Venn und Schneifel ( Nichts Besonderes also)

      „Die ganz großen Verbrecher sind sowieso nicht die, die bei Nacht und Nebel über dir Grenze wollen. Die operieren in Luxussuiten und Bürotürmen ganz woanders“

      So ist es, zudem verfügen diese auch über Armadas von Strafverteidigern ( Also Rechtsanwälte aber auch Linksanwälte), die ihnen zur Seite stehen für Prozesse, welche in der Regel sogar über Jahre andauern, dank lascher Justiz, oftmals nicht nachvollziehender Richterurteilen usw. und auch dank der von der Politik für Verbrecher scheinbar „maßgeschneiderten“ Gesetze mit den entsprechenden „Hintertüren“ um einer Strafe zu entgehen. Ergo, bleiben die Spatzen übrig, auf die dann mit Kanonen geschossen wird. Aber ja doch, der Bevölkerung soll für wahr ein „Sicherheitsgefühl“ vorgegaukelt werden. Na denn……..

      • Ziegen(hirte)

        Tolle Erfolgsbilanz. Und was hat dieser „coup de poing“ („Faustschlag“ wie das auf Französisch genannt wird) denn gekostet? Aber zum Glück kam wenigstens kein Hubschrauber zum Einsatz, der war sicher gerade nicht flugtauglich.
        Die Ziege, das war wohl die von Erdogan?

  6. Peer van Daalen

    Gestern Abend gegen 17:25 bei Grenze Köpfchen in der Linie 14 nach Aachen Kontrolle im Bus von der Deutschen BP:

    Eine Person wurde festgenommen wegen Verstoß gegen das Duldungsprinzip („Die Duldung ist nach der Definition des deutschen Aufenthaltsrechts eine „vorübergehende Aussetzung der Abschiebung“ von ausreisepflichtigen Ausländern) und somit gegen die deutsche Residenzpflicht https://de.wikipedia.org/wiki/Residenzpflicht .

    Er hatte wohl einen Fahrschein in Eupen gekauft und sprach gut deutsch.

    Vor paar Monaten haben die von der BP und dem belgischen Zoll ALLE raus geholt außer der Fahrerin, dem alten Sepp und mich …

  7. border customs

    „Vor paar Monaten haben die von der BP und dem belgischen Zoll ALLE raus geholt außer der Fahrerin, dem alten Sepp und mich …“

    Wieso Sie denn nicht? Und wer ist denn der „alte Sepp“?

    • Peer van Daalen

      @border customs: „Wieso Sie denn nicht? Und wer ist denn der „alte Sepp“?“

      Die kennen uns seit Jahren. Die gucken uns noch nicht mal an mittlerweile … :-). Es gibt eine Menge Stammfahrgäste auf der 14.

      • Na denn......

        Die kennen uns seit Jahren. Die gucken uns noch nicht mal an mittlerweile … :-). Es gibt eine Menge Stammfahrgäste auf der 14.

        Werter Peer,

        Jetzt geht mir ein Licht auf! Jetzt verstehe ich wieso nach dem letzten Weltkrieg einige Vorfahren mir bekannter Leute aus der (belgischen) Grenzregion , durch Schmuggel reich geworden sind, die waren auch „Stammgäste“ im Bus zwischen B und D und deren Gepäck wurde auch kaum bis gar nicht kontrolliert, vermutlich aus bestimmten Gründen,Man kannte sich, Sie werden verstehen was ich meine…

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