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Kabelwerk setzt mit Erich Thönnes auf Kontinuität

Die Kabelwerk Eupen AG ist Eupens „Brotschrank“. Foto: OD

Erich Thönnes ist der neue Präsident des Exekutivkomitees sowie des Verwaltungsrates im Eupener Kabelwerk. Im hohen Alter von 94 Jahren übernimmt der gebürtige Elsenborner das Amt von Ritter Alfred Bourseaux, der im März im Alter von 97 Jahren verstorben ist.

In einer Zeit, in der Führungswechsel oft mit Verjüngung verbunden sind, wirkt die Ernennung des langjährigen Vertrauten von Ritter Bourseaux wie eine Ausnahme – und zugleich wie ein klares Bekenntnis zur Kontinuität beim Eupener Kabelwerk. Das Grenz-Echo titelte zwar am Montag „Kabelwerk unter neuer Führung“, neu ist die Führung aber nicht.

20.07.2021, Belgien, Eupen: Erich Thönnes (r), Sprecher des Exekutivkomitees des Eupener Kabelwerks, begleitet den wallonischen Wirtschaftsminister Willy Borsus (l, MR) durch eine der schwer beschädigten Werkshallen des Kabelwerks nach der Flutkatastrophe von Juli 2021. Foto: OD

Thönnes prägte „Eupens Brotschrank“, wie das Kabelwerk wegen seiner Bedeutung für Stadt und Region oft genannt wird, seit Jahrzehnten und war in zahlreichen Schlüsselpositionen tätig, darunter als Generalsekretär, Verwaltungsratsmitglied und Sprecher des Exekutivkomitees. Mit seinem enormen Erfahrungsschatz und seiner tiefen Kenntnis des Unternehmens gilt er als eine Art institutionelles Gedächtnis.

Die Bündelung der beiden wichtigsten Führungsorgane unter seiner Leitung deutet auf den Wunsch nach Stabilität hin, insbesondere in einer Phase des Übergangs an der Unternehmensspitze. Anstatt auf externe Impulse oder einen Generationenwechsel zu setzen, vertraut man auf Kontinuität und interne Stärke. Gerade für ein Unternehmen von der Größe und Bedeutung des Kabelwerks Eupen in der Region ist dies ein deutliches Signal: Beständigkeit und Erfahrung haben weiterhin oberste Priorität. (cre)

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