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Joseph Meyers Montags-Demo

Joseph Meyer war bis 2009 Mitglied des PDG. Foto: DG-Parlament

Der frühere Fraktionssprecher von Vivant im PDG, Joseph Meyer, plant eine „Montagsdemonstration“ für eine zins- und tilgungsfreie Zweitwährung in Belgien. Stattfinden soll sie erstmals am 8. April in St.Vith – und das ist kein Aprilscherz.

„Ich beabsichtige, mich am Montag, dem 8.04.2013, von 19.00 Uhr bis 19.30 Uhr, vor dem Rathaus in St.Vith zu stellen mit einem Plakat, auf dem eine zins- und tilgungsfreie Zweitwährung in Belgien gefordert wird“, so Meyers.

Die Montags-Demo soll gegebenenfalls auch noch in den darauf folgenden Wochen neu aufgelegt werden, „wenn ich Mitstreiter finde“.

Meyer hofft, „dass die gleiche Aktion von Mitbürgern in anderen Gemeinden und Städten aufgegriffen wird, damit sie eine Chance auf gemeinsamen Erfolg hat“.

„Zypern ist nur der erste Test“, schreibt Meyer in einem Leserbrief: „Wenn jetzt in der Eurozone kein starker und nachhaltiger Protest von der Bevölkerung ausgeht, dann macht die 'Troika' weiter, und dann ist sehr bald auch unser hoch verschuldetes Belgien wieder im Visier der 'Märkte'. Deshalb, das ist meine Überzeugung, müssen wir uns jetzt aktiv wehren, in dem wir auf der Straße protestieren. Deshalb regelmäßige Bürgerzusammenkünfte, überparteilich, z.B. in Anlehnung an die 'Montagsdemonstrationen'.“

Joseph Meyer unterstützt zudem die europäische Bürgerinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen (siehe http://basicincome2013.eu/ubi/de).

 

9 Antworten auf “Joseph Meyers Montags-Demo”

  1. Joseph Meyer

    @ RB1976 :
    Die Aktion soll überparteilich sein! Wenn Mitglieder von Vivant dabei sind, um so besser.
    Das Ziel sollte meines Erachtens sein, dass in allen Gemeinden die gleiche Protestbewegung gestartet wird – also eine Aktion von unten, von Denjenigen die von der EU-Troika und von unseren Regierungen nicht mehr gefragt werden und die aber die Zeche bezahlen, bzw. für die Leute die vom Euro-Schuldgeld profitieren, schuften sollen.
    Das dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen!
    Zumal dieses exponentielle Euro-Verschuldungssystem nicht mehr lange aufrecht gehalten werden kann! Können sich die Sparer, egal ob klein oder groß, dann darauf verlassen, dass die Politik im Zuge der notwendigen Währungsreform (Schuldenschnitt!) dann die Sparguthaben korrekt garantiert? Da sind große Zweifel berechtigt. Deshalb sollten wir meines Erachtens nicht warten bis es so weit ist, sondern als Garantie für uns eine hoheitliche, zinsfreie legale Zweitwährung in Belgien fordern!

  2. Beobachter

    Ich habe mich vor Jahren schon mit Joseph Meyer im Grenz-Echo-Forum gestritten, wir waren nicht so ganz einig bzgl seiner Ideen eines bedingungslosen Grundeinkommens, finanziert durch seine s.g. Konsumsteuer ;-)

    Einig waren wir uns schon damals, dass unser Geldsystem einen systemischen Fehler hat und uns das Ganze deswegen schon oft genug um die Ohren geflogen ist.

    Damals war ich aber noch davon überzeugt, dass unsere Politiker die richtig großen Verwerfungen kommen sehen und früh genug gegensteuern. Eine Entwicklung wie in den 20er und 30er Jahren (ich rede jetzt erstmal nur von der wirtschaftlichen) hielt ich nicht mehr für möglich.

    Mittlerweile hat die Situation sich geändert. Die Politik hat selbst kein Konzept und reagiert nur noch mit Verspätung. Es wird bis früh morgens verhandelt, dann erstmal ne Woche ausgeschlafen, und dann steht der nächste Wackelkandidat vor der Tür.

    Wenn ich mir vor Augen führe in welchen Abständen Di Rupo und Kollegen sich zusammensetzen müssen um weitere Sparmaßnahmen zu suchen um den Haushalt auf Kurs zu halten, dann wird mir klar, dass Belgien sich schon in die Schlange hinter Griechenland, Portugal, Spanien, Irland, Zypern, Italien eingereiht hat. Mit dem Unterschied, dass wir uns unsere Sparmaßnahmen jetzt noch selbst aussuchen und nicht von der Troika diktiert bekommen. Daher gehe ich momentan davon aus, dass der Crash, den ich vor 5 Jahren nur theoretisch für möglich hielt, auch praktisch kommen kann (und wahrscheinlich auch wird). Die Frage stellt sich nur nach dem Zeitpunkt und nach dem Ablauf.

  3. Den Film anschauen und …..grübeln!!
    Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte von Michael Moore
    Im September 2009 wurde Moores neuester Dokumentarfilm Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte (Originaltitel: Capitalism: A Love Story) uraufgeführt. Der Film behandelt die Finanzkrise ab 2007 und die US-amerikanische Ökonomie im Wandel.

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