Kultur

Israel gewinnt den Eurovision Song Contest – Deutschland auf 4. Platz

12.05.2018, Lissabon, Portugal: Netta singt "Toy" für Israel im Finale des 63. Eurovision Song Contest. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Israel hat den Eurovision Song Contest 2018 gewonnen. Die Sängerin Netta bekam für ihr schrilles, von Korea-Pop beeinflusstes Lied „Toy“ die meisten Punkte (529) von Jurys und Publikum.

Es ist der vierte Sieg von Israel in der Geschichte des ESC. Zuletzt gewann vor 20 Jahren die Sängerin Dana International.

Deutschlands Kandidat Michael Schulte (28) landete mit der melancholischen Popballade „You let me walk alone“ über den Tod seines Vaters unter den 26 Finalisten auf Platz vier.

12.05.2018, Lissabon, Portugal: Der deutsche Sänger Michael Schulte (M) jubelt über die Punktevergabe beim Finale des 63. Eurovision Song Contest im Greenroom Foto: Jörg Carstensen/dpa

Er beendete damit die Serie der Misserfolge der vergangenen drei Jahre, als Deutschland jeweils immer nur Letzter oder Vorletzter geworden war.

Insgesamt nahmen am ESC in Lissabon dieses Jahr 43 Länder teil. 17 Beiträge wurden in den beiden Halbfinals am Dienstag und Donnerstag aussortiert.

Für Belgien trat in Lissabon die Sängerin Sennek an. Sie sang im ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest das Lied „A Matter Of Time“, schied aber überraschend aus.

Im vergangenen Jahr hatte der Portugiese Salvador Sobral mit dem stillen Lied „Amar pelos dois“ gewonnen und so den Grand Prix in sein Heimatland geholt. Den ESC gibt es seit 1956. Belgien gewann bisher ein Mal. Das war im Jahre 1986 mit Sandra Kim (siehe Artikel an anderer Stelle „Wissenswertes zum Eurovision Song Contest“).

Das Endergebnis des ESC 2018

Die Ergebnisse des Eurovision Song Contest 2018 im Einzelnen:

  1. ISRAEL – Netta („Toy“): 529 Punkte
  2. ZYPERN – Eleni Foureira („Fuego“): 436 Punkte
  3. ÖSTERREICH – Cesár Sampson („Nobody but you“): 342 Punkte
  4. DEUTSCHLAND – Michael Schulte („You let me walk alone“): 340 Punkte
  5. ITALIEN – Ermal Meta & Fabrizio Moro („Non mi avete fatto niente“): 308 Punkte
  6. TSCHECHISCHE REPUBLIK – Mikolas Josef („Lie to me“): 281 Punkte
  7. SCHWEDEN – Benjamin Ingrosso („Dance you off“): 274 Punkte
  8. ESTLAND – Elina Nechayeva („La forza“): 245 Punkte
  9. DÄNEMARK – Rasmussen („Higher ground“): 226 Punkte
  10. MOLDAU – DoReDoS („My lucky day“): 209 Punkte
  11. ALBANIEN – Eugent Bushpepa („Mall“): 184 Punkte
  12. LITAUEN – Ieva Zasimauskaitė („When we’re old“): 181 Punkte
  13. FRANKREICH – Madame Monsieur („Mercy“): 173 Punkte
  14. BULGARIEN – Equinox („Bones“): 166 Punkte
  15. NORWEGEN – Alexander Rybak („That’s how you write a song“): 144 Punkte
  16. IRLAND – Ryan O’Shaughnessy („Together“): 136 Punkte
  17. UKRAINE – Mélovin („Under the ladder“): 130 Punkte
  18. NIEDERLANDE – Waylon („Outlaw in ‚em“): 121 Punkte
  19. SERBIEN – Sanja Ilić & Balkanika („Nova deca“): 113 Punkte
  20. AUSTRALIEN – Jessica Mauboy („We got love“): 99 Punkte
  21. UNGARN – AWS („Viszlát nyár“): 93 Punkte
  22. SLOWENIEN – Lea Sirk („Hvala, ne“): 64 Punkte
  23. SPANIEN – Alfred & Amaia („Tu canción“): 61 Punkte
  24. GROSSBRITANNIEN – SuRie („Storm“): 48 Punkte
  25. FINNLAND – Saara Aalto („Monster“): 46 Punkte
  26. PORTUGAL – Cláudia Pascoal („O jardim“): 39 Punkte

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

    • Mischutka

      @ Opi :
      Hallo Opi : wie ich schon posaunt habe, ist es kein „Lieder-Wettbewerb“ mehr („Song“) sondern ein Kostüm- und Lichtshow-Wettbewerb geworden. Ganz ehrlich : ich habe es mir nicht angetan, diese Darbietungen noch einmal anzusehen. Diese Woche habe ich genug auf „ONE“ (Vorentscheidungen) gesehen….. Es wäre wohl spannender gewesen, wenn die Vampire & Co. den ganzen Abend über Halma gespielt hätten……

  1. Schon mal von Doron Medalie gehört?

    Es stimmt, was OD am Freitag geschrieben hat: Beim ESC „soll die beste Komposition Europas gefunden werden“ und es „bekommt der Komponist den Preis“. Deshalb gehen meine herzlichen Glückwünsche zum Gewinn des ESC 2018 an diesen hier mit keinem Wort erwähnten Mann. (Ich möchte nicht verschweigen, dass „die beste Komposition Europas“ dieses Jahr aus dem definitiv asiatischen Israel kommt. Nun ja: Wer Euro-Visionen hat, dem sind solche unprofitablen Details wohl einerlei.)

  2. TRUCKER bill

    Ob es wirklich an der reinen Gesangskunst lag oder eher ein politisher Irsinn dahinter steckt. Wer weiß, jedoch möchten wir nur dass es fair abläuft und nicht irgendwann erfahren dass es politische Gründe für diesen Sieg gab

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