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Von weißen und heißen Tafeln in Eupen [Fotogalerie]

Foto: Patrick von Staufenberg

Am Samstag, dem 27. Juni, stand Eupen erneut ganz im Zeichen der „Weißen Tafeln“, an denen Nachbarn gemeinsam einen sommerlichen Abend verbrachten. Insgesamt 21 Viertel in Eupen und Kettenis hatten sich für die diesjährige Ausgabe angemeldet. Für „Ostbelgien Direkt“ nahm Fotograf Patrick von Staufenberg mit seiner Kamera die weißen Tafeln ins Visier (siehe FOTOGALERIE unten).

Die diesjährige Veranstaltung wurde allerdings von außergewöhnlich hohen Temperaturen geprägt. Die große Hitze war das beherrschende Gesprächsthema an den – im wahrsten Sinne des Wortes – „heißen Tafeln“. Einige Nachbarschaften entschieden sich deshalb spontan dafür, den Beginn ihres gemeinsamen Essens auf die etwas kühleren Abendstunden zu verschieben.

Der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch – im Gegenteil: Als die Sonne langsam tiefer stand, füllten sich die festlich gedeckten Tische nach und nach mit zahlreichen Gästen.

Ein Gruppenfoto fürs Familienalbum. Foto: Patrick von Staufenberg

Für Gesprächsstoff sorgte an diesem Abend aber nicht nur das Wetter. Auch die Fußball-Weltmeisterschaft war allgegenwärtig. Die belgische Nationalmannschaft hatte sich erst in den frühen Morgenstunden mit einem Sieg gegen Neuseeland für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Entsprechend wurde an vielen Tischen über die Roten Teufel, die Chancen im weiteren Turnierverlauf und die besondere Atmosphäre einer Fußball-WM diskutiert.

Ganz in Weiß gekleidet brachten die Teilnehmer Speisen, Getränke und Dekoration selbst mit und schufen so die besondere Atmosphäre, die die Aktion seit Jahren auszeichnet. Ziel der „Weißen Tafeln“ ist es, Menschen im eigenen Wohnviertel miteinander ins Gespräch zu bringen, neue Kontakte zu knüpfen und die Nachbarschaft zu stärken.

Wahrscheinlich war die „Weiße Tafel“ der Familie Leffin auf dem Werthplatz wieder die größte von allen. Foto: Patrick von Staufenberg

Die Stadt Eupen unterstützte die Organisatoren wie in den vergangenen Jahren mit weißen Tischdecken, Wunderkerzen und den notwendigen verkehrstechnischen Maßnahmen, damit die Veranstaltungen sicher und ungestört stattfinden konnten. An mehreren Standorten wurden Straßen zeitweise für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Die Aktion geht auf die französische Tradition des „Dîner en blanc“ zurück und hat sich in Eupen längst zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders entwickelt. Jahr für Jahr lädt sie dazu ein, Gemeinschaft und Zusammenhalt auf unkomplizierte Weise zu erleben.

Mit den Weißen Tafeln endete ein stimmungsvoller Sommerabend, der trotz der hochsommerlichen Temperaturen einmal mehr zeigte, wie lebendig das nachbarschaftliche Miteinander in Eupen ist. Das gemeinsame Picknick unter freiem Himmel setzte ein sichtbares Zeichen für Offenheit, Begegnung und Gemeinschaftssinn und bot vielen Teilnehmern die Gelegenheit, den Beginn der Sommerzeit in geselliger Runde zu genießen.

Nachfolgend eine FOTOGALERIE mit Bildern von Fotograf Patrick von Staufenberg von der Aktion „Weiße Tafeln“ am Samstag, 27. Juni 2026, in Eupen. Zum Vergrößern Bild anklicken:

18 Antworten auf “Von weißen und heißen Tafeln in Eupen [Fotogalerie]”

  1. JoKrings

    Auf GE online heisst es, der Sinn dieser Aktion wäre „Weiße Tafeln schaffen in Eupen Raum für Begegnung“. Auf keinem Foto sieht man „Neubürger“ – wovon es ja inzwischen reichlich viele gibt, in Eupen und Umgebung. Wieso nehmen diese nicht Teil? Weil sie wohl nicht wollen. Soviel zur „Integration“. Von „Assimilation“ kann noch weniger die Rede sein.
    Diese Aktion sollte besser „Eine aussterbende Art Bürger kommt zusammen, bevor es sie nicht mehr gibt“ heissen. Eine Art „moderne Ghettos im eigenen Land“, sozusagen.

    • Achto Janssen

      @ JoKrings
      Es gibt sie noch, diese Ghettos für “ Schon-länger-hier-lebende“.
      Ich denke an Besuche im Theater, Kino, beim Fussball, bei Kunstausstellungen, in der Uni und auf Arbeit.

    • So ist es – leider

      @ JoKrings

      … „Eine aussterbende Art Bürger kommt zusammen, bevor es sie nicht mehr gibt“…

      Mit diesem Satz treffen Sie den Nagel auf den Kopf.

      In der Straße in Eupen, in der ich in meiner Kindheit lebte, gab es zu dieser Zeit 13 Eupener Kinder in meinem Alter. Heute sehe ich in dieser Straße „KEIN“ hiesiges mehr! Ab und zu düst mal ein südländisch aussehendes Kind auf seinem Tretroller vorbei und ein paar verschleierte Frauen mit 4 – 5 Kindern im Schlepptau kommen aus Richtung des Kindergartens.

      Auch der Hausbesitz ändert sich rasend schnell. Immer wieder stehen ältere Häuser, meist ehemalige Geschäfte, zum Verkauf, die ausschließlich von „Neu–Eupenern“ gekauft werden – so wird aus einer Straße in der man „sich sauwohl fühlte“ zu einem fremden Gebiet.

      Die wenigen Eupener Kinder, werden sich leider damit abfinden müssen und sich in die NEUE MEHRHEIT integrieren – das wird nicht einfach sein!

  2. Ohje ohje

    Was für eine Bobo-Veranstaltung.
    Auch als eingesessener Eupener würde ich aus Prinzip nicht an diesem Schwachsinn teilnehmen.
    Wir haben mit drei befreundeten Nachbarsfamilien im Garten gegrillt. Jeder angezogen wie er wollte.
    Stimmung war super. Anschließend kamen die Nachbarn von gegenüber noch spontan hinzu.
    Dieses sich zur Schau stellen hat doch keiner nötig…

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