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Giftige Rückstände in der Weser nahe der Eupener Talsperre

Die Wesertalsperre in Eupen. Foto: OD

Die Umweltpolizei der Wallonischen Region hat eine beträchtliche Verschmutzung der Weser in der Nähe der Eupener Wesertalsperre festgestellt. Bei Wasseranalysen wurden die Höchstwerte deutlich überschritten.

Nach Angaben des BRF waren die Klärschlammrückstände im Flusswasser doppelt so hoch wie erlaubt. Beim Aluminium wurde sogar das Vierfache der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstmenge festgestellt.

Der öffentlich-rechtliche Sender hatte im November 2014 als Erster über den Umweltskandal berichtet. Auch an der Kläranlage Stembert-Verviers wurden zu hohe Giftwerte im Wasser gemessen.

Betreiber der Klärschlamm-Anlagen ist das französisch-niederländische Unternehmen Visdragages-Kurstjens. Zuvor war die Eupener Firma SoTraEx 20 Jahre lang zuständig gewesen, hatte aber keine neue Betriebsnehmigung erhalten.

11 Antworten auf “Giftige Rückstände in der Weser nahe der Eupener Talsperre”

  1. Da sieht man mal wieder, was „unsere“ wallonische Umweltpolizei wert ist!! Korrupte Lobby? Aber wenn der kleine Bürger 2 Tropfen Heizöl schlabbert, dann kommen die sesselpupsernden Schikanierer aus Namur direkt angeschossen

    • Altweltenaffe

      Was erwarten Sie denn? Das man die Kläranlage ausschaltet? Und wohin dann mit dem Abwasser? Ungeklärt in die Talsperre ableiten? Wenn die Umweltpolizei eingeschaltet ist, dann wurden die Proben sichergestellt und der Betreiber weiss, dass die Anlage unter Beobachtung steht. Gerade jetzt werden die sich hüten Fehler zu machen!

        • Altweltenaffe

          So schnell geht das aber meistens nicht. Erst einmal müssen Studien gemacht werden … wie überall.
          Wenn man schon liest, dass die Anlage ohne Betriebsgenehmigung läuft, dann hat man schon verstanden was in der Wallonie läuft: Es kümmert sich keiner um die Dossiers.
          Bevor aber die Anlage angepasst werden kann muss man erstmal wissen was nicht funktioniert. Aber abschalten wird man die Anlage niemals… weil der Dreck sonst ungeklärt in das Trinkwasserreservoire gelangt.

          • die „Anlage“ kann sehr wohl abgeschaltet werden. Die Anlage dient dazu, den anfallenden Klärschlamm auf zu bereiten. Das passiert nach der Aufbereitung und dem Einleiten des gefilterten TW in das 50.000m³ „Reservoir“. Die Kontrolle dieser Schlammaufbereitung kann sehr einfach und täglich geschehen – sollte sie auch, passiert aber offensichtlich nicht (mehr). Zudem ist diese Aufbereitung ein lukratives Geschäfft da Edelmetalle gewonnen werden und sogar der getrocknete Schlamm an die Zementindustrie verkauft wird.
            Durch die Liberalisierung und dem nicht gegensteuern unserer Politiker hat sich der ehemalige (und mehr als Kostendeckend laufende) Betrieb der W.R. (ehemals E.R.P.E.) in einen weiteren korrupten und steuergeld vernichtenden Mischkonzern gewandelt. Zu Zeiten der Übernahme bzw. Privatisierung wollte übrigens weder die Stadt Eupen noch die D.G. irgendwie tätig werden.
            Sprechen sie mal mit den Mittarbeitern vor Ort, wie die Zustände bei der S.W.D.E. denn so sind….

    • Strounxmeyer

      Hallo Geselle!
      Weder Lüttich noch Namur konnte helfen; beide haben das Handtuch geworfen. Weil der GENERALDIREKTOR einer Gemeinde die Stellen
      Verarscht hat. Leider ist es so.Leider, leider…

  2. ist die richtige Frage. SWDE= politisch besetzt. Da hatte SoTraEx keine Chance. Obschon diese hiesige Firma bis dato jahrelang eine gute Arbeit abgeliefert hatte….jetzt geht es nur noch um Gewinnoptimeirung. Und ich vermute, das so einige Geschenke und ZUwendungen an Direktoren auch eine Rolle spielen.

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