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Bei der Frauen-Fußball-WM geht es jetzt in die K.o.-Phase

20.06.2019, Frankreich, Grenoble: Fußball, Frauen: WM, Nationalmannschaft, Deutschland: Lina Magull (l-r), Leonie Maier und Kathrin Hendrich stehen auf der Bastille von Grenoble. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Bei der Frauen-Fußball-WM in Frankreich ist die Gruppenphase beendet. Ab Samstag geht es in die K.o.-Phase.

36 von insgesamt 52 Spielen der Fußball-WM sind absolviert. Die Frauenfußball-Fans erlebten in den ersten 13 Turniertagen in Frankreich eine gute Organisation und viele unterhaltsame Spiele.

Es bewahrheitete sich, dass die internationale Spitze breiter geworden ist. „Es gab viele enge Spiele und einige Überraschungen. Ich denke, dass sich das in der K.o.-Runde noch verstärken wird», bilanzierte die deutsche Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.

Das Interesse in Frankreich ist beachtlich, auch wenn kein WM-Rekord in Sicht ist. Zu den 36 Vorrundenspielen kamen insgesamt 665.921 Zuschauer. Das entspricht einem Schnitt von 18.498 Besuchern pro Partie. Der Zuschauerschnitt wird mit den K.o.-Spielen noch steigen, zumal die Halbfinals und das Finale in Lyon laut FIFA bereits ausverkauft sind.

10.06.2019, Frankreich, Marcq-En-Barœul: Kathrin Hendrich bindet sich nach der Pressekonferenz die Haare zusammen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Am meisten Fans sahen die Partie von Titelverteidiger USA gegen Chile (45.594) im Pariser Prinzenpark, sogar einige Hundert mehr als das Eröffnungsspiel von Gastgeber Frankreich gegen Südkorea an selber Stelle. Nur 8.009 Zuschauer lockte das Duell Kamerun – Neuseeland. Es war eine von zwei Partien mit weniger als 10.000 Besuchern.

Wie gut die Einschaltquoten bei den Livespielen im Fernsehen sind, hängt vom jeweiligen Land ab. Da wird auch manches etwas zu schön geredet. Bei ARD und ZDF schauten bei den Spielen der deutschen Frauen-Nationalmannschaft rund 6 Millionen zu, bei den anderen Partien natürlich viel weniger (beim Eröffnungsspiel waren es rund 3 Millionen).

Bei der RTBF schwärmt man ständig von der WM, für die sich der öffentlich-rechtliche frankophone Sender die Rechte gesichert hat, aber ohne die Teilnahme der belgischen Elf der „Red Flames“ kann man sich nicht vorstellen, dass die Liveübertragung von Spielen aus Frankreich viel Publikum finden.

Gleich mehrere Rekorde fielen schon. Das 13:0 der USA zu ihrem Turnierstart gegen Thailand war der höchste Sieg einer Mannschaft bei einer Frauen-Endrunde. US-Angreiferin Alex Morgan egalisierte mit ihren fünf Toren in der Partie die Bestleistung ihrer Landsfrau Michelle Akers aus dem Jahr 1991, die damals auch fünfmal getroffen hatte.

19.06.2019, Frankreich, Valenciennes: Brasiliens Marta (r) im Zweikampf gegen Italiens Sara Gama. Foto: Michel Spingler/AP/dpa

Auch Marta rückte wieder in den Blickpunkt. Die sechsmalige Weltfußballerin aus Brasilien verwandelte zwei Elfmeter, stockte ihr WM-Konto damit auf 17 Tore auf und überflügelte Miroslav Klose (16).

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft mit der Ketteniserin Kathrin Hendrich trifft im Achtelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich an diesem Samstag (17.30 Uhr/ARD) im Stade des Alpes in Grenoble auf Nigeria.

„Wir wissen, dass Nigeria ein starkes Team ist. Das haben sie in der Gruppenphase bewiesen“, sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. „Wir wissen, dass da ein Brocken auf uns zukommt. Aber wir wollen auf uns gucken, wollen den nächsten Schritt machen.“

Hendrich spielte die erste Partie gegen China voll durch, im zweiten Spiel gegen Spanien wurde sie zur Halbzeit ausgewechselt, und im dritten Gruppenspiel gegen Südafrika saß sie 90 Minuten auf der Bank. (dpa/cre)

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