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Totale Mondfinsternis: Der rötliche Mond war diesmal vielerorts sehr gut sichtbar

21.01.2019, Nordrhein-Westfalen, Köln: Der teilweise verfinsterte sogenannte „Blutmond“ ist hinter einem Turm des Kölner Doms zu sehen, an dem auch ein Flugzeug vorbeifliegt. Foto: Henning Kaiser/dpa

AKTUALISIERT – Plötzlich war der Mond kupferrot: Viele Schaulustige standen deshalb mitten in der Nacht auf.

Seltenes Bild für Frühaufsteher: Der Vollmond schimmerte am Montagmorgen während einer totalen Mondfinsternis rötlich. Das sah man vierlorts. „Heute haben wir sogar eine sehr helle Finsternis“, sagte die Leiterin des Planetariums in Bochum, Susanne Hüttemeister.

Zu einer solchen Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond kommen. Sonne, Erde und Mond liegen dabei genau auf einer Linie. „Die Mondbahn ist geneigt gegen die Erdbahn“, erklärte Hüttemeister. „Deswegen läuft der Mond normalerweise südlich oder nördlich vorbei am Erdschatten. Heute trifft er ihn genau.“

21.01.2019, Österreich, Wien: Hobbyastronomen warten mit ihren Teleskopen und Kameras über der Sophienalpe auf die Mondfinsternis. Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa

Der Mond erscheint rötlich, weil rotes Licht durch die Erdatmosphäre in den Schatten gestreut wird. „Deshalb kommt auch der etwas unschöne Begriff Blutmond, den man überall liest, der aber eigentlich von einer amerikanischen Weltuntergangssekte erfunden worden ist und gar nicht historisch ist“, sagte Hüttemeister, die gemeinsam mit rund 200 Mondfans gen Himmel schaute.

Das Schauspiel begann gegen 4.34 Uhr, als der Vollmond langsam in den Kernschatten der Erde rückte. Um etwa 5.41 Uhr war der Mond vollkommen darin verschwunden – die totale Mondfinsternis begann. Von 6.44 Uhr an rückte der Mond wieder langsam aus dem Kernschatten heraus. Da der Mond gerade auf einem besonders erdnahen Abschnitt seiner in etwa elliptischen Bahn ist, erscheint er zudem besonders groß.

Wer den kupferroten Mond verpasst hat, muss sich etwas gedulden: Zwei richtig gut in Mitteleuropa aus zu sehende totale Mondfinsternisse werde es erst Silvester 2028 und in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember 2029 geben, schreibt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Zuvor können von hier aus allenfalls kurze Abschnitte solcher Ereignisse beobachtet werden. (dpa)

10 Antworten auf “Totale Mondfinsternis: Der rötliche Mond war diesmal vielerorts sehr gut sichtbar”

  1. Der Mann im Mond

    Das ist keine gesunde Farbe! . Ich denke, das Klima macht dem Mond sehr zu schaffen! Und ihr, die Erdbewohner seid allein daran schuld. Ich möchte nicht nur anklagen sondern auch wirklich etwas dagegen tun. Ich rufe daher alle Schüler, Studenten, Lehrer und sonstige Interessenverbände gegen Erderwärmung, übertriebener CO2-Ausstoss, für Dieselverbot, etc dazu auf, jeden Montag eine Demonstration gegen die Gefahren einer Mondverfärbung durchzuführen. Nur gemeinsam können wir etwas bewegen.

    • Bindabei

      …und jeden Dienstag alle Angestellten, jeden Mittwoch alle Beamten, jeden Donnerstag alle Selbstständigen. Freitags, Samstags und Sonntags überlassen wir gerne den Grünen das Feld, ist ja schliesslich auch deren Hobby.

        • Nun mal ehrlich, das hat aber auch seine Gründe!! Nix Klima, jeder weiß doch, dass die Nazis heimlich die dunkle Seite des Mondes bevölkert haben und von dort aus die langfristige Übernahme der Weltherrschaft planen, erste Spähertrupps sind ja schon auf der Erde angekommen (AFD,…).

  2. Mond Spektakel

    Toll! Es war sehr schön! Von uns aus sah man gegen 05:50 auch noch eine Sternschnuppe, mit langem hellen Schweif, welche als wäre es abgesprochen war, unterm Vollmond gegen Nordwest, wie ein Strich unterm Mond im All verschwand! Grandios!

    • Referent für Naturereignisse und unerklärliche Phänomene

      @ Mond Spektakel
      Sehr geehrter Zuschauer, lieber Wähler
      Es freut uns, dass die Mondfinsternis, die ja eine konzertierte Aktion der derzeitigen DG- Regierung war, bei Ihnen solchen Anklang gefunden hat. Für unsere Bürger scheuen wir weder Kosten noch Mühen.
      Die Sternschnuppe war allerdings eine Eigeninitiative der CSP, die wir von unserem Vorhaben ausgeschlossen hatten.
      Gruß, ihr Referent für NUP (Naturereignisse und unerklärliche Phänomene)

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