Politik

EU-Einigung: Künstliche Intelligenz (KI) soll geregelt werden – Was bedeutet das? [Fragen & Antworten]

16.03.2015, Niedersachsen, Hannover: Ein Messebesucher geht an einem Leuchtdisplay auf der CeBIT vorbei. Für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) sollen in der EU künftig strengere Regeln gelten. Foto: Peter Steffen/dpa

Künstliche Intelligenz, das ist für die einen die Verheißung der Zukunft, für die anderen eine große Gefahr. Die EU hat sich jetzt in einer Marathonsitzung auf Regeln geeinigt. In Brüssel wird das als „historisch“ gefeiert – aber was bedeutet das nun?

Nach zähen Verhandlungen hat sich die EU auf schärfere Regeln für Künstliche Intelligenz (KI) geeinigt. Es seien weltweit die ersten Regeln für KI, teilten Europaparlament und die EU-Staaten am Freitagabend in Brüssel mit. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

– Was ist KI und wie funktioniert sie?

Unter Künstlicher Intelligenz (KI) versteht man den Versuch, menschliches Lernen und Denken auf den Computer zu übertragen. Ziel ist es, komplexe Aufgaben erledigen zu lassen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. Generelle Problemlösungsmaschinen (Artificial General Intelligence) sind trotz aller Fortschritte noch nicht in Sicht.

Foto: Shutterstock

Allerdings finden enger definierte KI-Anwendungen in unserer heutigen Welt bereits breite Verwendung: Dazu zählen etwa automatische Übersetzungen, personalisierte Empfehlungen beim Online-Shopping, Gesichtserkennung am Handy, aber auch intelligente Thermostate oder Navis. Auch die Anwendungen der generativen KI wie der Text-Roboter ChatGPT gehören zu den enger definierten KI-Anwendungen.

– Warum braucht man ein Gesetz dafür?

KI gilt als Zukunftstechnologie. Experten vermuten, dass die Technologie künftig praktisch alle Aspekte in der Wirtschaft, aber auch im Alltag betreffen könnte und sich zum Beispiel der Arbeitsmarkt dadurch massiv wandeln wird: Manche Jobs werden sich verändern, andere werden vielleicht ganz verschwinden. KI gilt aber auch als Technologie, die Gefahren birgt. So warnte etwa der Chef des ChatGPT-Erfinders OpenAI, Sam Altman, vor Falschinformationen mit Hilfe Künstlicher Intelligenz und sprach sich deshalb für eine Regulierung aus. Fotos oder Videos können durch KI leicht manipuliert werden. Als Problem gilt auch, dass KI teilweise mit verzerrten Datensätzen trainiert wurden und damit Personen diskriminiert werden. Auch der Einsatz in der Kriegsführung wird für möglich gehalten.

– Worauf hat sich die EU nun verständigt?

Die nun vorgelegten Vorschriften legen Verpflichtungen für KI auf Grundlage ihrer potenziellen Risiken und Auswirkungen fest. Als besonders riskant werden KI eingestuft, die ein erhebliches Schadenspotenzial etwa für Gesundheit, Demokratie, Umwelt oder Sicherheit bestimmte Anwendungen werden komplett verboten, etwa biometrische Kategorisierungssysteme, die sensible Merkmale wie zum Beispiel die sexuelle Orientierung oder religiöse Überzeugungen verwenden. Auch das ungezielte Auslesen von Bildern aus dem Internet oder aus Überwachungsaufnahmen für Gesichtserkennungsdatenbanken soll nicht erlaubt sein.

04.12.2023, Bayern, Kulmbach: Ein Monitor zeigt Bewegungen einer Person in den Räumen des Live-In-Labs, die mit Bewegungssensoren ausgestattet sind. In zwei Wohnungen in Kulmbach wurde eine Forschungsumgebung geschaffen, die es ermöglichen soll, alltägliche, menschliche Handlungen und die Interaktion von Menschen zu studieren und dieses mit Künstlicher Intelligenz zu analysieren. Foto: Daniel Vogl/dpa

Allerdings wird es Ausnahmen für biometrische Identifizierungen im öffentlichen Raum in Echtzeit geben, etwa bei der Gefahr eines Terroranschlags oder bei der gezielten Suche von Opfern von Menschenhandel. Um diesen Punkt wurde intensiv gerungen, das EU-Parlament wollte eigentlich ein komplettes Verbot.

Ein weiterer Streitpunkt war die Regulierung von sogenannten Basismodellen. Das sind sehr leistungsfähige KI-Modelle, die mit einem breiten Satz an Daten trainiert wurden. Sie können die Grundlage für viele andere Anwendungen sein. Dazu zählt etwa GPT. Deutschland, Frankreich und Italien hatten zuvor gefordert, dass nur konkrete Anwendungen von KI reguliert werden sollten, nicht aber die Basis-Technologie an sich. Nun einigten sich die Unterhändler auf bestimmte Transparenzpflichten für diese Modelle.

– Wie fallen die Reaktionen aus?

Je nach Interesse und Blickwinkel ganz unterschiedlich: Kritisiert wird entweder eine zu starke, innovationsfeindliche Regulierung oder nicht ausreichende Beschränkungen von KI-Anwendungen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte die Einigung und bezeichnete das Gesetz als „weltweites Novum“.

Die europäische Verbraucherschutzorganisation Beuc kritisierte, dass sich die EU zu sehr auf den guten Willen der Unternehmen zur Selbstregulierung verlasse. „So werden beispielsweise virtuelle Assistenten oder KI-gesteuerte Spielzeuge nicht ausreichend reguliert, da sie nicht als Hochrisikosysteme gelten. Auch Systeme wie ChatGPT oder Bard werden nicht die notwendigen Leitplanken erhalten, damit die Verbraucher ihnen vertrauen können“, hieß es.

– Wie geht es nun weiter?

Zunächst müssen EU-Staaten und Europaparlament dem Vorhaben noch offiziell zustimmen. Das gilt aber als Formsache. Gelten soll das Gesetz dann zwei Jahre nach Inkrafttreten. (dpa)

28 Antworten auf “EU-Einigung: Künstliche Intelligenz (KI) soll geregelt werden – Was bedeutet das? [Fragen & Antworten]”

    • 9102 ANOROC

      @ – Dax 18:28

      Es geht sich darum , dass ich Ihnen diese Woche schon zum zweiten mal recht geben muss 😊.
      Wenn intelligente Leute , die künstliche Intelligenz Formen möchten , können die das gerne machen ;
      aber bestimmt nicht unseren Dirigenten aus Brüssel;
      die in Wirklichkeit ein schlechtes Orchester darstellen , weil sie durch Dirigenten der Wirtschaft dirigiert werden und das ganze nur funktioniert , weil die Dirigenten der Wirtschaft , sich nicht zu schade sind , dem schlechten Orchester , kleine sowie große Gefälligkeiten zu erweisen.
      Also kann man sich jetzt schon vorstellen , wie man die KI züchtigen wird , zum Vorteil der Dirigenten aus der Wirtschaft .
      Man hat in Brüssel den Dirigentenstab der Wirtschaft überlassen , spielt uns gegenüber aber noch immer Luft Dirigent, ähnlich wie der Luft Gitarrenspieler.

        • 9102 ANOROC

          @ – Boah nee 20:48

          Wenn sie jetzt nicht gemerkt hatten , dass ich die ersten drei Worte meines Kommentars, nur geschrieben habe, weil sie diese so mögen;
          muss ich ihre letzte Frage leider an ihnen zurücksenden , ohne sie zu schreiben, um nicht so unhöflich wie sie zu wirken. 😄

      • Joseph Meyer

        @9102ANOROC
        Gloria von Thurn und Taxis formulierte es drastisch: „Unsere Politiker liegen mit den Milliardären im Bett“, deshalb wird in Bezug auf KI auch Nichts passieren was nicht mit der Hochfinanz abgesprochen und von ihr abgesegnet wurde. Für uns „normale Sterbliche“ bedeutet dann KI, 1. noch effektivere Überwachung, 2. noch raffinniertere Manipulation unserer Gedanken und Gefühle, 3. noch mehr Geld und Macht für die wenigen Leute an den tatsächlichen Schalthebeln der Macht, usw. Wir erinnern uns an den Satz: Das wird jetzt durchgezogen „egal was meine Wähler sagen“ …
        OK, das Alles natürlich nur, wenn wir es mit uns machen lassen, wenn wir uns nicht wehren, und wir haben die Macht dazu, denn wir sind Viele!
        Ein klares NEIN gegen die Abschaffung des Bargelds, die Mühsal mit den Geldautomaten zeigt uns wo die Reise hingehen soll … Ein klares NEIN gegen die Zentralisierung politischer Macht an EU- Institutionen (wie die EU-Kommission) oder auch an UN- Organisationen (z.Bsp. die WHO, siehe den geplanten Pandemievertrag) deren Entscheider nicht demokratisch gewählt wurden und die nicht demokratisch handeln. Ein klares NEIN von uns Allen gegen Angriffskriege, gegen Umweltzerstörungen, usw.
        Es gibt viel zu tun für die jungen Leute …

          • Joseph Meyer

            Ich verurteile den russischen Angriffskrieg genauso wie ich jeden Angriffskrieg verurteile, weil dadurch unschuldige Menschen, und dazu gehören für mich auch die Soldaten auf beiden Seiten, getötet werden.
            Deshalb suche ich nach Wegen, wie dieser Krieg so schnell wie möglich beendet werden kann. Dazu muss ich die Beweggründe beider Seiten berücksichtigen und auch die Ereignisse, die zu dem Kriegsbefehl Putins geführt haben. Der Krieg ist völkerrechtswidrig, weil Russland zum Zeitpunkt des Einmarsches der russischen Armee nicht von der Ukraine oder von der NATO angegriffen wurde. Warum hat Putin dann trotzdem diesen Befehl gegeben? Er hatte über Jahre immer wieder vor „roten Linien“ gewarnt … Und immer wieder wurden die Russen ausgelacht …. Hat die russische Führung die drohende Aufnahme der Ukraine in die NATO und die mögliche atomare Aufrüstung der Ukraine als gleichbedeutend mit einem militärischen Angriff eingeschätzt? Dafür würde sprechen, dass die Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine im April 2022, bei denen die einzige russische Bedingung für ein Ende des Krieges die Neutralität der Ukraine war, wohl erfolgreich gewesen wären ohne die Einmischung Englands und der USA.

            • Peter S.

              Ihre Verurteilung des russischen Angriffs ist nicht ernst zu nehmen, weil Sie gleich darauf Entschuldigungen für diesen Angriff vorbringen. Das ist so, wie wenn Sie zu einer Vergewaltigung sagen, dass Sie die Vergewaltigung natürlich verurteilen, die Frau aber nicht so einen kurzen Rock tragen und so spät hätte unterwegs sein sollen.

              • Joseph Meyer

                Wenn die USA/NATO nicht dazu fähig sind, auch die eigenen Fehler einzugestehen die gemacht wurden, dann wird dieser Krieg erst enden, wenn die Ukraine völlig zerstört und am Boden liegt, oder mit einer Verwüstung Europas in einem atomaren Flächenbrand! Und da kann man sogar nicht mehr von Fehlern sprechen, denn es war Absicht Russland in einen Krieg zu zwingen und zu erobern: mit der Osterweiterung der NATO, mit dem ebenfalls völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien, mit der Verachtung für die Sicherheitsforderungen Russlands bei den Stationierungen der angeblich gegen den Iran gerichteten Raketen Osteuropa, mit dem ständigen Gerede einer Aufnahme der Ukraine in die NATO und deren atomare Aufrüstung, mit dem illegalen Maidan-Putsch dank CIA und State-Department und der anschliessenden Auswahl einer neo-Nazi-Regierung in Kiew, mit dem militärischen Vorgehen der ukrainischen Armee seit 2015 gegen die russischsprachige Bevölkerung in der Ostukraine, mit der Täuschung Russland durch die Minsker Abkommen …
                Cui bono? Wer profitiert von diesem Krieg? Weder die Russen, noch die Ukraine und auch nicht Europa!

                • Herr Meyer ich bin auch ganz ihrer Meinung! Die Amis wollen die Welt beherrschen das muss doch dem dümmsten klar sein ! Wollen die Völker die sich nicht wehren können das ? Da gehören wir auch dazu! Ich war bin immer für eine freie Welt aber sind wir das ?

                • Peter S.

                  An der NATO-Intervention im ehemaligen Jugoslawien war nichts „völkerrechtswidrig“, es gab lediglich kein UNO-Mandat, weil der Gangsterstaat Russland sein Veto dagegen einlegte, um seinen Komplizen Serbien zu unterstützen. Die einzigen Fehler, die der Westen gemacht hat, waren die Nichtaufnahme der Ukraine in die NATO und die weitverbreitete Fehlannahme, in Russland hätte sich irgendetwas zum Besseren gewendet. Es gibt nur eine Sprache, die Russland versteht und das ist Härte. Russland teilt mit dem Islam die Eigenschaft, dass es seinen Leuten nichts, gar nichts bieten kann, aber ihnen als Entschädigung anbietet, andere beherrschen und erniedrigen zu können. Russland ist sozusagen Islam für Alkoholiker.

                  • Noch einmal du abartig dummer zum mit schreiben !in Serbien hatten die Amis nichts zu suchen noch weniger die Deutschen nach den Verbrechen die Deutschen da vollbracht hatten ! Es muss einem doch auffallen das die Deutschen immer in ersten Reihe stehen wenn’s um Länder geht die nicht mit Hitler dem großen Führer sich entgegen setzten !

        • 9102 ANOROC

          @ – Joseph Meyer 20:51

          Wenn ich die Einzelheiten ihres Kommentars zusammenfasse , die sich nicht wesentlich von den Äußerungen unterscheidet, die ich auch seit längerem vermute.
          Sollte man eventuell zusammengefasst , gegen die Korruption auf die Straße gehen.
          Damit wären doch die meisten Themen angesprochen , durch die , die ganzen Probleme entstehen , die vielen Menschen im Moment Probleme oder Sorgen bereiten.
          Wenn jede Gruppierung einzeln für ihre Sache auf die Straße geht , sind es nur immer wenige ,
          und werden dann von Brüssel belächelt.
          Die meisten Probleme zur jetzigen Zeit entstehen allgemein aber durch Korruption.
          Das beste Beispiel dafür , ist für mich noch immer der Fall Eva Kaili&Co.
          Also muss man eventuell ein allgemeines reales Problem nutzen , um viele Leute zu einer Demo oder einem Streik zu bewegen.
          Schließlich nutzt man ja auch die Korruption, um uns allen Probleme zu bereiten.
          Ob nun bewusst oder unbewusst.
          Ob freiwillig oder nicht.

          • Joseph Meyer

            @9102ANOROC
            Leider stimmt die Feststellung der „ungeheueren Banalität des Bösen“! Auf dem vor wenigen Tagen abgehaltenen Parteitag der SPD in Deutschland waren unter den ca. 600 Delegierten so gut wie keine Arbeiter und Angestellten in der freien Wirtschaft, sondern vorwiegend Parteifunktionäre in Parteigremien und in von der Partei finanzierten so genannten „Nichtregierungsorganisationen“. Dementsprechend endete die Rede des Olaf Scholz mit „standig ovations“, welcher der Anwesenden möchte auch seinen gut bezahlten Parteijob verlieren … Auch das ist Korruption, wie aber wollen Sie diese Formen abstellen?!

            • Politik ist der einzige Geschäftsbereich in dem jeder, ohne jegliche Qualifikation, alles werden kann. Dadurch übt die Politik, in Form von Parteien, eine grosse Anziehungskraft auf bestimmte Charaktere aus, nämlich auf Hochstapler. Die Parteien, allen voran die Links/Grünen, sind voll mit Hochstaplern aller Art, da kann einem nur noch übel werden….
              https://www.nzz.ch/meinung/der-andere-blick/ricarda-lang-und-omid-nouripour-politiker-ohne-berufsabschluss-ld.1667402

            • Willi Müller

              Da haben sich ja die zwei Richtigen gefunden: einerseits der dichtende, fröhliche Anorak und dann der schwurbelnde, argwöhnische Venntalerdoktor. Fehlt eigentlich noch Frau Heidelberg, die glaubt der Satan sitze im Vatikan.

              • Joseph Meyer

                @Willi Müller,
                Sie dürfen das was ich schreibe gern als schwurbeln und als argwöhnisch bezeichnen, wenn das was ich geschrieben habe die Wahrheit ist! Wenn Sie es als „“schwurbeln“ und „argwöhnisch“ ansehen weil Sie der Meinung sind es ist die Unwahrheit, dann müssten Sie mir das nachweisen …!
                Und der regionale „Venntaler“ oder besser noch, für ganz Begien, eine zinsfreie, in Belgien souverän geschaffene national gültige Zweitwährung neben dem international gültigen Euro, wäre auch jetzt noch ein Segen für die belgische Wirtschaft und für die belgische Bevölkerung!
                Also, Willi Müller, was wollen Sie?!

                  • Joseph Meyer

                    @Walter Keutgen
                    Ich verstehe ja, dass sich Niemand mit dem Thema „Geld“ befassen möchte, das ist doch sooo kompliziert, da soll der Staat lieber die Finger von lassen und es den lieben Experten in den Geschäftsbanken überlassen – zusammen mit den so „ergatterten“, man darf auch sagen „ergaunerten“ jährlichen Milliardengewinnen: Siehe „federal reserve act“ in 1913 und die Gründung der Federal Reserve in den USA!
                    Nun, Herr Keutgen, werden Sie Sich jetzt, neugirisch geworden, im Internet erkundigen, was genau in 1913 mit dem „federal reserve Gesetz“ abgeändert wurde, oder auch in Frankreich in 1973 mit dem Gesetz „Pompidou-Rotschild“, so wird das tatsächlich bezeichnet? Nein, ich bin fast sicher, Sie werden Ihre beiden Gehirnhälften beim Wort „Geld“ einfach abschalten und abgeschaltet lassen und dann sich dann lieber in die Lächerlichmachrei flüchten, übrigens genauso wie alle Parlaments- und Regierungsmitglieder als ich das Wort „Venntaler“ erwähnt habe – schallendes Gelächter, allgemeine Heiterkeit …
                    Sie und die große Mehrheit der Bevölkerung in Ostbelgien, in ganz Belgien, in Europa und weltweit möchten gerne wohlhabend, in Frieden mit den Nachbarn und der ganzen Welt und mit einer intakten Umwelt d.h. lebendigen Tier- und Pflanzenvielfalt leben- ABER, wie Sie Alle das haben könnten, das wollen Sie nicht wissen! Schon komisch, und es hat, denke ich, auch mit der schwindenden Selbstverantwortung zu tun.

                    Aber wer weiß, vielleicht wollen Sie ja trotzdem recherchieren? Dann können Sie auch unter „Brakteaten“, „Wunder von Wörgl“, Silvio Gesell, Fiat-Geld, „Leben wie Gott in Frankreich“ nachschlagen … Das Letzte war jetzt ein Spaß, denn es ist kaum anzunehmen, dass der Autor bei Wikipedia den Bezug zur hoheitlichen staatlichen Geldschöpfung in Frankreich, vor dem Rotschild-Banker Georges Pompidou, herstellen wird, denn bis 1973 war Frankreich ohne Staatsschulden und die Bevölkerung war wohlhabend …
                    Tja, der „Venntaler“ Herr Keutgen …! Nachdenken, „Um-Denken“, lohnt sich …

                    • Walter Keutgen

                      Joseph Meyer, mit Geld habe ich mich genug beschäftigt, wenn auch beruflich nur damit, wie man die vielen Einheiten auf Deutsch zu übersetzen hat. Was ist der Unterschied zwischen deutsche Mark und Deutsche Mark?

                      Während der Griechenlandkrise 2012 habe ich mich in Geldschöpfung eingelesen und weiß, was Sie alles schreiben. Ich habe auch dem Attak-Vortrag auf der Klötzerbahn beigewohnt. Das von Frankreich weiß ich nicht, ich dachte, dass fortan der Staat nur noch von Banken und dem Volk leihen durfte, nicht von der Nationalbank, so wie seit ihrer Gründung die Bundesrepublik Deutschland. Das Problem sind in der Tat die Zinsen. Damit die Schuldner sie begleichen können, muss die Geldmenge immer wachsen – durch Kreditvergabe – und soll das ohne Inflation stattfinden, muss ewiges Wachstum her.

                      Eine Lösung schien mir 2012 permanentes Geld, das ohne Kredite geschöpft wird. In Form von Krediten – denn die muss es auch noch geben –würde es ausschließlich von der Nationalbank ausgegeben und die Geschäftsbanken wären nur Vermittler. Davon bin ich ab. Wenn Anfang des letzten Jahrhunderts in den USA die Geldschöpfung nicht von Privatbanken übernommen worden wäre, wären vielleicht Millionen verhungert. Denn die USA hatten durch die Einwanderung ein enormes Wachstum, das durch Geld widerspiegelt werden musste. Demokratische Prozesse diesbezüglich wären viel zu langsam, man würde sich Jahre lang streiten, wer denn gratis Anrecht auf geschöpftes permanentes Geld hat und ich kann mir nicht vorstellen, dass man die Nationalbank jedem Menschen zum 21. Geburtstag 20.000 EUR schenken ließe.

                      Ihr Venntaler ist doch nur Kokoleres. Um Venntaler zu erhalten muss man Ihrem Kassierer Euro geben. Es sind also wie die serbische Währung Euros. Nur, wenn Ihr Kassierer mit der Kasse abhaut, findet rückwirkend Geldschöpfung statt. Es ist aber auch Kollektivegoismus. Also, der Eifel geht es doch gut, um nicht zu sagen blendend. Wer will außerdem noch lokales Geld? Der Allgäu und die südenglische Küste. Denen geht es doch in ihren Ländern gut. Ja, wir kaufen Allgäuer Joghurt, aber die Allgäuer wollen nur im Allgäu kaufen.

              • 9102 ANOROC

                @ – Willi Müller 12:18

                Die Art des Willi Müllers ist zu zeigen;
                das andere nur falsches schreiben.
                ihm selber fällt zu den Themen ja nichts ein ;
                seine Kritik wird wohl nicht viel wert sein.

                • Ramona Rammel- Haaperscheidt

                  Willi ist ein ehrlicher, grundguter und loyaler Mensch, der nur die Fehler der anderen gnadenlos aufdeckt und anprangert. Wenn alle wie Willi wären, wäre die Welt ein Schlaraffenland.

                  • 9102 ANOROC

                    @ – Ramona Rammel Haperscheidt 14:32

                    Mag sein, aber ständig kritisieren ohne selbst zu argumentieren , sieht ja so aus , als geht es sich nur um das kritisieren.
                    wenn der @ – Willi /unser @ – Willi Müller ist, dann hat er es ja um 12:26 nachgeholt.
                    Also , alles gut 👍

  1. Zahlen zählen Fakten

    Wieviel Prozent der belgischen Urteile oder Gesetzgebung ist nun von der EU, einer selbst nicht gerade demokratisch legitimierten Organisation, beeinflusst oder geradeaus bestimmt?

    Die Antwort würde „die Bevölkerung verunsichern“.

  2. Die EU lässt sich ihre Direktiven und Gesetze von Lobbyisten diktieren. Was soll das also bringen, außer mehr Gewinne für diejenigen, die bereits im Vorfeld die Direktive auf ihre Produkte angepasst haben und … Honorare für Berater und „Experten“, nicht zu vergessen.

  3. Joseph Meyer

    @Walter Keutgen 12.12.2023 – 15:45
    Zuerst einmal finde ich es natürlich lobenswert, dass Sie Sich offensichtlich schon ziemlich intensiv mit „Geldfragen“ beschäftigt haben. Ich werde versuchen einige Missverständnisse auszuräumen.
    Generell ist es notwendig, denke ich, dass man die Hauptfunktion von Geld im Auge behält, nämlich seine Funktion als Tauschmittel für Handel und Geschäfte unter den Menschen. Wenn nicht genug Geld vorhanden ist, dann „verhungert“ das Wirtschaftsleben, wenn zuviel davon zirkuliert „ertrinkt“ die Wirtschaft daran. Wenn also der Staat das Geldschöpfungsmonopol besitzen würde, dürfte wohl am besten nicht die jeweilige Regierung das ausführen, sondern eine gesetzlich verantwortliche, von der Regierung unabhängige und vom Parlament kontrollierte Instanz, wie z.Bp. die Nationalbank: Zu wenig oder zuviel Geld sollte nie im Umlauf sein, wenn die Experten der Nationalbank ihren Job gewissenhaft ausführen. Diese hoheitliche Nationalwährung dürfte keine Zinsen erbringen und am besten nach dem Vorschlag von Silvio Gesell über die Zeit an Wert verlieren, damit das Geld zirkulieren würde. Die Geschäfte würden dieses nationale Geld akzeptieren, wenn sie damit ihre Steuern bezahlen könnten. So hätte man einen positiven Kreislauf.
    Die Geschäftsbanken könnten ihre normalen Kreditgeschäfte weiter betreiben, allerdings nur mit den tatsächlich vorhandenen Sparguthaben, eine private Kreditgeldschöpfung müsste verboten werden. Sparguthaben mit langer Laufzeit sollten aus dem Wertverfallsystem ausgenommen werden.
    Was halten Sie davon?

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