EURO 2024

Heute Endspiel der Champions League: Frankfurt und …der RSC Anderlecht drücken Dortmund die Daumen

31.05.2024, Großbritannien, London: Menschen gehen auf dem Olympic Way vor dem Wembley Stadion. Foto: Tom Weller/dpa

Als einer der größten Außenseiter der Finalgeschichte geht Borussia Dortmund am heutigen Samstagabend in das Champions-League-Endspiel gegen Real Madrid (21 Uhr / live auf RTL-TVI, pickx+sports, ZDF, vtm2).

Im Londoner Wembley-Stadion trifft der Bundesligist auf den Rekordsieger des wichtigsten europäischen Vereinsfußball-Wettbewerbs. Die Spanier gewannen die Champions League und den früheren Europapokal der Landesmeister bereits 14 Mal. Der einzige Dortmunder Erfolg ist 27 Jahre her. 1997 siegte der BVB im Finale gegen Juventus Turin.

Trotz der großen sportlichen Herausforderung gehen die Dortmunder sehr selbstbewusst in dieses Finale. Auf dem Weg dorthin warfen sie immerhin Atlético Madrid im Viertelfinale und Paris Saint-Germain im Halbfinale aus dem Wettbewerb. Toni Kroos von Real Madrid und Marco Reus von der Borussia werden am Samstagabend jeweils ihr letztes Spiel für ihren Club bestreiten.

07.05.2024, Frankreich, Paris: Dortmunds Spieler stehen vor dem Halbfinal-Rückspiel gegen PSG für das Mannschaftsfoto zusammen. Foto: Robert Michael/dpa

Übrigens drückt auch der RSC Anderlecht den Dortmundern die Daumen. Das hat nichts damit zu tun, dass dem Kader des BVB mit dem 18-jährigen Julien Duranville ein großes Talent aus der Jugend des belgischen Rekordmeisters angehört, das leider viel zu oft verletzt ist.

Die Anderlechter Fans hoffen deshalb auf einen Sieg von Borussia Dortmund, weil ihr Verein im Fall eines Champions-League-Sieges des BVB als Tabellendritter der Jupiler Pro League nicht die Playoffs der Europa League bestreiten muss, sondern direkt für die Gruppenphase des zweitwichtigsten Europapokals gesetzt wäre.

Die Verteilung der Europatickets in den verschiedenen Fußballligen erscheint inzwischen wie höhere Mathematik. Da Deutschland aufgrund der guten Leistungen seiner Vereine in Europa in dieser Saison ein zusätzliches Ticket für die Champions League erhalten hat, darf auch der Fünfte der Bundesliga in der nächsten Saison in der Königsklasse antreten – und dieser Fünfte ist Dortmund.

31.05.2024, Großbritannien, London: Fans von Borussia Dortmund versammeln sich in einer Fanzone in der Regent Street in London vor dem UEFA Champions League-Finale im Wembley-Stadion zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid. Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa

Wenn die Dortmunder jedoch heute im Finale Real Madrid besiegen, dürfen sie als Titelverteidiger in der kommenden Saison automatisch an der Champions League teilnehmen. In diesem Fall bekäme sogar der Sechste der Bundesliga, nämlich Eintracht Frankfurt, ein Ticket für die Königsklasse. Es wäre die zweite Qualifikation der Frankfurter Eintracht für die Champions League, nachdem sie 2022/2023 als amtierender Europa-League-Sieger startberechtigt war. Und den Platz von Frankfurt in der Gruppenphase der Europa League würde der Dritte der belgischen Fußballmeisterschaft einnehmen, nämlich der RSC Anderlecht.

Der belgische Rekordmeister hätte schon letzte Woche durch den Europa-League-Gewinn von Atalanta Bergamo für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert sein können. Die Italiener gewannen zwar den Wettbewerb und nehmen deshalb in der kommenden Saison an der Gruppenphase der Champions League teil. Davon hätte Anderlecht aber nur profitiert, wenn Atalanta die italienische Meisterschaft als Fünfter beendet hätte. Bergamo aber wird Vierter oder sogar Dritter (im Fall eines Sieges am Sonntag im Nachholspiel gegen Florenz) und wäre somit ohnehin für die Königsklasse gemeldet. (cre)

Aktuelle Verteilung der europäischen Tickets in Belgien:

1. FC Brügge: Champions League (Gruppenphase)
2. Union Saint-Gilloise: Champions League (3. Vorrunde)
3. RSC Anderlecht: Europa League (Playoffs)
4. Cercle Brügge: Europa League (2. Vorrunde)
5. Genk oder Gent: Conference League (2. Vorrunde). Der KRC Genk spielt am Sonntag, 2. Juni, um 13.30 Uhr zu Hause gegen AA Gent, Sieger der Europa Playoffs.

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