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Empörung über Friseurbesuch von Dutroux‘ Ex-Frau Michelle Martin in Knokke

Mit einem Friseurbesuch in Knokke hat die Ex-Frau und Komplizin des Mädchenmörders Marc Dutroux breite Empörung ausgelöst. Michelle Martin ließ sich in der Stadt an der Nordseeküste bei einem Friseur für 80 Euro die Haare schneiden und besuchte danach ein Restaurant, berichtete die Nachrichtenagentur dpa mit Hinweis auf diverse belgische Medien.

Die als Mittäterin des Kinderschänders Dutroux verurteilte Frau hatte das Gefängnis erst im August nach 16 Jahren vorzeitig verlassen.

Der Preis sei allein für den Schnitt angefallen – ohne Föhnen und ohne Färben, berichtete die Zeitung „Het Laatste Nieuws“, auf die sich dpa beruft. Der Ausflug steht in krassem Gegensatz zu dem kargen Leben, das Martin eigentlich in einem Kloster in Malonne bei Namur führen soll. Ihren Antrag auf vorzeitige Haftentlassung hatte Martin damit begründet, in der Haft zu Gott gefunden zu haben.

„Die meistgehasste Frau Belgiens“

Die 52-Jährige, die den Familien der Opfer niemals eine Entschädigung gezahlt hat, muss zahlreiche Auflagen einhalten und im Kloster 20 Stunden pro Woche arbeiten. Sie gilt als „meistgehasste Frau Belgiens“, weil sie in den 90er Jahren im Kerker ihres Mannes die von diesem entführten Mädchen verhungern ließ.

Der Bürgermeister von Knokke, Léopold Lippens, sagte der Nachrichtenagentur Belga, Martin solle im Kloster bleiben: „Michelle Martin ist in Knokke nicht willkommen.“ Er sei schockiert und verärgert, weil die Behörden und die örtliche Polizei über den Ausflug der entlassenen Gefangenen nicht informiert wurden.

In dem Friseursalon hatten Angestellte und Kunden Martin erkannt. Laut „Het Laatste Nieuws“ war Martin mit zwei Bodyguards und einer Begleiterin unterwegs. Hinterher sei die Begleiterin mit zwei Flaschen Wein ins Geschäft zurückgekommen, um sich zu bedanken.

6 Antworten auf “Empörung über Friseurbesuch von Dutroux‘ Ex-Frau Michelle Martin in Knokke”

  1. H. Grabowski

    Es gibt Verbrechen, für es die es meines Erachtens keine strafrechtliche Rehabilitation geben darf. Ein Personenschutz für Schwerverbrecher zu Lasten der Steuerzahler ist der Gipfel der Dekadenz in unserem Justizsystem.

  2. Wenn man bedenkt, dass es im Umfeld der Ermittlungen 27 (?) Tote gegeben hat. Ein Land in dem paradiesische Verhältnisse für jeden Berufspolitiker herrschen. Immer wieder spielen Polizei- oder Justizbeamte eine Rolle. Immer wieder geraten einflussreiche Politiker in den Verdacht, die Fäden zu ziehen. Fast nie werden Täter und Hintermänner gefasst. Unter diesem Hintergrund darf man sich vielleicht die Frage stellen, ob hier nicht doch irgendwelche elitären Sponsoren ihre Finger im Spiel haben?

  3. botte: Ganz bestimmt haben Sie Recht, dass dort noch irgendwelche elitären Sponsoren ihre Finger im Spiel haben! Denn ansonsten, wäre diese „meist gehasste“ Frau in Belgien wohl kaum auf freiem Fuss gesetzt worden!
    Es ist und bleibt unfassbar dieses Thema! :-(

  4. Beobachter

    Ich bin gewiss kein Freund der Freilassung der Frau Martin.
    Jedoch ist es Schwachsinn ihr einen Friseurbesuch vor zu halten.
    Wie gesagt soll sich der Zorn der Burger eher gegen die Politik kehren die das Gesetz Lejeune nicht gekippt haben.
    Dies nur deshalb da wir zeit Jahren keinen Platz im Knast haben.
    Wenn ich jemand freilasse darf er oder sie auch einkaufen Etc.

  5. Freddy Olbertz

    Hat wirklich jemand gedacht, dass Martin für den Rest ihres Lebens geläutert in einem Kloster vor sich hinvegetiert? Sie nimmt nur in Anspruch, was unsere Gesetze Verdreher ihr zugestanden haben. Mich würde nur noch interessieren, ob die Bodyguards ein Weihnachtsgeschenk der Steuerzahler an ihr ist. Wenn ja: Frohes Fest und alles Gute Michelle! Ich könnt‘ so kotzen!!

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