Gesellschaft

Bilder vom Rosenmontagszug in Eupen [Fotogalerie]

Man muss es nehmen. Wie es kommt. Foto: Patrick von Staufenberg

Ohne Regenschutz geht gar nichts im Rosenmontagszug in Eupen. Im Gegensatz zu den Vorjahren meinte der Wettergott es nicht gut mit dem Eupener Narrenvolk (siehe FOTOGALERIE unten).

Regen und Nässe machten den Zugteilnehmern vor allem anfangs zu schaffen. Im Laufe des Zuges ließ der Regen zwar nach, aber wenn man erst einmal durchnässt ist… Die Stimmung war trotzdem gut. „Die Narren trotzten dem Regen“, wird man wohl einige Male in der Tageszeitung am Dienstag lesen können. Immerhin kamen nach 16 Uhr einige Sonnenstrahlen zum Vorschein.

Der Abgang erfolgte über Klötzerbahn, Gospertstraße, Werthplatz, Hookstraße, Aachener Straße, Rathausplatz, Paveestraße, Marktplatz, Kirchstraße, Bergstraße, Neustraße, Olengraben, Haasstraße, Schilsweg, Monschauer Straße und Untere Rottergasse bis Bellmerin.

Nach der Pause ging es weiter über Schilsweg, Haasstraße, Olengraben, Bergkapellstraße, Bergstraße, Kirchstraße, Marktplatz, Paveestraße, Rathausplatz, Aachener Straße und Hookstraße bis zum Werthplatz, wo der Zug aufgelöst wurde.

Bei Wind und Wetter… Foto: Patrick von Staufenberg

Der Eupener Rosenmontagszug ist ein Laufsteg für viele Vereine, aber auch für Familien mit Kindern, die sich schon Monate vorher den Kopf zerbrochen haben, wie sie sich verkleiden sollen. Wichtig war diesmal, sich gegen den Dauerregen zu schützen.

Die meisten Gruppen hatte man bereits am Vortag beim Eupener Kinderzug oder beim Karnevalszug in Raeren betrachten können. Wenn man sich schon die Mühe macht, einen Wagen zu bauen, einen Fahrer anzuheuern, der auch garantiert bis zum Ende des Zuges fahrtüchtig bleibt, oder Kostüme für kleine und große Leute zu nähen, dann soll es sich auch lohnen. Deshalb ziehen viele Gruppen es vor, an zwei Umzügen teilzunehmen. Jedenfalls hat der Straßenkarneval nichts von seiner Faszination eingebüßt.

Das Ende des Zuges bildeten S.T. Prinz Patrick I. mit den Pagen Fabienne und Verena sowie ganz zum Schluss die Eupener Stadtarbeiter, die schleunigst die Straßen wieder von Konfetti, Luftschlangen und allen anderen Überresten befreien mussten.

Nachfolgend eine FOTOGALERIE mit Bildern von Fotograf Patrick von Staufenberg vom Eupener Rosenmontagszug. Zum Vergrößern Bild anklicken. Um von einem Foto zum nächsten zu gelangen, genügt ein Klick auf den Pfeil am rechten Bildrand:

18 Antworten auf “Bilder vom Rosenmontagszug in Eupen [Fotogalerie]”

  1. Pierre II

    Der Karnevalsumzug war in diesem Jahr leider sehr enttäuschend. Die Atmosphäre wirkte lustlos, kalt und nass, echte Freude wollte nicht aufkommen. Statt fröhlicher, mitreißender Darbietungen dominierten überlaute Musik und Alkohol – für viele eher ein Grund wegzuschauen als mitzufeiern.

    Gerade bei einem Fest, das auch von vielen Kindern besucht wird, sollte die Vorbildfunktion im Vordergrund stehen. Karneval könnte Begeisterung, Kreativität und Gemeinschaft vermitteln. Wenn jedoch vor allem Bier und monotone Beschallung das Bild prägen, bleibt von der eigentlichen Idee des Karnevals nur wenig übrig.
    Schade drum!

    • Blaues Hufeisen

      Karneval ist schon lange nicht mehr was es einmal war. In meinen Augen eine völlig veraltete Tradition. Die Zeiten haben sich einfach verändert und ich denke in Zukunft wird es auch immer weniger Leute interessieren. Stirbt genauso wie die Kneipenkultur

  2. Bücherwurm

    Auf den allermeisten der zahllosen Fotos ist im Hintergrund ein Kruzifix zu sehen, was das Ganze noch ein wenig trostloser wirken lässt. Ein erfahrener Fotograf hätte einen anderen Standort gewählt. Egal ob man gläubig ist oder nicht – es wirkt ein wenig unpassend.

    • @Bücherwurm,
      In der Tat wurde vergessen, an den Gotteshäusern die Kreuze zu verhüllen. Ich würd‘ mich direkt beim Papst beschweren.
      Und dann überall „Plastik“.
      Das muss Sie armen Wurm doch auch schockiert haben… 🤣

    • @Bücherwurm – Warum macht ein Kruzifix die Bilder noch trostloser oder unpassend?
      Karneval ist eine Verbindung mit Kirche – danach beginnt die Fastenzeit und diese endet mit dem Tod Jesus am Kreuz und der Auferstehung.
      Ich würde sagen, perfekt vom fotografen wiedergegeben, wir feiern Karneval und im Hintergund denken wir an die Fastenzeit die mit dem Tod und Auferstehung endet.
      Oder wollten Sie einfach was negatives schreiben weil Sie Karneval nicths abgewinnen können, dann ist es macnhmal besser einfach nichts zu schreiben.

  3. „Herr Pierre II“ ich weiß nicht, wo Sie gestanden haben, aber dort, wo ich gestanden habe, war die Stimmung sehr gut. Klar lag es auch am Wetter, aber trotzdem haben sie für gute Stimmung gesorgt.“

  4. Der Alte

    Der Wettergott war dieses Jahr nicht gnädig. Sowohl in Eupen als auch in Kelmis herrschte Leere am Straßenrand, was verständlich war bei (sehr) nasskaltem Wetter. Schade für all jene, die Fantasie und Arbeitseinsatz bei dem Entwerfen und Erstellen von Wagen und Kostüme eingebracht haben.

  5. @Pierre2: ob Stimmung aufkommt liegt nicht an den Zugteilnehmern sondern am Verhalten der Zuschauer. Bei uns jedenfalls gab es eine Bombenstimmung trotz schlechten Wetters.
    Und, ob man es will oder nicht, etwas Alkohol gehört dazu, ich habe nicht einen einzigen Zugteilnehmer betrunken gesehen, und was die Musik betrifft war für jeden etwa dabei. Die jungen Leute stehen nicht auf Ostermann und Co, ich übrigens auch nicht, dafür auf Karnevalsmäuse( Hallo Carine…).

  6. Peter Müller

    Ja das Wetter war nicht gut, aber man sieht das in anderen Dörfern der Besuch und die Stimmung besser war. Gestern sehr wenig Leute unterwegs !. Hauptsache die Bierflaschenfraktion mit Disco hatten ihren Spass. So wird Karneval kaputt gemacht. es müssen Änderungen her. Die Wegstrecke ist zu lang. In gewissen Strassen keine Person zu sehen,ist schon frustrierend. Und ein Karnevalwagen der einen Umweg fahren mussten ,weil er zu gross war, ist auch ein Schildbürgerstreich :-)))

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