Politik

Der Fall Karl-Heinz Lambertz ist peinlich für Ostbelgien, am peinlichsten ist er aber für die SP [Kommentar]

Vorstellung der Liste der SP für die PDG-Wahl (v.l.n.r.): Charles Servaty, Antonios Antoniadis, Matthias Zimmermann, Céline Kever und Karl-Heinz Lambertz. Foto: Gerd Comouth

Auch über das lange Wochenende von Christi Himmelfahrt war Karl-Heinz Lambertz, der trotz eines katastrophalen persönlichen Wahlresultats bei der PDG-Wahl vom 26. Mai zum künftigen Präsidenten des Parlaments befördert werden soll, ein großes Gesprächsthema.

Der Fall könnte für Ostbelgien peinlich werden, wenn er es nicht schon ist, weil es einer Gemeinschaft, die im künftigen Belgien eine gleichberechtigte Region sein will, nach außen nicht gut zu Gesicht steht, wenn einer ihrer führenden Politiker wider den Willen des Wählers zum höchsten Repräsentanten der DG avanciert.

Der Fall ist besonders peinlich für die SP, denn es sind die Sozialisten, die bei den Koalitionsverhandlungen darauf bestanden haben, dass Lambertz PDG-Präsident wird, obwohl dadurch ganz klar der Wählerwille mit Füßen getreten wird.

Ausgerechnet Karl-Heinz Lambertz soll den „Bürgerdialog“ in Gang bringen

Antonios Antoniadis stand noch am Wahlabend da als einer, der es schaffen könnte, der starke Mann der SP zu werden. Sein gutes Wahlergebnis deutete jedenfalls darauf hin. Dahinter steht gerade mal eine Woche später ein großes Fragezeichen.

Karl-Heinz Lambertz bei der Vorstellung des Koalitionsabkommens. Foto: Gerd Comouth

Was sich Antoniadis und andere SP-Zöglinge wie Matthias Zimmermann oder Charles Servaty mit ihrem Beharren auf Lambertz als Parlamentspräsidenten geleistet haben, spottet jeder Beschreibung. Das mag zwar rein formal alles legal sein, ist aber eine Ohrfeige für alle Demokraten.

Während in Deutschland Andrea Nahles als Parteichefin und Fraktionsvorsitzende der SPD zurücktritt, wird Lambertz von den Leuten in seiner Partei, die ihm zu ewiger Dankbarkeit verpflichtet sind, wider alle politische Vernunft auf den Thron gehievt. Unglaublich, unfassbar, zum Fremdschämen!

Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) kann sich zwar hinter jene Koalitionsregularien verstecken, die besagen, dass es Sache der Parteien in einer Koalition ist, die Personen für die ihnen zustehenden Ämter zu benennen. In Wirklichkeit aber kann der Fall Lambertz auch ihm als altem und neuem Ministerpräsidenten nicht gleichgültig sein. Dass der Wählerwille derart missachtet wird, schadet auch seinem Image.

Sobald Paasch in seiner Rede das Wort „Demokratie“ in den Mund nimmt, klingt das in den Ohren der Bürger wie Hohn. Und wenn Paasch gegen den Populismus wettert, wird sich jeder fragen, ob nicht gerade ein Fall wie der von Lambertz den Populisten spätestens in fünf Jahren sehr viele Wähler in die Arme treibt.

Richtig grotesk wird es, wenn Lambertz demnächst verspricht, in seiner Eigenschaft als PDG-Präsident den „Bürgerdialog“ in Gang zu bringen. Von welchem Bürgerdialog spricht Lambertz dann? Gibt es noch etwas zu „dialogieren“ mit den Bürgern, wenn der Präsident und seine SP-Freunde deren Wahlempfehlung völlig ignorieren, so als befänden wir uns nicht im modernen Ostbelgien, sondern im alten Ostberlin? GERARD CREMER

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

107 Antworten auf “Der Fall Karl-Heinz Lambertz ist peinlich für Ostbelgien, am peinlichsten ist er aber für die SP [Kommentar]”

  1. Propaganda

    Unglaublich, unfassbar, zum Fremdschämen! Genau das sind die richtigen Worte für diese Unverschämtheit. Dieser Mann hat keine Moral, keinen Respekt vor dem Wähler von dem er eine klare Abfuhr bekommen hat. Er glaubt wohl er wäre der Messias und ohne ihn wäre die DG verloren. Er sollte sich nach seiner Blamage möglichst schnell in den Ruhestand verabschieden und seine sowieso überhöhte Rente kassieren. . Es ist sowieso eine Unverschämtheit das solche Leute das fünfache an Rente bekommen wie ein Arbeiter der 45 Jahre Knochenarbeit geleistet hat und der dann mit einer kleinen Rente leben muß. Kein Wunder das immer mehr Leute sich von der Politik betrogen fühlen. Das ganze ist ein Skandal !

  2. delegierter

    vielleicht überlegen sie nochmal was sie da tun wollen, oder haben sie ihren Eid schon abgelegt ?
    Wenn die sich am Montagmorgen in den Fluren im Parlamentsgebäude begegnen, ist dann ein Pressefotograf da um zuzusehen und festzuhalten ob die sich dann noch in die Augen schauen können ?
    Ich denke jeder öffentliche Auftritt auch nur eines der Wahlverdreher wird zum Pfeifkonzert.

  3. Natuerlich ist das peinlich fuer die SP und DG. Nur sollte man die Sache auch menschlich betrachten. Antonios und Konsorten haben ihren Posten KHL zu verdanken. Das verpflichtet dann zur Gegenleistung. So laeuft es ueberall, nicht nur in der Politik.

    Man kann das ganze auch als einen raffinierten Schachzug der jungen SP Leute deuten. Wohlwissend, das eine PdG Praesidentschaft von KHL auf viel Empoerung stoesst, haben Sie ihn gewaehren lassen. So soll KHL weichgekocht werden und von selber aufgeben. Dann bedarf es keiner Palastrevolte.

    • So soll KHL weichgekocht werden und von selber aufgeben…….. hätte Kalle Anstand und Respekt würde er das tun, wie er selber mehrfach bewiesen hat, hat er das aber nicht….. und ihm fehlen die nötigen Ei.r in der Hose.

  4. Probleme

    Die Angriffe auf die SP und K-H Lambertz sind an SCHEINHEILIGKEIT nicht zu übertreffen, da sehen seine politischen Gegner, vor allen bei der wehleidigen CSP, die Möglichkeit in zu herunter zu machen, bzw. ihm eins reinzuwürgen. Dabei ist es doch das normalste der Welt, dass er deutlich an Stimmen einbüßt, denn bei der letzten Wahl trat er als Spitzenkandidat und amtierender Ministerpräsident an. Die Spitzenkandidaten fast aller Parteien haben deutlich an Stimmen gewonnen, so hat bspw. der SP-Spitzenkandidat eben genau die ca. 2000 Stimmen; die Lambertz verloren hat, gewonnen. Stelle man sich mal vor der ECOLO-SPITZENKANDIDAT wäre Minister geworden, er hat genau 1.151 Stimmen erhalten (wie gesagt als Spitzenkandidat), aber das wäre dann wohl kein Problem gewesen. Er hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mit Kritik rechnen müssen, da er eben nicht die CSP in die Opposition verbannt hat. Herr Lambertz ist einer der fähigsten Politiker die DG je hatte und er sollte sich von den „im Dampfkessel schmorenden Wahlverlierern“ nicht im geringsten beeinflussen lassen.

    • Hanswurst

      Ganz genau, die Vorzugsstimmen von damals als Ministerpräsident und heute können nicht einfach verglichen werden. Noch dazu hat er die heutigen Stimmen ganz ohne diese heutige Socialmededia-Propaganda erhalten.
      Herr Lambertz ist und bleibt eines unserer wenigen Aushängeschilder im In- und Ausland, auf die wir uns wirklich verlassen können. Er hat Verhandlungsgeschick und die nötige Intelligenz, uns zu vertreten. Wer soll ihm da denn nun allen Ernstes das Wasser reichen können? Und wer ihn direkt fragt, wird auch gehört und Antwort erhalten.
      Ich hoffe und wünsche ihm, dass diese Anfeindungen weiter an ihm abprallen, denn dieser dicke Panzer ist nur eine weiter positive Eigenschaft, die er hat. Rückgrat braucht es! Aber nun ja, das Volk kriegt, was es verdient…
      Wartet nur ab, was sein wird, wenn Herr Lambertz mal nicht mehr sein sollte. Die Ostbelgier sind einfach zu verwöhnt! Traurig bin ich aber über den fehlenden Respekt solchen politischen Größen gegenüber. Meinungsfreiheit hin oder her, so manches Mal hält man besser seinen Mund und überlegt zuerst, wem sie das heutige Ostbelgien wirklich zu verdanken haben. Dafür muss man ihn sicherlich nicht mögen.

      • Im Sport würde man sagen, KHL hat den Zeitpunkt seines Rückzugs verpasst.
        Hätte er als intelligenter, kompetenter und arbeitswütiger Politiker, der sich wie kaum ein anderer um die DG verdient gemacht hat, erkannt, dass es Zeit ist, sich aus der vordersten Reihe zurück zu ziehen, hätten dies trotzdem einige Zeitgenossen zum Anlass genommen, ihre Gülle über ihn auszuschütten.
        Leider liefert er ihnen dafür jetzt auch noch die Munition.
        KHL hätte seine Erfahrung auf politischer Ebene noch einbringen können, so wie dies andere Rentner in ehrenamtlicher Funktion auch tun.
        Dass er, seine Partei und die Minderheitsregierung an der Klötzerbahn glaubt, KHL sei als polarisierender Politiker die einzig mögliche und beste Besetzung für das Präsidentenamt, ist ein Offenbarungseid.
        Denn es beschädigt das Lebenswerk von jemandem, dem die Menschen in der DG viel zu verdanken haben. Traurig und tragisch zugleich.

      • Den Ahlen

        Wer Respekt erwachtet sollte auch seinen Gegenüber respektieren, merken Sie sich das!
        Ganz ohne Social-Media-Propoaganda? Ja, genau das! Die SP ist eine Partei, die immer noch auf die Wählerstimmen der Alten und auf die Anerkennung ihrer Dienste aus grauer Vorzeit zählt. Diese alte Wählergruppe, die sich noch an die „gute alte SOZIALISTISCHE PARTEI“ erinnert, stirbt aber so langsam weg oder erkennt, dass die SP nicht merh die gleiche Partei ist wie vor 30 Jahren! Und ausgerechnet diese Partei übernimmt dann den Bürgerdialog? Wird das dann ein Monolog des Parlamentspräsidenten? Ohne Social-Media-Propaganda? Ohne sich mit dem Willen der Bürger auseinanderzusetzen? Lasst sie schonmal reden, diese Bürger, und dann macht man selten Endes doch was man will. Siehe Koalitionsbildung und Besetzung der Posten in der Regierung!
        Wer kann ihm das Wasser reichen? Genau! Alles nur Nullen in dieser Partei und das haben Sie jetzt selber gesagt! Sie sind ein schlechter Mensch! Und wenn Sie sich jetzt aufregen, dann überlegen Sie gut denn ich verwende die Worte des zukünftigen Parlamentspräsidenten!

      • @ Eupener

        Was wollen Sie mit Ihrer Vorzugsstimme wenn es dafür keine bindenden Regeln gibt?
        In funktionierenden Systemen verhilft die Vorzugsstimme populären Kandidaten zu Parlamentssitzen und lässt Unbeliebte aussen vor.Hier ist die Vorzugsstimme Dekoration, Folklore die abgeschafft gehört

        • karlh1berens

          Vorzugsstimmen bilden die Preferenzen des Wahlvolks ab. Daran KÖNNTEN sich die Parteien ORIENTIEREN. Ich habe bei allen Wahlen am 26. Mai per Vorzugsstimme gewählt. Noch besser wäre Panschieren.

        • Dies ist so nicht korrekt. Es gibt diese Regeln.
          Durch die Vorzugsstimmen kann der Wähler Einfluss auf die Reihenfolge der gewählten KandidatInnen nehmen. Wenn nämlich die Kopfstimmen für das Erreichen der benötigten Wählbarkeitsziffer aufgebraucht sind, sind die Vorzugsstimmen für die Benennung der gewählten Kandidatinnen maßgeblich.

      • Walter Keutgen

        Eupener, EdiG, karlh1berens,

        Ist es doof nur eine Vorzugsstimme zu geben? Nun, die sozialistischen haben durchschnittlich, wenn sie nicht Kopfstimme gewählt haben, 2,75 Kandidaten angekreuzt. Die bindenden Regeln gibt es seit Jahrzehnten, sind leicht zu Ungunsten der Kopfstimmen, die einige ganz abschaffen wollen, verschoben worden. Das belgische Wahlsystem als nicht funktionierend zu bezeichnen, ist schlicht eine Frechheit. Die Parteien haben sich nicht an die Stimmen zu „orientieren“, um zu bestimmen, wer gewählt ist, sondern das bestimmen schlicht und einfach die Zahlen.

        Im Fall der SP hat die Liste mit insgesamt 5.820 Stimmen 4 Sitze erreicht. Zuerst füllt man die Stimmenzahlen der Kandidaten mit Kopfstimmen auf, bis dass sie 5820/(4+1)=1164 erreichen. Dafür darf man aber nur die Hälfte der Kopfstimmen benutzen: 895/2=448. Der erste Kandidat in der Reihenfolge der Liste, der nicht 1164 erreicht hat, ist Céline Kever, sie hatte 551 Vorzugsstimmen und erhielt die 448 Kopfstimmen, was 999 ausmacht. Die 4 gewählten Kandidaten sind in der Reihenfolge der Stimmen: Antoniadis (2.796 Stimmen), Stoffels (Listenletzter, 1.282), Kever (999), Lambertz (973). Ohne die Verteilung der Kopfstimmen wäre Charles Servaty statt Céline Kever ins Parlament gezogen.

        • karlh1berens

          Seit wann gilt die Regel, dass man nur die Hälfte der Kopfstimmen zum Auffüllen gebrauchen darf ? Soviel ich weiß galt das jedenfalls in 2006 nicht. Mir war das damals (und heute auch noch) aber ziemlich egal. Aber natürlich haben Sie grundsätzlich Recht !

          • Walter Keutgen

            Schon möglich, dass es 2006 anders war. 2014 denke ich nicht. Wie geschrieben, einige wollen das Auffüllen mit Kopfstimmen abschaffen. Deshalb wird laufend daran geschraubt. Die Hälfte kommt daher, dass man die andere Hälfte für die Ersatzkandidatenliste braucht. Bei der DG-Wahl gibt es diese nicht. Zu bedenken ist auch, dass, wenn man das Auffüllen abschafft, eine Kandidatin zu Gunsten eines Kandidaten rausfliegt. Auch bei CSP und ProDG. Man müsste wohl eine andere Regel zu Gunsten der Frauen erfinden. Interessant ist auch, dass – für Sozialisten untypisch – es wenige Kopfstimmen gegeben hat. Für die SP-Liste haben offenbar viele Wähler genau für einen Kandidaten gestimmt. Siehe Link unten.

  5. Ming Sching sin fing

    Le GrÖmatz
    Richtig Herr Cremer.
    Ich bin bei weitem nicht mit jedem Ihrer Leitartikel einverstanden, aber in diesem Fall muss es einfach so sein dass der schreibenden Stift die Macht ausübt.
    Es gibt hier sicherlich den schlauen Historiker der meinen Kommentar entsprechend belegen kann.
    Lassen Sie sich auch nicht alternden, debilen Kartenhäusern aus dem Norden der Republik umpusten.

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  7. Tschüss!

    Guter Kommentar von Ihnen Herr Cremer. Die Felle schwimmen dem Lambertz davon!? Er war bisher, d h vor den Wahlen eine komplette Fehlbesetzung. War lange Zeit ausser Haus und nicht präsent hier vor seiner Haustür. Dagegen übereifrig in anderer Rolle! Eine die ihm nicht vom Volk aufgetragen war. Aber in der er sozusagen sich Hervortun konnte! Er verbarg sich hinter den Buchstaben E U. Aber auch das brachte ihm keine Stimmen mehr, Nein, gerade das Gegenteil geschah.
    Das musste doch den Kupplern zu denken geben!? Aber auch hier geschah das Gegenteil. Sie beschenkten sich gegenseitig, und jeder bekam ein grosses Stück der Sahnetorte. Alle dachten sich:
    der Bürger wird das schlucken!? Auch da war das Gegenteil der Fall!
    Der Bürger wird immer wählerischer bei den Wahlen! Und das ist auch Gut so!
    Leider profitieren oft die Falschen davon, sprich Linke und Rechtspopulisten!
    Den Traditionsparteien laufen die Kunden davon! Selber schuld! Die sich so nennenden Führungsleute nehmen für sich in Anspruch die Allwissenden und Alleskönner zu sein!?
    Das Resultat deren Wirkens ist jedoch Fakt und Mass gebend!
    Wie dieses in unserm Lande aussieht weiss ja jeder. Da müsste dringendst was passieren!
    Und zwar an der Wurzel des Übels! Die Schuldigen sollten Platzverweis erhalten. Neuanfang! Mit viel weniger an den sich so Nennenden Alles Wissern, dafür mit viel Besseren und Könnern!
    Die gegenteilig der Machtgier und Vielverdienen, sich eher das Wohl des Bürgers vor Augen halten.
    Posten und Pöstchen dienen alleine dessen Erfindern. So wie hier gesehen in letzten Tagen.
    Herr Lambertz sollte seinen Hut nehmen. Seine Zeit ist vorbei. Auch wenn er selber es nicht wahrnehmen will! Gerade dieses ist eine Seuche bei den Leuten. Sie meinen sie wären unersetzlich?

  8. Politikmüll

    Hoffentlich vergisst das Wahlvolk nicht die letzte Woche. Schämendswert ! Liebe Mitbürger, gebt diesen 3 Parteien keine Stimme mehr. Ich persönlich hoffte das es bei den nächsten Wahlen eine ist belgische PTB gibt.

  9. Ein Roter aus dem Göhltal

    Sie schreiben die blanke, sehr schmerzliche Wahrheit Herr Cremer.
    Lambertz sollte sich ein Beispiel an seine Genossin Frau Nahles nehmen:
    In Würde abtreten ehe es zu spät ist. Zu spät für ihn und die Sozialisten.

  10. Mundtot machen

    Ich möchte noch eines hinzufügen: Karl-Heinz Lambertz ist, unabhängig von seinen Wählerstimmen, einfach absolut ungeeignet für diese Position, da ich keine unparteiischere Person als Karl-Heinz Lambertz kenne und Unparteilichkeit die oberste Tugend des Parlamentspräsidenten sein sollte.

    Meines Erachtens besteht die Überlegung, dass die Oppositionsparteien durch Karl-Heinz Lambertz mundtot machen können und da er nicht nochmal antritt, muss er seine Funktion nicht pflichtgemäß ausüben.

    • Ich vermute, dass Sie eigentlich nicht KHL die absolute Befähigung für diese Position zuschreiben wollten. Wenn Sie dann Ihren Text überlesen, könnten Sie auch im zweiten Absatz einiges sortieren.

      • karlh1berens

        Ihr Vorposter bezieht sich auf die KERNAUSSAGE von Cremer : Lambertz ist die DENKBAR schlechteste Personalie für den Posten des PARLAMENTSPRÄSIDENTEN.
        Wenn Lambertz denn unbedingt irgendwo rein muss : Schafft doch einfach einen NEUEN Posten für Ihn. Wie wär’s zum Beispiel mit dem FÜNFTEN Minister. Da böte sich das Minsterium für Gemeindeaufsicht an : Das hat er a) schon mal (schecht) gemacht, könnte b) also genau da weiter machen wo seine miserable Vorgängerin aufgehört wurde, c) den Ministerpräsidenten ordentlich entlasten und d) die bösen CSP-Bürgermeister so richtig kujonieren, was, ehrlich gesagt, der Eine oder Andere sicherlich verdient hätte
        ( ͡° ͜ʖ ͡°)

  11. Johann Klos

    Werte Leser diese Debatten sind nicht zielführend. Wenn man wie Herr Lambertz von “ Eierlosen Genossen “ umringt ist fehlt einem einfach der Weitblick. Der Haufen macht Schicht schon in die Hause wenn sein Wagen aus der Ferne zu sehen ist.

    • @ EdiG

      Das totgerittene Zwergponny wird so lange aufgesattelt, bis die sich der rechte Fliegenschwarm daran ausreichend erregt und gelabt hat. Während dessen wird ordentlich Umsatz gemacht. DAS ist das Geschäftsmodell.

      Man wird aber in wenigen Wochen merken, dass das Leben weiter geht. Dass auch weiter morgens die Sonne aufgeht und abends wieder untergeht. Ob sie merken, dass sie einem Scheinriesen gefolgt sind, weiß ich nicht. Wahrscheinlich eher nicht, denn sie hätten es schon längst merken müssen. Aber Wut und Hass machen blind.

      Gott sei Dank lassen sich die Bürgerinnen und Bürger nicht von solchen Kapriolen irre machen. Deshalb macht eine gute Regierung weiter, nachdem sie ein entsprechendes Mandat durch die Wählerinnen und Wähler erhalten hat.

      • Jockel F.

        Da haben wir’s wieder. Die Kritiker der Personalie Lambertz sind Fliegen, Geschmeiß, Ungeziefer. Es ist doch immer wieder schön, wenn Bessermenschen wie Sie sich in Ihrer moralisierenden Überheblichkeit als das entlarven, was sie wirklich sind.
        Wie sieht’s eigentlich mit dem Umsatz der Greta-Kampagne aus? Ist der auch so schändlich?

        • Da haben wir’s wieder. Die Kritiker der Personalie Lambertz sind Fliegen, Geschmeiß, Ungeziefer

          @ Jockel F.

          Wo steht das denn? Ich finde nur das dieses Thema mittlerweile so ausgewalzt ist das Sie und Ihresgleichen Platz und Zeit genug hatten um Ihren sinnlose Wut unterzubringen.
          Das Volk hat gewählt, die Sitze im Parlament sind verteilt und die Parteien haben Ihre Kandidaten für die Ämter benannt. Wenn irgendein Schwachmat meint das es eine Zweitstimme (hier Vorzugsstimme genannt) braucht und vergisst bindende Regeln dafür aufzustellen, wie es in Österreich und den Niederlanden praktiziert wird, ist diese Zweitstimme schlicht überflüssige Spielerei um Leuten wie Ihnen einen Grund zum Volkszorn zu geben.

  12. Mario Mausen

    Wie so oft… Ein alter Mann der nicht einsehen will dass seine Zeit abgelaufen ist. Mit nur 900 Stimmen unser erster Mann, unser Aushängeschild in der DG sein zu wollen ist nur noch peinlich !!!!! Und ich glaube nicht dass Karl Heinz Lambertz geeignet ist den Bürgerdialog voranzutreiben. Kann ein Mann, der schon einen roten Kopf bekommt wenn die Opposition im Parlament ihm unangenehme Fragen stellt, die Meinung der einfachen Bürger überhaupt ernst nehmen oder akzeptieren??? Ein guter Ratschlag an dich Karl Heinz, trete zurück, und spende die Hälfte deiner (meiner Meinung nach zu hohen) Pension für wohltätige Zwecke, dann kannst du nochmal erhobenen Hauptes durch Ostbelgien spazieren gehen….. Noch ein Wort an Herr Cremer… es wird meiner Meinung nach zu schnell von Populismus gesprochen… Aussagen wie „das System muss geändert werden“, „die Politiker müssen bodenständiger werden“ oder „alles auf Kosten des kleinen Bürgers“ entsprechen der Wahrheit und haben meiner Meinung nach nichts mit Populismus zu tun. Politiker sprechen sehr schnell von Populismus wenn sie keine Antworten auf unbequeme Fragen geben möchten!

    • „Aussagen wie „das System muss geändert werden“, „die Politiker müssen bodenständiger werden“ oder „alles auf Kosten des kleinen Bürgers“ entsprechen der Wahrheit und haben meiner Meinung nach nichts mit Populismus zu tun.“

      Der „kleine Bürger“ (alternativ auch gerne als „kleiner Mann“ bezeichnet) bleibt weiterhin Populismus pur. Mit diesem Begriff wird eine Trennlinie angedeutet, niemals definiert, damit jeder sich nach „oben“ hin abgrenzen kann. Karl Marx war da mit Arbeiter und Bauern ehrlicher.

      Der Ruf nach dem „bodenständigen Politiker“ schlägt in dieselbe Bresche; er soll auf diese Seite der Linie. Politik als Wissenschaft oder Anstreben des Machbaren hat für Populisten ausgedient; ehrenhaft ist nur noch der Politiker mit der physischen oder rhetorischen „Mistgabel“.

      Somit hat auch die Politik der kleinen Schritte, sprich des Machbaren, ausgedient; wer nicht auf „dieser“ Seite der Linie steht, ist Teil des „Systems“.

  13. Franz-Josef Heinen

    Mir scheint OD etwas CSP-lastig zu sein. Wie wäre es denn, Herr Cremer, wenn Sie sich journalistische Unterstützung besorgen würden. Es gibt doch bestimmt in Ostbelgien oder in den OB umliegenden Gemeinden genug „Spitze Federn“, die dann etwas mehr Farbe in die journalistischen Artikel und Kommentare bringen.

    • Ein geneigter Leser

      Und mir scheint, das Sie Herr Heinen ein etwas geneigter Fan vom Oli sind? Habe nichts dagegen, aber dann auch reell und kritisch!? Selbst Sie sollten zugeben können das von der Seite nicht alles sauber und Volksnah gelaufen ist in der vorigen Woche!? Dieses Unding ist irreparabel, und wird noch lange triste Spuren hinterlassen! Ob die Federn spitz sind? Jedenfalls wurden sie gerupft!
      Mal abwarten, da wird noch etwas nachkommen. Hoffenlich!?

    • @Franz-Josef Heinen: Muss man einem Altliberalen wie Ihnen noch in Erinnerung rufen, dass die CSP schon seit 20 Jahren in der Opposition ist und nicht gleichzusetzen ist mit SP und PFF, die seit einer Ewigkeit trotz Wahlniederlagen immer an der Macht sind. Es ist doch normal, dass die Medien in erster Linie die Regierenden kritisieren, vor allem dann, wenn die Regierenden das Wort des Wählers einfach ignorieren.

  14. Was stört es denn eine sozialistische Eiche wenn sich OD-ein Schreiberling daran reibt ?
    Lambertz ist der fähigste Politiker den die Dg je gehabt hat und OB soll froh sein, dass er weiter zu unserem Wohl arbeiten möchte.

    • Walter Keutgen

      Schade, Herr Cremer schreibt: „Antonios Antoniadis stand noch am Wahlabend da als einer, der es schaffen könnte, der starke Mann der SP zu werden. Sein gutes Wahlergebnis deutete jedenfalls darauf hin. Dahinter steht gerade mal eine Woche später ein großes Fragezeichen.“ Sie schreiben: „Antonios, wo bist Du“.

      Aber, aber, Herr Antoniadis behält seinen Ministerposten, der doch praktisch viel wichtiger als der Parlamentspräsidentenposten ist. Außerdem hat er dort Erfahrung gesammelt. Sind Sie und Herr Cremer etwa Befürworter der Bäumchen-wechsele-dich-Politik?

  15. Mit Verlaub...

    … Herr Cremer, Ihnen scheinen die Gesprächsthemen auszugehen! Wenn Sie das bis zu den nächsten Wahlen durchziehen wollen, wird es langweilig! Und doch werden Polter-Balter und eine Kraft-lose CSP in Ermangelung anderer Themen sie im Hintergrund weiter kräftig unterstützen…

  16. Die SP hatte nie eine Bedeutung in OB aber KHL hatt früh erkannt welches Machtinstrument der „lange Arm“ nach Namur und Bruxelles darstellt. Die PDB konnte auch aus eigener Kraft niemals Regierungspartei werden. Also wurde ein Pakt wie bei der Mafia geschlossen. KHL bot den „langen Arm“ und die PDB die Wählerstimmen. So wie die Mafia auch immer Strassendealer braucht bedient man sich wahlweise der PFF oder ECOLO um den Handel rund zu machen. Das eigene Wahlergebnis hat KHL noch nie interessiert, das ist immer schlecht, was zâhlt ist der Draht zum roten Paten in Namur. Aber welcher Wähler durchschaut schon solche Spielchen

  17. Ein Schelm

    Jeder andere ist froh wenn er das Rentenalter erreicht hat und freut sich über die neugewonnen Freiheit! Nicht so in der Politik, die alten können einfach nicht zeitig übergeben, nein ich bin über WICHTIG noch 5 Jahre! Oder ist es so das es gar keine richtige ARBEIT ist und man nur kassieren will, und die netten Vorzüge genießen will

  18. Sozialkritiker

    Karl-Heinz Lambertz hat zweifellos seine Verdienste. Er war 15 lange Jahre ein sehr guter MP.
    Karl-Heinz Lambertz hat unsere heutige Autonmie umsichtig vorangetrieben.
    So wird er auch als Parlamentspräsident fur die DG sehr gut sein.

    • abendland

      die DG-autonomie vorantreiben heisst vor allem, dass bürokratie aufgebaut und ausgebaut wird, dass noch mehr pöstchen geschaffen werden. dass heisst, dass „unsere“ politiker noch mehr selbstbeweihräucherung inhallieren und wir die ganze sch…. schöne neue welt noch mehr erdulden müssen. vetternwirtschaft lässt grûssen, ich fühl mich schon teilweise wie in griechenland. ob die dotationen hoch genug sind?
      nein danke, lambertz, er wäre besser gewesen, du hättest weniger gemacht.

  19. DG Vorantreiben mit Nebenjobs???

    Sein Weihnantsgeschenk vom Oli ist doch nur Attrappe!? Der Mann ist demnächst sowieso nur mehr für die EU auf Achse! Da kriegt er noch den „roten Teppich“ aufgerollt!? Hier bei uns ist er ausgebotet!?
    Der hat uns in letzter Legislatur doch nur um die Nase rum geführt! Mehr als die 1/2 der Zeit auf E U Kirmesrunden unterwegs. Wir mussten das alles mit bezahlen!? Und dann noch von Vernetzen schafeln?
    Time ist over Herr Lambertz! Das Volk ist es satt, Herr Paasch wo bleiben ihre Reaktionen?

  20. Bürgerdialog?

    Echt jetzt? Ausgerechnet Lambertz für Bürgerdialog? Das ist ja fast so witzig, als wenn er einen unbezahlten Sonderauftrag eines Ministers annehmen würde um in Zukunft als Pensionär seine Erfahrung und Kontakte positiv für die DG einzubringen…. also Humor hat der Mann wirklich- Gespür für den Bürger definitiv nicht!

  21. Ein Roter aus dem Göhltal

    Eine wichtige Erklärung der Krise, in die Lambertz ganz Ostbelgien hinein zieht, lautet: Er hat keine echten Freunde mehr. Wenn er sie hätte, würden sie ihm längst in aller Ruhe und bester Absicht davon überzeugt haben, auf seine irren Ansprüche auf das höchste Amt zu verzichten. Es stellt sich allerdings bei seiner Machtgier die Frage, ob er je echte Freunde hatte. Bei den Sozialisten kenne ich keinen, doch sollte man vielleicht ein Mal Ferdy Dupont oder Marcel Lejoly fragen, wenn sie nicht längst diesen „Genossen“ aus ihrem Gedächtnis gestrichen haben. Edmund Stoffels muss aus Parteidisziplin noch schweigen. Gerd Völl ergriff die Flucht. Der beste Zeuge für die Unverfrorenheit von Lambertz ist der leider zu früh verstorbene KD Michaelis, der sich nicht scheute, trotz beruflicher Bedrohung, dem Despoten Paroli zu bieten.
    Die Sozialisten werden Jahre brauchen um sich von diesem Regime zu erholen.

  22. Ab drei...vier!

    Des Volkes Seele kocht! Der Lambertz hat es diesmal übertrieben! Der Mann muss weg. Ohne wenn und aber. Und dann wundern die sich noch das die Leute nicht mehr wählen gehen? Selber Schuld!
    Daher, ab mit den Fehlbesetzern, und Neue Richtige! Vergesst nicht die Teilnehmerzahlen drastisch zu senken! Viel zu viele Hühner sitzen in den Nestern, und füllen sich die Kröpfe, bis das der Hals zu dick wurde…und platzte!

  23. Auf dem Traumschiff mit Kalle

    Liebe Freunde im Kampf gegen Lambertz!
    Lasst dem Gierigen etwas Zeit. Ihr wisst doch, in Weißglut wird er nur noch bissiger. Mit Zornesröte sieht er, außer sich selbst, nur noch „schlechte Menschen“. Ohne Chauffeur kann er nicht mehr leben. Grabesstille wie im Senat puscht seine Ansprüche. Ohne Spesen kauft er sich nicht mal eine Tüte Fritten. Er möchte doch so gerne einmal mit Väterchen Paasch nach Siebenbüren reisen.. Gäbe es in der SP noch einen Kritiker müsste er wieder zum Schlächterbeil greifen. Nur noch fünf Jährchen… falls er nicht doch noch gebraucht wird.

    Gönnt dem Abgewählten eine Atempause, so dicke musste die Strafe ja nicht unbedingt ausfallen, wenn ihm auch Volkesstimme immer schnuppe war. Lasst ihn mal einige Tage durchatmen und auf den Blick in Cremers Untergrund-Blog verzichten. Vielleicht tritt er dann zur Nacht auf seinen Schönefelder Balkon und erkennt, dass die Sterne noch viel höher funkeln als seine Forderungen. Vielleicht greift er dann in sein zensiertes Krautgarten-Archiv und liest sanfte Kartheuser-Poesie. Vielleicht blättert er in den „Lebenserinnerungen“ von Derwahl und überschlägt schnell die ihm geltenden Seiten.

    Vielleicht setzt er sich aber auch hin und schreibt seine Memoiren. Der Titel „Viel Feind viel Ehr´“. Zum Rücktritt bereit, mit Lobeshymnen seiner Opfer überschüttet, greift er zum Griffel. Endlich von allen Posten befreit, endlich ein guter Mensch, endlich vom Volk geliebt. Es ist zu schön um wahr zu sein.

    • Hop Sing

      Was hat dies noch mit korrekter Darstellung zu tun. Jeder, der einmal zu kurz kam, schüttet kübelweise Dreck über KHL. Ich würde mir das an seiner Stelle nicht so einfach bieten lassen. Auch er hat ein Recht auf moralische Integrität.

      • Früher Bus

        Die moralische Integrität sei Herrn Lambertz keineswegs abgestritten.
        Doch sollte er zunächst einmal als Vorbild politische Moral gegenüber
        der Bevölkerung und vor allem der Jugend beweisen.
        Niemand möchte Dreck über ihn schütten, doch provoziert
        er mit seinen Anmaßungen selbst den heftigen Zorn der Bevölkerung.

  24. Eastwind

    @Hop Sing: Das schreibt der Richtige. Wenn jemand mit Dreck wirft, dann Sie. Hat OD nicht kürzlich einen Ihrer Kommentare löschen müssen? Sie täten gut daran, mit Vorwürfen an andere etwas vorsichtiger zu sein.

    • Hop Sing

      „Wer im Glashaus sitzt…..“.

      Wer die Plenardebatte gesehen hat, wo KHL Balter als schlechten Mensch bezeichnet hat, soll sich die bösartigen und unfairen Angriffe Balters gegen die Sozialisten allgemein und gegen KHL und Antoniadis im Besonderen anschauen : Aktion und Reaktion.

      Was mich hier stört, ist die Tatsache, dass Gerard Cremer die Zeichen der Zeit erkannt zu haben glaubt, um einen Generalangriff gegen KHL zu inszenieren und diesen endgültig von der politischen Bühne zu verbannen. Man sollte die Rechnung natürlich nicht ohne den Wirt machen.

      Alle Wähler und Mitläufer von der CSP und von Vivant sollten sich mal ehrlich die Frage stellen, warum keine der drei Mehrheitsfraktionen mit ihnen koalieren will. Eine Weile der inneren Einkehr und Analyse dürfte reichen.

    • Mit Verlaub...

      … aber was will man mit Balter? Er hat doch klar gesagt, dass er nur eine Koalition mit einer Partei eingeht, die seine Ideen übernimmt… Der will doch nur stänkern, zu vernünftiger Politik oder Kompromissen ist er nicht fähig und nicht willens. Wenn der kreative politische Arbeit machen müsste, wäre er schnell überfordert!

  25. Parteiloser

    Mal ehrlich, dass jetzt, NACH den Wahlen so mit der „dicken Bertha“ vorzugsweise auf KHL geschossen wird, erschließt sich mir nicht wirklich und zwar aus folgendem Grund : VOR den Wahlen konnte man
    dem „gemeinen Volk“ durchaus entnehmen, dass es an der Zeit wäre, der ehemaligen( und jetzigen) Mehrheit einen „Denkzettel“ zu verpassen. Das ist aber nicht geschehen! Auch wenn die SP und vor allem die PFF Stimmen beim „Wahlvolk“ eingebüßt haben, hat es nicht für eine wirkliche „Bestrafung“
    der amtierenden Mehrheit gereicht, da sie immer noch 13 von möglichen 25 Sitzen im PDG inne hat, ergo, viele Wähler/Innen doch keinen Umschwung wollten!
    Denn, um die alte und neue Mehrheit zu „kippen“, hätten die CSP, Vivant und Ecolo noch massiver gewählt werden müssen, auch wenn ein wenig Pech dabei war, wie beispielsweise für Vivant wegen einem knappen Dutzend fehlender Stimmen der vierte Sitz vorenthalten blieb. Aber jetzt ist eben die Mehrheit die Mehrheit und die „Beute“ (Wahlsieg/Postenvergabe) wird nun mal von den „Raubtieren“ nach deren Vorstellungen praktiziert und dass dabei dem „König der Löwen“ ein großes“ Stück Fleisch“ (Parlamentspräsident) zufällt, ist bei Raubtieren nichts Ungewöhnliches sondern Usus. Ob das „gemeine Volk“ dieses Vorgehen nun gutheißt oder nicht, interessiert die Protagonisten nach der (Q)Wahl so wie so nicht mehr! Der Mohr hat seine……..Sie wissen ja……..Und außerdem : Wenn eine andere neue Regierung „Einzug“ gehalten hätte, beispielsweise die CSP mit Ecolo, Vivant? und/oder noch einem der „virtuellen Verlierer“aus der alten und neuen Mehrheit , könnten wir nicht spätestens nach 2 Legislaturperioden – sprich 10 Jahren – wieder so eine ähnliche Diskussion/Situation wie jetzt führen , von wegen Klüngel, Machtgier, Sesselkleber usw.? zwar alles hypothetisch, aber auch nicht auszuschließen

    • Ihre Sicht der Dinge kommt aus der roten Ecke! Allerdings sieht der Bürger es aus seinem Blickwinkel. Die Regierung wurde abgestraft, keine Frage! Und Wahlverlierer sollten in Demut das aktzeptieren!
      Und nicht sich danach die besten Nistplätze zusammen bauen! Das wollte der Wähler sicher nicht!
      Im Eiltempo wurde der Bürger veräppelt und betrogen.
      Und gerade der Lambertz hätte Demut zeigen sollen, und seinen Hut nehmen!
      Das tat er nicht! Sein Wirken wird stark in Frage gestellt!? Er reist in Europa herum, um zu vernetzen!? Der Bürger fragt sich: was vernetzt der wohl? Der verhaspelt sich noch in dem Netz? Was nützt dem Ostbelgier das Netz? Für wen vernetzt der Mann sich? Was bezweckt der mit dem Netz? Was kostet das vernetzen dem Belgischen und auch Ostbelgischen Steuerzahler? Was soll das ganze?
      Der alte Mann und das Netz. Das wäre ein schöner Romantitel. Mehr nicht!? Er sollte sich zur Ruhe setzen. Wir werden in nicht vermissen.

    • Ferdy Lejoly und Marcel Dupont

      Die Partei und ihr Minister wissen das sehr gut. Sie stehen am offenen Grab
      und spüren jeden Tag mehr, wie der Unbelehrbare sie mit hinab zieht.
      Sie wissen auch, dass ihm das egal ist. Wir stammen aus Familien von
      Altsozialisten und sind entsetzt wie unsere Ideale von diesem Mann verraten
      werden. Ist da denn keiner in Fraktion und Vorstand, der endlich sein
      Maul aufreisst?

  26. Parteipolitik

    Zur Wahl stellt sich jede Partei alleine und jede Partei muss Ihre eigenen Konsequenzen ziehen bzw im Erfolgsfall Ihre Leute für die jeweiligen Ämter bestimmen. Die Ressorts werden im Koalitionsvertrag ausgehandelt, die Besetzung erledigen die jeweiligen Parteien intern. In diesem Fall musste wohl die PFF auf das Präsidentenamt verzichten aufgrund der Wahleinbussen und das Amt ist der SP zugefallen. Die SP hat somit Lambertz als Parlamentspräsidenten nominiert, weder PRODG noch PFF hatten da Mitspracherecht. Man kann sich an der Personalie Lambertz reiben, zu Recht oder Unrecht sei dahin gestellt, da es Argumente dafür und dagegen gibt, allerdings sollte man das bei der SP bzw Lambertz direkt anmerken und nicht eine komplette Regierung diesbezüglich angreifen.

  27. Das nervt..

    K-H Lambertz ist mittlerweile so abgehoben,der hört auf keinen mehr .. er merkt nicht einmal dass er seiner eigenen Partei extrem schadet… liebe SP ihr könnt eure Partei nur durch einen “ Putsch “ gegen KHL retten..
    Ansonsten haben die jungen Leute in der Partei keine Chance sich in den nächsten Jahren zu entwickeln… ohne Leute mit Profil könnt ihr die nächsten Wahlen vergessen ..
    Die Sozialisten sind ja so gegen die Rente mit 67.. KHL sollte mit guten Beispiel voran gehen und in Rente gehen er ist ja schon 2 Jahre überfällig

    • Möderscheider

      Das will er eben nicht, in Rente gehen!? Denn desto länger er dabei ist, desto saftiger wird diese!? Hier die Appelle der Kommentaristen wegen der Rentenauskünfte der Politiker bleiben auch unbeantwortet!?
      Bestimmt darum, weil es ein sehr heisses Eisen ist?
      Man munkelt das es deren in der Gegen gäbe die nicht weit von sage und schreibe fast 10.000 Euros bekämen, in Worten: Zehntausend Euros !?
      Das wäre ja fast wie Raub am Volke?! Oder meint ihr die hätten das wirklich verdient!?

  28. Die armen Roten

    Johann Klos weiß wovon er redet, wenn er schreibt, dass die SP-Genossen schon die Hose voll haben wenn sie nur den Dienstwagen von Lambertz sehen. Die kann man alle zum Volkskongress nach China ausfliegen, da würden sie auch klatschen. Das ist keine Partei sondern eine Gefolgschaft. Der junge Zimmermann wurde vom großen Vorsitzenden nach einem „Härtetest“ ausgewählt und schweigt. Der brave Antonios wurde von ihm streng erzogen, er schweigt noch mehr. Der echte Sozialdemokrat Edmund Stoffels beisst sich die Lippen wund und schweigt unter Schmerzen.
    Dabei wäre es so einfach, wenn Lambertz Gelassenheit und etwas Demut walten ließe. Seine Sozialisten würden aufatmen, die
    Bevölkerung seine Einsicht begrüßen, seine Gegner Ruhe geben und die Knappi-Koalition erleichtert starten.

    „Mit uns geht die neue Zeit“, heißt es in der alten Sozi-Hymne. Aber nur wenn Lambertz nicht den Weg versperrt.

    • Johann Klos weiß wovon er redet,

      @ Die armen Roten

      Darum hat er auch nicht, wie er gerne von Anderen einfordert, den Aufstand geprobt sondern den Schwanz eingekniffen und das Weite gesucht.

  29. treesche

    Das System Lambertz ist ein Spiegelbild für die „OSTBELGIENPOLITIK“. Mit
    Demokratie haben die Koalitionsparteien scheinbar nicht viel am Hut. Auch in der Mathematik haben anscheinend einige Koalitionäre gefehlt. Eigentlich müssten die Posten proportional anders vergeben sein. Auch sind hier einige, die ihren Zenit überschritten haben. Der zukünftige wiederkehrende Parlamentspräsident ist definitiv schon 10 Jahre überfällig. Auch sind diese übertriebenen Autonomiegedanken einfach nur Realitätsfern. Wer soll das bezahlen? Irgendwann fliegt uns dieses DG-Konstrukt um die Ohren. Der Belgische Staat kann irgendwann diese Ministerien nicht mehr bezahlen. Dann wird der Finanzhahn zugedreht. Wie soll Ostbelgien Lambertz loswerden. Er brauch eine neue Beschäftigung im Unruhestand. Vielleicht ein Museum….. ganz auf die Person zugeschnitten?

    • Mehr SCHEINEN als SEIN!

      Genau so ist es! Die haben da was erfunden, um einzig und allein wie die Maden im Speck herum zu kriechen!
      Einen solchen Haufen an Amateur Politiker, denn grösser sind sie nicht für unsere Mikrogegend!?
      Da hätte EIN EINZIGER MINISTER, oder meinetwegen Ministaatspräsident es redlich getan für unser Minihäfchen zu regieren.
      Jedoch die haben so richtig drin gehauen! Überparteilich natürlich, und wie gehabt wenn es um die Posten geht!
      Wir können den Pomp all bezahlen!

    • Eva - Maria

      @ treesche ,richtig wie sie schreiben “ irgendwann fliegt uns diese DG Konstruktion um die Ohren “ und wer soll diesen Unfug alles bezahlen . Auch richtig wie sie schreiben , der Präsident ist längst überfällig .Aber überfällig sind noch mehr solche nimmersatte Profitören , die es nicht lassen können neben einer HOHEN Pension sich ebenfalls noch an Steuergeldern zu bereichern. Wo führt dieser Zirkus uns noch alle hin ?

    • Auf flämischer Seite wird sehr deutlich – und dank entsprechender Wahlerfolge mit einiger Aussicht auf Erfolg – eine weitergehende Trennung bzw. Konföderalismus für Belgien gefordert. Diese Entwicklung war schon recht lange abzusehen. Eine 4. Region, sprich noch mehr Autonomie, ist Bestandteil dieser Diskussion (und letztendlich auch logische Konsequenz).
      Die Finanzierung dieser 4. Region wird mit Sicherheit dann nicht Problem eines belgischen Staates sein.
      Sollte da etwas um die Ohren fliegen, müssen eben andere Optionen in Erwägung gezogen werden.
      Mit Sicherheit bleibt die Alternative, die Einheit des belgischen Staates zu beschwören, der flämischen Seite in den Rücken zu fallen bzw. diese zu provozieren. Dann werden wir als das enden, was wir heute schon sind: Teilgebiet der Wallonie. Da werden uns relativ zügig noch ganz andere Dinge als nur die Finanzen um die Ohren fliegen.

  30. Robinson Crusoe

    Zum Vergleich: Über Trump, Merkel und Nahles liest man beim GE-Kommentator lange Lappen.
    Über Paasch, Lambertz und Kartheuser kein Wort.
    Das nennt man Staatspresse. Wer wissen möchte was läuft, muss auf OD klicken.

    • Künstler albert

      Mein lieber@ Robinson , was meinst du was diese übergeschnappten Politiker , gaaaanz besonders die alten Profitören in diesem “ Staatsgefüge “ OD hassen . Es ist absolut nur zu begrüssen , das es dieses Forum gibt . Das Grenz – echo ist doch nur ein domestik dieses Clsn . Jeder sieht doch ein das dem Chefredakteur die Hände gebunden sind , andernfalls würde der rote kotzbrocken kurzen Prozess mit diesem ehemaligen “ lehmkauler “ machen . Es bleibt noch in bester Erinnerung , wie es Herr Cremer erlebt hatte , mit seinen Artikeln , die absolut der Wahrheit entsprachen und berichtete wie es dort vonstatten ging .

    • Sie haben aber schon davon gehört, dass die meisten Menschen von der Hand in den Mund leben? Von Krediten erstickt werden? Nur um Haaresbreite am persönlichen Konkurs vorbei schrammen? Von sozialer Stütze leben? Den Gang zum Arzt wegen der Kosten scheuen? Ja, das alles bei uns.
      Dass die Arbeitslosigkeit hier niedrig scheint, ist keine Zukunftsgarantie. Die Zukunft, für Alt und Jung, ist sehr, sehr brüchig…
      Noch packt die Mittelschicht das Ganze aus eigener Kraft, aber viele leben über ihre Verhältnisse, auch des Status wegen.
      Letzten Endes leben wir weniger in einer Sozial- oder Kulturgesellschaft, sondern in einer Konsumgesellschaft. Der einzige Weg dort raus, in eine bodenständige, wertesichernde Gesellschaft ist die Rückbesinnung auf fundamentale Werte: Familie, Bürger- und Gemeinsinn, Arbeit, Glaube (ja, Glaube, wobei es jedem frei steht zu glauben, was er möchte).
      Das sind Werte, die ein Minister (das Wort bedeutet übrigens Diener) vorleben könnte. Was natürlich Einschnitte in Vorzüge bedeutet. Oder einfach ausgedrückt: Verzicht.

      • Hermann B.

        Das hört sich stark an nach grüner Besserwisserei und Bevormundung. Alles vorschreiben, was man zu tun hat….. Wenn die Kaufkraft der Bürger sinkt, so ist das wohl kaum ein Verschulden des PDG……

        • treesche

          @Hermann B. So gut geht es eben nicht mehr allen Menschen in Ostbelgien. Heute sieht die Armut nicht jedem an. Es wird alles getan, um dies zu verbergen. Der normale Arbeiter oder ein kleiner Unternehmer behält eben nicht mehr genug übrig am Ende des Monats. Wären nicht soviele fleissige Menschen, die im Ausland arbeiten würden, wär hier fasst keine Kaufkraft mehr. Unsere Politik fördert auch nicht gerade Unternehmensansiedlungen. Wann ist unser MP unterwegs nach Brüssel, um endlich gute Internetverbindungen für unsere Region zu erwirken. Frau Weykmans will z. B. dass die Bürger die Kabel selber verlegen. Bildungswesen ist mittlerweile auch nicht mehr so gut , wie Mollers uns glauben macht. Mit den Steuern sind wir auch nicht grade sehr niedrig. Eine zukunftsträchtige Politik sieht anders aus. Reformen sind dringend notwendig.

  31. Zaungast

    „Sie haben aber schon davon gehört, dass die meisten Menschen von der Hand in den Mund leben? Von Krediten erstickt werden? Nur um Haaresbreite am persönlichen Konkurs vorbei schrammen? Von sozialer Stütze leben? Den Gang zum Arzt wegen der Kosten scheuen? Ja, das alles bei uns.“

    „Die meisten“?
    So? das sahen wir am letzten Sonntag aber anders. Morgens zu einer Tagestour aufgebrochen, hatten wir die dumme Idee, über Brüssel zu fahren. Auf dem Ring ein Verkehr, fast schlimmer als an Werktagen, Auto an Auto, alles wollte wohl zur Küste. Und das bei den heutigen Spritpreisen!

    An den Wochenenden sind die „ganz normalen“, aber etwas gehobeneren Restaurants, also nicht die Frittenbuden, ausgebucht, ohne Reservierung kann es Ihnen passieren, dass sie deren drei oder vier abklappern müssen, bevor Sie einen Tisch für vier Personen finden, und das, wo Sie doch für ein halbwegs anständiges Menu locker 50 € blechen müssen.

    Auf den Terrassen in der Stadt alle Tische besetzt, und das bei den heutigen Getränkepreisen! Am Eingang zu einem Eissalon bildeten sich lange Schlangen, bei den Preisen für ein Hörnchen oder eine Coupe!

    Wir haben vor Kurzem eine Busreise nach Kent gemacht. Alles Pensionäre, die, aus den Unterhaltungen zu schließen, schon überall gewesen waren. In ein paar Wochen danach fliegt man dann noch eben mal auf die kanarischen Inseln. Alles „normale“ Leute und keine „Reichen oder Superreichen“, die sind da nicht zu finden.

    Letztes Wochenende war das „La Giornata Italiana“, das „Fest der Italiener“ in der ehemaligen Kohlenzeche von Blegny. Ein italienischer Freund, der dort war, sprach von einem „monde fou“, 2018 sollen es über 10.000 Besucher gewesen sein.

    Alles „kleine Leute“, die am Hungertuch nagen? Von wegen! Uns ging es wirklich noch nie so gut wie heute. Aber trotzdem: „Früher war alles schlechter.“

      • Vor ein paar Jahren hieß es schon wie folgt:
        Bei einer Teilung Belgiens in die zwei großen Sprachgebiete (zwei!), was zur Folge hätte, dass jedes Gebiet finanziell eigenständig wäre, hätte jeder Wallone an jedem 10. Tag nichts mehr zu essen.
        Klingt apokalyptisch, will auch keiner wahr haben…
        Und zu welchem Sprachgebiete GEHÖREN wir? Na?

  32. Pensionierter Bauer

    Im Gegensatz zu Ihnen, Herr Cremer, bin ich sehr wohl davon überzeugt, dass Karl Heinz Lambertz der richtige Mann für den Bürgerdialog ist, denn mit Ihm kann man sich immer und überall und dazu auch noch seriös unterhalten. Selbst kritische Anmerkungen nimmt er im allgemeinen gelassen an. Was er nicht mag, das sind bösartig und beleidigend gemeinte Bemerkungen. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Treffen mit ihm, gleich auf welchem Fest es auch sein mag, denn es gibt immer viel zu diskutieren mit KHL.

    • „Der richtige Mann für den Bürgerdialog“???? Haben Sie in ihrer aktiven Zeit als Bauer Canabis angebaut? Dem Zeug wird ja gedankenbenebelnde Wirkung nachgesagt. Könnte eine Erklärung für ihre Äußerungen sein

      • Pensionierter Bauer

        Wie ich zu Canabis und Ähnlichem stehe, das habe ich ja hoffentlich in der Diskussion hier auf OD in der Sache Kelleter und Ecolo klar gemacht.
        Was spricht denn gegen Karl Heinz Lambertz als Leiter des Bürgerdialogs?
        Haben Sie überhaupt schonmal mit ihm Diskutiert?
        Ich bin mit Sicherheit kein Anhänger der SP, aber KHL ist in der DG nunmal der weitaus fähigste und erfahrenste Politiker.

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