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Gefährlichste Städte Europas: Lüttich auf Platz 10

Blick auf die Stadt Lüttich und die Maas. Foto: Shutterstock

In welchen Städten Europas fühlen sich die Menschen besonders unsicher? Wo besteht die größte Angst, überfallen zu werden? Und wo verlassen die Bewohner nachts nur ungern ihr Haus?

All diesen Fragen gehen die Betreiber der Datenbank Numbeo in einer großen Umfrage nach und erstellen daraus regelmäßig einen Crime Index, der die gefährlichsten Städte Europas abbildet. Eine belgische Stadt belegt darin den 10. Platz.

Um den Crime Index 2026 zu erstellen, werden laut Travelbook fortlaufend Menschen von Numbeo zu ihrem persönlichen Sicherheitsempfinden befragt.

Die Montagne de Bueren in Lüttich. Foto: OD

Die Umfrageergebnisse von Numbeo decken sich mit einem Bericht von „Spiegel Online“, wonach sich in Marseille die Probleme mit dem Drogenhandel und Bandenkriegen immer weiter verschärfen. Allein 2023 seien in Frankreichs zweitgrößter Stadt fast 50 Menschen bei Vorfällen im Drogenmilieu ums Leben gekommen, darunter mehrere Minderjährige und Unbeteiligte.

Die zweitgefährlichste Stadt Europas nach Marseille ist laut Numbeo Birmingham in England.

Der Kriminalitätsindex in der nach London zweitgrößten Stadt des Landes liegt demnach bei 63,8, also nur knapp unter dem von Marseille.

Auch Platz drei des unrühmlichen Rankings geht nach Großbritannien: Coventry erreichte einen Index von 62,7 und weist damit ebenfalls ein hohes Sicherheitsrisiko auf.

Insgesamt sind Frankreich und England überdurchschnittlich oft in der Top 10 der gefährlichsten Städte Europas vertreten – Frankreich fünfmal und England dreimal. Auf dem 10. Platz liegt Lüttich, zusammen mit Neapel (Italien) die einzige nicht-französische und nicht-englische Stadt in den Top 10 des Crime Index. (cre)

Die 10 gefährlichsten Städte in Europa:

  1. Marseille, Frankreich
  2. Birmingham, England
  3. Coventry, England
  4. Grenoble, Frankreich
  5. Neapel, Italien
  6. Montpellier, Frankreich
  7. Lyon, Frankreich
  8. Bradford, England
  9. Nantes, Frankreich
  10. Lüttich, Belgien

8 Antworten auf “Gefährlichste Städte Europas: Lüttich auf Platz 10”

  1. N. A. Klar

    Man sollte diese Erläuterung der Bewertung nicht unterschlagen:

    „Die Daten von Numbeo sind mit Vorsicht zu genießen. Weltweit kann jeder die Datenbank mit Informationen füllen. Zwar gibt Numbeo an, die Umfragen zu filtern, um potenziellen Missbrauch zu verhindern, z. B. Personen, die eine große Menge an Daten eingeben, die sich vom Mittelwert unterscheiden. Dennoch sind die Daten insgesamt nicht überprüfbar.

    Zudem stellt sich die Frage, warum in dem Kriminalitätsindex nicht auch offizielle Daten zu Verbrechensfällen in den jeweiligen Städten abgefragt wurden. Hierzu schreibt Numbeo: „In einigen Ländern erheben Regierungen detaillierte Kriminalitätsstatistiken auf der Grundlage der Anzahl gemeldeter Straftaten pro Kopf. Während diese Statistiken häufig zuverlässig sind, um Kriminalitätsraten zwischen Städten innerhalb desselben Landes zu vergleichen, eignen sie sich für länderübergreifende Vergleiche möglicherweise weniger.“ So seien in manchen Ländern Menschen eher bereit, Straftaten anzuzeigen als in anderen, einige staatliche Institutionen könnten Kriminalitätsdaten aus politischen oder gesellschaftlichen Gründen verändern oder zu niedrig ansetzen, oder offizielle Kriminalitätsstatistiken könnten in bestimmten Regionen unvollständig sein oder ganz fehlen. (Quelle https://www.travelbook.de/ziele/staedte/gefahrlichste-stadte-europa)

    Dann sieht die Meldung schon etwas anders aus. Meine Frau und ich besuchen alle 2 bis 4 Wochen Lüttich und fühlen uns dort nicht unsicher. Auch nicht abends. Wir shoppen dort, gehen essen oder besuchen eine Veranstaltung. Es mag Viertel geben, von denen man sich besser fern hält, aber das ist ganz sicher kein Alleinstellungsmerkmal von Lüttich. Wer auf Abenteuer steht fährt vielleicht besser nach Verviers oder Brüssel. Oder auch nach Aachen.

  2. Rostgürtel

    Früher war Lüttich Europas Hauptstadt der Stahlindustrie und des Steinkohlenbergbaus, der industrielle Mittelpunkt von ganz Belgien. Dann kam der Niedergang von Kohle und Stahl und davon hat sich Lüttich bis heute nicht richtig erholt genauso wie andere Regionen, zum Beispiel das deutsche Ruhrgebiet die eine ähnliche Wirtschaftsstruktur hatten.

  3. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Das Volk muss beruhigt werden und Drogen sind anscheinend keine schlechte Pille. Wer mag in unserem Land wohl der Hauptdealer sein ? 🤔Komisch dass man es oft von anderen Ländern erfährt, indem man von der Verhaftung des Haupttäters hört. In den Benelux Ländern so wie in Deutschland, auch?
    Gut, in den genannten Ländern gibt es ja auch kaum Drogenabhängige ;-)

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