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Corona-Mythen: Unwahrheiten über Impfstoffe – Weder Unfruchtbarkeit noch Genveränderungen [Faktencheck]

Einer Frau wird eine Impfdosis gegen das Coronavirus verabreicht. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Wer im Netz surft, schnappt krude Thesen über die Corona-Impfungen auf: etwa dass sie unfruchtbar machen oder ins Erbgut eingreifen. Ein Blick auf seriöse Daten und Fakten aber gibt Entwarnung.

Viele Menschen sind sich unsicher, ob sie sich gegen Corona impfen lassen wollen. Experten fordern daher mehr gezielte und verständliche Informationen rund um die neuen Präparate etwa von Biontech oder Moderna.

Die größte Krux sind wohl falsche Behauptungen, die sich rasend schnell verbreiten. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat einige unter die Lupe genommen.

Impfstoffe führen nicht zu Unfruchtbarkeit

BEHAUPTUNG: Die Corona-Impfstoffe könnten bei Frauen zu Unfruchtbarkeit führen.

BEWERTUNG: Falsch.

FAKTEN: Menschen, die das behaupten, stützen ihre Argumentation in der Regel auf die vermeintliche Ähnlichkeit zwischen dem sogenannten Spike-Protein des Coronavirus, mit dem der Erreger an menschliche Zellen andockt, und dem körpereigenen Protein namens Syncytin-1.

05.01.2021, Belgien, Jemeppe-Sur-Meuse: Eine Krankenschwester impft eine Kollegin im Pflegeheim Ange-Raymond Gilles gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech. Foto: Valentin Bianchi/AP/dpa

Bei gebärfähigen Frauen ist Syncytin-1 etwa für die Bildung der Plazenta verantwortlich, über die der Nachwuchs in der Gebärmutter mit Nährstoffen versorgt wird. Die These ist nun: Wenn der Körper nach einer Impfung eine Immunabwehr gegen das Corona-Spike-Protein bildet, weite sich diese Reaktion zugleich auch auf Syncytin-1 aus und verhindere so die Bildung der Plazenta.

Es gebe jedoch überhaupt keine besondere Ähnlichkeit zwischen den beiden Proteinen, so „dass eine Kreuzreaktion des Impfstoffs im Grunde unmöglich ist“, sagte die Leiterin der Forschungsgruppe Biochemie und Bioorganische Chemie an der Universität Leipzig, Annette Beck-Sickinger, der „Freien Presse“.

Lars Dölken, Professor für Virologie und Immunbiologie der Universität Würzburg, sagte der dpa: Selbst wenn beide Proteine Ähnlichkeiten aufwiesen, könne man nicht schlussfolgern, dass die körpereigenen Abwehrkräfte gegen das Coronavirus auch das Protein Syncytin-1 angriffen.

Zudem: Käme es tatsächlich zu einer solchen erweiterten Reaktion, hätte auch bereits eine Covid-Erkrankung schädliche Auswirkungen auf Schwangere haben müssen, so Dölken. Denn der Körper bildet bei einer Infektion dieselben Abwehrmechanismen wie nach einer Impfung. In Studien zu Sars-CoV-2 wurde allerdings keine erhöhte Zahl an Fehlgeburten oder Komplikationen festgestellt.

Eine mRNA-Impfung führt nicht zu Genveränderungen

BEHAUPTUNG: Eine mRNA-Impfung führt zu Genveränderungen.

BEWERTUNG: Das ist ausgeschlossen.

FAKTEN: Bisherige Impfstoffe wie etwa gegen die Grippe beinhalten meist abgetötete oder geschwächte Viren oder Teile davon. Die Corona-Mittel von Biontech und Moderna funktionieren anders, nämlich erstmals über die sogenannte mRNA (das „m“ steht für „messenger“, „RNA“ für „Ribonukleinsäure“).

06.01.2021, Belgien, Aalter: Eine medizinische Angestellte bereitet eine Impfung vor. Foto: Kurt Desplenter/BELGA/dpa

Dabei werden keine abgetöteten Sars-CoV-2-Erreger injiziert, sondern nur die Bauanleitung für einen Bestandteil des Virus – das Botenmolekül mRNA. Auf dieser Grundlage stellen die Körperzellen Teile des Viren-Hüllproteins (Spike-Protein) selbst her. Gegen dieses wiederum entwickelt das Immunsystem nun bestimmte Faktoren, so dass es bei einem späteren Kontakt mit dem Coronavirus die Struktur des Proteins wiedererkennen und den Erreger gezielt abwehren kann.

Die Informationen der RNA können dabei nicht in die menschliche DNA eingebaut werden. Das verhindert schon die unterschiedliche chemische Struktur beider. Zudem erreicht die mit der Impfung aufgenommene mRNA gar nicht die Zellkerne, in denen das Erbgut in Form von DNA lagert. Die Botenmoleküle wandern nur ins Zellplasma, wo sie abgelesen und dann rasch abgebaut werden – so schnell, dass es lange als ausgeschlossen galt, sie überhaupt therapeutisch nutzen zu können.

Zwar hatten jüngst US-Forscher herausgefunden, dass in sehr seltenen Fällen und unter extremen Umständen einer Corona-Infektion womöglich kleine Erbgut-Schnipsel des Virus in die menschliche DNA gelangen könnten. Ihre Vorabveröffentlichung, die noch nicht von unabhängigen Forschern geprüft ist, behandelt jedoch keine Impfstoffe.

„Völlig ausgeschlossen wird jedoch sein, dass der RNA-Impfstoff in DNA umgeschrieben und integriert wird“, betonte seinerzeit etwa Joachim Denner vom Robert Koch-Institut (RKI) hinsichtlich der US-Studie.

Teilnehmer an Testläufen starben nicht an der Impfung

BEHAUPTUNG: Bei den Testläufen sind sechs Menschen am Biontech-Impfstoff gestorben.

BEWERTUNG: Falsch.

FAKTEN: An der Phase-3-Studie von Biontech nahmen 43 448 Menschen teil. Im Studienzeitraum zwischen Ende April und Mitte November 2020 starben sechs der Teilnehmer – allerdings nicht an der Impfung.

28.12.2020, Belgien, Puurs-Sint-Amands: Der 96-jährige Jos Hermans (l) erhält die erste Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Pfizer/BioNTech im Altenheim Sint-Pieters. Foto: Pool Dirk Waem/BELGA/dpa

„Alle Todesfälle stellen Ereignisse dar, die in der allgemeinen Bevölkerung der Altersgruppen, in denen sie auftraten, mit einer ähnlichen Rate vorkommen“, schreibt die für die US-Zulassung des Präparats zuständige Behörde FDA. „Keinen Zusammenhang“ der Fälle mit der Impfstudie sieht auch die europäische Zulassungsbehörde EMA: „Andere Vorerkrankungen waren eher die Todesursache.“

Vier der Toten in der Studie stammten aus der Vergleichsgruppe, in der die Teilnehmer gar keinen Impfstoff erhielten, sondern ein Placebo. Sie starben zum Beispiel an alterstypischen Krankheiten wie einem Infarkt oder einem Schlaganfall. Einer der beiden Toten aus der Testgruppe, die den Impfstoff erhielt, erlitt rund zwei Monate nach dem zweiten Piks einen Herzinfarkt. Der zweite hatte diverse Vorerkrankungen.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hatte schon vor der EU-Zulassung des Biontech-Präparats darauf hingewiesen, dass aufgrund der statistischen Wahrscheinlichkeit „Menschen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung versterben werden“ – etwa weil zuerst „die alten und hochaltrigen Menschen“ geimpft werden, die aufgrund ihres Alters allgemein ein höheres Risiko haben zu sterben.

Bei den bundesweit bis Donnerstag zehn gemeldeten Todesfällen kurz nach einer Corona-Impfung halten Experten des Paul-Ehrlich-Instituts einen Zusammenhang mit der Immunisierung für eher unwahrscheinlich.

„Aufgrund der Daten, die wir haben, gehen wir davon aus, dass die Patienten an ihrer Grunderkrankung gestorben sind – in zeitlich zufälligem Zusammenhang mit der Impfung“, sagte Brigitte Keller-Stanislawski vom Institut.

Schnelle Zulassung macht Präparat nicht unsicher

BEHAUPTUNG: Die schnelle Zulassung und die Neuartigkeit des mRNA-Impfstoffs macht das Präparat unsicher.

BEWERTUNG: Falsch.

FAKTEN: Anders als etwa in Großbritannien oder den USA gab es in der EU keine Notfallzulassung. Stattdessen setzt Europa auf eine sogenannte bedingte Marktzulassung. Der Unterschied: Bei einer bedingten Marktzulassung wird umfassender geprüft und die Hersteller tragen mehr Verantwortung für die Sicherheit des Medikaments.

Ein Fläschchen des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns Moderna (l) und der Impfstoff von Pfizer/Biontech (r). Foto: Jessica Hill/Stefan Sauer/FR125654 AP//dpa

Angesicht der Pandemie-Lage wurde der Zulassungsprozess für die Corona-Impfstoffe allerdings beschleunigt – es gilt ein sogenanntes Rolling-Review-Verfahren. Dabei können Arzneimittelhersteller schon vor dem vollständigen Zulassungsantrag einzelne Berichte über die Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit ihres Präparats einreichen. Es werden also bereits während der Entwicklung neue Erkenntnisse geprüft, nicht erst ganz am Ende.

Das macht das Verfahren schneller, aber nicht unsicherer: „Ein Rolling Review und ein beschleunigtes Bewertungsverfahren bedeuten nicht, dass es Abstriche hinsichtlich der Sorgfalt bei der Prüfung geben wird“, schreibt das für Impfstoffe und Arzneimittel zuständige Paul-Ehrlich-Institut.

Obwohl bisher keiner der mRNA-Impfstoffe für Menschen zugelassen war, wurde die Technologie nicht erst im Zuge der Corona-Pandemie entwickelt. Seit mehr als drei Jahrzehnten wird dazu geforscht – etwa für die Krebstherapie und zum Impfen gegen Tollwut, Zika oder die saisonale Grippe.

Auch die deutschen Unternehmen CureVac und Biontech arbeiten schon sehr lange am medizinischen Einsatz der mRNA. Der Wettlauf im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat den Impfstoffen nun zum Durchbruch verholfen. (dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

 

43 Antworten auf “Corona-Mythen: Unwahrheiten über Impfstoffe – Weder Unfruchtbarkeit noch Genveränderungen [Faktencheck]”

  1. Krude Thesen

    Krude Thesen über die Corona-Pandemie und die Impfung werden nicht nur irgendwo im Netz, auf fragwürdigen Plattformen, Youtube-Verschwörungsvideos oder rechten Medien verbreitet, sondern auch auf … Ostbelgien Direkt.
    Dieser Beitrag wird den Leugnern, Verharmlosern, Verschwörungsanhängern und Querdenkern erneut als Vorlage dienen, aus ihrem Fundus an alternativen Fakten zu zitieren.
    Dennoch danke dafür!

  2. Ein Stein

    Die Menschen sterben nicht an Viren, sondern an ihrer eigenen Unvernunft. Gäbe es hiezulande keine Pflichtimpfungen, würden die Menschen immer noch an Kinderlähmung, Tetanus, Diphterie, Masern, Mumps, Röteln und Keuchhusten sterben.

    • Walter Keutgen

      Ein Stein, nicht übertreiben. Für die Kinderkrankheiten Masern, Mumps, Röteln und Keuchhusten gab es, als ich Kind war, keinen Impfstoff. Folglich gab es keine Pflichtimpfung dagegen. Wie ist die Lage jetzt? Es ist auch kein Freundchen oder Klassenkamerädchen daran gestorben oder erblindet. Einen mit Kinderlähmumg gab es wohl. Für Erwachsene bringen Masern, Mumps und Röteln Komplikationen. Meistens gab es aber eine unter Kindern entstandene Herdenimmunität. In den USA organisierte man sogar „Kongresse“ unter Kindern zu dem Zweck. Mitte der sechziger Jahre gab es dann einen Impfstoff gegen Röteln, zu dem man 14-jährige Mädchen riet, weil Schwangere die in einem bestimmten Monat – Röteln-Epidemien waren unter Kindern schon etwas seltener.

    • Joseph Meyer

      @Ein Stein
      ich empfehle Ihnen das sehr informative, sehr gut recherchierte und hochinteressant geschriebene Buch über die Historie der Impfstoffe: „Die Impf-Illusion“, von Dr. Suzanne Humphries ! Die offiziellen (!) Zahlen und Verlaufskurven werden Ihnen die Augen öffnen!

  3. Diese schon länger bekannten Tatsachen aus diesem dankenswerterweise ausführlichen Faktencheck haben die üblichen Querpropagandisten hier schon bislang nicht abgehalten, das Gegenteil einfach mal so in die Gegend zu behaupten, ganz abgesehen von Geschichten über geheime Chips im Impstoff, über Kinderblut-Extrakte trinkende verschworene Eliten, über „den großen Plan“ usw. Das wird auch so bleiben, c’est la vie, und man kann es als kostenloses Kabarett ganz originell finden.

  4. DR ALBERN

    In der Sendung von Maybrit Illner wurde aber auch erkennbar, dass vielfach das Pflegepersonal erst gar nicht impfbereit ist. Man versucht es mit Überzeugungskurse durch anerkannte Virologen.

  5. Das Virus ist so gefährlich, dass man eine nie da gewesene Propagandamaschinerie in Gang setzen muss, damit die angeblich so impfbereiten Insassen Belgiens sich überhaupt impfen lassen. In der BRD wird die Zwangsimpfung für Pflegepersonal inzwischen politisch diskutiert und auch in Ostbelgistan hat man offenbar damit begonnen, erste Erpressungsmaßnahmen einzuleiten.
    Hier stimmt was nicht. Es fragt sich nur, was.

    • Deutscher Kanalarbeiter

      In meinem Beruf wird in Deutschland empfohlen, sich gegen Hepatitis impfen zu lassen. Aber jeder Arbeitnehmer ist geimpft.
      Es ist nichts Neues, wenn bei bestimmten Berufsgruppen eine Impfempfelung ausgesprochen wird. Neu wäre eine Impfpflicht für Berufsgruppen. Sehr bedenklich!

      • Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es in D eine Hepatitis-Impfpflicht für chirurgisch tätiges Personal. Vor Jahren wurde in Aachen ein berühmter Herzchirurg noch berühmter, weil er diese nicht beachtet und Patienten angesteckt hatte.

  6. Der „große Plan“ ist der Great Reset des von Prof. Klaus Schwab gegründeten WEF. Das ist mitnichten eine Verschwörungstheorie, denn nicht nur finden hierzu regelmäßig Konferenzen und Gespräche statt, so auch mit der belgischen Regierung und dem Königshaus, siehe https://m.facebook.com/BeMonarchie/posts/2533521440244814 , Herr Schwab hat in mehreren Büchern seine Pläne zur Durchsetzung einer Neuen Weltordnung klar dargelegt. Und besonders wichtig, Schwab hat die Macht, das Geld und die Kontakte, all das umzusetzen, auch über Ihren Kopf hinweg. Ich empfehle Ihnen dringend, sich zu informieren, bevor Sie derart haltlosen Unsinn von sich geben.

    • Zufälle gibt’s

      Zufälle gibt’s: Die Bilderberger haben den „GreatA Reset“ im Sommer 2018 angekündigt und im Winter 2020 veröffentlichte Schwab sein Buch: Covid als Chance für den GreatA Reset.

    • Danke, dass Sie bestätigen, dass krude Verschwörungstheorien auch auf OD verbreitet werden.
      Eine Verschwörung geschieht per Definition geheim. Der „Great Reset“ ist nichts anderes als eine Überlegung, Gedanken,… wie man zu einer nachhaltigeren und auch gerechteren Form der Wirtschaft auf unserem Planeten kommen kann. Alles Schwarz auf Weiß nachzulesen in dem gleichnamigen Buch von Schwab.
      Seit wann ist es verboten, sich Gedanken zu machen, und diese anderen mitzuteilen?
      Bevor Sie weiter hier Unsinn von sich geben lesen Sue doch einfach das Buch von Schwab und berichten uns, was an seinen Überlegungen verwerflich ist.

      • Sie tun so, als sei Schwab ein kleines Licht, das in seinem Kellerbüro hockt und die kommende Welt in bunten Farben malt. Weder ist er das eine, noch macht er das andere. Was daran verwerflich ist, im Verbund mit den Reichen und Mächtigen dieser Welt über den Kopf von Milliarden Menschen hinweg deren Leben komplett über den Haufen werfen zu wollen? Was daran verwerflich ist, das menschliche Leben, so wie wir es kennen, abschaffen und digitalisieren zu wollen? Was daran verwerflich ist, Privatbesitz komplett abschaffen zu wollen?
        Noch ein Wort zu den Verschwörungen und den dazugehörigen Theorien. Nein, Schwab plant nicht im Verborgenen. Genau das sagte ich auch. Allerdings ist es mehr als seltsam, dass kein Wort zu dem publiziert wird, was die belgische Regierung und das Königshaus so bei ihm treiben, schon gar kein kritisches, und wie es sein kann, dass alle Welt den Einladungen des Herrn Schwab ohne Zögern folgt. Es wird das Bild einer illustren Runde von Philanthropen gezeichnet, die nur unser Bestes wollen. Mitfinanziert von der kommunistischen Partei Chinas.
        Ich habe die ersten zehn Seiten von Schwabs jüngsten Machwerk gelesen. Machen Sie sich selbst ein Bild.

  7. @CRNA: Schwab schwebt ein neuer Kommunismus vor, in dem ein allmächtiger Staat über das Wohl und Wehe aller Menschen auf der Erde entscheiden soll. Wollten die Ostblockstaaten und weitere kommunistische Länder das nicht auch? In Kuba und Nord-Korea kann man noch heute Anschauungsunterricht nehmen. Ich weiß, Schwab will einen solchen Kommunismus nicht. Er will die Schere zwischen arm und reich wieder etwas mehr zusammen drücken und schonender mit der Umwelt umgehen. Ich persönlich hätte nichts dagegen einzuwenden. Doch ich glaube dreiviertel des Restes der Wohlstandsgemeinschaft schon eher.

    • Er will was? Die Schere zwischen Arm und Reich verkleinern? Da stellt sich doch die Frage, warum er und sein Club der oberen Zehntausend nicht gleich großzügig damit anfangen und warum die Herrschaften planen, unseren Besitz zu vergemeinschaften, nicht aber ihren eigenen.

  8. Üblicher Querpropagandist

    So ein Faktencheck vom DPA-Praktikanten ist immer gut.
    Ich hab auch noch einen vom British Medical Journal wenn’s denn erlaubt ist:
    https://www.bmj.com/content/371/bmj.m4037

    „Wird die Impfung Leben retten?“
    Wissen wir nicht, die Testphase war nicht dafür gemacht das rauszufinden.

    „Schütz die Impfung vor schwerem Verlauf von Covid-19?“
    Wissen wir nicht, die Testphase war nicht gemacht dafür das rauszufinden.

    „Verhindert die Impfung die Weitergabe des Virus?“
    Wissen wir nicht, die Testphase war nicht gemacht dafür das rauszufinden.

    Weiter im BMJ-Faktencheck:

    „Wissen wir ob der Impfstoff sicher ist?“
    Nein wissen wir nicht, die Testphase war nicht gemacht dafür das rauszufinden.

    • Ostbelgien Direkt

      @Üblicher Querpropagandist: Ich bin mir sicher, dass dpa nicht einem Praktikanten einen Faktencheck in einer so wichtigen Angelegenheit machen lässt. Der Begriff „Praktikant“ dient hier wohl nur der Polemik.

      • Üblicher Querpropagandist

        Natürlich dient das nur zur Polemik, so wie die Begriffe Leugner, Verharmloser, Verschwörungsanhänger, Querdenker, Querpropagandist, Coronaleugner usw. dazu dienen dem Gegenüber den Mund zu verbieten. Jedem Andersdenkenden in dieser Corona-Angelegenheit einen virtuellen Maulkorb zu verpassen.

        • Walter Keutgen

          Üblicher Querpropagandist, wenn Sie den Artikel ganz gelesen haben, wissen Sie, dass wegen der geringen Anzahl schwerer Erkrankungen, um das herauszukriegen, 10x mehr Probanden geimpft und getestet hätten werden müssen. Es wurde nach leichten Symptome gesucht und diese gezählt. Nun kann man annehmen, dass jemand der schwere Symptome entwickelt zuerst leichte Symptome hat. Man macht den PCR-Test ja auch bei leichten, erkältungsähnlichen Symptomen. Für die Nebenwirkungen ist das gleich, weil sie eben so selten sind. Übertragungen kann man aus ethischen Gründen nicht prüfen, man müsste ja geimpfte Leute absichtlich infizieren und dann mit anderen zusammenstecken. Ebenso kann man den Placebo-Probanden nicht ewig die Impfung verweigern, nur damit sie als Kontrollgruppe für Langzeitschäden dienen.

  9. Besorgte Mutter

    Bei dem was so alles im Netz behauptet wird, mögen wirklich viele „krude Thesen“ sein. Nur, so einfach wie hier, läßt das Ganze sich nicht mit einem „Faktecheck“ widerlegen.
    Wie will man die eventuelligen langfristigen Nebenwirkungen von einem in wenigen Monaten entwickelten und angeblich neuartigen Impfstoff kennen?
    Warum hat sich Biontec bezüglich evtl. Schäden einen Freifahrtschein von den Behörden ausstellen lassen?
    Warum noch Mal erklärt der Biontec Chef, dass er und seine Mitarbeiter sich noch nicht Impfen lassen?…..Sie könnten sich keine Personalausfälle in dieser Phase der Produktion leisten….
    Nein, man kann heute noch gar keinen Faktecheck machen, denn es fehlen ganz einfach die entsprechenden Daten aus der praktischen Anwendung.
    Ich kann mich noch gut an die Gespräche meiner Eltern erinnern, als irgendwann in meiner Kindheit der Conterganproßess in Aachen lief und mein Vater sich immer fürchterlich über die Verteidigungsstrategie der Fa. Grünenthal aufregte, die trotz der eindeutigen Beweislage immer neue Professoren und Ähnliches auftreten ließen, die die Harmlosigkeit von Cotergan bezeugten.
    Diejenigen, die heute Angst vor diesem neuen Impfstoff haben, kann ich gut Verstehen und diejenigen, die die Unbedenklichkeit beteuern, mögen doch bitte die Beweise für diese Unbedenklichkeit liefern!
    Die oben gegebenen so genannten „Fakten“ reichen mir bei weitem nicht aus, denn Papier ist sehr geduldig.

    • Gesunder Skeptiker

      Ich kann „Besorgte Mutter“ nur zustimmen. Gleich von mehreren Medien werden Todesfälle nach der Corona Impfung in Norwegen gemeldet und sogar von Ärzten bestätigt. Die verstorbenen Patienten seien schon sehr gebrechlich vor der Impfung gewesen und hätten dann auch negativ auf den Impfstoff reagiert. Die Zahl der Todesfälle sei aber gering (23) im Vergleich zu den Geimpften (+/-25000). Warum berichten die uns bekannten Medien nicht darüber, hier wären Journalisten gefragt, die nicht irgendwas aus den internationalen Agenturen nachplappern oder schreiben, sondern mal nachforschen, was an der Sache dran ist und dies dann auch mit Belegen veröffentlichen.

      • Walter Keutgen

        Gesunder Skeptiker, hier mehrmals sauf OD verlinkt. Es hat auch die Frankfurter Allgemeine davon berichtet. Die Norwegische Gesundheitsbehörde hat reagiert. Die Ärzte sollen bei alten vorerkrankten Menschen genau prüfen und das mit ihnen und den Familien besprechen. Es geht um übliche Nebenwirkungen der ersten Tage: Gliedschmerzen, (hohes) Fieber und Durchfall, gegen die derart geschwächte Menschen nicht mehr ankommen.

    • Walter Keutgen

      Besorgte Mutter, „Ich kann mich noch gut an die Gespräche meiner Eltern erinnern, als irgendwann in meiner Kindheit der Conterganproßess in Aachen lief und mein Vater sich immer fürchterlich über die Verteidigungsstrategie der Fa. Grünenthal aufregte, die trotz der eindeutigen Beweislage immer neue Professoren und Ähnliches auftreten ließen, die die Harmlosigkeit von Cotergan bezeugten.“ Vielleicht wäre es besser, Sie erinnerten sich mal an die Impfungen, die man Ihnen anbot oder aufzwang. Haben Sie oder Ihre Eltern sie verweigert? Haben Sie, wenn geimpft, davon Nebenwirkungen? Waren diese Impfstoffe etwa zehn Jahre lang getestet. Impfstoffe bedürfen nicht so langer Tests – nach Contergan vorgeschrieben – wie Medikamente.

  10. Klötschkopp

    Es gibt viel Leid auf dieser Welt und unsere Erde nimmt immer mehr Schaden auf Grund der
    steigender Überbevölkerung.
    Gäbe es die Idee einer Impfung die 70 % der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar machen würde
    wäre das wohl im Sinne der Menschheit und würde viele Probleme lösen die wohl in den nächsten Jahrzehnten auf die Menschheit zukommen werden.

    • Das könnten Sie dann mal für die nächsten 50 Jahre durchrechnen. Abzudeckende Auswirkungen: Alterspyramide, Rentensicherung, Gesundheitszustand, Wohlstandserhalt / -wachstum, Migration.

      Wenn Ihnen das etwas komplex erscheint, zur Kenntnis nehmen das China (nach 1-Kind-Politik nunmehr abgeschwächt) ein Rentenproblem hat.

      Das Bevölkerungs“problem“ löst sich nach wissenschaftlicher Erkenntnis wie folgt:
      – Anstieg auf 11-12 Milliarden bis ca. 2050, dann einpendeln
      – Rückgang mit breiterem Wohlstand.
      Volle Mägen, weniger Kinder.
      Breiterer Wohlstand soft
      – Verteilung Wasser
      – Teilhabe an Wertschöpfung verbreitern
      – Größtenteils autarke Ernährung in Entwicklungsländern
      – Stärkung des fairen Handels.
      Breiterer Wohlstand hard:
      – Unfairer Handel
      – Grenzschliessungen
      – Bürger- und Ressourcenkriege
      – Umweltignoranz
      – Migration.

        • Das „Wirrwarr“ ist folgendem geschuldet:
          – Der Komplexität der Beziehungen Bevölkerungswachstum, Arbeitskraftwachstum, Forschungsdruck, Ressourcenverwendung, Resourcenerneuerung
          – Wohlstand: eine Position auf der Bedürfnispyramide (Maslow)
          – Aller Forschung nach Malthus
          – Statistische Berechnungen zur Bevölkerungsentwicklung und entscheidende Faktoren.

          Zugegeben meine Auswahl an (skizzierten) Gedankengängen ist nur für den lesbar, der sich mit dem Thema und ähnlichen Quellen wie ich auseinandergesetzt hat.
          Und ebenfalls zugegeben vollkommen ungeeignet den dümmlichen Einwürfen eines Klötschkopp etwas entgegen zu stellen.

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