Allgemein

Anwohner der Unterstadt durften am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr zu ihren Häusern [Fotogalerie + Video]

Die alte Malmedyer Straße glich am Donnerstag einem Trümmerfeld. Foto: privat

AKTUALISIERT – Die Anwohner der Unterstadt durften am Donnerstag von 16.00 bis 18.00 Uhr zu ihren Häusern. Das gab die Stadt Eupen im Nachmittag bekannt.

Die in der Unterstadt durch das Hochwasser angerichteten Schäden sind enorm. Außerdem sind für die Nacht zum Freitag erneut Niederschläge gemeldet, sodass den Anwohnern empfohlen wird, nicht über Nacht in ihren Häusern zu bleiben, sondern die Nacht sicherheitshalber erneut außerhalb zu verbringen.

Foto: privat

Folgende Straßen sind nach Angaben der Stadt Eupen noch nicht zugänglich: Gülcherstraße, Schilsweg teilweise 2-26, Malmedyer Straße (alter Teil am Kabelwerk), Selterschlag Seite Kabelwerk, Pangweg, Hütte ab Quartum Center.

Folgende Häuser sind nicht mehr bewohnbar bzw. weisen erhebliche Schäden auf und müssen dringend statisch überprüft werden: Schilsweg 2-28 einschließlich (gerade Hausnummern), Selterschlag Nr. 13 und 15, Haagenstraße Nr. 1, 3, 5, 7 und 11, Malmedyer Straße (alter Teil am Kabelwerk), Selterschlag Seite Kabelwerk, Pangweg, Haasstraße Nr. 13 – 61 (ungerade Nummern).

Die Bewohner dieser Häuser durften am Donnerstag in der Zeit von 16 – 18 Uhr lediglich kurz die Schäden von außen begutachten. Den Anweisungen der Polizei und der Rettungsdienste vor Ort müsse strikt gefolgt werden, so die Stadt.

Wenn in Eupen Hochwasser-Alarm ausgelöst wird, ist die Unterstadt am stärksten betroffen. Das war schon so bei der Flut vor 35 Jahren, und das ist es auch jetzt wieder.

Foto: privat

Die Stadt hatte am Morgen mitgeteilt, dass das Hochwasser in der Unterstadt langsam zurückgehe. Dabei werde das Ausmaß der Schäden sichtbar. In den kommenden Stunden würden Rettungskräfte die evakuierten Straßen und Gebäude auf Sicherheit und Stabilität prüfen.

Betroffen ist auch das Kabelwerk, Eupens Brotschrank. Dort richtete das Unwetter kolossale Schäden an. Die Stadtverwaltung bat alle Arbeitnehmer, deren Arbeitsplatz in dem betroffenen Bereich liegt, sich nicht auf den Weg zu ihrer Arbeitsstelle zu machen, sondern die Entwarnung zur aktuellen Situation abzuwarten.

“Ostbelgien Direkt“ wurden am Donnerstag Bilder aus der gesperrten Unterstadt zugesandt, die das ganze Ausmaß des Hochwassers zeigen (siehe Fotogalerie und Videos unten). (cre)

Nachfolgend eine FOTOGALERIE mit Bildern (privat/Gerd Comouth) von den Schäden in der Eupener Unterstadt (Zum Vergrößern Bild anklicken):

Nachfolgend zwei Videos:

FILM 1:

FILM 2:

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

35 Antworten auf “Anwohner der Unterstadt durften am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr zu ihren Häusern [Fotogalerie + Video]”

    • Sagichwohl

      Nicht direkt den Teufel an die Wand malen.

      Die Mechanik sollte das Wasser grösstenteils abkönnen. Da werden die Leute an den Maschinen zur Abwechslung mal arbeiten müssen, auch wenn’s primär eher putzen ist.

      Da sich eine Überflutung im Vorfeld angedeutet hat, wird mal (hoffentlich) wohl das ganze Werk stromlos gemacht haben, bevor’s soweit war. Die Elektr(oni)k wird man ausspülen und dann trocknen müssen, und dann auf’s Beste hoffen, und nur fehlerhafte Komponenten ersetzen.

      Wenn sich eine hochkomplizierte Chipfabrik auf der anderen Seite der Welt in „relativ kurzer“ Zeit von einem Hochwasser, inkl. Einfluss in den Produktionsflächen, erholen kann, dann wird das Kabelwerk, mit im Vergleich eher rohen Machinerie, es wohl bestimmt können.

    • Die müssten zur Verantwortung gezogen werden
      und für die Schäden aufkommen
      Ob Region Wallone oder die Verantwortlichen der Talsperre
      Die wussten doch , wie wir auch , vor 4 Tage das so viel Regen kommen würde

        • Der Komplex ist vor vielen Jahren (teil) privatisiert worden. Der Träger ist die SWDE (Wassergesellschafft).
          Der Kontrollraum zum Ablassen sowie die Höhen der Pegel bis nach Lüttich laufen dort zusammen.
          Früher, da gab es dort eine 24/24 Stunden Schicht. Die Leute haben dann in Echtzeit kontrolliert und reagiert. Auch Präventiv.
          Heute geht das alles über PC. Und wenn der Diensttuende vielleicht gerade selber ein Wasserproblem hatte…. dann passiert so etwas – Nur eine Vermutung.
          Dazu muss gesagt werden, dass so eine Talsperre innerhalb Stunden! seine Sicherheitsreserven aufnehmen kann bei so extremem Wasseraufkommen. Menschen die jetzt mit dem Hochwasser gekämpft haben, mussten das leider am eigenen Leib erfahren.
          Ich denke nicht, dass es an der Talsperre einen Verantwortlichen gibt, der geschlafen hat! wobei, wie gesagt, die SWDE sich eher um ihre Aktionäre zu kümmern hat als um die Sicherheit der Bevölkerung.

          • Danke für die Info. Ich würde die Bild Zeitung informieren !
            „Angestellter geht pinkeln und verursacht Überschwemmung“

            Wie kann man nur so hirnlose Kommentare wie hier loslassen.
            Wer war denn in Spa oder Lüttich zum Klo ???

    • Christophe Nix

      Überall laufen die Talsperren über aber die Profis hier sind sofort am Start um Unvermögen oder Schlamperei zu unterstellen. Wenn man keine Ahnung hat, vielleicht einfach mal Klappe halten.

    • Und über die Tatsache, daß unsere Rettungskräfte keine Ausrüstung habe. Die Gemeinden an der Warche mussten heute über Facebook nach Booten fragen um die vom Wasser eigeschlossenen Menschen zu retten. Ähnlich wie bei der Coronapandemie… In Belgien funktioniert Nichts mehr…….

      • Ossenknecht

        Ja, selbstverständlich gehört zu Notfallplänen, dass man auch schleunigst die Voraussetzungen schafft, diese umzusetzen. Dazu gehören neben Rettungs- und Versorgungsausrüstung auch zum Beispiel Ablaufschulung von Warnern und Helfern, Vorbereitung der Bevölkerung, vorsorgliche Baumaßnahmen und noch einiges mehr. Billig wird’s nicht zu haben sein.

    • Banned from the pubs

      Das ist richtig. Vor allem muss darüber geredet werden, wieso der nationale Plan viel zu spät inkraft trat.
      Es ist doch schon erstaunlich, wie akkurat, schnell und präzise der belgische Staat handelt, wenn es darum geht, den Bürgern alle möglichen Corona-Maßnahmen aufzuerlegen, im Falle einer tagelang absehbaren Katastrophe aber vollkommen versagt.
      Wo sind denn jetzt die De Croos, Paaschs, Antoniadis‘ oder auch Van Ransts dieses Landes, all die, denen es ja angeblich um unsere Gesundheit geht? Bei 10 positiven PCR-Tests oder für Impf-Werbung werden Facebook und Twitter voll gemüllt. Und jetzt? Wo seid ihr ach so fürsorglichen Helden?

      • Walter Keutgen

        Banned from the pubs, bei den Coronamaßnahmen haben doch alle Regierungen, alle einschließlich der chinesischen, gezaudert, etwa 1½ Monate lang und so dem Virus die Menschen als Vermehrungsfeld preisgegeben.

    • Jahn Konopka

      so ein hämischer ekelhafter Kommentar , typisch Schland
      mit den Opfern die an nach Ihren Worten her nicht existenten und von Schwab und seinem grossem Reset erfundenen ach so garnicht schlimmen Grippe ( wieder Ihre Worte) für die Sie durch Ihr mieses und verantwortlungsloses Verhalten hier warscheinlich mitgesorgt haben , da interrisieren Sie sich nicht

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern