Leserbriefe

Bernd Loo: Krieg und Religionen

Wenn wir uns in der Geschichte umsehen oder die heutigen Ereignisse in der Welt betrachten , so sehen wir: Viele Kriege wurden und werden weiterhin im Namen von „Religionen “ geführt. Egal ob man Christ , Moslem oder Jude ist!

Dabei ist jedoch auch klar:

  • Wenn es keinen Gott gibt , wurde er vom Menschen erfunden, und nur der Mensch selbst ist hier für sich und seine Taten verantwortlich!
  • Gibt es jedoch einen Gott, dann bestimmt nur einen einzigen (wie eine Person betrachtet) oder nur in einer einzigen Lebensform. Die Menschen jedoch formten sich je nach Rasse und Kultur unterschiedliche Religionen und Glaubensformen…Dabei steht fest :

A) In allen anerkannten Religionen fordern die wichtigen Aussagen ( z.b die Gebote und Verbote in der Bibel und im Koran ) den Menschen zu Nächstenliebe und einem friedlichen Zusammenleben auf! Das Töten ist nur in Notwehr erlaubt! Für die guten Menschen ist eine Existenz und dann ein irdischer Tod die „Belohnung“.

B) Die Menschen sind unabhängig von Geschlecht, Rasse und Kultur gleichwertig.

C) Die Religionen fordern auch den Schutz der Natur. Der Mensch zerstört – statt zu erhalten… Wie war die Erde denn am Anfang? Was hat der Mensch daraus gemacht?
Was tut der Mensch ?

Die Menschen verdunkeln die klare und zentrale Botschaft des Glaubens: Die Aufforderung zur Nächstenliebe und dem friedlichen Zusammenleben aller Völker!

Wahrscheinlich müssten so oder so alle Religionsbücher, egal ob Koran oder Bibel, mal gereinigt werden. Es gibt sogar degenerierte und kranke Religionsformen, die den Menschen nicht aufbauen, sondern verwirren und entfremden. Sie leiten den Grundgedanken von Liebe und Frieden um, in Selbstliebe und sogenannten Schutz vor dem vermeidlichen Feind.

Aber der Mensch bleibt in seinem Hochmut allein für seine Taten verantwortlich
Selbst Hitler hat sich als guter Christ bezeichnet! Er schrieb: „So glaube ich heute im Sinne des Allmächtigen Schöpfers zu handeln. Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.“

Sollte Gott das Böse verhindern, muss er die guten Menschen schützen und die bösen Taten der Menschen verhindern?

Das Zitat von Nicolas Chamfort: „Das einzige, was Gott davon abhält, eine zweite Sintflut zu schicken, ist die Tatsache, dass die erste sinnlos war.“

31.8.2017 Bernd Loo, Eupen

  1. Ich denke, das Hauptproblem, das orthodoxe Muslime mit dem Westen haben, ist, dass hier inzwischen anstatt gläubigen Christen (sogenannten Schriftbesitzern) fast nur noch de-facto-Heiden herumlaufen. Ein paar Details zu diesem Thema lassen sich z.B. unter https://www.alrahman.de/die-stellung-der-juden-und-christen-schriftbesitzer-im-koran/ nachlesen.

    Aufschlussreich über den Niedergang tiefen Gottesglaubens war auch die letztwöchige Ausgabe von „WDR 5 Das philosophische Radio“ unter dem Titel „Mit Zukunft? – das Christentum“. Da berichtet der Philosoph Hans Joas ab Minute 26:45 über die ehemalige Selbstverständlichkeit von Religiosität:

    „… Das geht bis in die bundesdeutsche Nachkriegsgeschichte hinein. Ich habe dieses Buch meiner Großmutter gewidmet, weil ich mich daran erinnern kann wie sie – als ich ein Kind war – gesagt hat, sie habe gehört, es gäbe Menschen, die nicht an Gott glauben. Also, das find ich im Rückblick faszinierend. Das heißt: Sie kannte eigentlich niemand, der nicht an Gott glaubt; kann sich’s eigentlich auch nicht vorstellen, was in dem Hirn von dem los ist, der an dem sozusagen Offensichtlichsten zweifelt, hat aber irgendwie darüber reden wollen und darüber etwas hören wollen. Ja? Das gibt es nicht mehr…“
    http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-das-philosophische-radio/audio-mit-zukunft—das-christentum-102.html

    • Kerstges Angela

      Nehme zum Thema „Religion“ Stellung, da diesen Morgen bei BRF 2 über Konvertierung die Rede war, Christentum zum Islam. Habe mehrere Literatur zum Thema Islam, „Werte der Frau im Islam“ gelesen , wie die Konvertierte sich äußerte, blieb mir fast die Spuke weg. Glaube, sie wurde seitens Ralph Schmeder interviewt, solche einfache Fragen: „spitze“, man brauchte sich um nix zu bemühen, um anspruchsvolle Antworten zu geben. Das war in meinen Augen mehr !!!! als einseitig informiert.
      Brauchen wir heutzutage noch das Radio, um solche einseitigen Informationen ? Ein Glück, dass diesbezüglich die Steuer entfällt !

    • Ulrich Küpper Monschau

      Lasst endlich die Religion hier raus. Es gibt keinen Gott. Gäbe es den, wäre die Welt sicher gerechter. Wer trotzdem dran glaubt, soll es wegen mir gerne tun, aber bitte lasst es aus der Politik und auch aus den Schulen.

  2. Abendland

    @ bernd loo
    zu ihren punkten a,b und c

    a) ALLE religionen und ideologien predigen nächstenliebe doch eher der PROPAGANDA wegen. es gibt de facto keine einizige gesellschaftsform, wo jede tötung bestraft wird. es wird sogar oft genug tötung gebilligt, damit die betreffende gesellschaftsform weiterexistieren kann.
    b) in JEDER religion und ideologie werden menschenklassen errichtet, um eine hierarchie zu haben. und diese werden gebildet durch merkmale der unterscheidung z.b. rasse, geschlecht, alter, ausbildunggrad, sprache etc… das alle menschen gleich viel wert sind, stimmt nicht. die realität sieht leider anders aus.
    c) der schutz der natur in religionen und ideologien? ich lache mich tod. in den abrahamitischen religionen soll „der mensch sich die natur untertan machen“, naturschutz? fehlanzeige! in der sozialistischen lehre ist „die natur ein werkzeug, das es zu gebrauchen gilt“, so Lenin. naturschutz? eher das gegenteil. auch im jetzigen grünen sozialismus (ökologie) ist es nicht besser. man ist gegen den kapitalismus, wenn der natur zerstört. wenn aber windräder viele vögel zerschreddern, in naturschutzgebieten windräder stehen, flächen für EE/AE geopfert werden,… dann ist die natur auch nur ein werkzeug. seit lenin hat sich nichts verändert.

    herr Loo, malen Sie sich bitte ihre welt nicht schöner als sie ist.
    die jüdisch-christliche weltanschauung lehrt, dass mensch von natur aus schlecht ist.
    Amen.

  3. @Abendland. Der Schutz der natur kann einher gehen mit einer Religion. Naturschutz kann Teil de täglichen Lebens sein und wird es immer mehr. Bis vor kurzem war Naturschutz auf Wissenschatler une einige Organisationen beschrânkt. Inzwischen gibt es, zumindest in Europa, Naturschutz auf breiter Ebene in der Mensch, Pflanze und Tier ihren Platz finden.
    Christus war kein Propagandist, so, wie sie schreiben. sondern ein Mensch, dessen Ideen durchaus noch heute modern und anwendbar sind.
    Aber das darf man ja inzwischen nicht mehr schreiben
    In den letzten Jahren sind gerade in Westeuropa immer mehr Pfanzen und Tierspécies wiedergekommen, die zeitweise verschwunden waren, spektakuläre und unscheinbare.
    Die christliche Weltanschauung (und nicht nur die) lehrt den Respekt für das Leben. Falsch verstandene Fortschrittideologie hat diesen Respekt verdrängt, und nicht die Reliogion. Wenn die Menschen nach Jesus Lehre leben würden gineg es der Weld besser, glauben sie mir.

    • Abendland

      sie koennen auch buddhas lehre nehmen. der war noch friedfertiger. aber bei denen gibt auch krieg, unterdrückung und umweltverschmutzung.
      sie haben recht, dass der umweltschutz in den letzten jahrzehnten zu DEM thema im westen gemacht wurde, und das ist gut so. dennoch sollten wir nicht in eine öko-diktatur hineinrutschen, die in vieler hinsicht vieles schlechter macht.

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