Gesellschaft

Königshaus feierte 18. Geburtstag von Kronprinzessin Elisabeth [Fotos von der Zeremonie und Porträt]

25.10.2019, Belgien, Brüssel: König Philippe (l-r) von Belgien nimmt zusammen mit seiner Tochter, Prinzessin Elisabeth, an einer Zeremonie anlässlich ihres 18. Geburtstages teil. Foto: Frederic Sierakowski/BELGA/dpa

AKTUALISIERT – Das Königshaus hat an diesem Freitag im Palast in Brüssel mit einer offiziellen Zeremonie den 18. Geburtstag von Kronprinzessin Elisabeth gefeiert. Neben Mitgliedern der Königsfamilie und der Behörden des Landes waren auch junge Menschen eingeladen, die wie die Prinzessin 2001 geboren wurden.

Als Älteste von vier Geschwistern steht Elisabeth, Herzogin von Brabant, wie ihr offizieller Titel lautet, unter besonderer Beobachtung. Dabei verbringt sie den Großteil ihrer Zeit nicht einmal in Belgien. Seit 2018 ist sie Schülerin am Atlantic College in Wales. Im kommenden Jahr soll sie ihr internationales Abitur absolvieren.

In Belgien wird dennoch jeder Schritt von ihr beobachtet. Schließlich soll sie eines Tages ihrem Vater König Philippe (59) auf den Thron folgen.

25.10.2019, Belgien, Brüssel: Königin Mathilde von Belgien (l-r), umarmt ihre Tochter Elisabeth von Belgien neben König Philippe von Belgien während einer Zeremonie anlässlich des 18. Geburtstags der Prinzessin. Foto: Frederic Sierakowski/BELGA/dpa

Elisabeth ist eine von mehreren Teenagern in Europa, die diesen Schritt vor sich haben. Leonor von Spanien ist 13, Amalia der Niederlande und Ingrid Alexandra von Norwegen sind 15.

Auf ihr Dasein als Königin bereiten Mama Königin Mathilde (46) und Papa König Philippe die Prinzessin akribisch vor. Zuletzt setzte der Palast Elisabeth immer öfter öffentlich in Szene. So begleitete sie ihren Vater in diesem Jahr erstmals bei der Aufzeichnung der Ansprache zum Nationalfeiertag.

Videos gewähren einen wohldosierten Blick hinter die Kulissen: Elisabeth wie sie die Kamera bedient; Elisabeth wie sie den Mitarbeitern des Palasts über die Schulter schaut. „Es scheint, dass die königliche Familie beschlossen hat, die Prinzessin mit den Funktionen vertraut zu machen, die sie eines Tages ausüben muss“, schrieb die Tageszeitung „La Libre“ im Juli.

25.10.2019, Belgien, Brüssel: Prinzessin Elisabeth (M) von Belgien steht anlässlich einer Zeremonie zu ihrem 18. Geburtstag im Thronsall im Königlichen Palast. Foto: Frederic Sierakowski/BELGA/dpa

Wenige Wochen zuvor war die royale Tochter unangekündigt und völlig überraschend auf ihrer ersten offiziellen Auslandsreise. Während der Sommerferien begleitete sie Königin Mathilde bei einer dreitägigen Unicef-Mission in Kenia. Und im Mai tauchte sie an der Seite ihrer Eltern beim Begräbnis des Altgroßherzogs Jean von Luxemburg auf.

In der Vergangenheit waren es in der Regel der Bruder und der Vater des aktuellen Königs Philippe, die für Gesprächsstoff sorgten. Ex-König Albert II. (85) streitet seit Jahren mit der Künstlerin Delphine Boël vor Gericht, weil diese als Alberts Kind anerkannt werden will. Und Laurent (56) wird wegen seines ausschweifenden Lebensstils „Rebellen-Prinz“ oder „Prinz Vollgas“ genannt. Schlagzeilen wie diese werden allerdings seltener. Und der Rest der Familie tritt eher bieder auf.

Stattdessen gerät Elisabeth mehr und mehr in den Fokus. Bei fast jeder Gelegenheit würdigen belgische Medien den lässig-eleganten Stil der Kronprinzessin. Nach dem Nationalfeiertag titelte die Tageszeitung „Het Laatste Nieuws“: „Elisabeth zieht alle Blicke auf sich.“ Und der Sender RTBF fragte: „Elisabeth von Belgien, eine modische Inspiration für die Jugend?“ Es sei noch zu früh, sie mit Herzogin Meghan aus dem britischen Königshaus zu vergleichen. Aber wenn Elisabeth wolle, könne sie wie Meghan ein Vorbild für die junge Generation werden, schreibt der Sender.

Allerdings ist das nicht zwingend erstrebenswert. Eine „skrupellose Kampagne“ gegen seine Frau beklagte Prinz Harry jüngst. Meghan sei „eines der jüngsten Opfer der britischen Boulevardpresse“ geworden. Gegen zwei Zeitungsverlage reichte er wegen illegalen Abhörens von Mailbox-Nachrichten Klage ein – und erinnerte an seine Mutter Prinzessin Diana. Sie starb 1997 auf der Flucht vor Paparazzi bei einer Verfolgungsjagd in Paris.

25.10.2019, Belgien, Brüssel: Prinzessin Elisabeth von Belgien hält während einer Zeremonie anlässlich ihres 18. Geburtstags eine Rede. Foto: Frederic Sierakowski/BELGA/dpa

Von diesem Maß an Aufmerksamkeit ist Elisabeth noch weit entfernt. Und kann sich in Wales auch zurückziehen. So ganz lebt sie die Rolle der Königin in spe ohnehin noch nicht.

Nach ihrem 18. Geburtstag hätte sie eigentlich ein Anrecht auf eine staatliche Zuwendung von geschätzt 2.500 Euro täglich. Davon müsste sie unter anderem Personal bezahlen. Allerdings verzichtet sie zunächst – auch auf Wunsch ihrer Eltern, wie belgische Medien berichteten. Mathilde und Philippe wollten, dass Elisabeth erstmal in Ruhe studiert.

Der Palast versucht, das Bild des perfekten Teenagers zu zeichnen. Elisabeths Lieblingssportarten seien Skifahren, Tennis, Segeln und Tauchen. Sie liebe die Natur, nehme seit Jahren Klavierunterricht und möge „wie alle Jugendlichen ihres Alters“ verschiedene Musikrichtungen. Freundschaft sei Elisabeth wichtig. „Lesen bereitet ihr nicht nur Freude, sondern ist für sie auch eine wichtige Quelle der Entdeckung und Inspiration.“

Vielleicht kommt nach der Feier im Brüsseler Königspalast als neues Hobby noch Briefmarkensammeln hinzu. Jüngst enthüllte die belgische Post eine Briefmarke, die der Prinzessin zum 18. Geburtstag gewidmet ist: Sie zeigt Elisabeth in blütenweißem Kleid. (dpa)

Nachfolgend mehrere Tweets des Königshauses mit Fotos von der Zeremonie am Freitag:

23 Antworten auf “Königshaus feierte 18. Geburtstag von Kronprinzessin Elisabeth [Fotos von der Zeremonie und Porträt]”

  1. Friedrich Meyer

    Elisabeths Lieblingssportarten sind Skifahren, Tennis, Segeln und Tauchen.
    Ich kann mir keine dieser Sportarten leisten weil, abgesehen vom Tennis, nichts in unserer Gegen machbar ist. Für den Schnee oder das Meer müsste ich schon häufig sehr viele Kilometer fahren.
    Trotzdem ist die junge Dame sicherlich, meiner Meinung nach, bestens geeignet unsere künftige Königin zu werden.
    Wenn ich mir vorstelle, dass diese Möchte-gern-Künstlerin Delphine Boël per Gericht versucht in die Tronfolgefrage noch einen Trumpf zu erhaschen… IGITT!!

  2. Monarchie gehört abgeschafft!
    „Nach ihrem 18. Geburtstag hätte sie eigentlich ein Anrecht auf eine staatliche Zuwendung von geschätzt 2.500 Euro täglich.“
    Nichts geleistet aber Anrecht auf den goldenen Löffel im Ar…!
    Sie verzichtet „gnädigerweise“ darauf, aber das ändert nichts!

  3. Wieso die Monarchie kritisieren? Belgien hat immer einen König gehabt. Wem’s zu teuer ist der soll mal schauen wofür unser toller Staat das Geld ausgibt… ich sage nur Einwanderung und andere viel zu grosszügige Beträge (Familienzulage usw.) für Leute die vom Staat einfach nur profitieren. Kein Wunder das der Staat mehr als Pleite ist !

      • Walter Keutgen

        Ekel Alfred, nach dem Krieg, beim Referendum diesbezüglich – doch, doch es hat eins gegeben! – waren die Flamen für die Monarchie und die Wallonen dagegen, die Summe dafür. Trotzdem hat König Leopold III abgedankt. Jetzt ist es eher umgekehrt, wobei es den Wallonen nur um den Erhalt des belgischen Staates geht, wegen der Transfers aus der Sozialen Sicherheit.

  4. Peer van Daalen

    Wer mit dem belgischen Königshaus und Ihre königliche Hoheit – der Herzogin von Brabant und Kronprinzessin Elisabeth Thérèse Marie Hélène von Belgien – Probleme hat, soll gefälligst nach Nord-Korea auswandern oder sein Glück (nochmal) im Kongo suchen…

    https://www.monarchie.be/de/informationen/kontakt

    In Belgien und anderswo gibt es 1000de von Volks-Schmarotzern die nichts geleistet haben aber die Kralle aufhalten und das Maul nicht voll bekommen ….

    Einige davon sitzen in der Gospertstraße und am Kehrweg rum und halten Maulaffen feil (https://de.wiktionary.org/wiki/Maulaffen_feilhalten) .

  5. DerPostbote

    Belgien braucht seine Monarchie – vor allem in den heutigen Zeiten. Das Königshaus und die Königsfamilie sind – vor allem ideell – das Einzige, was die drei belgischen Gemeinschaften noch vereint (von Fußball und Fritten mal abgesehen). Ein Präsidialsystem? Belgien bekommt ja noch nicht einmal in der Regelzeit ein föderales Kabinett auf die Beine gestellt, das alle einigermaßen zufriedenstellt.

    Ich als Jugendlicher freue mich darauf, irgendwann in absehbarer Zeit eine junge erste „Königin der Belgier“ als einendes Element unseres kleinen Landes zu sehen!

  6. Wenn man alleine hier in dem Titel all die „SCHROTTKOMMENTARE“ liest, ganz besonders die 4 ersten, ja dann hat man schnell verstanden! Da sind einige dabei, die sollten sich zutiefst was schämen! Ich denke es sitzen keine „Bekloppten“ dahinter, sondern es sind gestandene Leute!? Abscheulisch ist die Feststellung und das richtige Wort!

  7. Obdachloser

    Mal ehrlich die ist 18 geworden. 2500€ Taschengeld pro Tag mit dem sie unter anderem ihr Personal bezahlen müsste. Welches Personal hat die kleine denn? Die hat doch Mamma und Papa und ist noch am studieren. Ich verdiene keine 2500€ im Monat !!!!! geschweige denn pro Tag. Vieleicht schenkt sie den Asylanten jeden Tag 2500€ für’s Essen .

    • ProSecCo

      Die Rede habe ich im Internet gefunden und angehört. 3 Landessprachen!! Sogar Deutsch !! Toll hat sie das gemacht. Prinzessin Elisabeth ist das Beste was Belgien zu bieten hat. Mach weiter so Prinzessin 👸

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