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4:1-Sieg gegen Costa Rica: Die Roten Teufel sind reif für WM in Russland

11.06.2018, Brüssel: Romelu Lukaku (vorn) und Dries Mertens (Belgien) jubeln über ein Tor. Foto: VIRGINIE LEFOUR/belga/dpa

Die belgische Nationalelf hat am Montag ihren letzten WM-Test mit Bravour bestanden. Die Roten Teufel besiegten in Brüssel WM-Teilnehmer Costa Rica nach einer insgesamt sehr guten Leistung 4:1. Vor allem Belgiens Stars Eden Hazard, Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku zeigten sich in bester Spiellaune.

Im Vergleich zum Spiel gegen Ägypten nahm Nationalcoach Roberto Martinez nur eine Änderung vor: Für Laurent Ciman fungierte Dedryck Boyata von Celtic Glasgow als Abwehrchef.

Die Startelf der in ihren gelb-schwarzen Ersatztrikots auflaufenden Roten Teufel: Courtois – Alderweireld, Boyata, Vertonghen – Meunier, Witsel, De Bruyne, Carrasco – Mertens, R. Lukaku, E. Hazard.

Dries Mertens (Belgien) jubelt nach seinem Tor zum 1:1. Foto: BRUNO FAHY/belga/dpa

Die erste Chance hatten die Gäste aus Costa Rica wegen eines schlechten Stellungsspiels der belgischen Abwehr. Kurz danach sorgte aber schon Hazard auf der Gegenseite für Gefahr vor dem Tor von Navas.

Im belgischen Spiel lief viel über De Bruyne, der auch für die Standards zuständig war. In der 19. Minute verhinderte Navas das 1:0 für Belgien mit einem tollen Reflex vor Lukaku, der jedoch eh im Abseits war.

Von Costa Rica, einer der Überraschungen bei der letzten WM in Beasilien, war noch nicht viel zu sehen – bis zur 24. Minute, als Ruiz eine leichtsinnige Kopfballabwehr von Vertonghen nutzte, um die Gäste in Führung zu bringen – 0:1.

Nach dem 0:1 ging die Post ab

Lange konnten sich die Spieler von Costa Rica nicht freuen, denn in der 31. Minute fiel der Ausgleich zum 1:1 durch Mertens nach Vorarbeit von Lukaku und dem omnipräsenten Hazard.

Belgien ließ nicht locker. Navas rettete bei einem wuchtigen Schuss von Lukaku, den der Schlussmann von Real Madrid direkt ins Gesicht bekam.

11.06.2018, Brüssel: Oscar Duarte (r, Costa Rica) und Romelu Lukaku (Belgien) kämpfen um den Ball. Foto: BRUNO FAHY/dpa

In der 37. Minute fiel das 2:1 durch Vertonghen, doch der Treffer wurde aberkannt – eine Fehlentscheidung, denn Belgiens Rekordnationalspieler war nicht im Abseits.

Das 2:1 fiel dann doch noch in der 42. Minute, als Mertens scharf vors Tor von Navas flankte und Lukaku den Ball direkt annahm, um Belgien in Führung zu bringen.

Es blieb beim 2:1 bis zur Pause. Bis auf den Fehler, der zur Führung für Costa Rica führte, und eine unzulängliche Defensivarbeit auf der linken Abwehrseite bot Belgien im ersten Durchgang eine ansprechende Leistung. Vor allem Hazard und De Bruyne waren stark.

Zum Start der zweiten Halbzeit kam Nacer Chadli für Thomas Meunier. Chadli setzte sich erstmals in Szene, als er nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung das 3:1 durch Lukaku vorbereitete.

Danach kam Michy Batshuayi ins Spiel, aber nicht für Lukaku, sondern für Mertens. In der 64. Minute fiel das 4:1 durch Batshuayi nach genialer Vorarbeit von Hazard und Lukaku. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

    • Sie sehen das falsch. Gerade wegen dem Druck aus der Öffentlichkeit haben die Roten Teufel so gut gespielt. Das gestern war aber nur die halbe Miete. In Russland müssen sie beweisen, dass sie ihr Geld wert sind.

  1. Costa Rica hat mit offenem Visier gespielt, dass kam dem belg. Team gelegen und sie konnten ihr Spiel aufziehen… Leider wurde Lukaku kurz nach der Einwechslung von Batshuayi ausgewechselt, hätte die zwei gerne noch etwas länger beobachtet. Boyata hat eine solide Leistung abgerufen… ggf. entwickelt er sich doch noch zu einem adäquaten Ersatz für den verletzungsanfälligen Kompany… weshalb Martinez ihm die 90 Minuten nicht gegönnt hat, bleibt mir unbegreiflich.
    Trotz alledem wiederhole ich mich, bitte „Team Belgien“ bleibt auf dem Boden der Tatsachen… der Weg zu einem WM-Titel ist ein weiter und Demut sowie Rackern von Spiel zu Spiel schadet nicht!

    • Sockenschuss

      Bin wieder ganz bei Ihnen. Habe mich auch gefreut Lukaku und Batshu endlich mal gemeinsam zu sehen. Kurze Freude! Aber sie scheinen ja gut zu harmonieren.War ein besseres Trainingsspiel gestern. Die Abwehr hält so allerdings keinem gutem Angriff lange Stand. So lange der Sturm ein Tor mehr schiesst ,als die Abwehr zu lässt, sehe ich darin keine Problem. Volle Kraft voraus!
      Unsicherheitsfaktor war gestern Alderweireld. Ist nach seiner Verletzung scheinbar noch nicht bei 100% .Boyata hat seine Sache,wie schon gegen Ägypten, gut gemacht.Hoffe trotzdem weiter auf Kompany.Lasst die Spiele beginnen!

  2. Kabinettschef

    Wenn die Vorrundenspiele über die Bühne sind , dann wartet BRD oder Brasilien , na dann ist schnellstens Feierabend . Sollte einer eine andere Meinung haben , das wäre zu vergleichen , als ob man eine Wurst nach ein paar Tagen noch in einem Hundezwinger findet .

    • Weshalb ständig dieser „Vergleich“ mit dem deutschen Team… wenn die Begegnung zustanden kommt, soll die bessere Mannschaft gewinnen. So simpel, oder habe ich etwas übersehen?

        • Sockenschuss

          wenn die Begegnung zustanden kommt, soll die bessere Mannschaft gewinnen. So simpel, oder habe ich etwas übersehen?

          Ja da haben Sie übersehen, dass im Fußball noch andere Faktoren eine Rolle spielen. Z.Bsp: Taktik,Glück, Fehlentscheidungen,Zufall,Psyche,…
          Wenn es nur um die bessere Mannschaft ginge, wäre Deutschland in Südafrika Weltmeister geworden und in Brasilien wäre man in der Vorrunde ausgeschieden. UPS! Ich möchte jetzt nicht vergleichen, aber in Südafrika spielte Deutschland jedes Spiel so auf, wie Belgien jetzt gegen Costa Rica, schieden dann aber gegen Spanien, weil sie sich deren Spiel aufzwingen liessen, leider aus. Und wieder mal wurde nicht die beste Mannschaft Weltmeister. Dieses Niveau von 2010 hat Deutschland nie wieder erreicht.

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