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1:2 – Die AS Eupen verliert trotz einer starken Leistung durch vermeidbaren Gegentreffer in der Nachspielzeit

Duell zwischen Union-Angreifer Simon Adingra (oben) und Eupens Abwehrchef Boris Lambert (unten). Foto: Belga

Die AS Eupen hat gegen Union Saint-Gilloise trotz starker Leistung 1:2 verloren. Der Siegtreffer für den Vizemeister fiel in der Nachspielzeit. Torhüter Lennart Moser sah dabei nicht gut aus.

Für dieses Spiel gegen das Überraschungsteam der letzten Saison, das auch seine Rückkehr in den Europapokal mit zwei Siegen feiern durfte, nahm AS-Coach Bernd Storck im Vergleich zur Niederlage in Ostende einige Änderungen vor. So stand Gary Magnée wieder in der Startelf, in der erstmals seit seiner Rückkehr nach Eupen auch Teddy Alloh zu finden war. Smail Prevljak war ebenfalls von Beginn an dabei.

Die Anfangsformation der AS Eupen: Moser – Van Genechten, Paeshuyse, Lambert, Davidson – Magnée, Peeters, Wakaso – Alloh, Prevljak, Nuhu.

Eupens Mittelfeldstratege Stef Peeters. Foto: Belga

Bei der Union Saint-Gilloise fehlte der Ex-Eupener Jean-Thierry Lazare wegen einer Sperre. Zudem war der verletzte Dante Vanzeir nicht mit von der Partie.

Gleich in der 1. Minute waren die Gäste gefährlich, als AS-Torhüter Moser ein Duell mit Stürmer Boniface verlor. Zwei Minuten später gab es den Zweikampf wieder, diesmal aber blieb der Keeper der Gastgeber Sieger.

In der 8. Minute kam ein weiter Pass von Teuma in den Rücken der Eupener Verteidigung, den Adingra nutzte, um Moser zu schlagen. Zunächst entschied Schiedsrichter Laforge auf Abseits, das aber vom VAR zurückgenommen wurde, 0:1. Schlechter hätte die Begegnung für Eupen nicht beginnen können.

In der 13. Minute flankte Peeters auf Van Genechten, dessen Schuss knapp am zweiten Pfosten vorbeiging. In der 18. Minute hatte die AS eine große Chance durch Peeters, dessen Schuss von Union-Torhüter Moris zur Ecke abgewehrt wurde. Der Eckstoß war dann aber von Erfolg gekrönt, denn der Ball von Nuhu wurde von Lambert per Kopf ins Tor befördert, 1:1.

Der Ausgleich gab Eupen mächtig Auftrieb. Vor allem Peeters und Nuhu spielten richtig gut. Bei der AS gab es einige sehenswerte Kombinationen. Nach einer halben Stunde war Eupen klar die bessere Mannschaft und gewann auch die meisten Zweikämpfe.

Starke Leistung: Eupens Stürmer Isaac Nuhu. Foto: Belga

In der 41. Minute rettete Davidson nach einem Freistoß von Teuma in letzter Sekunde vor Boniface. Ein Schuss von Alloh, mit dem aber Moris keine Mühe hatte, war der letzte Aufreger in dieser ersten Halbzeit, die von der AS größtenteils dominiert wurde. Ärgerlich war aus Eupener Sicht nur der Gegentreffer von Adingra für den Vizemeister.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Fehlpass von Rodriguez, den Peeters aber nicht richtig verwerten konnte.

In der 49. Minute hatten die Gäste eine große Chance, erneut in Führung zu gehen. Zum Glück für Eupen konnte Moser dies verhindern.

Bei der AS lief viel über Magnée, Peeters und Nuhu, die sich sehr schnell fanden. Hingegen war von Prevljak wenig zu sehen. Der Bosnier wurde auch nach 70 Minuten gegen Soumano ausgewechselt. Zudem kamen Jeggo und Charles-Cook ins Spiel für Magnée und den überragenden Nuhu.

Zu Beginn der Schlussphase erhöhte Union den Druck. In der 83. Minute brannte es im Eupener Strafraum nach einem Eckstoß von Teuma. In der Nachspielzeit sah Wakaso nach einem überharten Einsatz gegen Lapoussin Gelb-Rot.

In der Nachspielzeit patzte dann AS-Torhüter Moser, der im Duell mit Boniface nicht hoch genug sprang und dadurch eine 1:2-Niederlage verschuldete, die aus Eupener Sicht unverdient war. Nach der Länderspielpause ist Eupen bei St. Truiden zu Gast. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

19 Antworten auf “1:2 – Die AS Eupen verliert trotz einer starken Leistung durch vermeidbaren Gegentreffer in der Nachspielzeit”

  1. M der Block

    Der Unterschied lag darin das Eupen am Ende nur das Unentschieden haben wollte aber die Union wollte den Sieg . Deshalb steigt Eupen auch diese Saison verdient ab . Trotz Dauerkarte werde ich die Spiele vorläufig höchstens noch am Fernsehen verfolgen wenn überhaupt.
    Das tut man sich einfach nicht mehr an .
    Union hat verdient gewonnen .

    • Ostbelgien Direkt

      Es war schon eine starke Leistung, vor allem nach dem Ausgleichtreffer von Lambert zum 1:1. Wenn Eupen dieses Spiel gewonnen hätte, wäre der Sieg keineswegs unverdient gewesen. Ein Unentschieden war eigentlich das Minimum aus Eupener Sicht. Gruß

    • Peter Müller

      Schwache Leistung und trotzdem gewonnen. So langsam macht sich die Doppelbelastung bemerkbar. 4 Spiele in 2 Wochen sind zuviel. In der Meisterschaft sind sie nur noch Mittelmass. Ihre Konzentration liegt nur noch auf die Internationalen Spiele. Ist ja auch interessanter als gegen Eupen zu spielen; Das wird sich aber auch bald von alleine wieder regeln. Leider schafft Eupen es nicht, so etwa auszunutzen. Es sieht nicht gut aus.für Eupen, trotz den Neuverpflichtungen.

  2. Wieder einmal verloren. Wieder einmal ein Heimspiel. Dabei ist unser kleiner Platz gefürchtet.
    Doch das Kehrwegstadion ist seit Jahren ein Selbstbedienungsladen. Wer will, kann sich 1 oder auch 3 Punkte mitnehmen. Nur Ab und An ist eine Mannschaft zu blöd oder wird, wie in den seltensten Fällen, letztes Jahr Genk oder diese Saison Club Brügge, spielerisch und kämpferisch niedergerungen.
    Vor etwa 3 oder 4 Jahren hat die AS, zumindest die wichtigsten Heimspiele gewonnen. Darauf war Verlass. Big Points zu machen. Doch davon ist nichts mehr übrig. Was mir in den letzten Jahren absolut fehlt, ist der Wille Tore zu erzielen.
    Prevljak, hier lehne ich mich heraus, weil er anscheinend unser Ronaldo ist, ist in meinen Augen seit nahezu 1,5 Jahren ein glatter Ausfall. Mit einigen Ausnahmen. Ich weiß natürlich nicht Warum, ob es an ihm selbst liegt, oder der Taktik des Trainers geschuldet ist?
    Wir spielen seit mindestens 2 Jahren ohne Stürmer. Die Außen N´Drie und Nuhu sind keine Torjäger. Und über die Neuen kann ich nichts sagen. Aber da erwarte ich auch nicht viel. Und Prevljak spielt alles, nur nicht Stürmer. Im AS Spiel ist keine Boxpräsenz. Nie ist einer in der Mitte anspielbar. Prevljak ist überall, will selbst Ab und An, Einwürfe an der Mittellinie übernehmen.
    Wann hat Prevljak zum letzten Kopfball aus dem Spiel heraus angesetzt. Wann konnte man ihm kurz oder lang anspielen. Wann war er ein wirklicher Unruheherd der eine Abwehr beschäftigt. Hier kommt viel zu wenig. Da sehe ich lieber Offermanns spielen, der mit seiner jugendlichen Unbekümmertheit rein geht wo es weh tut. Mit Prevljak weiterhin in dieser Rolle werden wir absteigen.

  3. AS-FAN-KELMIS

    Tragische Niederlage. Das Spiel dauerte leider 1 Minute zu lang. Eine unnötige Aktion von Wakaso brachte eine rote Karte und einen letzten Freistoss.Wie kann ein solch erfahrener Spieler(im Spiel eine klare Verstärkung) so reingehen mit einer gelben im Gepäck?? Musste Storck nicht vorher darauf reagieren ?? Trotzdem mit dieser Leistung bleibt die Hoffnung auf Besserung.Auf gehts AS, es bleiben noch 25 Spiele und noch sind wir nicht tot !!!

  4. Anscheinend läuft alles nach Plan:

    Der Verwaltungsrat der AS Eupen hat die Verträge mit den beiden Direktoren des Clubs, Christoph Henkel und Thomas Herbert, auf jetzt unbefristete Dauer verlängert.

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