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AS will heute Abend in Gent Tabellenführung verteidigen – Stärkste Auswärtself zu Gast bei heimstarken „Buffalos“

AA Gent hat mit der Ghelamco Arena das modernste und schönste Stadion Belgiens. Foto: Shutterstock

Die eine Mannschaft steht nach dem 10. Spieltag der Jupiler Pro League auf Platz 14 und die andere ist Spitzenreiter. Aber nicht die AS Eupen ist die graue Maus im letzten Tabellendrittel und AA Gent nicht der Tabellenführer, sondern es ist genau umgekehrt.

Die Anfangsphase der Jupiler Pro League steckt voller Überraschungen. Zusammen mit Aufsteiger Union St. Gilloise, der auch gestern wieder für einen „coup d‘éclat“ sorgte, als die Brüsseler in der zweiten Halbzeit in Unterzahl einen 0:2-Rückstand in einen 4:2-Sieg umwandelten, ist die AS Eupen die Sensation.

Die stärkste Auswärtself der Serie (13 Punkte von 15 möglichen) ist an diesem Sonntagabend um 21 Uhr zu Gast bei AA Gent in der Ghelamco Arena, dem modernsten Stadion des Landes. Die „Buffalos“ sind ihrerseits mit 10 Punkten von 15 auf eigenem Platz sehr stark.

Laurent Depoitre (r) von AA Gent in Aktion. Foto: Jasper Jacobs/BELGA/dpa

Wie schon im letzten Jahr, wo sie noch über die Playoffs 2 einen Platz in der Qualifikation zur neuen Conference League ergattern konnten, sind die „Buffalos“ auch in dieser Saison schlecht gestartet. Auch ohne den zu Benfica Lissabon abgewanderten ukainischen Nationalspieler Roman Jaremtschuk verfügt Trainer Hein Vanhazebrouck über genügend Qualität im Kader, um seinen Club wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Deshalb sollte sich die AS Eupen heute Abend auf ein schweres Spiel gefasst machen.

AS-Trainer Stefan Krämer muss mit Jordi Amat und Edo Kayembe auf zwei Schlüsselspieler verzichten. Für Amat kommt noch einmal Benoît Poulain zum Zuge. Außerdem kann Krämer wieder auf Torhüter Manaf Nurudeen sowie auf die Offensivspieler Julien Ngoy und Leonardo Rocha zurückgreifen.

Stefan Krämer über seine Fußballphilosophie

Unterdessen häufen sich bei Stefan Krämer die Interview-Anfragen der belgischen Sportpresse. In einem längeren Gespräch mit der Zeitung „La Dernière Heure – Les Sports“ ist der 54-Jährige noch einmal auf seine fußballerische Laufbahn als Spieler und Trainer eingegangen – von den Anfängen bis heute.

Hein Vanhaezebrouck, Trainer von AA Gent. Foto: Eric Lalmand/BELGA/dpa

Dabei erfährt man so einiges über Krämer und seine Fußballphilosophie. Sein großes Vorbild ist übrigens kein deutscher Trainer, sondern der inzwischen verstorbene sowjetische bzw. ukrainische Coach von Dynamo Kiew und der UdSSR, Walerij Lobanowski. Krämer: „Lobanowski revolutionierte unsere Spielweise zu einer Zeit, als die Verteidiger noch mit einem Libero dahinter spielten. Ich war fasziniert, sah mir alle Spiele auf VHS an und drückte immer wieder auf die Pause- und Play-Taste. Sein Fußball ließ er so aussehen, als wären mehr als 11 Spieler auf dem Feld. Daraus ergaben sich weitere kleinere Anpassungen, aber es war die große Fußballrevolution.“

Zu seiner heutigen Fußballphilosophie sagt Krämer in dem Interview mit der „DH“: „Ich bin ein Offensivtrainer, der gerne vertikal spielt, aber auch eine defensive Basis hat. Ich bin kein Fan von Ballbesitz um jeden Preis, daran bin ich nicht interessiert. Man muss den Ball zur richtigen Zeit haben und ihn gut einsetzen.“

Die Fans der AS hoffen, dass dies auch heute Abend in Gent wieder gelingt. Eine spielentscheidende Rolle könnte bei den Schwarz-Weißen Stürmer Smail Prevljak spielen, der am Samstag, dem 9. Oktober, im Spiel der bosnischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation in Kasachstan zwei Treffer erzielte (siehe VIDEO unten).

Mal sehen, ob der 26-Jährige auch noch nach der Winterpause für die AS Eupen spielen wird… (cre)

HINWEIS – Das Spiel zwischen AA Gent und der AS Eupen beginnt am heutigen Sonntagabend um 21 Uhr. Liveübertragung im Fernsehen auf Eleven Sports Pro League (auf Proximus-TV Kanal 111, VOO oder Orange). Spielbericht beim Schlusspfiff gegen 22.50 Uhr hier auf „Ostbelgien Direkt“.

Nachfolgendes VIDEO zeigt die beiden Treffer von AS-Stürmer Smail Prevljak beim 2:0-Sieg der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina in Kasachstan:

 

 

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