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ALLES NUR SATIRE – Wenn der König ruft…

(Zum Vergrößern Bild anklicken). Foto: Belgian Royal Palace

König Philippe und Königin Mathilde hatten letzte Woche einen offiziellen Staatsbesuch in Kanada. Eine rund 200-köpfige Delegation begleitete das Königspaar.

Zur belgischen Delegation gehörten sechs Minister und ein Staatssekretär, 106 Geschäftsleute, 24 Rektoren oder akademische Leiter sowie 27 Medienvertreter. Zudem reisten alle Ministerpräsidenten mit, darunter auch DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG).

Das belgische Königspaar und die belgische Delegation bei einem Kurzaufenthalt in der kanadischen Stadt Toronto. Links im Bild DG-Ministerpräsident Oliver Paasch. Foto: Belgian Royal Palace

„Aus Sicht der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist unser Interesse an dieser Reise sicherlich begrenzt“, musste Paasch gegenüber dem Grenz-Echo einräumen. Es gehe aber darum, „einen Beitrag für das Land zu leisten“. Die Ministerpräsidenten der Regionen und Ge- meinschaften seien von König Philippe „ausdrücklich um eine Teilnahme gebeten worden“, um auf diese Weise die Vielfalt des Landes zu dokumentieren, so Paasch.

König Philippe hat es sich mittlerweile zur Gewohnheit gemacht, sich auf Reisen ins Ausland nahezu permanent von föderalen oder regionalen Ministern begleiten zu lassen. Denen bleibt in der Regel nichts anderes übrig, als ihre Arbeit für die Dauer der Auslandsvisite des Monarchen weitgehend ruhen zu lassen. Wer erteilt schon gerne dem eigenen Staatsoberhaupt eine Absage? (cre)

  1. Vereidiger

    Tja, so ist es. Diese Staatsbesuche werden jedoch von langer Hand vorbereitet. Die betroffenen Minister wissen also meist schon seit Monaten, dass sie diesen Termin haben. Sie können sich und ihre Entourage also darauf einstellen. Somit im Prinzip kein großes Problem, das klappt ja auch bei Urlaubsabwesenheiten…

  2. Irgendwie kann einem der König schon leid tun.
    Nimmt er keinen mit beschweren sie sich das sie ignoriert werden, Nimmt er jeweils einen im Wechsel mit finden die Flamen es nicht in Ordnung das er die Wallonen nach Kanada mitnimmt und die Flamen müssen mit nach Afrika. Oder umgekehrt natürlich.
    Und Herr Paasch? Der beschwert sich jetzt das die vielen Staatsbesuche seinen ganzen Zeitplan durcheinanderbringen. Wenn er aber nicht mitgenommen wird fühlt er sich diskriminiert.
    Dazu kommen dann die diversen Foren. Die Einen beklagen die Verschwendung die Anderen die mangelnden Resultate.
    Dabei wird der wichtigste Aspekt dieser Reisen viel zu wenig gewürdigt. Solange die Herren mit dem König auf Tournee sind können sie hier keine Interviews geben oder sonstwie Schaden anrichten.
    Ist das nix?

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