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Kramp-Karrenbauer (CDU) warnt vor überzogener Kritik an Trump: „Nicht mit Putin und Erdogan zu vergleichen“

11.02.2019, Berlin: Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Bundesvorsitzende. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Die Vorsitzende der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, hat vor überzogener Kritik an US-Präsident Donald Trump gewarnt.

„Wenn heute allzu oft auch in Diskussionen hier in Deutschland in einem Atemzug die Präsidenten Trump, Putin und Erdogan genannt werden, dann ist das eine Äquidistanz, die nicht hinzunehmen ist“, betonte sie am Mittwoch bei der Deutsch-Amerikanischen Konferenz in Berlin.

Man könne Trump zwar kritisieren, und das werde etwa von der Opposition in den USA und von unabhängigen Journalisten auch getan. „Der entscheidende Unterschied zwischen den Vereinigten Staaten und Russland zum Beispiel ist, dass Journalisten dort ihre Arbeit unbeeinträchtigt machen können, während sie in Russland in Schauprozessen vor Gericht gestellt werden.“

Nach Ansicht Kramp-Karrenbauers sind durch die Präsidentschaft Trumps „anti-amerikanische Reflexe“ wieder zu Tage gefördert worden, die es schon immer gegeben habe. Auch deswegen sei es so wichtig, den Unterschied zu Russland deutlich zu machen.

Kramp-Karrenbauer schlug damit eine andere Tonlage an, als Bundeskanzlerin Angela Merkel vor zwei Wochen in einer Rede an der US-Eliteuniversität Harvard. Merkel hatte sich dort klar von Trump abgegrenzt. Kramp-Karrenbauer hatte im Dezember die Parteiführung von Merkel übernommen, die zuvor 18 Jahre lang CDU-Chefin gewesen war. (dpa)

6 Antworten auf “Kramp-Karrenbauer (CDU) warnt vor überzogener Kritik an Trump: „Nicht mit Putin und Erdogan zu vergleichen“”

  1. Alfons van Compernolle

    Ich soll nicht Wissen, wo , wenn man von den unterschiedlichen Regionen absieht, Unterschiede zwischen Trump – Erdogan – Putin bestehen . Alter – Land – Namen, sind der einzige Unterschied.
    Charakter und Demokratie-Bewusstsein, haben alle drei nicht , da gibt es aber noch ein paar mehr von
    z.B. Orban & Maduro und und und!

    • Alfons van Compernolle

      Nun, warum muss Putin oder Kim young un etc etwas androhen / Anzetteln , wenn Trump schon dafuer sorgt. Die Auswirkungen dieser Trumpschen Drohungen und die moeglichen kriegerischen Konsequenzen, bekommen wir alle , auch Putin und Kim Young Un und die Chinesen etc etc, auf’s Brot
      geschmiert. Und das zu Recht, denn ueberall wo diese Typen an der Macht sind , wurden sie vom Waehler gewaehlt, mit Ausnahme Nord-Korea & China !!

  2. Conny Adenauer

    Zunächst etwas zu ihrem akrobatischen Namen. Wieso hat sie bei ihrer Eheschließung nicht dieses Karrenrad sausen lassen?
    Bezüglich der neuen CDU-Strategie, sich an den Krim-Besetzer und Journalisten-Verfolger Putin heran zu robben, sollte AKK lieber laut sagen, ob sie mit einem Mitgliederentscheid über die Kanzlerkandidatur einverstanden ist. Laschet ist ja noch ein Frischling, aber wehe wenn Merz antritt.

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