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Zwei Großereignisse in Aachen, der CHIO und die Karlspreisverleihung, wegen Corona-Pandemie verschoben

23.07.2017, Nordrhein-Westfalen, Aachen: Der deutsche Springreiter Maurice Tebbel auf dem Pferd Chaccos Son ist in dem großen Stadion unterwegs. Der CHIO in Aachen ist ein Reitturnier der Superlative. Foto: Friso Gentsch/dpa

Der CHIO in Aachen wird wegen der Coronavirus-Pandemie verlegt, soll aber noch in diesem Jahr ausgetragen werden. Auch für die Verleihung des Karspreises der Stadt Aachen muss ein neuer Termin gesucht werden.

Das bedeutendste Reitturnier der Welt werde nicht wie geplant vom 29. Mai bis zum 7. Juni stattfinden, teilte der Veranstalter am Mittwoch mit. „Ein Festhalten am geplanten Termin macht keinen Sinn, die aktuelle und zukünftige Gesundheit und Sicherheit aller am Turnier Beteiligten haben für uns allerhöchste Priorität“, sagte CHIO-Sportchef Frank Kemperman. Vorrangiges Ziel sei es, das Turnier zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr 2020 zu organisieren.

„Wir befinden uns bereits seit Längerem in intensiven Gesprächen mit dem Weltverband, dem nationalen Pferdesportverband, den Behörden und unseren Partnern“, erläuterte Kemperman. In den Gesprächen gehe es darum, auszuloten, was vor dem Hintergrund der Corona-Krise die beste Lösung für alle Beteiligten sei.

30.05.2019, Aachen: Antonio Guterres (M), Generalsekretär der Vereinten Nationen, erhält bei der Verleihung des Internationalen Karlspreises die Auszeichnung von Jürgen Linden, dem Vorsitzenden des Karlspreisdirektoriums (l), und Marcel Philipp (CDU, r), Oberbürgermeister von Aachen. Der Preis wird seit 1950 am Himmelfahrtstag verliehen. Foto: Henning Kaiser/dpa

Die Organisatoren wollen auch die Kartenkäufer mit allen weiteren notwendigen Details versorgen, sobald ein neuer Austragungszeitpunkt gefunden sei, hieß es weiter. Die Geschäftsstelle des CHIO Aachen bleibt aufgrund der aktuellen Umstände weiterhin geschlossen.

Bei dem internationalen Turnier gehen seit Jahrzehnten Nationalteams in verschiedenen Disziplinen an den Start. Jährlich kommen an allen Wettkampftagen mehr als 500.000 Besucher in die Aachener Soers. Allein das Reitstadion fast 40.000 Zuschauer.

Die Karlspreis-Verleihung an den rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis wird nach Angaben der Stadt Aachen ebenfalls wegen der Corona-Pandemie verschoben.

Der Karlspreis müsse auch ein Bürgerfest und ein Fest der europäischen Begegnung sein, das unter den derzeitigen Umständen nicht stattfinden könne, begründete das Karlspreisdirektorium am Mittwoch seine Entscheidung. Der Festakt war für den 21. Mai geplant.

Auch Iohannis sei der Auffassung, dass die Verleihung nicht stattfinden könne, teilte der Direktoriumsvorsitzende Jürgen Linden nach einem Telefonat mit dem designierten Preisträger mit. Rumänien sei ebenfalls von der Epidemie hart betroffen. Iohannis hoffe, dass man bald nach der Eindämmung der Pandemie einen neuen Termin finden werde. (cre)

3 Antworten auf “Zwei Großereignisse in Aachen, der CHIO und die Karlspreisverleihung, wegen Corona-Pandemie verschoben”

  1. Karlspreis

    Wie kann man einen Preis nach einem grausamen Gewaltherrscher benennen. Karl der Große eroberte sein europäisches Reich mit dem Schwert, dafür ließ er ein Drittel der damaligen Bevölkerung ermorden. Sie wurden bestätigt durch die historische Forschung, geköpft, verbrannt oder in Teile gerissen oder von importierten Löwen gefressen. Aber wie es so ist, wenn etwas so lange her ist dann werden selbst Despoten glorifiziert und als europäische Vorbilder verkauft. Unser Kaiser Karl der edle, hellstrahlende, gütige, sorgende Vater aller Menschen Europas.

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