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Yves Kreins vertritt künftig die DG in Brüssel – Alexander Homann in Berlin

Die belgische Vertretung in Brüssel steht künftig unter der Leitung von Yves Kreins.

Die Vertretung der DG in Brüssel steht ab dem 15. November unter neuer Leitung.

Die Regierung bezeichnete den 65-jährigen Juristen Yves Kreins zum Nachfolger von Alexander Homann, der seinerseits ab sofort die gemeinsame Vertretung der DG, der Wallonie und der Föderation Wallonie-Brüssel in Berlin anführt.

„Kreins setzte sich in einem Auswahlverfahren durch und verfügt unter anderem dank seiner erfolgreichen Berufslaufbahn über ein umfassendes Expertenwissen, das er in der Brüsseler Rue Jacques Jordaens, seinem neuen Arbeitsplatz, gewinnbringend im Sinne der Interessen der Deutschsprachigen Gemeinschaft einbringen kann“, hieß es in einer Pressemitteilung der DG-Regierung.

Dezember 2015: Yves Kreins, Präsident des Staatsrates, trägt sich in das Gästebuch des Parlaments der DG ein. Foto: PDG

Bis zum 31. August dieses Jahres war Yves Kreins, der sein Abitur an der St. Vither Bischöflichen Schule absolvierte, bevor er an den Universitäten von Lüttich und Trier zunächst eine Lizenz der Rechte erwarb und in der Folge eine postuniversitäre Ausbildung abschloss, als Erster Präsident des Staatsrates tätig. Damit stand er dem höchsten belgischen Verwaltungsgericht vor.

Zahlreiche weitere Funktionen übt bzw. übte Kreins ergänzend zu seinem beruflichen Engagement aus. So ist er etwa seit 2015 Mitglied des Kuratoriums der Europäischen Rechtsakademie (ERA) in Trier und gehört bereits seit 1991 dem Verwaltungsrat des „Théâtre Royal de la Monnaie“ an.

Seit dem 1. Juli dieses Jahres ist der künftige Vertreter der DG in Brüssel überdies auch Richter am Verwaltungsgericht der Internationalen Arbeitsorganisation IAO.

Unter folgendem Link finden Sie einen detaillierten Lebenslauf von Yves Kreins:

Lebenslauf von Yves Kreins

  1. Réalité

    Dieser Flohzirkus in Eupen meint ja schon ein ganz grosser Apparat zu sein!? Wann, und durch wen werden werden wir denn demnächst mal bei der UNO, NATO, OSZE und so weiter vertreten werden!?
    Referenten müssten ja bald zahlreich genug sein!? Mein lieber Mann, was ein Ding!? Lachhaft, das ganze, und für 70.000 Leute. Die Welt gerät noch aus den Fugen…..
    Müssten die Auftraggeber gut das Personal all selber bezahlen, so wie der Unternehmer, ja dann….??

    • Richtig, ich fühl´mich jetzt auch plötzlich wieder viel aufgehobener, vertretener. Der Herr Alexander Homann zeigte doch unter der Arbeit Last langsam Verschleisserscheinungen. Mit Kreins bricht eine neur Ära an, jetzt geht es wieder bergauf. Es ist viel Arbeit liegen geblieben; Arbeit, die seinem Vorgänger wohl über den Kopf wuchs. Doch jetzt leuchtet wieder ein helles, weisses Licht am ostbelgischen Horizont. Ein Mann vom Kaliber des Herrn Kreins wird, wie die Herren Miesen und Lambertz im Senat, die Ärmel hochkrempeln und voller Elan die ihm gestellten Aufgaben angehen. Es war fünf vor zwölf, aber eben doch nicht zu spät. Unsere Zukunft ist gesichert; mogen werde ich einen Baum pflanzen, ein Haus bauen und …da war noch was….egal. Das Leben ist schön.
      Herr Kreins, herzlichen Glückwunsch, Sie sind, angesichts dieser Mammutaufgabe wahrlich nicht zu beneiden, aber wir Bürger der DG stehen hinter Ihnen.

  2. Yves Kreins ist 65 und also Rentner wie du und ich.

    Da er nun von seiner kargen Rente leben muss, ist es verständlich, dass er sich ein Zubrot verdienen will bzw. muss.
    Oder ist das ein Ehrenamt?

  3. Marcel Scholzen eimerscheid

    Der diesem Artikel beiliegende Lebenslauf erinnert mich an folgenden politischen Witz :

    Ein 35jähriger Politiker stirbt und steht nun vor dem lieben Gott und beschwert sich : „In der Blüte meines Lebens musste ich sterben. Das ist nicht richtig. Warum ? Ich verstehe das gar nicht.“.
    Der liebe Gott antwortet ihm etwas verlegen : „Wissen Sie, als ich Ihre große Anzahl Mandate und Posten sah, u.a. Abgeordneter, Bürgermeister, Jurist, Vorsitzender des örtlichen Taubenzüchtervereins, diverse Aufsichtsratsposten in öffentlichen Unternehmen, dachte ich, Sie seien schon 90 Jahre alt und es wär für das Sterben höchste Zeit. Ist mir irgendwie peinlich die Situation. Aber dafür kommen Sie direkt in den Himmel.“

  4. Es reicht!

    Werter Herr CREMER,
    handelt es sich bei den Vertretungen um Ehrenposten oder werden diese vergütet. Wenn Ja wie sieht dann die Besoldung aus? Wieviel kosten die Vertretungen in BRÜSSEL und BERLIN.
    Herr CREMER sie sind hier zum Faktencheck gebeten!

  5. Interessant wäre es zu erfahren, wo es denn einen Aufruf gegeben hat für diesen Posten. Es heisst ja, dass er sich in einem Verfahren durchgesetzt hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Regierung auf ihn zugegangen ist und ihm diesen Posten angeboten hat.
    Er ist eine sicherlich schmeichelhafte Personalie für die DG, erfolgreich, unumstritten, zudem noch sympathisch. Ich kann es nur begrüßen, das man einem verdienstvollen pensionierten Mann diese Aufgabe übergibt, vor allem deshalb, weil in der Vertretung der DG in dem ehemaligen hôtel de maître (das sich in sicherer Entfernung von den Entscheidungszentren der föderalen Politik befindet) nichts Wichtiges, Bedeutendes oder Bewegendes passiert.

  6. Ich denke als Nächstes wird wohl ein ständiger Platz im UN Sicherheitsrat für die DG zur Diskussion stehen. Eine so wichtige Institution wie DG sollte natürlich auch über Atomwaffen verfügen um unsere Autonomie gegen jeden Agressor zu verteidigen. Man sieht, unsere Minister haben noch viel Arbeit vor sich, ein 5. Minister wäre da sicher nicht überflüssig….

    • Ich hätte neben meinem Gemüsebett noch ein Plätzchen frei für eine Abschussrampe.
      Diese könnte auch genutzt werden um 2018 einige Gemein(d)e-Politiker in die Mondumlaufbahn zu befördern.😇😂😜

      • Graf Ortho

        Ich habe in meinem „Gemüsebett“ auch noch einen Platz frei, allerdings nicht für eine Abschussrampe.

        Danke für diesen Tippfehler (Ich hoffe doch, es war einer). Mal was zum Lachen beim Frühstück.

        Sie sollten mal überlegen, ob sie nicht besser Ihre immer gleichen Kommentare auf diese Rampe setzen sollten, um sie zum Mond zu schicken.

        • @ Graf Ortho

          Interessant wird es sein zu beobachten was passiert wenn die Rakete mit den Politikern auf ihrer Umlaufbahn auf die Polit-Größen trifft die, nach Realists Meinung, ohnehin hinter dem Mond leben.

    • Zappel B.

      Glauben sie denn wirklich, dieser ehrbare Herr habe sich echt für diesen Job bei Selor beworben und dort die entsprechenden Prüfungen abgelegen müssen.? Er hat wahrscheinlich gesprächsweise Interesse an dieser Aufgabe bekundet und Paasch hat nicht zweimal überlegt, um sich dessen gut gefülltes und wertvolles Adressbuch zu sichern, insbesondere mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen mit dem Foederalstaat für weitere Zuständigkeiten. „Un vrai coup de maître“, finde ich… Der wird mit Sicherheit keine Brötchen für die Empfänge schmieren und die Reserven im Weinkeller nachprüfen müssen… Und die Bezahlung ist m.E. sicher nicht die Hauptmotivation bei diesem Deal gewesen, kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen. Da Homann nach Berlin geht entsteht auch kein zusätzlicher Job (egal wie man zu dem „Gedoens“ mit den Botschaften steht, besonders die in Berlin.

      • Réalité

        Hallo Zappel, Weinkeller!? War da nicht mal einiges zuwenig!? Auf der Hochzeit „zu Kanaan“?
        Was sind wir doch für ein Schlaraffenland, dass wir uns solchen „BLÖDSINN“ leisten MÜSSEN??
        Wenn die Restwelt allemal auch noch so „bekloppt“ wäre…..wie wir 70.000….
        Unglaublich!?
        Abschaffen, und schnell!

      • Nicht Nurso

        Die Werbung für die DG ist schon mal gelungen. Das war heute in allen Inlandszeitungen. Sogar auf RTL. Kreins war der höchste Richter in Belgien. Einen besser bekannten Vertreter hätte die DG nicht finden können. Gute Wahl. Brüssel ist wichtig für die DG

  7. Pressekonfekt

    Eigentlich für den gemeinen Bürger und Laien unverständlich,das ein Richter einen solchen Job annimmt/annehmen darf!?
    Da war doch vor Jahren schon mal genügend „gerumort“ worden, mit einem hohen Justizbeamten, der in Eupen rein und raus lief!?

    • Herr Kreins war bis zum 31. August Erster Präsident des Staatsrates.
      Das steht klar und deutlich oben im Artikel.
      Er ist also jetzt Rentner und kann sich wie jeder „gemeine Bürger“ etwas zu seiner – wie ich oben schrieb – kargen Rente hinzuverdienen.

      Es lohnt es sich immer, erst zu lesen und nachzudenken, anstatt sofort die üblichen Klischees zu bedienen.

      • @ Zaungast: Bitte auch selbst richtig lesen! Es ging „Pressekonfekt“ zunächst darum, seine Verwunderung darüber auszudrücken, dass gerade ein ehemaliger Richter (!!) einen solchen Posten annimmt / annehmen darf. Diese Verwunderung teile ich.
        Und noch etwas: Das vor nicht allzu langer Zeit verabschiedete Gesetz, das ab 65 uneingeschränkte Zusatzeinkünfte zur Pension zulässt, gehört möglichst schnell abgeschafft! Es dient doch nur solchen Leuten wie Y. Kreins, ausrangierten Politikern mit Verwaltungsratsmandaten…

        • Sie irren leider.
          ‚Pressekonfekt‘ schrieb: „Eigentlich für den gemeinen Bürger und Laien unverständlich,das ein Richter einen solchen Job annimmt/annehmen darf?“

          „… das (!) ein Richter…“
          Da steht nichts von einem „ehemaligen“ Richter.

          Ein pensionierter Richter ist ein Rentner wie jeder andere auch.

          Gut, dass Sie dieses Gesetz abschaffen wollen. Die vielen Rentner, die gezwungen sind, ihre magere Rente aufzubessern, werden es Ihnen danken.

          Dass Herr Kreins dieses Zubrot nicht nötig hat, versteht sich von selbst, bei seiner sicherlich nicht „kargen“ Rente. Dennoch begeht er keinen Rechtsbruch, wie es suggeriert wird.

  8. Fritte Martha

    Mir wurden geheime Tagebucheinträge aus der Vertretung der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Brüssel, Hôtel De Brouckère, rue Jacques Jordaens 34, 1000 Brüssel zugespielt. Hier einer der interessantesten Auszüge:
    3.9 2017: keine besonderen Vorkomnisse.
    4.9 2017: Heute gegen 17 Uhr schellten die Zeugen Jehovas, habe ihnen drei Wachtürme abgekauft.
    5.9 2017: Gardinen gewaschen und Frittenfett gewechselt.
    6.9 2017: keine besonderen Vorkomnisse.
    7.9.2017:Josef Maraite rief an; in Burg Reuland ist alles friedlich.
    8.9 2017: keine besonderen Vorkomnisse.
    9.9 2017: Karl-Heinz hat morgen Senatssitzung, Doppelbett neu bezogen.
    10.9 2017: K.-H. ist nicht erschienen, habe drei Flaschen Gavinac de Pommereuil alleine geschafft..
    11.9 2017: keine besonderen Vorkomnisse.


    • Réalité

      Toll Blob! Sie müssen unbedingt mehr schreiben bei OD. Dann sparen sich in Zukunft noch mehr Abonnenten das G E.
      Es ist schon ein „Unding“ dieses Brüsselhaus der DG, von Berlin ganz zu schweigen.
      Es wäre mal interessant für die Opposition im Eupener Parlament um Nachfrage zu den Nutzen, Handhabungen, Kosten etc!?
      Es ist nur eine Fortsetzung des schon bestehenden Unikums.
      Was brauchen gerade mal 70.000 Personen solche Dinger!? Die Politik sollte da „Arbeitsplätze“ be- und anschaffen, wo sie von Volkes Nutzen sind und wären! Aber nicht das Gegenteil!! Wenn sie dann selber das alles bezahlten, OK, aber nicht auch noch durch den schon so arg gebeutelten Steuerzahler obendrauf!?
      Das ist das Skurile und unverständliche am Ganzen!?
      Urkomisch und Lachhaft!
      Wo doch überall die Sparflammen angemacht wurden und noch werden!?
      Und gerade hier riecht es sowieso nach „Klüngel“!?

  9. Ich wusste bis eben nicht, dass wir auch einen Delegierten der DG bei der belgischen Vertretung bei der EU haben. Was macht der denn den ganzen Tag? Hat der auch einen Mitarbeiter, eine Sekretärin und eine Putzfrau?

    • Réalité

      Was denken Sie denn sonst, el verde!?_? Nur sehr wenige, u a der Karl Heinz, die machen das noch Ehrenamtlich!?_? Wir habens ja…..und die ganz sicher auch, und zwar üppig…

  10. Zappel B.

    Es ist wie ich oben schon schrieb :
    Premier Michel : Jobs, Jobs, Jobs, …
    Kreins : Kontakte, Kontakte, Kontakte, … An sich ja o.k., könnte man auch bezeichnen als „universeller Botschafter der DG“ oder „inoffizieller Außenminister der DG“… Oder einfacher : „Netzwerker“ für die DG,, wie KHL das früher nannte.
    Aber, doch ein Job mehr (neuer Mitarbeiter) für die „lästige Arbeit“ bei der Leitung der „DG-Botschaft“ in Brüssel (Brote schmieren, Weinkeller, u.a.m.) ..,

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