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Italien: 793 Tote an einem Tag – so viele wie nie zuvor: „Größte Herausforderung nach dem Zweiten Weltkrieg“

20.03.2020, Ukraine, Kiew: Ein Bus fährt an einem Gebäude des Kiewer Rathauses vorbei, das mit den Farben der italienischen Flagge beleuchtet ist, um die Unterstützung für Italien zu zeigen. Foto: Sergei Chuzavkov/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

AKTUALISIERT – Italien kann all die Toten fast gar nicht mehr beweinen. Trotz Ausgangssperren sterben immer mehr mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Jetzt ist die Zahl so hoch wie nie zuvor. Unterdessen lässt die Regierung in Rom im Zuge der Coronavirus- Pandemie alle nicht lebensnotwendigen Produktions-Aktivitäten schließen. 

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat Italien an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet und damit so viele wie nie seit dem Ausbruch im Land. Bis Samstag starben 4.825 Menschen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Das sind 793 mehr als am Vortag.

Besonders stark betroffen ist die nördliche Region Lombardei, wo das Virus Ende Februar ausgebrochen war und die Krankenhäuser mittlerweile vor dem Kollaps stehen. In Italien stieg die Zahl der Infizierten trotz aller Sperrmaßnahmen nun auf 53.578 Menschen – das sind über 4.800 mehr als am Vortag.

21.03.2020, Italien, Serina: Särge warten auf den Transport zum Friedhof in der Kirche von Serina in der Nähe von Bergamo. Foto: Claudio Furlan/LaPresse/dpa

Italien ist das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten wegen des Coronavirus auf der Welt. Die Regierung hatte daher erst am Freitag die Ausgangssperren verschärft, die seit dem 10. März landesweit gelten. Allerdings fordern Regionalpolitiker im Norden weitere Maßnahmen. Auch weil sich einige Menschen immer noch nicht an die Auflagen halten.

In der Lombardei war der Ausbruch vor einem Monat bemerkt worden. Dort sind zum Beispiel Fabriken noch geöffnet, in die die Menschen zum arbeiten gehen.

Zivilschutzchef Angelo Borrelli betonte in Rom, dass bei den Verstorbenen die Todesursache nicht abschließend geklärt sei: Also ob die Menschen nur an Covid-19 starben oder ob der Grund eine andere Krankheit war.

Mehrere Gründe für die hohe Anzahl Todesopfer

Die allermeisten Opfer sind über 70 Jahre alt, viele litten an einer oder mehreren Krankheiten, zum Beispiel an Diabetes, Krebs oder Atemwegsproblemen. Allerdings warnen Experten auch, dass die Krankheit bei jüngeren Menschen einen schweren Verlauf nehmen kann.

21.03.2020, Italien, Ferrara: Die Konvois der italienischen Armee aus Bergamo transportieren die Leichen der Verstorbenen vom Coronavirus zum Friedhof von Ferrara, wo sie eingeäschert werden.Foto: Massimo Paolone/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Die Zahl der Toten ist in Italien im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Infizierten auffällig hoch. Unklar ist die genaue Ursache dafür.

Es könnte mehrere Gründe geben: Italien hat eine der ältesten Bevölkerungen weltweit – und die meisten Toten waren ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Allerdings ist die Bevölkerung in Deutschland auch nicht wesentlich jünger. Viele Großeltern wohnen in Italien mit ihren Kindern und Enkeln im Haus oder sind mehr als in Deutschland in das tägliche Leben eingebunden. Daher sind Ansteckungen einfacher.

Auch gehen Experten davon aus, dass die Dunkelziffer bei den Infizierten wesentlich höher ist als angegeben, viele mild oder symptomlos verlaufende Fälle werden nicht erfasst. Daher ergibt sich eine noch höhere Sterberate als zum Beispiel in China.

Italien schließt nicht lebensnotwendige Produktion

Am schlimmsten betroffen sind die Provinzen Bergamo und Brescia. In Bergamo können die Toten seit Tagen nicht mehr alle in die örtlichen Krematorien gebracht werden. Am Samstag transportierte daher erneut das Militär Dutzende Särge in andere Städte.

20.03.2020, Italien, Mailand: Ein Soldat der italienischen Armee steht auf der Piazza Duomo Wache. Foto: Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa

„Wir hoffen, dass wir bald Licht am Ende des Tunnels sehen, bisher sehen wir es noch nicht“, sagte Bürgermeister Giorgio Gori. Strikte Ausgangssperren und andere Maßnahmen zeigten leider noch nicht ihren Effekt. Experten gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Opferzahlen immer noch nicht erreicht ist.

Die italienische Regierung lässt im Zuge der Coronavirus- Pandemie alle nicht lebensnotwendigen Produktionsaktivitäten schließen. Davon seien unter anderem Supermärkte, Banken, Post und Apotheken ausgeschlossen, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Samstagabend. Er sprach von der „größten Herausforderung nach dem Zweiten Weltkrieg“.

„Wir haben beschlossen, jede produktive Tätigkeit zu schließen, die nicht entscheidend und unerlässlich dafür ist, uns essenzielle Güter und Dienstleistungen zu garantieren“, so Conte. (dpa)

97 Antworten auf “Italien: 793 Tote an einem Tag – so viele wie nie zuvor: „Größte Herausforderung nach dem Zweiten Weltkrieg“”

    • Guido Scholzen

      panikmache sollte man auch bei jeder grossen grippewelle machen und wenn es nur lokal oder regional ist, nicht nur bei covid-19.
      die meisten vergessen, dass abertausende von toten bei grippewellen „normal“ sind, und auch nur eine randnotiz wert sind. leider.

      wer sich über die situation in italien bescheid wissen will, hier ist die offizielle italienische website dazu:
      https://lab.gedidigital.it/gedi-visual/2020/coronavirus-in-italia/
      norditalien ist deshalb so betroffen, weil die verstädterung höher ist als anderswo: 70% der norditaliener wohnen in städten.

      • Gemein(d)e

        Achso, also mehr +627 Tote pro Tag für nur ein Land wird dann weniger schlimm sein als die Grippe?
        Die anderen Länder kommen ja auch,… btw gegen Grippe kann man sich Impfen dazu ruft das RKI jedes Jahr mehrfach auf ,die alten und chronisch kranken sollen sich impfen etc.
        Wo und wann hat die Grippe denn an einzelnen Tagen mehr als 600 Todesopfer gefordert in nur einem Land , und das über mehrere Tage hinweg?

        Tolle Logik Herr Scholzen, sie zeigen hier gerade ihre wahres Potential Informationen zu verarbeiten. Aber alles nur Panikmache , oh man sie haben den Knall wohl immer noch nicht gehört.

        • Guido Scholzen

          im jahr 2015 gab es von januar bis april in belgien 6.000 grippetote, darunter tage mit 100 toten. belgien hat 10 mill. einwohner, italien 60 mill. einwohner. nun rechnen wir die statistik mal um: ist es also möglich, dass es eine virus-epidemie in italien gibt mit 600 toten jeden tag? ja, statistik lag das immer im möglichen.
          inzwischen geht man davon aus, dass die dauer der corona-epidemie mit der einer grippewelle vergleichbar ist.

          die sterblichkeitsrate ist bei covid-19 höher als bei grippe.
          aber hier gibt es widersprüchlichkeiten: in china je nach region zwischen 0.7% bis 4%, in norditalien aber bei 10%. mehr alte menschen als anderswo?

          • Herr Scholzen sind Sie so dumm oder tun Sie nur so?
            Wir sprechen von einer exponentiellen Entwicklung.
            Heute 600 Tote, morgen 8000 oder 900 und so weiter.
            Auch wüsste ich gerne wer behauptet dass die Dauer mit einer Grippe Epidemie vergleichbar ist ?
            Hören Sie bitte auf die Dinge zu verharmlosen, Sie werden von Menschen gelesen die daran glauben und munter weiter so tun als ob nichts wäre.
            Sie sind gemeingefährlich.

            • Guido Scholzen

              der vergleich mit der dauer einer grippewelle kam gestern beim BRF.
              sollte dies nicht eintreffen, beschweren Sie sich bitte beim virologen Van Ranst
              https://brf.be/national/1366627/

              sollte es trotzdem zu einer exponentiellen anstiegsrate kommen, dann kam die „allgemeine abriegelung“ zu spät oder bewirkt nichts. in china gab es diesen exp.anstieg nicht.

    • —– Was mich und eigentlich JEDEN etwas zum Grübeln bringen müsste —-

      … Wie kann es sein, dass alleine in diesem Jahr bis jetzt „trotz Impfungen“, mehr Menschen mit dem Influenza-Virus „Infiziert“ und daran „Verstorben“ sind als durch Corona, aber diese „normalen“ Influenza Infizierten & Opfer entweder „gar nicht“ oder nur „nebenbei“ in den Nachrichten erwähnt werden.. während bei Corona jeder einzelne (beteiligte/echte) Corona-Verstorbene aufgezählt wird und die halbe Wirtschaft + das soziale Leben lahmgelegt werden?

      Selbst Experten vergleichen diese Corona Variante zum jetzigen Zeitpunkt, (und wir haben nur den jetzigen Zeitpunkt, alles andere ist Spekulation), was seine Verbreitungsart, Gefährlichkeit und Symptome angeht, mit dem Grippevirus..
      Man müsste logischerweise zur Zeit genau die gleiche Panik schieben vor dem Grippevirus wie vor dem Corona Virus, aber danach kräht kein Hahn.
      — Es scheint fast weniger bedeutsam zu sein an einem bekannten Virus zu erkranken/Sterben, als an einem Neuen.–

      — bezüglich Italien —
      Und ich würde gerne mal wissen wie viele in Italien vielleicht auch zusätzlich mit dem Influenza Virus infiziert waren und diese trotzdem in die Corona Statistik wandern nur weil sie positiv darauf gestestet wurden.. in den Medien wird nicht differenziert woran genau jemand dort verstarb,.man veröffentlicht eine Zahl: „800 PRO TAG!!!“ Und was dann in den Köpfen der Leute passiert kann man sich ja denken… „Der Killer-Virus hat wieder zugeschlagen!“ und es entsteht noch mehr Panik..

      .. mein Gefühl sagt mir inzwischen dass der wirtschaftliche und soziale Schaden durch die Krise, (die wir uns selber grade erschaffen), letztendlich schlimmer sein werden als die Auswirkungen des Viruses selbst.. aber das wissen wir wohl erst wenn`s vorbei ist.

      PS: Jeder der sich mal ein neutrales Bild machen möchte.. weder in Richtung Verharmlosung noch Panikmache, sollte sich vielleicht mal dieses Video anschauen. Ist ist sehr informativ das Virus mal „sachlig“ kennenzulernen, anstatt es als Monster zu versinnbildlichen.. und es nimmt einnen etwas die Angst ohne Respekt davor zu verlieren.

  1. peter Müller

    Italien und besonders Südtirol ist ein sehr beliebtes Reiseland , Sommer wie Winter. Sobald man in kleinere Hotels oder Pensionen kommt, stellt man fest, dass meistens Drei Generationen da mitarbeiten, und auch zusammen wohnen. Da bleibt es nicht aus das überwiegend die Älteren Menschen von dem Virus betroffen sind.

  2. Vorsicht Mücke

    Und unser Epizentrum liegt in Heinsberg. Leider hat Herr Laschet immer noch nichts verstanden und NRW spielt weiter fröhlich Russisch Roulette.
    Interessant,dass Städte wie Leverkusen aufgrund seines scheinbaren Unfähigkeit entsprechende Massnahmen zu ergreifen, selbst Ausgangssperre verhängen müssen

  3. dr fritz van ut jen aunderstadt

    Habe den Herrn Laschet seit Beginn ein wenig verfolgt. Am Anfang habe ich ihn tatsächlich aks fähigen Krisenmanager gesehen, der einiges in die Hand genommen hat. Im Laufe der Pandemie merkt man aber, oweh der Laschet ist gekauft von der Wirtschaft. Sein Interview gestern im WDR war unter der Gürtellinie, er hat nicht auf eine einzige frage geantwortet welche die Moderatorin ihn stellte. er verwies immer auf das, was er am Anfang getan hat. Das interessiert jetzt keinen mehr, die Leute wollen lehr und er hat die Eier nicht, weil die Wirtschaft ihn schon geschmiert hat als designierten Kanzler…

  4. Johann Klos

    Hallo,
    Wer sich die Zeit nimmt und diesen Artikel in Ruhe durchliest wird mit sich und seiner Umgebung wesentlich disziplinierter umgehen.
    Wir werden uns auf ganz andere Zeiten einstellen müssen.
    Das nur keiner glaubt das in China die Sache gegessen ist. Die staatlich durchgesetzten Zwangsisolierung hat der Ausbreitung épine Atempause eingeràumt.
    Dièse wird aberniche bon Dauer sein, dafûr wurden in China niche genûgend Menschen infiiziert.

    https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/christian-drosten-coronavirus-pandemie-deutschland-virologe-charite

    • Absolut korrekt. Andere Zeiten sicherlich. Doch das, was im Moment abgeht und entschieden wird schadet nicht nur der Wirtschaft sondern zerstört sie. Luxusberufe, wie zum Beispiel Politiker (wie Sie auch einer waren) arbeiten (?) vorbildhaft vom HomeOffice aus.
      Rechtfertigt wird die Sache damit, dass die Gesundheitssysteme nicht zusammenbrechen. Könnte man ja mal Politikern zum Vorwurf machen.

      Zig Tausende massakrierte Kleinunternehmen und weitere hunderttausende zerstörter Arbeitsplätze sind ja dann erst ein Problem danach.

      Soziale Kontakte (auch drastisch) reduzieren, macht ja Sinn. In jedem Dorf, Land, Staat täglich neue Notstandsmassnahmen ausdenken wohl kaum.

    • Es scheint es würde Sie erfreuen wenn die Infektionen in China wieder ansteigen würden. Der Mythos der gelben Gefahr ist noch immer in den Köpfen. Widerlich! Und so einer wollte Politiker sein. Wobei Sie sich gut in die Gallerie der Unfähigen einreihen würden…

  5. Hier in Belgien haben so manche Unternehmer den Ernst der lage noch nicht begriffen. Wenn Bauunternehmer die in Luxemburg arbeiten und dort die Baustellen dicht gemacht werden, und trozdem hier auf Belgischen Baustellen weiter arbeiten als wäre nichts gewesen ,dann tut es mir Leid . Die haben den Knall nicht gehört. Ich hoffe das die Regierung diese Firmen ordendliche Bussgelder von mehreren 1000 Euro verhängt damit die mal wach werden.

  6. Hirn Ein

    Italien hat die Statistiken zu Corona veröffentlicht. Jeder kann sich selber sein herausnehmen. Für meinen Teil stelle ich fest, dass wirklich viele Menschen schon eine Vorgeschichte haben. Daher, keine Psychose wegen Corona machen, aber Rücksicht auf die Schwachen nehmen.

    https://www.n-tv.de/panorama/Nur-fuenf-Tote-waren-juenger-als-40-Jahre-article21655184.html

    Das Coronavirus wird auch in Italien fast ausschließlich für alte Menschen gefährlich. Von mehr als 2000 untersuchten Todesfällen waren nur fünf jünger als 40 Jahre – und alle fünf litten an schweren Vorerkrankungen.

    In Italien liegt das Durchschnittsalter der an den Folgen einer Coronavirus-Infektion Verstorbenen bei 79,5 Jahren. Bei 70 Prozent der Toten handele es sich um Männer, teilte das italienische Institut für Gesundheit (ISS) in Rom mit. Die Wissenschaftler stützen sich auf Daten von 2003 der in Italien verstorbenen Corona-Patienten. Insgesamt meldete Italien bis Mittwoch 2978 Todesfälle durch das neuartige Coronavirus.

    707 der in Italien an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorbenen Menschen waren laut der ISS-Statistik zwischen 70 und 79 Jahre alt, 852 zwischen 80 und 89 Jahre. 198 waren älter als 90. Nur 17 an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 Verstorbenen seien jünger als 50 gewesen, teilte das ISS mit. Fünf dieser Menschen seien unter 40 gewesen. Es habe sich ausschließlich um männliche Patienten im Alter zwischen 31 und 39 Jahren mit schweren Vorerkrankungen gehandelt, erklärte das Institut.

    Die Wissenschaftler machten rund ein Dutzend Vorerkrankungen aus, an denen die meisten der gestorbenen Covid-19-Patienten gelitten hatten. Am häufigsten waren dies demnach Bluthochdruck, Diabetes sowie koronare Herzkrankheiten. 48,5 Prozent der Patienten hatten laut ISS mindestens drei Vorerkrankungen. 25,6 Prozent weitere litten an zwei chronischen Krankheiten. Nur bei drei der Verstorbenen war dem Institut zufolge keine Vorerkrankung bekannt. Dies entspricht 0,8 Prozent aller in Italien registrierten Todesfälle.

    Im Schnitt vergingen den Wissenschaftlern zufolge acht Tage zwischen dem Auftreten der ersten Corona-Symptome und dem Tod. Als mit Abstand häufigste Symptome nannte das Institut Fieber und Atemnot – dies zeigten der Statistik zufolge rund zwei Drittel aller gestorbenen Patienten. 42 Prozent der später Verstorbenen litten zudem unter Husten.

    Quelle: ntv.de, bdk/AFP

    • Ich stimme Ihnen zu, dass angesichts der realen Gefahren, dass Wettrennen um weitere Terrormassnahmen (aus dem HomeOffice oder der freiwilligen Quarantäne heraus) nichts bringt. Grenzschliessungen sind lächerlich, Ausgagssperren lokal begründet.
      Dass die Einschränkungen sich über 2-5 Monate erstrecken werden, nimmt man nicht war (Hauptsache jetzt ist die Grenze 2 Wochen zu). Irgendwann sind alle Kassen leer.

  7. Das c Virus überträgt sich nur zu einem Teil durch den Auswurf von erkrankten hustenden Menschen im näheren Kontakt zu Mitmenschen.

    Es gibt Studien die Beweisen das ein infizierter selbst durch einfaches Sprechen Virreneingebunden in seiner feuchten Luft beim Sprechen in die Umluft wirbelt. Diese Partikel sind kleiner als 5 Tausendstel Millimeter und schweben bis zu DREI. STUNDEN in der Luft.

    Womit das Abstandhalten von 1 bis 2 Meter in geschlossenen Räumen wie zum Beispiel in Kaufhäuser hinterfragungswürdig wäre.

    Es scheint das in China und Japan sich auf diesem Weg eine Menge Menschen angesteckt haben.

    https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMc2004973?query=RP

    • Micropartikel

      Dieser Kommentar wurde heute in der franz. Presse bestätigt. Somit scheint es richtig , das dieser Mindesabstand hinfällig wãre und das Zenario wesentlich komplizierter und auch wesentlich gefãhrlicher wird.

      Somit alles daran setzen die Luft noch weiter Zu säubern. Den Anfang haben wir ja gemacht.
      Da wären: das Autofahren in Ballungszentern zu begrenzen. Holz u Kohlefeuerungen zu verbieten usw.

      Zitat:

      Le coronavirus pourrait rester plusieurs heures dans l’air à cause de la pollution atmosphérique

      • Propulsion

        Le coronavirus circule-t-il vraiment dans l’air ?

        On considérait généralement que, vaporisé, le Covid-19 n’était pas transmissible. Mais une étude scientifique sème maintenant le trouble.

  8. Guido Scholzen

    hier ein vergleich grippe-corona, aktueller stand.
    ein danke schön an M.L. (arbeitet an einer medizinischen fakultät)

    ==========================

    https://www.bilder-upload.eu/upload/1737a0-1584807605.png

    Etwa 20 Millionen Menschen haben z.Z. weltweit Grippeviren. Die „Welle“ klingt gerade etwas ab, aber wenn man sich den Vektor anschaut, dann können wir bis zum Ende der Welle mit etwa 120 Millionen Menschen, die dieses Jahr eine Influenza-Infektion hatten, rechnen.

    Von diesen Menschen sind zwischen 1. Januar und 20. März weltweit etwa 120.000 Menschen direkt oder durch sekundäre respiratorische Syndrome gestorben, bis zum Ende der Welle werden es etwa 300.000 sein.

    In Deutschland waren bis zum 1. März 330.000 Arztbesuche wegen Influenza, 145.000 klinische Fälle, und 247 Tote seit 1. Februar 2020

    Wir müssen etwas hochrechnen, wenn wir reale Zahlen wollen, weil in DE leider solche Berichte erst Kommunal- und dann Ländersache sind, dann erst bundesweit berichtet werden. Bei einer Hochrechnung von der etwas leichteren letzten Saison 18–19 und der schwereren 17–18 kann man in DE für die Zeit von 1. Januar bis 31. Mai von 23.600 Influenzatoten ausgehen, 3.6 Millionen Arztbesuchen, 142.000 labordiagnostisch diagnostizierten Fällen, und 84.000 Hospitalisierungen.

    Wenn man COVID-19 und ILI („Influenza Like Illness“ Halsschmerzen, Husten, Fieber) durch Influenza vergleicht, dann ergibt sich seit dem 1. März 2020 das folgende Bild:

    https://www.bilder-upload.eu/upload/92d999-1584807649.png

    Das sollte aber auf keinen Fall dazu führen, dass man jetzt COVID-19 als „weniger schlimm als eine Grippe“ betrachtet. Dazu ist es viel zu früh, und die Daten sind nicht vielversprechend, was das angeht. Selbst wenn COVID-19 „nur eine Grippe“ wäre, die Belastung des Gesundheitswesens durch fast 1/3 mehr respiratorische Erkrankungen ist zu viel und rechtfertigt die Maßnahmen.

    Vielmehr sollte man mehr auf die Gefahren der Influenza hinweisen und Impfgegner endlich mit Hohn und Spott aus der Stadt jagen…
    =====================================================

    UND DIESEN LETZTEN SATZ UNTERSTREICHE ICH GERNE.

  9. Emonts-pool Horst

    Im Grenzecho steht. Trotz ausgangssperre sind neuinfektionen ungebremst. Warum dürfen wir denn nicht mehr raus? Es ist immer das gleiche. Um so mehr getan wird, desto mehr wirds schlimmer. Genau wie beim Klimawandel.

    • Boah nee...

      @Emonts-pool Horst:
      Nach Ihrem Kommentar von vor 2-3 Wochen (Der Wirbel um das Coronavirus wäre nur lächerlich und Panikmache) stehen Sie momentan aber ganz schön im Regen. Oder ist das immer noch Ihre Meinung? Falls ja, leiden Sie an Altersstarrsinn und tun mir nur noch leid!

    • Christophe Ponkalo

      Ich wusste, dass manche Dinge nicht für alle auf den ersten Blick zu verstehen sind. Nun denn, die Ausgangssperre wird ihre ersten Auswirkungen erst in 2 Wochen zeigen können, wenn sie dann 2 eingehalten wird. Wer erwartet, dass die Ausgang sofort am nächsten Tag ihre Wirkung zeigt, ist entweder intellektuell Unehrlich oder …

  10. „7:57 Uhr: Kuba hat am Sonntag ein Ärzteteam nach Italien geschickt, das die italienischen Kollegen bei ihrem Kampf gegen das Coronavirus unterstützen soll. Die 52 Ärzte und Krankenpfleger sollten in der Lombardei, dem aktuellen Brennpunkt der Corona-Krise, eingesetzt werden, teilte das Gesundheitsministerium in Havanna mit.
    Den kubanischen Behörden zufolge werden die Mediziner auf Anfrage Italiens zunächst für bis zu drei Monate arbeiten. Sie haben bereits mit Krisen wie der Ebola-Epidemie zu tun gehabt und werden sich einer Gruppe chinesischer Ärzte anschließen, die bereits in einem Krankenhaus in Bergamo im Einsatz sind. In Kuba selbst sind nach offiziellen Angaben aktuell 20 Menschen mit dem Virus infiziert, eine Person starb daran.“

    Die Chinesen und die Kubaner helfen den Italienern. Sie haben die größte Erfahrung. Danke China, danke Kuba.

        • Gemein(d)e

          Doch indirekt , die ganzen Abläufe im Körper sind alle aufeinander angestimmt ,. die Lungenentzündung führt zu einer schweren Anstrengung und Menschen mit Bluthochdruck bringen dadurch ihr Herz dermaßen auf Touren das es dadurch auch Probleme geben kann.
          Die meisten Menschen die nach einer kleinen Tätigkeit außer Puste sind, haben auch Bluthochdruck.
          Allgemein kommen Menschen mit einer guten Ausdauer besser weg bei einer Lungenentzündung .
          Stellen sie sich das bildlich vor ,.. sie laufen , sind außer Atem und sie bekommen keine Luft mehr ,.. und dann noch ne Lungenentzündung die die Sauerstoffaufnahme reduziert.
          Und mit einer Lungenentzündung laufen sie und laufen sie , entweder sie halten durch oder sterben,… die zusätzliche Sauerstoffgabe hilft ihnen durchzuhalten. Ohne Sauerstoff haben sie fast keine Chance .
          Deswegen ist es auch so wichtig gerade jetzt an die frische Luft zu gehen und die Lunge
          und die Ausdauer zu stärken.

    • Horst Emonts-pool

      @. Polarlicht. Bluthochdruck ist keine Krankheit, wie viele Menschen glauben. Bluthochdruck ist ein Symptom einer Krankheit. Ich bin vor 2 Jahre dafür operiert worden. Da ich zu viel Adrenalin produzierte. Seit meiner Operation geht’s besser. Fast alle Ärzte fanden das ich zu schwer sei. Früher habe ich 59 Kilo gewogen. Aber da wollten die nichts von wissen. Immer kamen die gleichen Fragen. Alkohol, Tabak und so. Aber ich trinke kein Alkohol, und rauche nicht. Bis ich dann selber drauf kam. In allen blutuntersuchungen stand das ich zu viel Adrenalin hatte. Da ich allergisch auf diese Medikamente reagierte, wollte ich selbst diese Operation gemacht haben. Siehe da. Es geht mir gut.

  11. Polarlicht

    @ Werter Herr Emonts Pool
    Ich schrieb , dass Hypertonie eine Krankheit mit verschiedenen Genesen/ Ursachen sein kann.
    Medizinisch interessiert es mich aber doch sehr, dass Sie auf eigenen Wunsch operiert wurden , damit ihr Adrenalinspiegel sinkt. Dazu müsste Ihnen die Nebenniere/n entfernt worden sein. Das so ein Eingriff auf Wunsch des Patienten gemacht wird, verwundert mich doch sehr

    • Horst Emonts-pool

      @. Polarlicht. Da braucht man keine Nebenniere zu entfernen. Es werden nur beteubungen vorgenommen. Es werden Sonden in die Nebenniere eingeführt. Schnell und schmerzlos. Ich musste 4 Tage zur Beobachtung da bleiben. Wie gesagt , ich vertrage keine chemischen Medikamente. Ich hatte bis über 250 Blutdruck. Eine andere Möglichkeit haben für mich nicht. Das sah auch die Krankenkasse so.

  12. Die Erinnerung wird uns formen.

    Die Militärlaster voller Särge stehen dafür, dass da ein Land im Krieg scheint gegen einen unsichtbaren Feind. Und die Opfer sind vielfach die Alten und die Geschwächten. Wer italienisches Leben kennt, erinnert freundliche, offene Gesichter, aus denen Lebensfreude spricht und Geschichte, manchmal auch leidvolle Geschichte. Noch das kleinste Dorf hat seinen Friedhof und feiert, religiös und familiär, den Tod und die Erinnerung. Nun wird einsam gestorben und einsam bestattet, gerade noch mit Namen. Die Erinnerung – sollte es einmal vorbei sein mit Corona – wird das Land fordern und im Schmerz vielleicht auch überfordern. Und je nach Verlauf wird diese Erinnerung ganz Europa fordern.

  13. Arno Nühm

    An alle selbsternannten Experten.
    Ich verstehe, dass es für manche Leute schwer ist, sich nicht zu äußern, wenn Sie ein übersteigertes Selbst haben. Früher gab es sicher einige Universalgelehrte (Goethe, Da Vinci, Einstein,…). Die waren aber auch so weise, sich nicht zu einem Thema zu äußern, wenn sie sich nicht dafür kompetent wussten.
    (Noch) kaum erforschte Viren sind zuerst einmal gefährlich. Bitte hört den wirklichen Fachleuten zu. Meist erkennt man sie an Abschlüssen eines Studiums, nachgewiesenen Forschungen usw. Aber selten an zusammengegoogeltem oder widersprüchlichen Posts.
    Schade, dass das Virus nicht gegen Dummheit und Stolz wirken.

  14. Walter Keutgen

    Nun, Arno Nühm, die wirklichen Experten, nach Ihren Kriterien, kriegen wir nur mittelbar zu Gehör, im besten Fall mittels der Presse. Meistens beraten die besten die Regierungen. Und siehe da, die Regierungen haben unterschiedliche, ja widersprüchliche Reaktionen. Überdies sind nicht kaum erforschte Viren erst einmal gefährlich. Die Fledermäuse von denen sie abgestrichen worden sind, sind gesunde Corona-Virenträger. Erst wenn ein Virus gefährlich ist, ist es zwingend Ziel wissenschaftlicher Untersuchungen.

  15. „Der Landrat des vom Coronavirus in Nordrhein-Westfalen besonders betroffenen Kreis Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), hat China um Unterstützung bei Schutzmaterialien gebeten.
    Die im Kreis verfügbaren Masken oder Schutzkittel reichten nur noch für ein paar Tage, schrieb Push am Montag in einem offenen Brief an den chinesischen Staats- und Parteichefs Xi Jinping.

    Im Kampf gegen das Virus hätten die Verantwortlichen in China immer wieder betont, wie wichtig ausreichendes Schutzmaterial sei, schrieb Pusch in dem Brief, der an die chinesische Botschaft in Berlin andressiert ist. „Soweit der Krisenstab und die Krankenhäuser hier vor Ort nicht ausreichend Schutzmaterialien besorgen können – was mehr als schwierig ist –, hätte das weitreichende schwere Folgen für das Gesundheitssystem im Kreis Heinsberg und für die Menschen hier. In meiner Funktion als Landrat bitte ich daher die Volksrepublik China um Unterstützung“, heißt es in dem Schreiben weiter.
    Da Mediziner in China offensichtlich auch die meisten Erfahrungen im Umgang mit Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus gemacht hätten, wäre ihm auch an einem fachlichen Erfahrungsaustausch gelegen.“

    Die Chinesen helfen wo sie können.

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