England und Argentinien haben das Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erreicht. Beide Favoriten mussten jedoch hart kämpfen, ehe sie sich am Samstagabend gegen starke Außenseiter durchsetzen konnten. Norwegen und die Schweiz verlangten ihren Gegnern alles ab und verabschiedeten sich erst nach leidenschaftlichen Vorstellungen aus dem Turnier.
Im ersten Viertelfinale erwischte Norwegen den besseren Start gegen England und belohnte sich in der 36. Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss von Andreas Schjelderup zur verdienten Führung. Die Skandinavier verteidigten diszipliniert und setzten immer wieder gefährliche Konter, während England trotz großer Ballbesitzvorteile lange kaum Lücken fand. Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gelang Jude Bellingham mit einem präzisen Abschluss der wichtige Ausgleich.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen. Norwegen hatte mehrfach die Chance zur erneuten Führung, scheiterte jedoch an Jordan Pickford oder am Aluminium. Ein norwegischer Treffer wurde nach VAR-Eingriff aberkannt, was zusätzlich für Diskussionen sorgte. Als vieles bereits auf ein Elfmeterschießen hindeutete, avancierte erneut Bellingham zum Matchwinner. In der Verlängerung traf er zum 2:1 und bescherte England den Einzug ins Halbfinale.

11.07.2026, USA, Kansas City: Julian Alvarez (Argentinien, M) jubelt nach seinem Tor zum 2:1 mit den Teamgefährten. Foto: Charlie Riedel/AP/dpa
Im zweiten Viertelfinale entwickelte sich zwischen Argentinien und der Schweiz ebenfalls ein intensiver Schlagabtausch. Titelverteidiger Argentinien ging früh durch Alexis Mac Allister nach einer Standardsituation in Führung, doch die Schweiz blieb ihrer mutigen Linie treu und glich durch Dan Ndoye verdient aus. Die Eidgenossen verteidigten kompakt und brachten den Favoriten immer wieder in Bedrängnis.
Eine entscheidende Wende brachte schließlich die Gelb-Rote Karte gegen Breel Embolo, wodurch die Schweiz die Schlussphase und die Verlängerung in Unterzahl bestreiten musste. Argentinien nutzte den zusätzlichen Raum konsequent: Julián Álvarez erzielte in der 112. Minute mit einem sehenswerten Treffer das 2:1, ehe Lautaro Martínez in der Nachspielzeit der Verlängerung mit einem Konter den 3:1-Endstand herstellte. Bemerkenswert war, dass Lionel Messi trotz einer engagierten Leistung erstmals seit langer Zeit in einem WM-K.-o.-Spiel ohne eigenen Treffer blieb.
Damit stehen die Halbfinalpaarungen fest: Frankreich trifft auf Belgien–Bezwinger Spanien (Di, 21 Uhr MESZ) und England auf Argentinien (Mi. um 21 Uhr MESZ). (dpa/cre)